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Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Musikunterricht an Schulen zur Lernförderung und Sonderpädagogischen Förderzentren in Bayern

Title: Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Doctoral Thesis / Dissertation , 2009 , 453 Pages , Grade: opus valde laudabile

Autor:in: Dr. Thomas Mück (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Wohl zu keiner Zeit wurde dem Musikunterricht in der öffentlichen Diskussion eine derart große Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt, wie dies in unseren Tagen der Fall ist. Immer wieder werden dabei die so genannten »Transfereffekte« der Musik in Forschungsarbeiten und den Medien herausgestellt. Studien versuchen in diesem Zusammenhang nachzuweisen, dass verstärkte musikalische Angebote sich beispielsweise positiv auf die Intelligenz oder das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken. Ginge man nun davon aus, dass diese Annahmen zuträfen, so wäre insbesondere der Förderschulbereich mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung geradezu prädestiniert für die Überprüfung von Transfereffekten der Musik. Kindern und Jugendlichen mit dem gerade erwähnten sonderpädagogischen Förderbedarf müsste ein erweitertes musikalisches Angebot also in besonderem Maße zugute kommen. Blickt man jedoch in die Unterrichtspraxis, so wird man sehr schnell feststellen können, dass im Bereich der Förderschule dem Musikunterricht vielerorts eben nicht die gewünschte Beachtung geschenkt wird. Zudem wären in diesem Zusammenhang, zumindest in Bayern, veraltete Lehrplankonzepte, fehlende Projektförderungen sowie mangelhafte Fachpersonal- und Musikausstattungen der Schulen zu beklagen.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, nach einer Diskussion allgemeiner sonderpädagogischer Fragen und Schlagworte unserer Zeit die momentane Situation des Musikunterrichtes an Förderschulen und Sonderpädagogischen Förderzentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung in Bayern zu erörtern. Neben der Betrachtung der musikalischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und den so genannten »Transfereffekten« der Musik sollen geeignete didaktische Konzeptionen für den Musikunterricht im Förderschulbereich diskutiert werden. Das Kernstück der Arbeit stellt die Entwicklung eines Unterrichtskonzeptes für das Fach Musik der Primarstufe an Förderschulen und Sonderpädagogischen Förderzentren mit oben genannten Schwerpunkten dar, welches mit Schülerinnen und Schülern am Privaten Sonderpädagogischen Förderzentrum Hof mit Außenstelle Schwarzenbach/Saale im Zeitraum von zwei Jahren in der Unterrichtsrealität erprobt wurde. Die Darstellung dieser Studie ist neben der fachwissenschaftlichen Fundierung relativ praxisorientiert, unter dem Aspekt, Lehrerinnen und Lehrern eine geeignete Konzeption für den Musikunterricht vorzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort ............................................................................ Seite 11

0. Einführung ................................................................................ Seite 12

I. Sonderpädagogische Grundlagen ........................................... Seite 22

1. Vorbemerkung ............................................................................................ Seite 22

2. Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf .............. Seite 22

2.1 Förderschwerpunkt Lernen (»Lernbeeinträchtigung«) ............................... Seite 22

2.1.1 Abgrenzung des Personenkreises ................................................................ Seite 22

2.1.2 Zusammenschau verschiedener Merkmalsbeschreibungen ........................ Seite 28

2.2 Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung (»Verhalten«) ........... Seite 31

2.3 Über den Zusammenhang der Förderbereiche Lernen und sozial- emotionale Entwicklung .................................................................................. Seite 37

2.4 Förderschwerpunkt Sprache ........................................................................ Seite 39

2.5 Über den Zusammenhang der Förderbereiche Lernen, sozial- emotionale Entwicklung und Sprache ........................................................ Seite 43

2.6 Zwischenergebnis ....................................................................................... Seite 45

3. Das Förderschulwesen in Bayern ................................................................ Seite 46

3.1 Allgemeine Betrachtung ............................................................................. Seite 46

3.2 Schulformen zum Förderschwerpunkt Lernen ............................................ Seite 52

3.2.1 Sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen .................................... Seite 52

3.2.2 Schulen zur Lernförderung ......................................................................... Seite 53

3.2.3 Sonderpädagogische Förderzentren ............................................................ Seite 55

4. Aspekte ganzheitlichen Lernens ................................................................. Seite 57

4.1 Ganzheitlichkeit .......................................................................................... Seite 57

4.2 Ganzheitliches Lernen ................................................................................ Seite 58

4.3 Ganzheitlicher Unterricht ............................................................................ Seite 62

4.4 Kritische Anmerkungen .............................................................................. Seite 65

5. Förderung .................................................................................................... Seite 66

5.1 Allgemeine Betrachtung des Begriffs im pädagogischen Kontext ................. Seite 66

5.2 Förderung durch Musik ............................................................................... Seite 71

5.2.1 Vorbemerkungen ......................................................................................... Seite 71

5.2.2 Allgemeine Aspekte einer Förderung durch Musik .................................... Seite 73

II. Förderung von Kindern im Grundschulalter durch Musik ........................ Seite 76

1. Musikpsychologische Grundlagen .............................................................. Seite 76

1.1 Zur Entwicklung grundlegender musikalischer Fähigkeiten ...................... Seite 77

1.1.1 Die akustische Wahrnehmungsfähigkeit als Grundvoraussetzung der Musikwahrnehmung ................................................................................... Seite 79

1.1.2 Über den Zusammenhang von Musik und Sprache .................................... Seite 80

1.1.3 Tonalität, Harmoniegefühl, Rhythmik ........................................................ Seite 83

1.1.4 Zusammenfassung ........................................................................................ Seite 85

1.2 Zur musikalischen Begabung und Musikalität ........................................... Seite 88

2. Transfereffekte durch Musik ....................................................................... Seite 94

3. Ansätze zur musikalischen Förderung im Grundschulalter ........................ Seite 101

3.1 Zur Rolle der Musikpädagogik/-didaktik .................................................... Seite 101

3.2 Musikdidaktische Ansätze für Kinder im Grundschulalter mit Bezug zu den Förderschwerpunkten Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache ............................................................................................ Seite 103

3.2.1 Grundgedanken ........................................................................................... Seite 103

3.2.2 Konzepte und Ansätze zur musikalischen Förderung ................................. Seite 107

3.2.2.1 Förderansätze aus dem Bereich Instrumentalspiel – Kooperation mit außerschulischen Institutionen .................................................................... Seite 107

3.2.2.2 Didaktische Grundsätze für den Musikunterricht der Primarstufe an Grundschulen, in Diagnose- und Förderklassen und an Förderschulen .... Seite 111

3.2.2.3 Schülerorientierung im Musikunterricht der Primarstufe an Grundschulen, in Diagnose- und Förderklassen und an Förderschulen .... Seite 118

3.2.2.4 Grundsätze »elementarer« musikalischer Bildung ....................................... Seite 122

3.3 Aussagen der Lehrpläne für die ausgewählten Förderbereiche ................ Seite 124

3.3.1 Allgemeine Betrachtungen .......................................................................... Seite 124

3.3.2 Lehrplan der Grundschule – Musik (und Bewegungserziehung) .............. Seite 126

3.3.3 Lehrplan zur individuellen Lernförderung ................................................... Seite 129

4. Lehrerfortbildung ........................................................................................ Seite 132

5. Musiktherapeutische Ansätze im Unterricht an Förderschulen? ............. Seite 135

6. Zusammenfassung ....................................................................................... Seite 139

III. Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf – Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung .................... Seite 141

1. Vorerfahrungen ........................................................................................... Seite 141

1.1 Das Luxemburger Modell »Musik ist das Spiel mit dem Klang« .............. Seite 141

1.2 Anwendbarkeit des Luxemburger Modells in der Förderschule ................. Seite 144

2. Strukturmodell für den Musikunterricht von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache im Grundschulalter ........................................... Seite 147

2.1 Grafische Darstellung der Gesamtkonzeption ............................................ Seite 148

2.2 Struktureller Aufbau ................................................................................... Seite 149

3. Die Inhalte ................................................................................................... Seite 152

3.1 Das Parameterkonzept ................................................................................ Seite 152

3.1.1 Parameter I – Klangfarbe ............................................................................ Seite 152

3.1.2 Parameter II – Form .................................................................................... Seite 154

3.1.3 Parameter III – Dynamik/Ton- und Klangstärke ........................................ Seite 156

3.1.4 Parameter IV – Rhythmus/Klangzeitmaß ................................................... Seite 157

3.1.5 Parameter V – Melodie ............................................................................... Seite 158

3.1.6 Parameter VI – Harmonie (Zusammenklang)/Dissonanz (Missklang) ....... Seite 160

3.2 Zwischenergebnis ....................................................................................... Seite 161

3.3 Tätigkeits- und Arbeitsfelder ...................................................................... Seite 163

3.3.1 Tätigkeitsfelder im Musikunterricht ........................................................... Seite 165

3.3.2 Arbeitsfelder im Musikunterricht ............................................................... Seite 166

3.3.2.1 Die Verbindung mit anderen Fächern ....................................................... Seite 168

3.3.2.2 Der Unterrichtsgang .................................................................................. Seite 168

3.3.2.3 Die Meditativen Elemente ......................................................................... Seite 169

3.3.2.4 Die Außerschulische Musikerziehung ....................................................... Seite 170

3.3.2.5 Die Interkulturelle Musikerziehung ........................................................... Seite 172

3.3.2.6 Die Arbeitsgemeinschaften ....................................................................... Seite 173

3.3.2.7 Das Tägliche Musizieren ........................................................................... Seite 173

3.3.2.8 Die Medienerziehung ................................................................................ Seite 173

3.3.2.9 Das Projekt ................................................................................................ Seite 175

3.4 Aufbau einer Verstehens- und Reflexionsebene ........................................ Seite 176

4. Der diagnostische Rahmen ......................................................................... Seite 179

4.1 Das Prinzip der Ganzheitlichkeit im Musikunterricht ................................ Seite 179

4.2 Die Diagnostik ............................................................................................ Seite 182

5. Zusammenfassung ....................................................................................... Seite 184

IV. Praxiserprobung des Unterrichtskonzeptes »Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf« - Förderschwerpunkte Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache ............................................................................................ Seite 186

1. Anliegen und organisatorischer Rahmen .................................................... Seite 186

1.1 Vorüberlegungen .......................................................................................... Seite 186

1.2 Zielsetzung und Fragestellungen ................................................................. Seite 189

1.3 Organisation ............................................................................................... Seite 191

2. Beschreibung und Auswahl der Versuchsklassen ...................................... Seite 193

2.1 Versuchsgruppe I – Klasse 2c ................................................................... Seite 193

2.1.1 Beschreibung der Schülerpopulation .......................................................... Seite 193

2.1.2 Beschreibung der Klassensituation ............................................................ Seite 199

2.2 Versuchsgruppe II – Klasse 3a ................................................................... Seite 201

2.2.1 Beschreibung der Schülerpopulation .......................................................... Seite 201

2.2.2 Beschreibung der Klassensituation ............................................................ Seite 208

3. Beschreibung und Auswahl der Vergleichsklassen .................................... Seite 209

3.1 Vergleichsgruppe I – Klasse 2b ................................................................. Seite 209

3.1.1 Beschreibung der Schülerpopulation .......................................................... Seite 209

3.1.2 Beschreibung der Klassensituation ............................................................ Seite 214

3.2 Vergleichsgruppe II – Klasse 3b ................................................................. Seite 215

3.2.1 Beschreibung der Schülerpopulation .......................................................... Seite 215

3.2.2 Beschreibung der Klassensituation ............................................................ Seite 221

4. Gegenüberstellung der Versuchs- und Vergleichsklassen ........................ Seite 222

4.1 Tabellarische Übersicht ............................................................................. Seite 222

4.2 Anmerkungen .............................................................................................. Seite 222

5. Verlauf des ersten Versuchsjahres .............................................................. Seite 226

5.1 Umsetzung des Konzeptes in den Versuchsklassen .................................... Seite 226

5.1.1 Unterrichtsdurchführung in der Klasse 2c .................................................. Seite 226

5.1.2 Unterrichtsdurchführung in der Klasse 3a .................................................. Seite 245

5.2 Zwischenergebnisse nach Ablauf des ersten Versuchsjahres ...................... Seite 267

5.2.1 Versuchsgruppe I (Klasse 2c) ..................................................................... Seite 267

5.2.1.1 Überprüfungen ............................................................................................ Seite 267

5.2.1.2 Zwischenbilanz ............................................................................................ Seite 269

5.2.2 Versuchsgruppe II (Klasse 3a) .................................................................... Seite 272

5.2.2.1 Überprüfungen ............................................................................................ Seite 272

5.2.2.2 Zwischenbilanz ............................................................................................ Seite 274

5.2.3 Betrachtung der Vergleichsgruppen ............................................................ Seite 277

5.2.3.1 Überprüfungen in Vergleichsgruppe I (Klasse 2b) ........................................ Seite 278

5.2.3.2 Überprüfungen in Vergleichsgruppe II (Klasse 3b) ........................................ Seite 280

5.2.4 Zusammenschau .......................................................................................... Seite 282

5.2.4.1 Wahrnehmungstest 1 .................................................................................. Seite 282

5.2.4.2 Wahrnehmungstest 2 .................................................................................. Seite 282

6. Verlauf des zweiten Versuchsjahres ............................................................ Seite 283

6.1 Veränderungen in der Schülerschaft ............................................................ Seite 284

6.2 Förderziele für das zweite Erprobungsjahr in den Versuchsgruppen ....... Seite 285

6.2.1 Förderziele für die Versuchsgruppe I ........................................................... Seite 285

6.2.2 Förderziele für die Versuchsgruppe II .......................................................... Seite 286

6.3 Umsetzung des Konzepts in den Versuchsklassen ...................................... Seite 287

6.3.1 Unterrichtsdurchführung in der Klasse 3c ................................................... Seite 287

6.3.2 Unterrichtsdurchführung in der Klasse 4a ................................................... Seite 301

6.4 Überprüfungen .............................................................................................. Seite 313

6.4.1 Versuchsgruppe I ........................................................................................... Seite 313

6.4.2 Versuchsgruppe II .......................................................................................... Seite 316

6.4.3 Vergleichsgruppe I ......................................................................................... Seite 320

6.4.4 Vergleichsgruppe II ........................................................................................ Seite 321

6.4.5 Zusammenschau ............................................................................................ Seite 322

V. Ergebnisse und Ausblick ....................................................................... Seite 324

1. Beantwortung der Untersuchungsfragen ..................................................... Seite 324

1.1 Untersuchungsfrage 1 .................................................................................. Seite 324

1.2 Untersuchungsfrage 2 .................................................................................. Seite 326

1.3 Untersuchungsfrage 3 .................................................................................. Seite 329

1.3.1 Versuchsgruppe I ........................................................................................... Seite 329

1.3.2 Versuchsgruppe II .......................................................................................... Seite 332

1.3.3 Vergleichsgruppen ......................................................................................... Seite 335

1.3.4 Gesamteinschätzung/Fazit ............................................................................. Seite 336

1.4 Untersuchungsfrage 4 .................................................................................. Seite 337

1.5 Untersuchungsfrage 5 .................................................................................. Seite 339

2. Beurteilung des Unterrichtskonzeptes »Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf« nach Abschluss der Erprobungsphase ................................... Seite 343

3. Konsequenzen und Ausblick ........................................................................ Seite 345

VI. Anhang I ............................................................................................. Seite 348

1. Lernziele und Liedkatalog für die Jahrgangstufen 3 und 4 im Lehrplan zur individuellen Lernförderung ...................................................................... Seite 348

1.1 Lernziele ....................................................................................................... Seite 348

1.2 Liedkatalog ................................................................................................... Seite 348

2. Lernziele »Singen« ...................................................................................... Seite 349

3. Übersicht über das Unterrichtswerk »Das Klangmännchen« - Musik ist das Spiel mit dem Klang – wesentliche Bestandteile .................................................. Seite 350

4. Organigramm des Privaten Sonderpädagogischen Förderzentrums Hof mit Außenstelle Schwarzenbach/Saale .................................................................... Seite 351

5. Stundenvorschläge zur Einführung des Parameterkonzeptes ..................... Seite 352

5.1 Vorschlag zur Einführung des Parameters Klangfarbe ................................. Seite 352

5.2 Vorschlag zur Einführung des Parameters Form durch Verbindung verschiedener Klangfarben und Möglichkeiten der Klangerzeugung und -wahrnehmung ......................................................................................... Seite 355

5.3 Vorschlag zur Einführung des Parameters Dynamik (Lautstärke) mit Verbindung der Parameter Klangfarbe und Form ................................................ Seite 357

5.4 Vorschlag zur Einführung des Parameters Rhythmus und Wiederholung der Parameter Klangfarbe, Form und Dynamik ..................................................... Seite 360

5.5 Vorschlag für eine Übungsstunde zum Parameter Rhythmus ....................... Seite 362

5.6 Vorschlag für eine Übungsstunde zum Parameter Rhythmus (Unterscheidung lange und kurze Klänge) ....................................................... Seite 363

5.7 Vorschlag zur Einführung des Parameters Melodie ...................................... Seite 366

5.8 Vorschlag für eine Übungsstunde zum Parameter Melodie (Auf- und absteigende Melodiebewegung) ........................................................................... Seite 368

5.9 Vorschlag für eine Übungsstunde zum Parameter Melodie ......................... Seite 370

5.10 Vorschlag für eine Übungsstunde zum Parameter Melodie – Spielen im 3er-Grundschlag ............................................................................................. Seite 371

5.11 Vorschlag zur Einführung des Parameters Harmonie ................................... Seite 373

5.12 Vorschlag zur Einführung eines Duetts ........................................................ Seite 375

6. Inhalte, Methoden, Spiele, Übungen, Materialien ...................................... Seite 377

7. Regeln für den Musikunterricht ................................................................... Seite 384

8. Ausstattung mit Musikinstrumenten am Privaten Sonderpädagogischen Förderzentrum Hof mit Außenstelle Schwarzenbach/Saale ................................ Seite 385

9. Notenzusammenstellung geeigneter Stücke für das Klassenmusizieren mit Stabspielen ..................................................................................................... Seite 386

10. Urkunde über die Teilnahme am Regionalen Musikfest ............................... Seite 393

11. Material zum Schattenspiel »Der Feuervogel« von Igor Strawinsky ............... Seite 394

VII. Anhang II .................................................................................. Seite 395

1. Literaturverzeichnis .................................................................................... Seite 395

2. Verzeichnis der Internetquellen, Datenträger und Software ....................... Seite 433

3. Abkürzungsverzeichnis ............................................................................... Seite 436

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Situation des Musikunterrichts an Schulen zur Lernförderung und Sonderpädagogischen Förderzentren in Bayern zu analysieren und ein fachwissenschaftlich fundiertes sowie praxisorientiertes Unterrichtskonzept zu entwickeln, das speziell auf die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung ausgerichtet ist. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Möglichkeiten eines ganzheitlichen Lernens und die Etablierung effektiver didaktischer Konzeptionen im Förderschulbereich.

  • Analyse der sonderpädagogischen Rahmenbedingungen und aktueller Lehrpläne in Bayern.
  • Untersuchung der musikalischen Entwicklung und der sogenannten Transfereffekte von Musik.
  • Entwicklung und Erprobung eines didaktischen Strukturmodells (Parameterkonzept) über einen Zeitraum von zwei Jahren.
  • Systematisierung von Inhalten, Methoden und Arbeitsfeldern für den Musikunterricht.
  • Reflexion der pädagogischen Praxis und Ableitung von Empfehlungen für die Lehrerfortbildung.

Auszug aus dem Buch

Die drei Säulen der inneren Schulentwicklung

Die Bildungslandschaft in Deutschland befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Diese oder ähnliche Aussagen waren in den letzten Jahren – und sie sind es noch gegenwärtig – in der Öffentlichkeit weit verbreitet. Verantwortlich dafür erweisen sich unter anderem Ergebnisse aus Studien wie PISA (»Programme for International Student Assessment«), die deutschen Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich ein eher unterdurchschnittliches Abschneiden attestieren. Äußerst breit gefächerte Diskussionen über Reformen in der schulischen Bildung und Erziehung sind daher seitens der Erziehungswissenschaften, Politik und Wirtschaft, aber vor allem auch bei der Elternschaft, den Lehrerverbänden etc. entflammt. Vorläufige Antworten sind häufig umstritten und konkrete Ergebnisse mit adäquaten Antworten lassen auf sich warten lassen. „Die PISA Studie 2000 (...) hat in Deutschland einen „Bildungsschock“ ausgelöst. Der politische und öffentliche Aufschrei findet im letzten Vierteljahrhundert kaum einen Vergleich“ (DANNHÄUSER, 2002, S. 9).

Punktuell wird nun seitens der in Zugzwang geratenen Politik versucht, Ansätze (z.B. Erhöhung der Zahl an Ganztagsschulen oder Verkürzung der gymnasialen Schulzeit etc.) in der Realität zu erproben oder um ein rasches Handeln zu demonstrieren, ohne Erprobung durchzusetzen. Unumstrittene oder allgemein anerkannte Wege, um aus der so genannten »Bildungsmisere« zu gelangen, hat man allerdings noch nicht gefunden. Insofern lässt sich die These formulieren, dass man sich zwar in der Gesellschaft darüber einig ist, Änderungen im Bereich der Bildung und Erziehung vornehmen zu müssen, dass jedoch das »Wie« noch sehr diffus ist, da man sich viel zu häufig nicht des Eindrucks erwehren kann, Interessengruppen stellten ihre eigenen Anliegen in den Vordergrund, ohne von festgefahrenen Positionen abzurücken und an die eigentlich Betroffenen, nämlich die Kinder und Jugendlichen, zu denken.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bildungsdiskussion in Deutschland, insbesondere im Kontext der PISA-Studien, und erörtert die Herausforderungen für die schulische Bildung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

I. Sonderpädagogische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen bezüglich der Förderschwerpunkte Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache sowie die Struktur des bayerischen Förderschulwesens.

II. Förderung von Kindern im Grundschulalter durch Musik: Hier werden die musikpsychologischen Grundlagen, der aktuelle Stand der Forschung zu Transfereffekten sowie didaktische Ansätze zur musikalischen Förderung diskutiert.

III. Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf – Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und sozial- emotionale Entwicklung: In diesem zentralen Teil wird ein eigenes Unterrichtskonzept basierend auf einem Parameterkonzept sowie verschiedenen Tätigkeits- und Arbeitsfeldern entwickelt.

IV. Praxiserprobung des Unterrichtskonzeptes »Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf« - Förderschwerpunkte Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache: Dieser Abschnitt beschreibt die zweijährige Durchführung der Pilotstudie in den Versuchsklassen und dokumentiert die methodische Umsetzung sowie die Beobachtungen.

V. Ergebnisse und Ausblick: Der abschließende Teil beantwortet die Forschungsfragen, beurteilt die Wirksamkeit des entwickelten Unterrichtskonzeptes und leitet Konsequenzen für die zukünftige schulische Praxis ab.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogik, Musikunterricht, Förderschwerpunkt Lernen, Sprachentwicklung, sozial-emotionale Entwicklung, Ganzheitliches Lernen, Parameterkonzept, Transfereffekte, Unterrichtskonzeption, Grundschulalter, Förderzentrum, Instrumentalspiel, Schülerorientierung, Diagnostik, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Dissertation untersucht die Möglichkeiten und die Bedeutung der musikalischen Förderung für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Grundschulalter, speziell in den Bereichen Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die sonderpädagogischen Grundlagen der genannten Förderbedarfe, musikpsychologische Aspekte der Entwicklung im Grundschulalter, die Diskussion über Transfereffekte von Musik sowie die Entwicklung eines praxisnahen Unterrichtskonzepts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die theoretische Ableitung und praktische Erprobung eines Unterrichtskonzepts, das dem Fach Musik an Förderschulen einen höheren Stellenwert verleiht und Kindern eine ganzheitliche Förderung ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine zweijährige Pilotstudie durch, in der das entwickelte Unterrichtsmodell in mehreren Versuchsklassen an einem Sonderpädagogischen Förderzentrum in der Unterrichtsrealität erprobt und mittels Unterrichtsbeobachtungen, informellen Tests und Lehrerbefragungen evaluiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung eines Strukturmodells (dem Parameterkonzept), der Definition von Tätigkeits- und Arbeitsfeldern sowie der ausführlichen Dokumentation und Analyse der Praxiserprobung in verschiedenen Klassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sonderpädagogik, Musikunterricht, Förderschwerpunkt Lernen, Ganzheitliches Lernen, Parameterkonzept, Transfereffekte und Schülerorientierung.

Wie ist das "Luxemburger Modell" in das Konzept integriert?

Das Luxemburger Modell »Musik ist das Spiel mit dem Klang« dient als wesentliches Grundgerüst für das Unterrichtskonzept. Es wird an die speziellen Anforderungen von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf angepasst, um eine schrittweise Erschließung der Musik über sechs Parameter zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Lehrerfortbildung für den Erfolg des Konzepts?

Der Autor betont, dass die Qualifizierung der Lehrkräfte essenziell ist. Da oft keine umfassende musikpädagogische Ausbildung vorhanden ist, schlägt er ein innovatives Fortbildungskonzept vor, das direkt in der Unterrichtsrealität ansetzt, etwa durch Team-Teaching und kollegiale Praxisberatung.

Excerpt out of 453 pages  - scroll top

Details

Title
Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Subtitle
Musikunterricht an Schulen zur Lernförderung und Sonderpädagogischen Förderzentren in Bayern
College
University of Würzburg  (Sonderpädagogik)
Grade
opus valde laudabile
Author
Dr. Thomas Mück (Author)
Publication Year
2009
Pages
453
Catalog Number
V140408
ISBN (eBook)
9783640497478
ISBN (Book)
9783640497652
Language
German
Tags
Ganzheitliche Förderung Musik Grundschulalter Kindern Förderbedarf Musikunterricht Schulen Lernförderung Sonderpädagogischen Förderzentren Bayern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Thomas Mück (Author), 2009, Ganzheitliche Förderung durch Musik im Grundschulalter bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140408
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