Um den Leser ins Bild zu setzen beginnen die Autoren mit dem was die New-Economy (siehe Anhang_1) ausmacht und mit der Tatsache, dass die Zukunft von Unternehmen sich nur im virtuellem Raum abspielen kann. Der Grund dafür sei, dass unsere Regierungen, Universitäten und vor allem die herkömmlichen Firmen (Organisationen) der Flut an Information nicht standhalten könnten. Die Wandlung von der Old-Economy zur New-Economy wird mit der Entwicklung der schon etwa 70-Jahre alte Transaktionskosten-Theorie (siehe Anhang_2) hin zur wissensbasierten Sicht auf unsere Unternehmen beschrieben. Die Theorie wird als Beweis dafür angeführt, dass sich die Wissenschafter schon früher über das Wesen einer Firma Gedanken gemacht haben. Unserer Meinung nach ist es nur eine frühe Form um das zu beschrieben was wir heute implizites Wissen (bzw. Know-how) nennen, das jeder Firma ihren Marktvorteil bietet – der Grund warum Firmen existieren.
Die Hauptaufgabe einer Organisation ist es daher Wissen zu organisieren um sie die Marktposition zu verbessern.
Inhaltsverzeichnis
1. Roter Faden des Artikels
2. Was sind Communities of Practise
3. ANHANG
4. Literatur
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Thesen von Seely B. und Duguid P. aus deren Artikel „Organizing Knowledge“ auseinander. Ziel ist es, den Wandel von klassischen Organisationsformen hin zu wissensbasierten Systemen zu beleuchten und die Rolle von Communities of Practice als notwendige Antwort auf die Herausforderungen der modernen Wissensorganisation zu untersuchen.
- Transformation der Old-Economy zur New-Economy
- Herausforderungen durch das Produktivitäts-Paradoxon
- Die Funktion und Arbeitsweise von Communities of Practice (CoPs)
- Die Bedeutung von Wissensvermittlern und Grenzobjekten
- Einfluss moderner Informationstechnik auf soziale Organisationsstrukturen
Auszug aus dem Buch
2. Was sind Communities of Practise
Wissen über gemischte Communities hinweg zu organisieren ist die Hauptaufgabe von Organisationsmanagement. Dies wird nicht immer geschätzt und sehr häufig auf die Fragen des Informationsflusses reduziert. Somit wissen die Organisationen nicht was sie wissen, sondern sie finden nur immer bessere technische Möglichkeiten für das Suchen und Abfragen. Die Verteilung von Wissen reflektiert die soziale Arbeitsteilung. Das Wissen ist genauso aufgeteilt wie die Arbeit, die es produziert.
Grenzobjekte sind ein Weg, um koordinative Verbindungen zwischen Communities zu schaffen und in Verhandlung zu bringen. Sie sind für beide Communities interessant, werden jedoch aus anderen Blickwinkeln gesehen. Grenzobjekte können physische Objekte, Technologien o.ä. sein. Über die verschieden Ansichten können die Absichten und Einstellungen sowohl nach außen als auch nach innen klarer werden.
So wichtig Suchpfade auch sind, sie sind nicht das Problem, sondern das Wissen überall nutzbar zu machen. HP wird als Beispiel angeführt für erfolgreich im Identifizieren der Gewohnheiten/Praxis (Practice), jedoch nicht im Bewegen des Wissens. Sozial eingebettetes Wissen ist schwer zu bewegen. Innerhalb von Communities ist das Wissen in die Praxis eingebettet und Standards sind festgelegt. Zwischen den Communities muss das Know-how und das Know-hat aus der Praxis herausgelöst werden, um bewegt zu werden (Unterschied Kalifornien und Singapur). Wissen ist nicht gleich Information!
Zusammenfassung der Kapitel
1. Roter Faden des Artikels: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von klassischen Firmenstrukturen der Old-Economy hin zu wissensbasierten Modellen und diskutiert die Notwendigkeit, Organisationen als selbstorganisierende Systeme zu begreifen.
2. Was sind Communities of Practise: Hier werden die Mechanismen und Rollen innerhalb von CoPs analysiert, wobei besonders die Bedeutung von Wissensvermittlern und die Abgrenzung von Wissen zu reiner Information im Vordergrund stehen.
3. ANHANG: Dieser Teil liefert ergänzende Definitionen zu zentralen Begriffen wie New Economy, Transaktionskosten und dem Produktivitäts-Paradoxon.
4. Literatur: In diesem Abschnitt werden die verwendeten Quellen und der zugrundeliegende Originalartikel von Seely B. und Duguid P. aufgeführt.
Schlüsselwörter
Communities of Practice, Organisationsmanagement, Wissensmanagement, New Economy, Old Economy, Transaktionskosten, Produktivitäts-Paradoxon, Grenzobjekte, Wissensvermittler, Selbstorganisation, Wissenstransfer, soziale Arbeitsteilung, Informationsfluss, Innovation, virtuelle Organisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Überlegungen von Seely B. und Duguid P. zur Organisation von Wissen in modernen Unternehmen und den Wandel von traditionellen zu vernetzten Organisationsformen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Transformation wirtschaftlicher Strukturen, die Überwindung des Produktivitäts-Paradoxons sowie die Etablierung von Communities of Practice als tragfähige Lösung für das Wissensmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Wissen effektiver organisieren können, indem sie die sozialen Prozesse innerhalb von Gemeinschaften besser verstehen und technologisch unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Reflexion auf Basis eines spezifischen Fachartikels, ergänzt durch die Einordnung in bekannte ökonomische Theorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Firmenstrukturen, die Möglichkeiten selbstorganisierender Systeme und die spezifische Funktionsweise sowie Grenzbereiche von Communities of Practice.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Communities of Practice, Wissensmanagement, Transaktionskosten, Selbstorganisation und Grenzobjekte.
Welche Rolle spielen „Grenzobjekte“ in der Argumentation?
Grenzobjekte dienen als Vermittlungsinstanz, die es ermöglicht, unterschiedliche Perspektiven zwischen verschiedenen Communities zu koordinieren und so den Wissenstransfer zu erleichtern.
Warum betont die Autorin, dass Wissen nicht mit Information gleichzusetzen ist?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Wissen sozial in die Praxis eingebettet ist, während Information lediglich Daten sind, die technologisch leicht übertragen werden können, ohne jedoch die operative „Praxis“ zu transportieren.
- Quote paper
- Elisabeth Luger (Author), 2003, Communities of Practise und Org. Theorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14036