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Wann und wie oft nehmen Minister an Sitzungen des EU-Ministerrates teil?

Título: Wann und wie oft nehmen Minister an Sitzungen des EU-Ministerrates teil?

Trabajo Escrito , 2017 , 9 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tobias Hamm (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Die ausgewählten Texte behandeln die Fragestellung, wann und wie oft Minister an den Sitzungen des EU-Ministerrates teilnehmen. Trotz ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte und Herangehensweisen kommen beide Texte zu dem Ergebnis, dass Minister viel öfter im EU-Ministerrat partizipieren und Entscheidungen des EU-Ministerrates viel stärker beeinflussen, als viele Studien zuvor angenommen haben.

Vergleicht man die Studien von Häge und Gron & Salomonsen, lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte erkennen. Während Häge seine Analyse auf Methoden der deskriptiven Statistik stützt, gehen Gron & Salomonsen über die reine Beschreibung hinaus, indem sie im Rahmen der schließenden Statistik multiple Regressionsanalysen durchführen. Der Umstand, dass sie dadurch umfassendere Aussagen über Erklärungsmuster treffen können, begründet die größere Bedeutung der Studie von Gron & Salomonsen für die Erklärung von Variationen der Ministerpräsenz im EU-Ministerrat. Für Häge spricht wiederum die Tatsache, dass er mit seiner Arbeit eine empirische Grundlage für weitere Untersuchungen erstellen will, sodass ein Vergleich der beiden Studien nur vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Zielsetzungen vorgenommen werden sollte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gron & Salomonsen: Who´s at the table?

3. Häge: Who decides in the Council of the European Union?

4. Analyse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht zwei politikwissenschaftliche Studien zur Ministerbeteiligung im EU-Ministerrat, um zu bewerten, wie häufig Minister an Sitzungen teilnehmen und wie diese Prozesse sowie der Einfluss der Akteure wissenschaftlich erfasst werden können.

  • Vergleich quantitativer Methoden zur Untersuchung der Ministerpräsenz
  • Diskussion der theoretischen Annahmen (rationaler vs. soziologischer Institutionalismus)
  • Rolle von informellen Prozessen im EU-Ministerrat
  • Evaluierung der demokratischen Legitimation und Effektivität von Ratsentscheidungen
  • Methodische Herausforderungen bei der Untersuchung politikwissenschaftlicher Fragestellungen

Auszug aus dem Buch

4. Analyse

Vergleicht man die Studien von Häge und Gron&Salomonsen, lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte erkennen. Während Häge seine Analyse auf Methoden der deskriptiven Statistik stützt, gehen Gron&Salomonsen über die reine Beschreibung hinaus, indem sie im Rahmen der schließenden Statistik multiple Regressionsanalysen durchführen. Der Umstand, dass sie dadurch umfassendere Aussagen über Erklärungsmuster treffen können, begründet die größere Bedeutung der Studie von Gron&Salomonsen für die Erklärung von Variationen der Ministerpräsenz im EU-Ministerrat. Für Häge spricht wiederum die Tatsache, dass er mit seiner Arbeit eine empirische Grundlage für weitere Untersuchungen erstellen will, sodass ein Vergleich der beiden Studien nur vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Zielsetzungen vorgenommen werden sollte.

Die quantitative Orientierung beider Studien lässt die Kritik anbringen, dass sich die Annahmen und Schlüsse der Studien lediglich auf die Zahlen über die Beteiligung oder Präsenz von Ministern im EU Ministerrat beziehen. Wie Gron&Salomonsen aber bereits anmerken, ist der Einfluss der Minister nicht nur durch ihre reine Präsenz zu beurteilen. An dieser Stelle stoßen nicht nur die beiden vorliegenden Studien, sondern auch alle weiteren Untersuchungen über den EU Ministerrat an ihre größte Herausforderung. Demnach ergründen sie zwar den Bereich der formellen Prozesse im EU Ministerrat, indem sich Häge mit seinen Daten auf getroffene Entscheidungen im EU Ministerrat und Gron&Salomonsen auf offizielle Pressemitteilungen stützt. Der mindestens genauso wichtige Bereich der informellen Politik bleibt bei beiden Autoren jedoch weitgehend unerschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Häufigkeit der Ministerteilnahme im EU-Ministerrat vor und hält fest, dass Minister diese Entscheidungen deutlich stärker beeinflussen, als bisher angenommen.

2. Gron & Salomonsen: Who´s at the table?: Dieses Kapitel erläutert die Hypothesen und Datenbasis der Studie von Gron & Salomonsen, die mittels multipler Regressionsanalysen Faktoren für die Varianz der Ministerpartizipation untersuchten.

3. Häge: Who decides in the Council of the European Union?: Hier wird Häges Untersuchung der verschiedenen Arbeitsebenen des Ministerrates beschrieben, wobei der Fokus auf der Nutzung der Commissions PreLex database zur Analyse legislativer Handlungen liegt.

4. Analyse: In diesem Kapitel werden die beiden Studien methodisch und inhaltlich verglichen sowie kritisch hinsichtlich ihrer quantitativen Ausrichtung und der Vernachlässigung informeller Politikprozesse diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass sich die Studien trotz unterschiedlicher Zielsetzungen ergänzen und empfiehlt zukünftig einen Methodenmix sowie die Integration des historischen Institutionalismus in die Forschung.

Schlüsselwörter

EU-Ministerrat, Ministerpartizipation, Rationaler Institutionalismus, Soziologischer Institutionalismus, Quantitative Methoden, Deskriptive Statistik, Regressionsanalyse, Politische Arbeitsebenen, Informelle Politik, Demokratische Legitimation, Effektivität, Europapolitik, Forschungsdesign, Pfadabhängigkeit, Politische Beamte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit ist ein Article Review, das zwei spezifische politikwissenschaftliche Studien zur Teilnahme von Ministern an Sitzungen des EU-Ministerrates gegenüberstellt und bewertet.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Der Fokus liegt auf der Anwesenheit von Ministern, den Entscheidungsprozessen in Ratsgremien, verschiedenen methodischen Forschungsansätzen und der Rolle von informellen gegenüber formellen Politikprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Qualität und Aussagekraft der Studien von Gron & Salomonsen sowie Frank Häge zu vergleichen und zu reflektieren, wie Ministerbeteiligung wissenschaftlich valide erklärt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in den besprochenen Studien verwendet?

Die Arbeit vergleicht zum einen deskriptive statistische Methoden (Häge) mit inferenzstatistischen Verfahren wie der multiplen Regressionsanalyse (Gron & Salomonsen).

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen, die verwendeten Datengrundlagen, die methodischen Stärken und Schwächen der Studien sowie deren gemeinsame Herausforderung im Umgang mit informellen Prozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind EU-Ministerrat, Ministerpartizipation, Institutionalismus, Forschungsdesign und Politikwissenschaftliche Analysemethoden.

Warum wird der historische Institutionalismus als Ergänzung vorgeschlagen?

Der historische Institutionalismus wird als theoretische Brücke empfohlen, da er helfen kann, durch "Pfadabhängigkeit" zu erklären, warum bestimmte Interaktionsmuster und Rollenverteilungen zwischen Beamten und Ministern über Jahre hinweg stabil bleiben.

Wie bewertet der Autor das Problem der "informellen Politik"?

Der Autor weist darauf hin, dass sowohl formelle als auch informelle Politikprozesse für das Verständnis des EU-Ministerrates entscheidend sind, bemerkt jedoch, dass informelle Prozesse aufgrund ihrer Vertraulichkeit methodisch nur sehr schwer empirisch zu erfassen sind.

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Detalles

Título
Wann und wie oft nehmen Minister an Sitzungen des EU-Ministerrates teil?
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
1,7
Autor
Tobias Hamm (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
9
No. de catálogo
V1404082
ISBN (PDF)
9783346956811
Idioma
Alemán
Etiqueta
EU-Ministerrat EU Europäische Union
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Hamm (Autor), 2017, Wann und wie oft nehmen Minister an Sitzungen des EU-Ministerrates teil?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1404082
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