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Soft Power in den USA. Kooperation von Militär und Filmindustrie

Título: Soft Power in den USA. Kooperation von Militär und Filmindustrie

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2018 , 101 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Nils Schmidt (Autor)

Política - Región: USA
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In dieser Arbeit wird dargestellt, inwiefern Kooperationen zwischen Hollywood und dem Pentagon stattfinden und wie diese ausgestaltet sind. Hiermit soll gezeigt werden, wie durch gezielte Einflussnahme der Regierung das Bild des Militärs in den USA verzerrt wird.

Die Zusammenarbeit zwischen den Filmproduzenten Hollywoods und dem Militär der USA birgt eine lange Geschichte. Seit dem zweiten Weltkrieg entstand eine Vielzahl von Kriegsfilmen durch die Kooperation von Hollywoodstudios mit den verschiedenen Abteilungen des US Militärs und der CIA. Diese Kooperationen äußern sich aus Sicht der Filmemacher hauptsächlich dadurch, dass sie Unterstützung im Rahmen von Soldaten, technischer Beratung und durch Kriegsmaterial erhalten. Diese Unterstützung durch die einzelnen Abteilungen des US Militärs wie zum Beispiel der US Navy wird hauptsächlich durch eine übergeordnete Steuerungsinstanz geleitet. Das Department of Defence (DoD) koordiniert alle Kooperationen der einzelnen Abteilungen und entscheiden über den Grad an möglicher Unterstützung für die Hollywoodstudios. Wie zu erwarten ist, beitreibt das DoD diese Unterstützung nicht ganz ohne Hintergedanken und bildet damit den Hauptfokus des analytischen Teils dieser Arbeit.

Sie verfolgt das Ziel, neben der Darstellung der soft power Theorie nach Nye durch die Analyse der Zusammenarbeit zwischen dem US Militär und den Filmemachern Hollywoods ein konkretes Exempel aufzuzeigen, das den Gedanken der soft power in seiner Anwendung belegt.

Mit einer zunächst theoretischen Darstellung dieser speziellen Spielart der Macht nach Nye, soll ein Grundstein für die spätere Analyse gelegt werden. Hierfür wird die Theorie nach einer genauen Einordnung und Abgrenzung zu anderen Begriffen wie beispielsweise der Propaganda in vier grundlegende Elemente unterteilt. Zum einen sollen die Quellen der soft power untersucht werden. Hiermit sind vor allem die Ressourcen gemeint, an denen sich ein Staat bedienen kann um soft power auszustrahlen und zu erlangen. Eine der wichtigsten Ressourcen der soft power ist die öffentliche Diplomatie. Da sie ebenfalls für diese Arbeit einen entscheidenden Faktor darstellt, wird sie ausführlicher betrachtet und in drei Stadien unterteilt, die ihre verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amerikanische Macht im Wandel der Zeit

2.1 Macht in der Weltpolitik

2.2 Amerikanische Macht im Kontext des 21. Jahrhunderts

2.3 Machtpolitik im Wandel

2.4 Internationale Rahmenbedingungen im 21. Jahrhundert

3. Soft Power nach Joseph Nye

3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs

3.1.1 Ressourcen der soft power

3.1.2 Dimensionen der soft power

3.1.3 Wirkungsweisen und Nachweise der soft power

3.2 Soft power und öffentliche Diplomatie

3.3 Zusammenfassung der Befunde

4. USA, soft power und Hollywood - Eine Herleitung

4.1 Die United States Information Agency (USIA)

4.2 Die Shared Values Initiatives (SVI)

5. Pentagon, Militär und Hollywood - Zusammenarbeit im Rahmen der soft power

5.1 Quellenlage

5.2 Die Central Intelligence Agency (CIA)

5.2.1 Historischer Kontext der Zusammenarbeit mit der CIA

5.2.2 Struktur der Zusammenarbeit zwischen CIA und Hollywood

5.3 Das Department of Defence (DoD)

5.3.1 Historischer Kontext der Zusammenarbeit mit dem DoD

5.3.2 Struktur der Zusammenarbeit zwischen DoD und Hollywood

6. Darstellung einzelner Kooperationen und Zusammenführung der Befunde

6.1 Top Gun (1986)

6.1.1 Historischer Kontext

6.1.2 Die Rolle des DoD im Film Top Gun (1986)

6.1.3 Gründe für die Zusammenarbeit

6.2 Black Hawk Down (2001)

6.2.1 Historischer Kontext

6.2.2 Die Rolle des Pentagon im Film Black Hawk Down (2001)

6.2.3 Gründe für die Zusammenarbeit

6.3 Transformers (2007, 2009)

6.3.1 Informationen zu den Filmen

6.3.2 Die Rolle des DoD in den Filmen

6.3.3 Gründe für die Zusammenarbeit

6.4 Ergebnisse der Analyse

6.5 Zusammenführung der Befunde

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen der US-Rüstungs- und Geheimdienstbürokratie (Pentagon/DoD/CIA) und der Filmindustrie Hollywoods als eine Strategie der "Soft Power" im Sinne von Joseph Nye klassifiziert werden kann. Dabei wird analysiert, ob und wie diese Kollaborationen dazu dienen, politische Ziele und das Image der USA im 21. Jahrhundert strategisch zu beeinflussen.

  • Grundlagen der Soft Power Theorie nach Joseph Nye
  • Historische Entwicklung der Kooperation zwischen US-Regierung und Filmindustrie
  • Analyse der Rolle des Department of Defence (DoD) bei der Hollywood-Produktion
  • Fallstudien zu "Top Gun", "Black Hawk Down" und "Transformers"
  • Die Funktion von Propaganda versus Soft Power in modernen Medien

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im modernen Informationszeitalter werden staatliche Akteure immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Formen der Kriegsführung, der Aufstieg nichtstaatlicher Akteuere und der Zugang zu einer Vielzahl an Informationen für jeden, der sie haben möchte, verlangen von den Regierungen oftmals schnelles und strategisches Handeln.

Die Frage die hierbei entsteht ist, inwieweit herkömmliche Strategien des Machteinsatzes überhaupt noch als zeitgemäß betrachtet werden können. Können wirtschaftliche und militärische Macht noch das leisten, was sie einst zu leisten vermochten, oder machen der vereinfachte Zugang zu Informationen, der Cyberterrorismus und das erstarken der NGOs die genannten Spielarten der Macht nur noch zu Randfaktoren?

„If I can get you to want to do what i want, then i do not have to force you to do what you do not want to do“ (Nye, 2004, S.6). Mit dieser Aussage beschreibt Joseph S. Nye sein Modell einer anderen Form der Macht, welches die Grundlage dieser Arbeit bildet. Das Modell der soft power stellt die Vermutung auf, dass neben wirtschaftlicher und militärischer Macht (hard power) auch eine weitere Komponente in das internationale politische Geschehen eintritt. So ist es nach Nye mittlerweile viel mehr von Nöten, die öffentliche Meinung und politische Ziele nicht nur durch die Verwendung alter Spielarten der Macht zu beeinflussen, vielmehr brauchen staatliche Akteure heutzutage eine dynamischere Variante, die es schafft, neue Faktoren wie nichtstaatliche Akteure in das Machtgefüge mit einzubeziehen. Die Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Meinung staatlicher Akteure muss demnach dem Prinzip der Anziehungskraft folgen, welche von einem Land ausgestrahlt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Konzept der Soft Power und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Kooperation zwischen Militär und Hollywood.

2. Amerikanische Macht im Wandel der Zeit: Theoretische Einordnung der Machtbegriffe und Analyse der veränderten Rahmenbedingungen US-amerikanischer Machtpolitik im 21. Jahrhundert.

3. Soft Power nach Joseph Nye: Akademische Definition und Strukturierung der Soft Power Theorie, inklusive Ressourcen, Dimensionen und Wirkungsweisen.

4. USA, soft power und Hollywood - Eine Herleitung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung staatlich beeinflusster Medienstrategien in den USA von der Weltkriegen bis zur Zeit nach dem 11. September.

5. Pentagon, Militär und Hollywood - Zusammenarbeit im Rahmen der soft power: Differenzierte Betrachtung der organisatorischen Strukturen und Quellen, die die Zusammenarbeit von CIA und DoD mit der Filmindustrie steuern.

6. Darstellung einzelner Kooperationen und Zusammenführung der Befunde: Detaillierte Analyse und Fallstudien der drei ausgewählten Filmbeispiele sowie finale Zusammenführung der Ergebnisse im Kontext der Soft Power Theorie.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich medialer Machtprojektion.

Schlüsselwörter

Soft Power, Hard Power, Vereinigte Staaten, Hollywood, Pentagon, Department of Defence, CIA, Öffentliche Diplomatie, Propaganda, Filmindustrie, Politische Legitimation, Rekrutierung, Medienstrategie, Informationszeitalter, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Kooperation zwischen dem US-Militär bzw. Geheimdiensten und Hollywood-Filmemachern als Instrument der Machtausübung im 21. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentrale Thematik bildet die Anwendung des Konzepts der "Soft Power" nach Joseph Nye auf die mediale Einflussnahme der US-Regierung mittels Kinofilmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob die gezielte Unterstützung von Hollywoodfilmen durch das Pentagon ein aktives Instrument der US-Soft Power darstellt, um politische Ziele zu legitimieren oder die Rekrutierung zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Einordnung mittels politikwissenschaftlicher Literatur von Joseph Nye sowie eine prozessorientierte Analyse und Fallstudien basierend auf historischen Belegen und offiziellen DoD-Richtlinien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

In den Hauptkapiteln werden die theoretischen Grundlagen der Macht, die historische Rolle von Institutionen wie der USIA und die spezifischen Strukturen des DoD/CIA in Hollywood detailliert untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Soft Power, öffentliche Diplomatie, militärisch-industrieller Komplex und mediale Manipulation geprägt.

Warum wurden gerade "Top Gun", "Black Hawk Down" und "Transformers" als Beispiele gewählt?

Diese Filme dienen aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtung exemplarisch der Untersuchung verschiedener staatlicher Absichten (z. B. Rekrutierung bei "Top Gun", politische Legitimierung bei "Black Hawk Down" und moderne mediale Ästhetisierung bei "Transformers").

Welches Fazit zieht der Verfasser?

Der Autor schlussfolgert, dass die Zusammenarbeit kein zufälliges Ereignis ist, sondern eine strategische Form der unterschwelligen Manipulation, die den Theorien von Joseph Nye zur Soft Power exakt entspricht.

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Detalles

Título
Soft Power in den USA. Kooperation von Militär und Filmindustrie
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Sozialwissenschaften)
Calificación
1,5
Autor
Nils Schmidt (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
101
No. de catálogo
V1402016
ISBN (PDF)
9783346951762
ISBN (Libro)
9783346951779
Idioma
Alemán
Etiqueta
USA Soft Power Krieg Hollywood Pentagon Kooperation Beeinflussung Film Filmindustrie Transformers Top Gun Soldaten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nils Schmidt (Autor), 2018, Soft Power in den USA. Kooperation von Militär und Filmindustrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1402016
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