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Trainingsprogramm zur Förderung von Empathie bei Schauspielern in Endprobenphasen

Title: Trainingsprogramm zur Förderung von Empathie bei Schauspielern in Endprobenphasen

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Constantin Elias Konradi (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Das vorliegende Trainingsprogramm kann u. a. dabei helfen, einander wahrzunehmen und die empathische Genauigkeit zu erhöhen.

„Ein Künstler hat das Recht bescheiden und die Pflicht eitel zu sein“. Dies ist ein Zitat des sehr erfolgreichen deutschen Schauspielers Hans-Peter Korff. Und es scheint, als hätten die meisten Menschen ein diametral entgegengesetztes Verständnis von den Pflichten eines Schauspielers, der schließlich ebenfalls ein Künstler ist. Der Oscar-prämierte US-amerikanische Regisseur Sidney Lumet fasste im Jahr 2006 die unter Filmleuten „bekannten Attribute für Schauspieler“ folgendermaßen zusammen: „Rindvieh, doof, verdorben, überbezahlt, geil, ichbezogen, launisch“. Der mehrfach prämierte deutsche Regisseur Andreas Dresen moniert, dass sich viele Schauspieler dem Team gegenüber respektlos verhalten. Das Bild von Schauspielern scheint demnach ein negatives zu sein, jedenfalls in der Fachwelt.

Ein Forscherteam der Universität Leipzig fand heraus, dass Schauspieler tatsächlich vermehrt nach Selbstdarstellung und Bewunderung streben. Diese Eigenschaften können selbstverständlich für die Umwelt zuweilen anstrengend sein. Aus diesem Grund ist es notwendig, Schauspieler dafür zu sensibilisieren, ihre Mitmenschen wahrzunehmen und in bestimmten Situationen das eigene Verhalten darauf abzustimmen. Besonders relevant ist diese Fähigkeit innerhalb von Schauspielergruppen (Ensembles), innerhalb derer unter professionellen Bedingungen eine Produktion erarbeitet werden soll. Zwölf Selbstdarsteller sind für dieses Ansinnen nicht dienlich, sodass das Ensemble auf gegenseitige Rücksichtnahme angewiesen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Aufbau des Konzeptes

2. Theoretische Grundlagen der Empathie

3. Trainingskonzept

3.1. Zielgruppe

3.2. Rahmenbedingungen

3.3. Ablauf des Trainings

3.4. Evaluation

4. Reflexion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein praxisnahes Trainingsprogramm zu entwickeln, das Schauspielern in intensiven Endprobenphasen hilft, ihre empathische Genauigkeit zu erhöhen und gegenseitige Rücksichtnahme im Ensemble zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch gezielte, spielerische Übungen die Wahrnehmung von Mitmenschen und die empathische Interaktion unter professionellem Leistungsdruck verbessert werden können.

  • Theoretische Fundierung von Empathie-Modellen und Abgrenzung zu verwandten Konzepten.
  • Analyse der spezifischen psychologischen Anforderungen und Bruchstellen in der Biografie von Schauspielern.
  • Entwicklung eines strukturierten Trainingskonzepts basierend auf dem Perception-Action-Modell.
  • Darstellung von Übungen zur Steigerung der Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie der Selbst-Andere-Differenzierung.
  • Evaluation von Messmethoden für Empathie im Kontext eines Theaterensembles.

Auszug aus dem Buch

3.3. Ablauf des Trainings

Alle Übungen finden immer in demselben Raum statt. Der Raum muss zweigeteilt werden: Eine Raumhälfte für das Blitzlicht und eine Raumhälfte für die restlichen Übungen. Die Raumhälften müssen vor Beginn des Trainings eindeutig definiert und abgegrenzt sein.

Es wurden bewusst didaktische Mittel mit spielerischem Charakter ausgewählt. Es ist naturgemäß davon auszugehen, dass solche bei Schauspielern eine ungleich höhere Motivation auslösen als bspw. Trainerinput oder Gruppendiskussionen. Die Übungen werden nachfolgend chronologisch vorgestellt:

Blitzlicht (ca. 12 min): Jedes Gruppenmitglied teilt kurz mit, wie es ihm geht (ca. 1 min/Teilnehmer).

Ziel: Aktueller Sachstand Alle Teilnehmer wissen, woran sie tagesaktuell miteinander sind.

Ankommen (ca. 3 min): Die Teilnehmer versetzen sich in einen übungsbereiten Zustand, indem sie ablenkende Gedanken und Emotionen von ihrem Körper abstreifen. Sie streichen, mit ihren Handflächen, jeweils von ihrem Körper weg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen der Empathie im Schauspielberuf und leitet zur Notwendigkeit eines Trainingsprogramms für Ensembles über.

2. Theoretische Grundlagen der Empathie: Erläutert verschiedene Definitionen von Empathie und führt in das gewählte Perception-Action-Modell nach Preston und de Waal ein.

3. Trainingskonzept: Stellt die Zielgruppe, Rahmenbedingungen, den strukturierten Übungsablauf sowie Ansätze zur Evaluation des Trainingsprogramms detailliert vor.

4. Reflexion und Fazit: Reflektiert die Stärken und Schwächen des entwickelten Modells und bewertet die Praktikabilität für Theaterensembles unter Stressbedingungen.

Schlüsselwörter

Empathie, Schauspielkunst, Endprobenphase, Ensembleleistung, Trainingsprogramm, Perception-Action-Modell, Selbst-Andere-Differenzierung, Emotionales Attunement, Gruppendynamik, Nonverbale Kommunikation, Psychologische Evaluation, Theaterpädagogik, Affektive Komponente, Kognitive Komponente, Interpersonal Reactivity Index

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt ein spezielles Trainingsprogramm zur Förderung der Empathie bei Schauspielern, um die Zusammenarbeit innerhalb von Ensembles, insbesondere in belastenden Endprobenphasen, zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die psychologische Empathie-Theorie, biographische Aspekte des Schauspielberufs sowie die praktische Anwendung spielerischer Didaktik im Theaterkontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein praktikables Training zu etablieren, das auf spielerische Weise die empathische Genauigkeit schult, ohne den ohnehin schon stressigen Probenalltag der Schauspieler zu überlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Empathie-Modellen und deren Operationalisierung für ein praktisches, ritualisiertes Trainingsformat.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen ab, analysiert die spezifische Lebenssituation von Schauspielern und präsentiert Schritt für Schritt das entwickelte Trainingskonzept inklusive der dazugehörigen Übungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Empathie, Endprobenphase, Ensembleleistung, Selbst-Andere-Differenzierung und das Perception-Action-Modell.

Warum wurde die "Endprobenphase" als Fokus gewählt?

In dieser Phase herrscht ein hoher psychischer Druck, der häufig zu Konflikten führt. Das Training soll genau hier als ausgleichendes Instrument dienen, um Reibungsverluste im Team zu minimieren.

Warum wird empfohlen, keinen Regisseur als Trainer einzusetzen?

Die Durchführung durch eine neutrale dritte Person verhindert, dass das Training in inhaltliche Produktionsarbeit abgleitet und ermöglicht den Schauspielern einen geschützten Raum fernab des Regiedrucks.

Wie unterscheidet sich "Blitzlicht" von den anderen Übungen?

Das Blitzlicht dient dem tagesaktuellen Austausch und der Standortbestimmung, während die anschließenden Übungen aktiv an der Körpersprache und der emotionalen Resonanz im Ensemble arbeiten.

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Details

Title
Trainingsprogramm zur Förderung von Empathie bei Schauspielern in Endprobenphasen
College
University of Technology, Business and Design Wismar
Grade
2,3
Author
Constantin Elias Konradi (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1402072
ISBN (PDF)
9783346956460
ISBN (Book)
9783346956477
Language
German
Tags
trainingsprogramm förderung empathie schauspielern endprobenphasen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Constantin Elias Konradi (Author), 2021, Trainingsprogramm zur Förderung von Empathie bei Schauspielern in Endprobenphasen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1402072
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