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Hildegard von Bingen

Zusammenhang von Krankheit und Vision

Title: Hildegard von Bingen

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Katharina Krabbe (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Im Laufe der Seminararbeit werde ich versuchen einen Einblick in das Leben von Hildegard von Bingen zu geben und damit verbunden ihre Visionen. Ich werde zwei Thesen bearbeiten und versuchen sie mit ausgewählten Quellenauszügen zu belegen. Meine erste These lautet: „Hildegards Verweigerung einer Aufforderung, die sie durch ihre Visionen erhalten hatte, nachzukommen, spiegelt sich in ihrem Gesundheitszustand wieder. Sie wurde mit Krankheit bestraft, so dass sie den Befehlen der Visionen nachkam. Tat sie dies, ging es ihr bald darauf gesundheitlich wieder besser.“
Meine zweite These, die ich in dieser Seminararbeit bearbeiten möchte, lautet: „Nicht nur Hildegard von Bingen wurde bestraft, sondern auch Außenstehende, wenn diese sich gegen den Willen Gottes wendeten, den Hildegard in ihren Visionen vernahm.“
Außerdem möchte ich einen kurzen Einblick in das Leben von Hildegard von Bingen zu geben und wie sie ihre Visionen wahr nahm. Diese Seminararbeit kann jedoch nur einen groben Überblick geben, da sonst der vorgegebene Rahmen dieser Arbeit überschritten wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hildegard von Bingen – ihre ersten Jahre

3. Der göttliche Auftrag

4. Hildegards Auftrag ein Kloster zu errichten

5. Richardis von Stade und Arnold, der Konverse

6. Hildegard und ihre göttliche Gabe

7. Schluss

8. Bibliographie:

8.1 Quellen:

8.2 Literatur:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Leben und Wirken von Hildegard von Bingen unter dem zentralen Aspekt ihrer Visionen. Die primäre Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Zusammenhang zwischen Hildegards körperlichem Gesundheitszustand und ihrem Gehorsam gegenüber den göttlichen Aufträgen, die sie in ihren Schauen empfing, wobei auch die Konsequenzen für Außenstehende bei Zuwiderhandlungen beleuchtet werden.

  • Analyse der visionären Erfahrungen Hildegard von Bingens.
  • Untersuchung des Zusammenhangs von Visionen und physischen Krankheitszuständen.
  • Darstellung der Herausforderungen bei der Klostergründung auf dem Rupertsberg.
  • Betrachtung von Schicksalen Dritter (Richardis von Stade, Arnold der Konverse) im Kontext göttlicher Weisungen.
  • Einordnung der historischen Quellen wie der Vita Hildegardis und des Briefwechsels.

Auszug aus dem Buch

3. Der göttliche Auftrag

Im Alter von 42 Jahren hatte Hildegard von Bingen eine Vision, in der sie von Gott den Auftrag erhielt all ihre Visionen schriftlich festzuhalten und der Öffentlichkeit nahzubringen. In der Vita Hildegardis heißt es: „Als ich zweiundvierzig Jahre und sieben Monate alt war, kam bei geöffneten Himmel ein feuriges Licht von größtem Glanz, ergoß sich über mein ganzes Hirn und Herz, und wie eine Flamme, die zwar nicht brennt, aber wärmt, entflammte es meiner Brust, sowie die Sonne das erwärmt, auf das sie ihre Strahlen fallen läßt. Und plötzlich erfaßte ich den Sinn der Auslegung der Bücher […]“

Hildegard fühlte sich jedoch außerstande der Aufforderung Gottes nachzukommen. An dieser Stelle stellt sich die Frage, aus welchen Gründen sich Hildegard der Aufforderung Gottes verweigerte, die sie aus ihrer „Schau“ empfang.

Ein Grund mag darin liegen, dass sie nicht schreiben konnte. Doch dies war nicht der primäre Grund der Verweigerung, sondern vielmehr die Angst und Scham vor öffentlichen Äußerungen, die sie erwarten musste. Monika Klaes und Helene M. Kastinger Riley führen dies als Hauptgründe für die Verweigerung an.

Die Angst und Scham, die Hildegard von Bingen verspürte, sind nachvollziehbar, da niemand von ihren Visionen wusste, außer Jutta von Sponheim, die aber bereits verstorben ist. Gegenreaktion und Ablehnung fürchtete Hildegard nicht nur von der Öffentlichkeit, sondern sie musste auch mit großem Widerstand innerhalb der Klostermauern rechnen. Als Frau war ihr nämlich das Schreiben, öffentliche Reden und Predigen strengstens untersagt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Thesen über den Zusammenhang zwischen Hildegards Visionen, ihrem Gesundheitszustand und göttlichen Bestrafungen bei Ungehorsam.

2. Hildegard von Bingen – ihre ersten Jahre: Überblick über die Herkunft, die Oblation im Kloster Disibodenberg und die frühen Jahre unter Jutta von Sponheim.

3. Der göttliche Auftrag: Analyse der Vision, durch die Hildegard den Auftrag zum Schreiben erhielt, und die daraus resultierenden körperlichen Leiden bei Verweigerung.

4. Hildegards Auftrag ein Kloster zu errichten: Behandlung der Vision zur Gründung eines eigenen Klosters auf dem Rupertsberg und der Widerstände durch den Abt.

5. Richardis von Stade und Arnold, der Konverse: Untersuchung der Fälle von Personen, die sich den göttlichen Weisungen Hildegards entgegenstellten und dafür sanktioniert wurden.

6. Hildegard und ihre göttliche Gabe: Betrachtung der kindlichen Ursprünge ihrer Visionen und der Art und Weise, wie sie diese spirituellen Schauen erlebte.

7. Schluss: Zusammenfassende Bestätigung der aufgestellten Thesen durch die analysierten Beispiele und Ausblick auf mögliche medizinische Betrachtungsweisen.

Schlüsselwörter

Hildegard von Bingen, Visionen, Vita Hildegardis, Scivias, Klostergründung, Rupertsberg, Disibodenberg, Körperlichkeit, Krankheit, Richardis von Stade, göttliche Weisung, Mittelalter, Mystik, Sehergabe, Volmar.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spirituelle Biografie von Hildegard von Bingen, insbesondere den Zusammenhang zwischen ihren visionären Erfahrungen und ihrem physischen Befinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Vita, der Rolle ihrer Visionen im Alltag, den Konflikten bei der Gründung des Klosters Rupertsberg und den Sanktionen bei göttlichem Ungehorsam.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass Hildegard bei Nichtbeachtung ihrer Visionen körperlich erkrankte und dass auch Außenstehende für Zuwiderhandlungen gegen die in den Visionen geäußerten Willen Gottes bestraft wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine thesenbasierte Analyse, die sich primär auf die Auswertung historischer Quellentexte wie die Vita Hildegardis und ihre Briefwechsel stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Hildegards frühen Jahren, die Analyse ihres göttlichen Auftrags zum Schreiben, die Schwierigkeiten der Klosterneugründung und die Fallbeispiele von Richardis von Stade und Arnold dem Konversen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Hildegard von Bingen, Visionen, Scivias, Krankheit, Gehorsam gegenüber Gott und die Klostergründung.

Welche Rolle spielt die Person Richardis von Stade?

Richardis von Stade dient als Beispiel für eine Person, die sich gegen Hildegards visionär begründeten Rat stellte und nach Darstellung der Autorin dafür eine göttliche Strafe in Form des Todes erlitt.

Wie erlebte Hildegard laut der Arbeit ihre Visionen?

Die Arbeit betont, dass es sich nicht um Ekstasen oder Trancen handelte, sondern um Wahrnehmungen in vollem Bewusstsein, bei denen Hildegard Lichtphänomene und Stimmen vernahm.

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Details

Title
Hildegard von Bingen
Subtitle
Zusammenhang von Krankheit und Vision
College
University of Bremen
Grade
2
Author
Katharina Krabbe (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V140315
ISBN (eBook)
9783640484416
ISBN (Book)
9783640484232
Language
German
Tags
Hildegard Bingen Zusammenhang Krankheit Vision
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Krabbe (Author), 2009, Hildegard von Bingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140315
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