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Was ist Geistesgeschichte? - Definition und Erläuterung der geistesgeschichtlichen Methode

Title: Was ist Geistesgeschichte? - Definition und Erläuterung der geistesgeschichtlichen Methode

Seminar Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Paula Hesse (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In dieser Hausarbeit soll die geistesgeschichtliche Methode vorgestellt werden. Zuerst möchte ich den Begriff definieren und ein paar Grundzüge, die für diese Methode charakteristisch sind, darstellen. Im zweiten Teil folgt die Vorstellung eines Beispieltextes, der sich mit philosophischen Schriften Maurice Maeterlincks beschäftigt. Zum Schluss werde ich noch Kritikpunkte an dem Beispieltext und an der Geistesgeschichte anführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Geistesgeschichte?

2.1 Definition und Entstehungsgeschichte

2.2 Beispiele: Die geistesgeschichtliche Methode in der Sprachwissenschaft und in der Verslehre

2.3 Strukturuntersuchungen in der Geistesgeschichte

2.3.1 Die stammeskundliche Strukturforschung

2.3.2 Die Erforschung der formalen Struktur

2.3.3 Die ideengeschichtliche Strukturforschung

2.3.4 Die Strukturpsychologie

2.3.5 Die problemgeschichtliche Strukturforschung

3. Ein Beispieltext für die geistesgeschichtliche Methode: Monika Fick: Gebärden der Seele. Maurice Maeterlincks „Philosophie des Unbewußten“

3.1 Zusammenfassung des Beispieltexts

3.2 Inwiefern geht Monika Fick in diesem Text nach der geistesgeschichtlichen Methode vor?

3.3 Kritik am Beispieltext

4. Kritik an der Geistesgeschichte

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die geistesgeschichtliche Methode in der Literaturwissenschaft theoretisch zu erläutern, anhand eines konkreten Beispieltextes zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, wie die Methode den Geist einer Epoche in literarischen Werken bestimmt und welche methodischen Schwächen sich daraus ergeben.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der geistesgeschichtlichen Methode
  • Differenzierung der fünf Arten der Strukturuntersuchung
  • Praktische Anwendung der Methode am Beispiel von Monika Ficks Maeterlinck-Interpretation
  • Kritische Reflexion über die Reduktion von Individualität und die Gefahr ideologischer Instrumentalisierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Entstehungsgeschichte

Die Bezeichnung >Geistesgeschichte< mag ein wenig irreführend sein. Geistesgeschichte bezieht sich nicht etwa auf die Geschichte eines oder des Geistes, sondern vielmehr auf den Geist, der den verschiedenen Gebieten der Geisteswissenschaften zu jeweils bestimmten Zeiten zugrunde liegt und sie bestimmt. Zu erforschen sind „allgemeine, zeitlose Gesetze des Geistes, verbunden mit speziellen Ausformungen der historischen Bedingtheit“.

Wilhelm Dilthey (1833-1911) wollte die Geisteswissenschaften deutlich von den Naturwissenschaften unterschieden wissen. Geisteswissenschaften sind nach Dilthey Philosophie, Bildende Kunst, Musik, Geschichte, Nationalökonomie, Rechts- und Staatswissenschaften, Psychologie, Religions- und Literaturwissenschaften. Besonders in letzterer hat sich die Geistesgeschichte ausgebreitet.

Wilhelm Dilthey ist der wohl bedeutendste Vertreter der Geistesgeschichte. Im Jahre 1906 erschien seine Schrift „Das Erlebnis und die Dichtung“, welche die geistesgeschichtliche Methode eingeleitet haben soll. Allerdings gab es auch schon vorher geistesgeschichtliche Ansätze in der Literaturwissenschaft und in der Philosophie. So sprach schon Hegel von einem Geist, der die Welt bestimme und Herder nannte seinen Text „Journal meiner Reise“ 1769 eine „Geschichte der menschlichen Seele“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Methode und des methodischen Vorgehens der Hausarbeit.

2. Was ist Geistesgeschichte?: Definition des Begriffs, Darstellung der historischen Entwicklung sowie Erläuterung der verschiedenen Ansätze der Strukturuntersuchung.

3. Ein Beispieltext für die geistesgeschichtliche Methode: Monika Fick: Gebärden der Seele. Maurice Maeterlincks „Philosophie des Unbewußten“: Analyse und Zusammenfassung der Thesen von Monika Fick zur Geisteswelt Maeterlincks sowie Prüfung ihrer methodischen Vorgehensweise.

4. Kritik an der Geistesgeschichte: Darstellung der Schwächen der Methode, insbesondere im Hinblick auf die Reduktion von Individualität und die Gefahr des ideologischen Missbrauchs.

5. Fazit: Abschließende Bewertung des Nutzens der Methode sowie Plädoyer für einen methodischen Pluralismus in der Literaturwissenschaft.

Schlüsselwörter

Geistesgeschichte, Wilhelm Dilthey, Literaturwissenschaft, Strukturuntersuchung, Monika Fick, Maurice Maeterlinck, Hermeneutik, Positivismus, Seelenkunde, Ideengeschichte, Methodik, Strukturpsychologie, Werkinterpretation, Epochengeist, Literaturkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geistesgeschichtlichen Methode in der Literaturwissenschaft, untersucht deren Grundlagen und hinterfragt ihre wissenschaftliche Validität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Geistesgeschichte, die Einordnung von Strukturuntersuchungen und die Auseinandersetzung mit der literaturwissenschaftlichen Praxis von Vertretern wie Monika Fick.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Methode der Geistesgeschichte anhand einer konkreten Fallstudie zu erläutern und ihre Vor- sowie Nachteile aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine methodisch-kritische Analyse an, die theoretische Grundlagen der Geistesgeschichte mit der praktischen Anwendung in der Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die geistesgeschichtlichen Ansätze (wie die Strukturpsychologie oder Ideengeschichte) definiert und die Arbeit von Monika Fick zu Maurice Maeterlinck als Beispieltext analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Geistesgeschichte, Hermeneutik, Strukturuntersuchung, Literaturwissenschaft und das Verhältnis von Geist und Werk.

Warum wird Monika Fick als Beispiel angeführt?

Monika Fick dient als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie geistesgeschichtliche Methoden in der Praxis angewandt werden, um ein literarisches Werk durch übergeordnete geistige Strömungen der Zeit zu erklären.

Welche Hauptkritik äußert die Autorin an der Methode?

Die Autorin kritisiert, dass die Geistesgeschichte zur Vereinheitlichung neige, die Individualität des Autors vernachlässige und durch die Vernachlässigung von Fakten anfällig für ideologische Missbräuche sei.

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Details

Title
Was ist Geistesgeschichte? - Definition und Erläuterung der geistesgeschichtlichen Methode
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Course
Proseminar III: Musil-Interpretationen
Grade
2,3
Author
Paula Hesse (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V14042
ISBN (eBook)
9783638195461
ISBN (Book)
9783656183358
Language
German
Tags
Geistesgeschichte Proseminar Musil-Interpretationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paula Hesse (Author), 2002, Was ist Geistesgeschichte? - Definition und Erläuterung der geistesgeschichtlichen Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14042
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