In dieser Hausarbeit zum Thema Building Information Modelling als Plattform für die Bauindustrie soll die Frage geklärt werden, inwieweit das Building Information Modelling (BIM) die Bauindustrie revolutioniert. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Bauwesen vor neuen Herausforderungen steht.
Die Ressourcen werden immer knapper und die Komplexität, mit denen die Bauwerke errichtet werden, steigt. Auch besitzen diese einen steigenden Technikanteil, der die Realisierung und Bewirtschaftung der erstellten Bauten immer schwieriger macht. Hinzu kommt der Trend der Digitalisierung, der in anderen Branchen bereits vor einigen Jahren Einzug gehalten hat. Es scheint als sei die Bauindustrie in die Jahre gekommen und habe keinen Mut zu Veränderung.
Allerdings gibt es einen Wegbereiter unter den Digitalisierungstrends in der Bauindustrie: Das Building Information Modelling.
Auch die rechtlichen Probleme, die das Building Information Modelling mit sich bringt, schmälern dessen revolutionären Charakter nicht.
Um die These zu verifizieren, wird zunächst eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation erfolgen, um anschließend anhand der Veränderungen, die das Building Information Modelling für die Bauindustrie bereithält, dessen revolutionären Charakter herauszuarbeiten. Nachfolgend werden exemplarisch am Vergaberecht, Vertragsrecht und dem Datenschutz die rechtlichen Probleme des Building Information Modellings verdeutlicht.
Abschließend erfolgt ein kurzes Fazit, welches sich auf die Fragestellung ,,Inwieweit das Building Information Modelling die Bauindustrie revolutioniert?" und auf die These ,,Die rechtlichen Probleme, die das Building Information Modelling mit sich bringt, schmälern dessen revolutionären Charakter nicht." bezieht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Building Information Modelling als Plattform für die Bauindustrie
2.1 Die traditionelle Arbeitsmethodik der Bauindustrie in Deutschland
2.2 Das Building Information Modelling
2.3. Änderungen durch das Building Information Modelling im Vergleich zum aktuellen Arbeitsmethodik
3. Das Building Information Modelling mit seinen rechtlichen Problemen
3.1 Building Information Modelling und das Vergaberecht
3.2 Building Information Modelling und Vertragsrecht
3.3 Building Information Modelling und Datenschutz
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das revolutionäre Potenzial von Building Information Modelling (BIM) für die Bauindustrie und analysiert kritisch, inwiefern bestehende rechtliche Hürden dessen Implementierung hemmen.
- Gegenüberstellung traditioneller Arbeitsmethoden und BIM
- Analyse des Transformationspotenzials für die Bauindustrie
- Untersuchung vergaberechtlicher Rahmenbedingungen bei BIM-Projekten
- Vertragsrechtliche Herausforderungen bei der Anwendung von BIM
- Datenschutzrechtliche Risiken und Sicherheitsaspekte
Auszug aus dem Buch
2.2 Das Building Information Modelling
In der Literatur lassen sich einige Definitionen zu dem Begriff Building Information Modeling finden, die alle eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Einer dieser Definitionen lautet:
„Unter einem Building Information Model (BIM) versteht man ein umfassendes digitales Abbild eines Bauwerks mit großer Informationstiefe. Dazu gehören neben der dreidimensionalen Geometrie der Bauteile vor allem auch nicht-geometrische Zusatzinformationen wie Typinformationen, technische Eigenschaften oder Kosten. Der Begriff Building Information Modeling beschreibt entsprechend den Vorgang zur Erschaffung, Änderung und Verwaltung eines solchen digitalen Bauwerkmodells mithilfe entsprechender Softwarewerkzeuge.“
Gemäß der oben genannten Definition ist das Building Information Modelling eine Methodik. Diese schafft mit der Hilfe von entsprechender Software ein digitales Bauwerksmodell, welches für den kompletten Lebenszyklus eines Bauwerks bestehen bleibt. Somit bildet das Modell das Kernstück des Geschehens als aktive Datenbank, welche mit allen wichtigen Informationen über das Bauwerk gespeist wird. Dies macht eine fortlaufende Nutzung für alle Projektbeteiligten, zu jeder Zeit, über die gesamte Lebensdauer bis hin zum Rückbau oder Abriss, möglich. Fehler aufgrund von Redundanzen nehmen ab. Weiterhin lässt sich die Arbeitsmethodik durch die Wörter Gemeinschaftlichkeit, Optimierung und Lebenszyklus beschreiben. Das Building Information Modelling zielt auf Synergien, sowie ein partnerschaftliches Arbeiten, ab und wird zur Prozessoptimierung eingesetzt. Zu beachten ist, dass das Building Information Modelling nicht pauschal bestellt wird und genau zu definieren ist. Ein Vorteil des Building Information Modelling ist die
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Bauindustrie im Wandel ein und definiert die zentrale Fragestellung, wie BIM die Branche revolutionieren kann sowie ob rechtliche Probleme dessen Charakter beeinträchtigen.
2. Das Building Information Modelling als Plattform für die Bauindustrie: Dieses Kapitel vergleicht die traditionelle Arbeitsweise in der deutschen Bauindustrie mit dem BIM-Ansatz und beleuchtet die strukturellen sowie prozessualen Unterschiede.
3. Das Building Information Modelling mit seinen rechtlichen Problemen: Hier werden spezifische rechtliche Herausforderungen durch BIM in den Bereichen Vergaberecht, Vertragsrecht und Datenschutz tiefgehend analysiert.
4. Fazit: Das Fazit führt die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und evaluiert, ob der revolutionäre Charakter von BIM durch die identifizierten Probleme geschmälert wird.
Schlüsselwörter
Bauindustrie, Building Information Modelling, BIM, Digitalisierung, Vergaberecht, Vertragsrecht, Datenschutz, Bauwerksmodell, Lebenszyklus, Prozessoptimierung, Synergien, Planungssicherheit, Datenintegrität, Bauwesen, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Bauindustrie durch das Building Information Modelling (BIM) und analysiert dessen Potenzial und rechtliche Risiken.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind der methodische Vergleich zwischen traditionellem Bauen und BIM sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen in Vergabe, Vertragswesen und Datenschutz.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird untersucht, inwieweit BIM die Bauindustrie revolutionieren kann und ob die dabei entstehenden rechtlichen Probleme diesen revolutionären Charakter mindern.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und führt eine vergleichende Analyse für die Bereiche Vergaberecht, Vertragsrecht und Datenschutz durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der Arbeitsmethodiken und eine rechtliche Prüfung der Anwendbarkeit von BIM unter geltenden Gesetzen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind BIM, Bauindustrie, Digitalisierung, Vergaberecht, Vertragsgestaltung und Datenschutz.
Wieso ist die Produktneutralität bei BIM-Ausschreibungen ein Problem?
Das Vergaberecht schreibt Produktneutralität vor, was bei der Verwendung spezifischer BIM-Software-Komponenten, die oft bereits im Vorfeld durch Beteiligte vorgegeben sind, zu Konflikten führen kann.
Inwieweit beeinflusst BIM die Vertragsgestaltung?
BIM erfordert neue Vertragsarten und Ergänzungen, da traditionelle Modelle oft nicht ausreichen, um Verantwortlichkeiten bei Datenpflege, Risikokalkulation und Urheberrechten abzubilden.
Welches Sicherheitsrisiko besteht für BIM-Daten?
Da BIM-Lösungen oft cloudbasiert sind, entsteht eine Anfälligkeit für Cyberkriminalität, was bei unzureichender Sicherung zu Haftungs- und Schadensersatzansprüchen führen kann.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Das Building Information Modelling als Plattform der Bauindustrie. Revolution und rechtliche Probleme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1404224