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Spanien und der Islam - Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt

Title: Spanien und der Islam - Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt

Term Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Summary Excerpt Details

In den letzten Jahren hat sich der Islam in Spanien verändert, denn er ist von einer Minderheit zu einem festen Bestandteil der religiösen Landschaft geworden. „Seit dem 19. Jahrhundert hat sich durch Auswanderer und Arbeitsmigranten eine islamische Diaspora in der ganzen Welt, vor allem in Westeuropa und Nordamerika, gebildet.“
Trotz allem wird der Islam in Europa stets als Ausdruck einer anderen kulturellen Identität wahrgenommen, und obwohl der Islam dem Christentum in vielerlei Hinsicht ähnelt, halten die meisten Europäer Muslime für beängstigend und fremdartig. Die westliche Welt assoziiert und pauschalisiert den islamischen Glauben unausweichlich mit jenen terroristischen Anschlägen und Aktivitäten, die die Schlagzeilen beherrschen.
La presencia de la inmigración no comunitaria musulmana, árabe, africana, pero sobre todo magrebí, pues es el colectivo más numeroso en España, concita atención y preocupación social, periodística y científica, prestándose a diversos discursos que van desde el paternalismo hasta xenofobia.

Die Medien forcieren regelrecht diese stereotypische Denkweise der spanischen Gesellschaft, so dass vor allem muslimische Einwanderinnen weiterhin mit Hindernissen und Herausforderungen in Spanien konfrontiert werden, sobald es um Gleichberechtigung und das Bahnen neuer Wege in die Gesellschaft geht...

Excerpt


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Einwanderung in Spanien

2.1 Die feminisierte Emigration

3. Die Situation der Frau auf dem spanischen Arbeitsmarkt

3.1 Die Verteilung der Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt

3.2 Die große Nachfrage nach Dienstmädchen in spanischen Privathaushalten

3.3 Muslimische Dienstmädchen in Spanien

3.4 Arbeitsbedingungen und Lebenssituation der internas

4. La Constitución Española de 1978 und die Klassifikation der islamischen Religionspraktiken

4.1 Die Integration der Religion in das Arbeitsleben der Musliminnen

4.2 Die Religionspraktiken der internas

5. Diskriminierungen auf dem spanischen Arbeitsmarkt

5.1 Probleme der Musliminnen bei der Arbeitssuche

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die sozioökonomische Situation muslimischer Marokkanerinnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt, analysiert die Integrationsmöglichkeiten ihrer kulturellen Praktiken in das westliche Berufsleben und beleuchtet die damit verbundenen Diskriminierungserfahrungen.

  • Phänomen der feminisierten Migration in Spanien
  • Beschäftigungssituation marokkanischer Migrantinnen in privaten Haushalten
  • Integration religiöser Praktiken (z.B. Ramadan, Gebetszeiten) in den Arbeitsalltag
  • Rechtlicher Rahmen und Einfluss der spanischen Verfassung von 1978
  • Diskriminierungsmuster und strukturelle Barrieren auf dem Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

3.3 Muslimische Dienstmädchen in Spanien

Nachdem in den vorherigen Kapiteln ein grober Überblick über die Situation der Frauen auf dem spanischen Arbeitsmarkt gegeben wurde, widmet sich dieses Kapitel ausführlich den muslimischen Hausmädchen in Spanien.

Genauer betrachtet handelt es sich bei den internas um Bedienstete in Privathaushalten, die auch bei der Arbeitgeberin wohnen. Hier ist jedoch eine ganz klare Abgrenzung zu den externas vorzunehmen, denn diese Arbeiterinnen betreuen lediglich den Haushalt, wohnen aber nicht zusammen mit der Familie. Die spanischen Hausmädchen von heute sind hauptsächlich marokkanische Migrantinnen, die in die Zentren der reichen, westlichen Welt ausgewandert sind. Einige kamen mit ihren spanischen Arbeitgeberinnen aus Marokko nach Spanien, andere ließen sich von ihrer Heimat aus durch Kontakte vermitteln. Im Gegensatz zu ihren (historischen) Vorgängerinnen sind die heutigen Dienstmädchen jünger, und es geht nicht um die Überbrückung der Zeit zwischen Schule und Heirat, sondern in den meisten Fällen um die Bewältigung einer finanziellen Krise und um die Versorgung ihrer Verwandten in ihrem Heimatland. Die marokkanischen Familienangehörigen haben meist keine oder nur gelegentlich Arbeit und erwarten regelmäßige Geldüberweisungen, um überhaupt überleben zu können.

„Trabajan de domésticas y sabían, al salir de Marruecos, que difícilmente encontrarían otro tipo de empleo. Es un trabajo muy duro [...].“ Doch viele Marokkanerinnen haben Schwierigkeiten in dem Haushaltssektor Arbeit zu finden, denn „la difilcultad con el idioma y el color de la piel son dos características determinantes para la no contratación por parte de ciertas familias.“ Aber für die Frauen, die den Kompromiss der Verknüpfung von Arbeitsplatz und Lebensort eingehen und als interna arbeiten möchten, ist es generell leichter einen Arbeitsplatz zu finden als für die externas. Denn die Konkurrenz um die Arbeitsplätze für externas ist größer, da viele Migrantinnen nur als externa arbeiten möchten, und zudem auch spanische Frauen als externa arbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Rolle des Islams in Spanien ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Situation muslimischer Marokkanerinnen auf dem Arbeitsmarkt zu analysieren.

2. Einwanderung in Spanien: Dieses Kapitel erläutert den Wandel Spaniens vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland sowie die ökonomischen Hintergründe der Migrationsströme.

2.1 Die feminisierte Emigration: Dieser Abschnitt behandelt die Gründe für die verstärkte Migration von Frauen als neue Strategie zur wirtschaftlichen Sicherung der Haushalte.

3. Die Situation der Frau auf dem spanischen Arbeitsmarkt: Hier wird der historische Kontext der weiblichen Erwerbstätigkeit nach der Franco-Diktatur und die Bedeutung der Verfassung von 1978 aufgezeigt.

3.1 Die Verteilung der Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel liefert Daten über die Beschäftigungssektoren von Marokkanerinnen und ihren Grad an beruflicher Qualifikation.

3.2 Die große Nachfrage nach Dienstmädchen in spanischen Privathaushalten: Der Fokus liegt hier auf dem Bedarf an häuslichen Dienstleistungen durch berufstätige spanische Frauen und den soziologischen Hintergründen.

3.3 Muslimische Dienstmädchen in Spanien: Dieser Teil beschreibt die Rolle und Lebenssituation der marokkanischen Migrantinnen im Bereich der privaten Dienstleistungen.

3.4 Arbeitsbedingungen und Lebenssituation der internas: Hier werden die prekären Arbeitsverhältnisse, die Abhängigkeiten und die Bedeutung sozialer Netzwerke für die internas analysiert.

4. La Constitución Española de 1978 und die Klassifikation der islamischen Religionspraktiken: Das Kapitel untersucht den rechtlichen Rahmen der Religionsfreiheit in Spanien und die Einteilung islamischer Praktiken.

4.1 Die Integration der Religion in das Arbeitsleben der Musliminnen: Dieser Abschnitt diskutiert die Vereinbarkeit religiöser Gebote mit den Anforderungen des spanischen Berufsalltags.

4.2 Die Religionspraktiken der internas: Hier wird analysiert, wie Hausmädchen insbesondere während religiöser Festtage versuchen, ihre religiöse Identität zu wahren.

5. Diskriminierungen auf dem spanischen Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel thematisiert die historischen und aktuellen Wurzeln von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Muslimen.

5.1 Probleme der Musliminnen bei der Arbeitssuche: Hierbei werden die spezifischen Hürden für muslimische Frauen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Tragen eines Kopftuchs, dargelegt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und betont die Notwendigkeit von gegenseitigem Respekt und Verständnis für eine gelungene Integration.

Schlüsselwörter

Muslimische Frauen, Marokkanische Einwanderinnen, Spanien, Arbeitsmarkt, Dienstmädchen, Internas, Islam, Religionspraktiken, Integration, Diskriminierung, Feminisierte Migration, Arbeitsbedingungen, Identität, Soziale Netzwerke, Privathaushalte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der sozioökonomischen Realität muslimischer Marokkanerinnen, die nach Spanien migriert sind, und untersucht deren Herausforderungen auf dem spanischen Arbeitsmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Migrationsgeschichte, der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegmentierung, der Integration islamischer Religionsausübung in ein westliches Arbeitsumfeld sowie der Diskriminierung von Migrantinnen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Situation marokkanischer Frauen in Spanien zu analysieren, insbesondere in Bezug auf ihre Rolle in Privathaushalten und den Spannungsbereich zwischen kultureller Identität und beruflicher Inklusion.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Analyse, die sich auf Literaturrecherchen, offizielle statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística (INE) und ethnografische Studien stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Migrationsursachen, die Darstellung des Arbeitsmarktes für Hausmädchen, die rechtliche Situation der Religionsausübung und die Untersuchung von Diskriminierungserfahrungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Diskriminierung, Feminisierung der Migration, Integration, Arbeitsmarktsegregation und kulturelle Identität.

Was unterscheidet eine "interna" von einer "externa" im spanischen Kontext?

Eine interna wohnt bei ihren Arbeitgebern im Haushalt und ist in der Regel einer ständigen Kontrolle unterworfen, während eine externa den Haushalt betreut, aber außerhalb wohnt und über mehr private Freiräume verfügt.

Welche Rolle spielt die spanische Verfassung von 1978 für die muslimischen Frauen?

Die Verfassung legte erstmals formale Grundregeln für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen fest und schuf durch Artikel 16.1 den rechtlichen Rahmen für die Glaubensfreiheit, was eine grundlegende Voraussetzung für die Ausübung muslimischer Praktiken darstellt.

Wie gehen muslimische Migrantinnen mit der Herausforderung des Ramadan während der Arbeit um?

Da der Ramadan eine Ausnahmesituation für den Körper darstellt, versuchen manche Arbeitgeber, Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Viele Musliminnen versuchen zudem, ihre kulturelle Identität durch Netzwerke zu wahren, auch wenn sie nicht alle religiösen Pflichten im Arbeitsalltag vollständig umsetzen können.

Warum stoßen muslimische Frauen bei der Arbeitssuche auf besondere Widerstände?

Die Ablehnung beruht oft auf Stereotypen, Fremdenfeindlichkeit und Vorbehalten gegenüber sichtbaren religiösen Symbolen, wie insbesondere dem Kopftuch, was den Zugang zu öffentlichen Arbeitsplätzen oder Berufen mit Kundenkontakt massiv erschwert.

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Details

Title
Spanien und der Islam - Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt
College
University of Paderborn  (Romanistik)
Course
Spanien und der Islam
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V140473
ISBN (eBook)
9783640479757
ISBN (Book)
9783640479979
Language
German
Tags
Spanien Islam Musliminnen Arbeitsmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Spanien und der Islam - Musliminnen auf dem spanischen Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140473
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