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Die konventionelle Schulleistungsdiagnostik als Auslaufmodel – Schaffen alternative Bewertungsverfahren Abhilfe?

Title: Die konventionelle Schulleistungsdiagnostik als Auslaufmodel – Schaffen alternative Bewertungsverfahren Abhilfe?

Term Paper , 2008 , 46 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jacob Stuke (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

1. Vorwort:
Zensuren sind in unserer Gesellschaft ein Weichensteller für unser späteres Berufsleben. Sie tragen einen großen Teil zur Sozialisation der Schüler bei.
Die von den Lehrern erstellten Zeugnisse sollen dem „Außenstehenden“ Aufschluss über dessen Intelligenz, Eignung und Wissen vermitteln. Die daraus hervorgehende Note soll den Grad und die Qualität der Leistung ausdrücken.
Im Laufe der letzten Jahrhunderte, unter anderem ausgelöst durch die Einführung des Abiturs 1788, wurde bei immer mehr Berufen ein erfolgreicher allgemein bildender Schulweg vorausgesetzt. Viele Jahre zuvor war die Lernleistung für den späteren Beruf kaum ausschlaggebend. Die Berufswahl stand im Zusammenhang mit der Herkunft, Standeszugehörigkeit und der elterlichen Lebensplanung.
Erst im Laufe der Zeit gewannen gute Noten und erworbene Qualifikationen an Bedeutung, sie verhalfen dazu weiterführende Schulen besuchen zu dürfen und gewünschte Berufe zu erlernen. Gute Schulleistungen wurden immer wichtiger und waren von da an existenziell wichtig für den beruflichen Werdegang.

Nicht erst seit Pisa oder Timms wissen wir, dass in unserem Schulsystem nicht alles optimal verläuft. Schulvergleichstest zeigen auf, dass das Niveau zwischen den Schulen, bei gleichen Noten, sehr stark variiert...

In der folgenden Arbeit wollen wir auf diese Fragen eine Antwort finden.
Hierfür beleuchten wir zu Beginn die konventionellen Bewertungsmethoden. In diesem Punkt
wollen wir, unterteilt in die mündlichen und schriftlichen Bewertungsmethoden, betrachten
was die Auslöser für die fehlende Objektivität sind und wie mit diesen beiden Methoden
produktiv umzugehen ist. Für eine besseres Verständnis und einer besseren
Veranschaulichung werden wir mehrer Untersuchungen in unsere Arbeit einfließen lassen.
Im weiteren Verlauf führen wir neue alternative Methoden auf. Neben den Einblick in die
grundlegenden Aspekte alternativer Methoden ermöglichen wir dem Leser das
Nachvollziehen der Notenvergabe anhand konkreter Beispiele. Wir beziehen uns hierbei
explizit auf einzelne alternative Methoden, wie der Schülerselbstdiagnose, dem Beurteilen in
Prozessen und den Lern- Zeugnisberichten. Zur besseren Veranschaulichung führen wir einen
Zeugnisbericht der „Freien Schule Marburg“ auf. In ihm soll anhand eines konkreten
Beispiels verdeutlicht werden was ein solcher Bericht beinhalten kann. Bevor wir zum letzten Punkt unserer Arbeit übergehen, möchten wir ein schriftliches
Interview . . .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Konventionelle Schulleistungsdiagnostik

2.1 Mündliche Noten

2.3 Zwischenfazit

3. Alternative Schulleistungsdiagnostik

3.1 Beurteilung von Leistungen in Prozessen

3.2 Schülerselbstdiagnose

3.2.1 Vorteile der Schülerselbstdiagnose

3.2.2 Kombination von Schülerselbstbeurteilung und Fremdbeurteilung

3.3 Zusammenfassende Worte – Ein Zwischenresümee

3.4 Lern- und Zeugnisberichte

3.4.1 Beispiel eines Zeugnisberichtes; Ein Schuljahresbericht der „Freien Schule Marburg“

3.5 Zwischenfazit

4. Ein Beispiel aus der Praxis alternativ orientierter Schulen – Ein schriftliches Interview mit einer Lehrkraft der „Freien Schule Kassel“

4.1 Einleitende Worte

4.2 Erarbeitungen des Fragebogens

4.3 Das Interview

4.4 Zwischenfazit

5. Konventionell oder Alternativ – Eine interpretatorische Diskussion als Resümee

06. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die mangelnde Objektivität konventioneller Schulleistungsdiagnostik und analysiert alternative Bewertungsverfahren als potenzielle Lösung für ein gerechteres Bildungssystem. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Ziffernnoten durch Berichtsformen ersetzt werden können.

  • Kritische Analyse der Objektivität bei mündlichen und schriftlichen Prüfungen.
  • Vorstellung innovativer Methoden wie Schülerselbstdiagnose und Prozessbeurteilung.
  • Praxisnahe Evaluation alternativer Ansätze durch ein Interview mit einer Reformschule.
  • Diskussion der Reformpädagogik im Kontext der Zukunftsfähigkeit des Bildungssystems.

Auszug aus dem Buch

3.1 Beurteilung von Leistungen in Prozessen:

Aufgrund individueller Vorraussetzungen bezüglich unterschiedlicher Lernwege ist es wichtig, eben auch ein Hauptaugenmerk der Leistungsbeurteilung auf die individuellen Lern- und Arbeitsprozesse zu richten, und diesen gebührend Aufmerksamkeit zu schenken. Leistungsbeurteilungen, welche bereits während den Lern- und Arbeitsprozessen erfolgen, gelten als überaus vorteilhaft für das weitere Lernen und Arbeiten, da auf Missverständnisse bereits im Anfangsstadium eingegangen wird und Schwierigkeiten, bevor sie sich „festsetzen“, bereits ausgeräumt werden können.

Man sollte an dieser Stelle jedoch auch erwähnen, dass im Allgemeinen eine ziemlich große Unklarheit bezüglich der gewünschten Qualitätskriterien solcher Prozesse herrscht. Denn hier genügt es keinesfalls, die Annäherung an erwünschte Ergebnisse zu verfolgen.27

„Als bloße Veränderungsmessung würde Prozessdiagnose entarten zu einer Diagnose von Teilprodukten. Bei einer wirklichen Prozessdiagnose müssen psychodynamische Komponenten der Leistung sowie metakognitive und soziale Kompetenzen im Vordergrund stehen, die aus Ergebnissen und Produkten nicht mehr abzulesen oder zu erschließen sind“28:

• Motivation der Schülerinnen und Schüler (Freude, Pflichtbewusstsein, Beharrlichkeit auch bei Misserfolgen und Rückschlägen)

• Konzentration und Ausdauer der Schülerinnen und Schüler

• Zielstrebigkeit der Schülerinnen und Schüler (der Grad, an dem sie sich an ein Vorhaben, bzw. eine Aufgabe halten)

• Methodenbewusstsein der Schülerinnen und Schüler (wie sie nach angemessenen Methoden suchen, bzw. nach Strategien um diese anzuwenden)

• Originalität und Kreativität ihres Vorgehens

• Grad der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler (in welchem Maße wurde Selbstverantwortung übernommen und inwiefern wurde bei Schwierigkeiten selbst Abhilfe geschaffen)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel thematisiert die gesellschaftliche Bedeutung von Zensuren und hinterfragt die Objektivität des bestehenden Schulsystems angesichts von Qualitätsunterschieden.

2. Konventionelle Schulleistungsdiagnostik: Es werden die Mängel mündlicher und schriftlicher Prüfungsverfahren aufgezeigt, insbesondere im Hinblick auf mangelnde Objektivität und Reliabilität.

3. Alternative Schulleistungsdiagnostik: Dieses Kapitel stellt moderne Ansätze wie die Prozessbeurteilung, die Schülerselbstdiagnose und Lernberichte als Alternative zur klassischen Ziffernzensur vor.

4. Ein Beispiel aus der Praxis alternativ orientierter Schulen – Ein schriftliches Interview mit einer Lehrkraft der „Freien Schule Kassel“: Durch ein Interview werden die praktische Umsetzung und die Erfahrungen einer Reformschule mit alternativen Bewertungsmethoden reflektiert.

5. Konventionell oder Alternativ – Eine interpretatorische Diskussion als Resümee: Das Kapitel diskutiert die Vor- und Nachteile beider Ansätze und fordert eine bildungspolitische Reform hin zu mehr Individualität und Freiräumen.

06. Anhang: Enthält das Literaturverzeichnis sowie den Fragebogen für das geführte Interview.

Schlüsselwörter

Schulleistungsdiagnostik, Ziffernzensur, alternative Bewertungsmethoden, Schülerselbstdiagnose, Prozessbeurteilung, Pädagogische Diagnostik, Lernberichte, Objektivität, Reformpädagogik, Schülerorientierung, Individualität, Lehr- und Lernprozess, schulisches Bewertungssystem, Bildungsreform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit kritisiert die traditionelle Ziffernbenotung und untersucht, ob alternative Bewertungsverfahren wie die Schülerselbstdiagnose eine objektivere und gerechtere Alternative darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Defizite in der konventionellen Notengebung, alternative Konzepte zur Prozessbeurteilung sowie die praktische Umsetzung von Reformpädagogik an einer freien Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Reformbedarf im deutschen Schulwesen aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit alternative Methoden den schulischen Lernprozess und die Gerechtigkeit der Leistungsbewertung verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen Fallstudie in Form eines schriftlichen Interviews mit einer Lehrkraft einer alternativ orientierten Grundschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mängel bei mündlichen und schriftlichen Prüfungen, führt Methoden wie die Schülerselbstdiagnose ein und präsentiert ein Praxisbeispiel für Lern- und Zeugnisberichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulleistungsdiagnostik, Reformpädagogik, Ziffernzensur, Objektivität, Schülerselbstdiagnose und Prozessbeurteilung.

Warum wird die Objektivität der Ziffernzensur angezweifelt?

Untersuchungen zeigen, dass Noten stark von klasseninternen Bezugssystemen, Lehrerpräferenzen, Vorurteilen und sozialen Faktoren abhängen und somit oft keine vergleichbare Aussagekraft haben.

Was ist der Vorteil der Schülerselbstdiagnose laut Autor?

Sie fördert die Metakognition, erhöht die Transparenz des Bewertungsprozesses und hilft den Schülern, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen.

Wie schätzt die befragte Lehrkraft der Freien Schule Kassel die Praxis ein?

Sie sieht das Konzept als erfolgreich, betont jedoch den höheren Zeitaufwand und die Notwendigkeit, dass Kinder, die aus einem konventionellen Umfeld kommen, eine Eingewöhnungszeit benötigen.

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Details

Title
Die konventionelle Schulleistungsdiagnostik als Auslaufmodel – Schaffen alternative Bewertungsverfahren Abhilfe?
College
University of Kassel
Course
Beobachten, Fördern, Beraten – Methoden und Fragen der Pädagogischen Diagnostik
Grade
1,3
Author
Jacob Stuke (Author)
Publication Year
2008
Pages
46
Catalog Number
V140458
ISBN (eBook)
9783640505852
ISBN (Book)
9783640506057
Language
German
Tags
Schulleistungsdiagnostik Auslaufmodel Schaffen Bewertungsverfahren Abhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacob Stuke (Author), 2008, Die konventionelle Schulleistungsdiagnostik als Auslaufmodel – Schaffen alternative Bewertungsverfahren Abhilfe?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140458
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