Der Betrieb als Arbeitsstätte /Ablauforganisation


Referat (Ausarbeitung), 2007

12 Seiten, Note: 1,9


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

01. Vorwort

02. Aufbau- und Ablauforganisation – Ein geschichtlicher Abriss

03. Aufbau- und Ablauforganisation – Ein Versuch der Kurzdefinition
03.1 Aufbauorganisation
03.2 Ablauforganisation
03.3 Eine Interpretation der „Verzahnung“

04. Gestaltung und Ziele der Ablauforganisation
04.1 Gestaltung der Ablauforganisation
04.1.1 Die Ordnungselemente von Arbeitsabläufen
04.2 Arbeitsanalyse und Arbeitssynthese
04.3 Ziele der Ablauforganisation

05. Moderne Entwicklung der Ablauforganisation

06. Nachwort

07. Literaturverzeichnis

01. Vorwort

Der Betrieb als Arbeitsstätte. So lautet das Thema des Referats, zu dem diese Ausarbeitung zum Teilgebiet der Ablauforganisation zählt. Den Fokus dieses Vortrages bzw. dieser Ausarbeitung richte ich bewusst darauf, dass es mir nicht ausreichend erscheint, in diesem Themenkomplex des „Betriebs als Arbeitsstätte“ die strukturellen Merkmale von Betrieb und Produktion darzustellen. Betrieb und Produktion, zwei Begriffe, die in sich schlüssig und abgeschlossen erscheinen mögen. Doch sind ökonomisch (z.B. Produktionsoptimierung), wie auch sozial (z.B. Mitarbeiterführung/Teilaufgaben) weitere „innerbetriebliche“ Vorgänge von nicht außer acht zu lassender Bedeutung.

Ich beschäftige mich aus diesem Grund im Folgenden primär mit dem „innerbetrieblichen Vorgang“ der Ablauforganisation. Wie meine späteren Ausführungen noch verdeutlichen werden, gehe ich aufgrund einer vorliegenden „Verzahnung“, wenn auch nur sekundär ebenfalls auf die Aufbauorganisation ein.

Ich möchte dem Leser in diesem Kontext, nach einem kurzen geschichtlichen Abriss eine Kurzdefinition der Begriffe Aufbau- und Ablauforganisation darstellen, und einen interpretatorischen Ansatz der Verzahnung dieser beiden Begriffe aufzeigen. In erster Linie möchte ich mich im Anschluss jedoch mit der Gestaltung und den Zielen der Ablauforganisation beschäftigen. In diesem Rahmen gehe ich auch auf die Begriffe der Arbeitsanalyse und der Arbeitssynthese ein.

Am Ende gehe ich auf die moderne Entwicklung der Ablauforganisation ein, um dem Leser auch einen innovativen Überblick dieses Komplexes aufzuzeigen.

02. Aufbau- und Ablauforganisation – Ein geschichtlicher Abriss

Wie im Vorwort schon angedeutet wird die „Organisationstheorie“ in zwei Bereiche gegliedert: Zum einen in die Aufbauorganisation, die die Festlegung organisatorischer Strukturvariablen wie beispielsweise die Aufgabenverteilung oder auch die Unterstellungsverhältnisse behandelt. Zum anderen in die Ablauforganisation, die primär die Prozesse betrachtet, analysiert und zu optimieren versucht, die in diesen Strukturen ablaufen.

Die Bedeutung der beiden Begriffe wurde im Laufe der Zeit sehr unterschiedlich beurteilt. Noch in den 30er Jahren tauchten die beiden Begriffe der Aufbau- und Ablauforganisation vielfach als gleichbedeutend in der vor allem deutschen Literatur auf. Zum Teil bestand ein Übergewicht der heute als Ablauforganisation betitelten Sichtweise in dem Sinne, dass eine Vielzahl von Betrieben davon ausgingen, dass zuerst die Abläufe und dann erst die Strukturen gestaltet werden sollten.[1]

„Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Entwicklung der BWL stark von der mikroökonomisch orientierten Sichtweise Gutenbergs geprägt, bei der Fragen der Organisation generell eher im Hintergrund standen. Soweit organisationstheoretische Fragestellungen betrachtet wurden, betrafen diese vor allem die Aufbauorganisation. Fragen der Ablauforganisation wurden lediglich im Produktionsbereich intensiver untersucht. Hingegen hat sich die betriebswirtschaftliche Planungstheorie schon länger mit Prozessaspekten im Bereich der Unternehmensplanung befasst, z.B. mit Abläufen bei der Abstimmung von Teilplänen und des Planungsprozesses insgesamt.“[2]

Seit den 80er Jahren ist jedoch eine verstärkte Tendenz zur Beschäftigung mit den Fragen zur Ablauforganisation festzustellen. In diesem Kontext wurde der Focus auf eine ganzheitliche, abteilungsübergreifende Betrachtungsweise von Geschäftsprozessen gerichtet.[3]

03. Aufbau- und Ablauforganisation – Ein Versuch der Kurzdefinition

Im Folgenden möchte ich, nicht zuletzt um eine Differenzierung der genannten Begriffe der Aufbau- bzw. Ablauforganisation zu verdeutlichen, zwei kurze Definitionen derer beiden an dieser Stelle aufzeigen. Nachdem ich eine Vielzahl von Definitionen durchgearbeitet habe, scheinen mir eben jene, auf die ich mich an dieser Stelle stütze, am prägnantesten:

03.1 Aufbauorganisation

„Gliedert ein Unternehmen in Teileinheiten (Stellenbildung), ordnet diesen Aufgaben und Kompetenzen zu und ermöglicht somit die Koordination der verschiedenen Organisationseinheiten. Die Aufbauorganisation wird nicht ganz überschneidungsfrei nach drei Dimensionen unterteilt: 1) Zunächst in Bezug auf die Zuweisung von verteilungsfähigen Aufgaben an Aufgabenträger; dies führt zu funktions- oder objektorientiertem Aufbau, Letzterer je nach Objekt als Produktorganisation, Kundenorganisation oder Gebietsorganisation. 2) Dann hinsichtlich der Beziehungszusammenhänge zwischen Organisationseinheiten; dies führt zu dauerhaften Formen der Aufbauorganisation als Einlinienorganisation, Mehrlinienorganisation, Stablinienorganisation oder Matrixorganisation. 3) Schließlich nach der Abstimmung der Aufgabenträger im Hinblick auf die Aufgabenerfüllung; dies führt zu sekundären Organisationsformen als Teamorganisation, Projektorganisation, Gremiumsorganisation oder Zentralabteilungsorganisation.
Aufbauorganisation ist die Gliederung des Unternehmens in Kostenstellen und der Zusammenhang zwischen den betrieblichen Teilbereichen.“[4]

03.2 Ablauforganisation

„Die Ablauforganisation ist die räumliche und zeitliche Gestaltung von Arbeits- und Bewegungsvorgängen. Die Ablauforganisation beschäftigt sich mit der räumlichen und zeitlichen Ordnung (Strukturierung) von Prozessen zur Erledigung von Aufgaben im Betrieb, die als Ergebnis der Aufgabenanalyse und -synthese erkannt und zusammengefasst wurden. Die Ablauforganisation bietet Hilfestellungen an zur Beurteilung, wann wo welche Arbeiten erledigt werden sollen, z. B. das Operations Research in Warteschlangen-, Transport- und Reihenfolgemodellen. Im Gegensatz zu diesen Prozessüberlegungen (Rhythmisierung und Terminierung) wird im Rahmen der Aufbauorganisation eine Ordnung der organisatorischen Einheiten, nicht in räumlich-zeitlicher, sondern in hierarchischer Hinsicht erstellt.

[...]


[1] vgl. http://classic.unister.de/Unister/wissen/sf_lexikon/ausgabe_stichwoerter100_y.html [eingesehen am 09.06.07]

[2] Ebd.

[3] vgl. Ebd.

[4] http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/aufbauorganisation/aufbauorganisation.htm [eingesehen am 09.06.2007]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Der Betrieb als Arbeitsstätte /Ablauforganisation
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Grundlagen der Arbeitslehre
Note
1,9
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V140454
ISBN (eBook)
9783640505845
ISBN (Buch)
9783640506040
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betrieb, Arbeitsstätte
Arbeit zitieren
Jacob Stuke (Autor), 2007, Der Betrieb als Arbeitsstätte /Ablauforganisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140454

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