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Die Rolle von Verben im Spracherwerb nach dem "Usage-based Approach"

Title: Die Rolle von Verben im Spracherwerb nach dem "Usage-based Approach"

Examination Thesis , 2008 , 81 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Brehme (Author)

German Studies - Linguistics
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Diese Examensarbeit befasst sich mit verschiedenen Spracherwerbstheorien, vom Nativismus bis zur Konstruktionsgrammatik und beschreibt den gebrauchsbasierten Ansatz Tomasellos als aktuellen Beitrag zur Forschungsdiskussion. Anschließend wird der Usage-based Approach anhand der Verbentwicklung im frühkindlichen Alter näher betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterschiedliche Ansätze in der Erstspracherwerbsforschung

2.1 Nativismus: Spracherwerb als Entfaltung eines genetischen Programms

2.2 Ansätze des Bootstrapping

2.2.1 Prosodisches bzw. phonologisches Bootstrapping

2.2.2 Semantisches Bootstrapping

2.2.3 Syntaktisches Bootstrapping

2.3 Kognitivistische Ansätze: Spracherwerb als logischer Denkprozess

2.4 Sozial-pragmatische und interaktionistische Ansätze

2.4.1 Sozialpragmatische Ansätze

2.4.2 Der interaktionistische Ansatz

2.5 Prozessorientierte Ansätze

2.5.1 Der Ansatz der Operating Principles

2.5.2 Das Competition Model bzw. Wettbewerbsmodell

2.5.3 Die Konstruktionsgrammatik

2.6 Gebrauchsbasierter Ansatz: Der Usage-based Approach

2.6.1 Einordnung des Usage-based Approaches innerhalb der Spracherwerbsforschungsansätze

2.6.2 Vergleich des Nativismus und des Usage-based Approaches anhand der Grammatikentwicklung

3 Der Syntaxerwerb nach dem Usage-based Approach

3.1 Das Grammatik-Lexikon-Kontinuum

3.2 Der Erwerb von syntaktischen Strukturen

3.2.1 Das Verb

3.2.2 Vergleich des Erwerbs von Nomen und Verben

3.2.3 Der Verberwerb im frühen Stadium

3.2.3.1 Probleme und Herausforderungen beim frühen Verberwerb

3.2.3.2 Die Verb-Insel-Hypothese

3.2.4 Hypothesen zum Verberwerb in der weiteren Grammatikentwicklung

3.2.4.1 Abstrakte Konstruktionen

3.2.4.2 Studie von Abbot-Smith und Behrens – Construction Conspiracy Hypothesis

3.2.4.3 Studie von Behrens – verbale Präfigierung im Deutschen

3.2.4.4 Studie von Wittek und Tomasello – Erwerb der Verbmorphologie für das deutsche Perfekt

3.2.4.5 Studie von Tomasello und Akhtar – Produktivität der Verbmorphologie im Englischen

3.2.4.6 Gebrauchsbasierte syntaktische Operationen

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Spracherwerb von Kindern aus der Perspektive des "Usage-based Approach" (gebrauchsbasierten Ansatzes), insbesondere im Hinblick auf den Erwerb von Verben und die Entwicklung syntaktischer Strukturen. Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Kinder durch sozialen Kontext und Sprachgebrauch schrittweise ihre grammatische Kompetenz konstruieren, und diesen Ansatz kritisch mit nativistischen Theorien zu vergleichen.

  • Vergleich verschiedener Erstspracherwerbsmodelle (Nativismus, Bootstrapping, Kognitivismus, Interaktionismus, Konstruktionsgrammatik).
  • Vertiefende Analyse des "Usage-based Approach" und dessen Einordnung in die Spracherwerbsforschung.
  • Untersuchung des Syntaxerwerbs mit Fokus auf die zentrale Rolle der Verben.
  • Diskussion der "Verb-Insel-Hypothese" und empirische Studien zum frühen Verberwerb.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das Verb

Eine Wortart, die im Bereich des Erwerbs der syntaktischen Kompetenz eine wichtige Rolle spielt, ist das Verb. Es ist eine Wortart mit einem komplexen Form- und Funktionssystem und drückt zumeist Handlungen, Vorgänge und Zustände, also in der Zeit verlaufende Phänomene, aus.

Die Hauptfunktion eines Verbs ist es, das Prädikat eines Satzes zu bilden. Laut Zifonun et. al. sind alle semantischen Funktionseinheiten als Prädikate zu verstehen, die über Charakterisierungspotential verfügen, also insbesondere die Denotate von Substantiven, Adjektiven und Verben. [...] Prädikate [...] gehören damit der semantischen Sphäre des Diktums an, nicht der syntaktischen Sphäre des sprachlichen Ausdrucks.

Verben sind deshalb so zentral, weil das Prädikat aufgrund seiner Valenzbeziehungen das Zentrum eines (Verbal-)Satzes ist, von dem die anderen Satzteile, beispielsweise das Subjekt durch Kongruenz, abhängig sind. Ein Prädikat enthält immer mindestens eine finite, also in Person und Numerus bestimmte Verbform. Die verschiedenen Wortformen eines Verbs drücken im Deutschen die grammatischen Kategorien Person, Numerus, Modus, Tempus und Genus Verbi aus. Verben können zudem flektiert werden und lassen sich in verschiedene Flexionsklassen einteilen. Diese unterscheiden sich durch teilweise differente Flexionsmuster in den verschiedenen Zeiten und Modi. Es gibt dabei folgende Flexionsklassen: Die starken und die schwachen Verben und die Modalverben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsdebatte über den Spracherwerb mit Fokus auf den gebrauchsbasierte Ansatz.

2 Unterschiedliche Ansätze in der Erstspracherwerbsforschung: Kritische Darstellung und Reflexion verschiedener theoretischer Modelle vom Nativismus bis zum gebrauchsbasierte Ansatz.

3 Der Syntaxerwerb nach dem Usage-based Approach: Detaillierte Untersuchung der Entwicklung syntaktischer Strukturen und des zentralen Erwerbs von Verben.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse hinsichtlich der Überlegenheit des gebrauchsbasierte Ansatzes und Darstellung von Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Usage-based Approach, Spracherwerb, Erstspracherwerb, Grammatikentwicklung, Syntaxerwerb, Verben, Verb-Insel-Hypothese, Konstruktionsgrammatik, Nativismus, Kognition, soziale Interaktion, Sprachgebrauch, Mustererkennung, Analogiebildung, Grammatikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Erstspracherwerb von Kindern, wobei der Schwerpunkt auf dem sogenannten "Usage-based Approach" liegt, der davon ausgeht, dass Sprache primär durch den Gebrauch erworben wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Vergleich verschiedener Spracherwerbstheorien, die Rolle des sozialen Kontextes, der Erwerb von grammatischen Konstruktionen und insbesondere der Erwerb der Wortart Verb.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob der Erwerb der Syntax am Beispiel von Verben durch den gebrauchsbasierte Ansatz nachvollziehbar erklärt werden kann und wie dieser Ansatz den nativistischen Theorien gegenübersteht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf der Gegenüberstellung und kritischen Reflexion bestehender theoretischer Modelle sowie der Auswertung empirischer Forschungsstudien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Ansätze der Spracherwerbsforschung (Nativismus, Kognitivismus, etc.) dargestellt und dann vertiefend der Syntax- und Verberwerb aus Sicht des Usage-based Approach analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Usage-based Approach, Spracherwerb, Verben, Verb-Insel-Hypothese, Grammatikentwicklung und Konstruktionsgrammatik.

Warum spielt das Verb eine so zentrale Rolle für den Syntaxerwerb?

Verben bilden das syntaktische Zentrum eines Satzes (Prädikat) und bestimmen durch ihre Valenz die Struktur des Satzes, weshalb ihr Erwerb für die Entwicklung grammatischer Kompetenz entscheidend ist.

Was besagt die Verb-Insel-Hypothese von Michael Tomasello?

Sie besagt, dass Kinder Verben zu Beginn nicht abstrakt, sondern als isolierte, item-basierte "Inseln" erwerben, die erst durch zunehmende Erfahrung und Generalisierung zu abstrakten Kategorien ausgebaut werden.

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Details

Title
Die Rolle von Verben im Spracherwerb nach dem "Usage-based Approach"
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Susanne Brehme (Author)
Publication Year
2008
Pages
81
Catalog Number
V140468
ISBN (eBook)
9783640497973
ISBN (Book)
9783640497683
Language
German
Tags
Spracherwerb Michael Tomasello Verberwerb Verb-Insel Hypothese Nativismus Interaktionismus Konstruktionsgrammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Brehme (Author), 2008, Die Rolle von Verben im Spracherwerb nach dem "Usage-based Approach", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140468
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