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Liquidity at Risk - Eine Methodik zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos in Banken

Title: Liquidity at Risk - Eine Methodik zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos in Banken

Term Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sören Schramm (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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1 Einleitung
Mit der Novellierung des Basel II Akkords und des Inkrafttretens der Ma-Risk für die deutschen Kreditinstitute trat das Thema Risikomanagement in den letzten Jahren immer weiter in den Vordergrund. Insbesondere für die Ermittlung des Liquiditätsrisikos stellte sich die Frage, wie und ob eine gesamtbankübergreifende Lösung aussehen bzw. gefunden werden kann. Die von den MaRisk geforderten quantitativen Verfahren zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos erlebten durch die jüngsten Ereignisse auf den internationalen Finanzmärkten eine deutliche Aufwertung. Vielen Finanzinstituten wurde plötzlich vor Augen geführt, dass (Interbanken-) Liquidität ein knappes Gut ist, welches es genauso zu beobachten und zu managen gilt, wie die Marktpreis- oder Adressausfallrisiken. Da die quantitativen Ansätze zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos im Vergleich zu den Methoden der Berechnung der Marktpreis- oder Adressaus-fallrisiken derzeit nicht so fortgeschritten sind, ist es das Ziel dieser Seminararbeit, einen fortgeschrittenen quantitativen Ansatz näher zu betrachten. Dazu soll im zweiten Kapitel zunächst das Liquiditätsrisiko unter aufsichtsrechtlichen Aspekten betrachtet, im weiteren Fortgang des Abschnitts näher systematisiert sowie im dritten Unterabschnitt das Liquidity at Risk (LaR) Konzept anhand zweier Ansätze vorgestellt werden. Das dritte Kapitel ist der kritischen Auseinandersetzung mit dem vorgestellten LaR Konzept gewidmet. Dabei sollen vor allem die modelltheoretischen Prämissen hinterfragt, die Praxistauglichkeit beurteilt sowie weitere Entwicklungen im Management der Liquiditätsrisiken vorgestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Liquiditätsrisiko in Kreditinstituten

2.1 Aufsichtsrechtliche Anforderungen

2.1.1 Kreditwesengesetz

2.1.2 Liquiditätsverordnung

2.1.3 Vorgaben durch die MaRisk

2.2 Definition und Systematisierung des Liquiditätsrisikos

2.2.1 Begriffsbestimmung sowie Abgrenzung des bankbezogenen vom objektbezogenen Liquiditätsrisikos

2.2.2 Originäres und derivatives Liquiditätsrisiko

2.2.3 Dispositives und strukturelles Liquiditätsrisiko

2.3 Das Konzept des Liquidity at Risk

2.3.1 Begriffliche Einordnung

2.3.2 Die Berechnung des Liquidity at Risk beruhend auf dem VaR-Ansatz

2.3.3 Die Ermittlung des Liquidity at Risk basierend auf der POT-Methode

3 Beurteilung des Liquidity at Risk Konzepts

3.1 Statistische Berechnungsschemata

3.1.1 Der LaR beruhend auf dem VaR-Ansatz

3.1.2 Der LaR basierend auf der POT-Methode

3.2 Das Konzept in der Praxis

3.3 Entwicklungen im Management des Liquiditätsrisikos

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, eine Methodik zur Quantifizierung des dispositiven Liquiditätsrisikos in Banken auf Basis des Liquidity-at-Risk (LaR) Konzepts vorzustellen und kritisch zu analysieren, da quantitative Ansätze in diesem Bereich im Vergleich zu Marktpreis- oder Adressrisiken bisher weniger fortgeschritten sind.

  • Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen für das Liquiditätsrisikomanagement in Banken
  • Systematisierung und Abgrenzung verschiedener Liquiditätsrisikoarten
  • Methodik des Liquidity-at-Risk unter Verwendung des VaR-Ansatzes
  • Einsatz der POT-Methode (Peaks-over-Threshold) zur Extremwertanalyse
  • Kritische Beurteilung der Praxistauglichkeit und modelltheoretischer Prämissen

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Die Ermittlung des Liquidity at Risk basierend auf der POT-Methode

Wie unter 2.3.1 dargestellt, gilt es die autonomen Auszahlungsüberschüsse einer Bank besonders genau zu ermitteln bzw. zu modellieren, da diese zu unerwarteten Liquiditätsanforderungen führen können. Mit Beginn des Einzugs des VaR-Konzepts in die bankbetriebliche Risikomessung, wurde überwiegend davon ausgegangen, dass viele Risiken in der Realität normalverteilt sind. Dies ist jedoch eine modellhafte Vereinfachung, die dazu führt, dass hohe Risiken mit zu optimistischen Eintrittswahrscheinlichkeiten geschätzt wurden. Speziell bei der Ermittlung der autonomen Auszahlungsüberschüsse einer Bank ist nicht von einer Normalverteilung auszugehen.20

In der Wahrscheinlichkeitstheorie gibt es statistische Verteilungen, die speziell für die Berechnung von Extremwerten geeignet sind. Diese Verteilungen21 sind der Extremwerttheorie zugeordnet. Sie findet bereits seit einiger Zeit in der Klimamodellierung sowie in der Versicherungswirtschaft bei der Bestimmung von Großschäden Anwendung. Kurz gesagt: Die Extremwerttheorie beschreibt das Verhalten von Extremwerten einer Zeitreihe.22 Es werden dabei Extremwertverteilungsmodelle entwickelt, welche im Vergleich zur Normalverteilung höhere Wahrscheinlichkeiten für Ereignisse an den Verteilungsrändern aufweisen (sogenannte fat tails), die dann genauer analysiert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung des Risikomanagements für Banken und definiert das Ziel, fortgeschrittene quantitative Ansätze zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos zu untersuchen.

2 Das Liquiditätsrisiko in Kreditinstituten: Dieses Kapitel betrachtet die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie die theoretische Systematisierung des Liquiditätsrisikos und führt das LaR-Konzept sowie die VaR- und POT-Berechnungsmethoden ein.

3 Beurteilung des Liquidity at Risk Konzepts: Der Hauptteil bietet eine kritische Analyse der statistischen Berechnungsschemata sowie eine Diskussion über die Praxistauglichkeit des LaR-Modells und künftige Entwicklungen im Liquiditätsmanagement.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der LaR-Ansatz zwar einen Fortschritt in der Quantifizierung darstellt, aber noch kein umfassendes Instrument für das gesamte Liquiditätsrisiko einer Bank ist.

Schlüsselwörter

Liquidity at Risk, Liquiditätsrisiko, Kreditinstitute, VaR-Ansatz, POT-Methode, Extremwerttheorie, Banksteuerung, aufsichtsrechtliche Anforderungen, Liquiditätsverordnung, MaRisk, autonomer Zahlungsstrom, Risikomanagement, Gesamtbanksteuerung, Liquiditätsmanagement, statistische Modelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Messung des kurzfristigen, sogenannten dispositiven Liquiditätsrisikos in Banken mittels quantitativer statistischer Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk, LiqV), die theoretische Abgrenzung von Liquiditätsrisiken sowie die mathematische Modellierung mittels VaR und Extremwertstatistik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Liquidity at Risk (LaR) Konzept vorzustellen und zu bewerten, um eine Lücke in der quantitativen Risikomessung im Vergleich zu anderen Risikokategorien zu schließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse statistischer Modelle (VaR-Ansatz und POT-Methode) durchgeführt, um deren Eignung für das Liquiditätsrisikocontrolling zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Systematisierung des Risikos erörtert, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der Berechnungsmethoden des LaR sowie deren kritischer Würdigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liquidity at Risk, Liquiditätsrisiko, VaR-Ansatz, POT-Methode, Extremwerttheorie und Bankenaufsicht.

Warum wird in der Arbeit zwischen VaR und POT-Methode unterschieden?

Die Arbeit hebt hervor, dass die klassische Normalverteilungsannahme des VaR für Liquiditätsrisiken oft zu optimistisch ist, weshalb die POT-Methode zur Analyse von Extremwerten (Fat Tails) als präzisere Alternative betrachtet wird.

Welche Bedeutung haben "autonome Zahlungsströme" für die Berechnung?

Autonome Zahlungsströme bilden die Datengrundlage, da sie vom Treasury nicht direkt beeinflusst werden können und somit das tatsächliche Liquiditätsrisiko der Bank maßgeblich bestimmen.

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Details

Title
Liquidity at Risk - Eine Methodik zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos in Banken
College
Graduate School of Business and Economics Lahr
Course
Hausarbeit im Rahmen des M.A. Banking & Finance
Grade
1,7
Author
Sören Schramm (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V140503
ISBN (eBook)
9783640507351
ISBN (Book)
9783640507511
Language
German
Tags
Risikocontrolling Liquiditätsrisiko Liquidity at Risk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sören Schramm (Author), 2009, Liquidity at Risk - Eine Methodik zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos in Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140503
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