Am Beispiel der neuen CRM-Cloudlösung des Unternehmens Salesforce wird überprüft, welche Trends erfolgreich im B2B-Bereich eingesetzt wurden, um die Differenzierungskompetenzen der Dienstleistungsunternehmen weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kundendialog- und Interaktion.
Hierfür werden zunächst die Grundbegriffe definiert und erläutert. Das darauffolgende Kapitel erläutert alle bekannten Trends der betrieblichen Anwendungssysteme. Anhand eines Praxisbeispiels wird im nächsten Kapitel erklärt, welche Trends der betrüblichen Anwendungssysteme im B2B Bereich bei einem Dienstleistungsunternehmen bereits umgesetzt wurden. Der Fokus liegt dabei auf den Ersteinsatz eines CRM-Systems, welches die Abteilungen Marketing, Vertrieb und Service zusammen verbindet. Die Arbeit endet mit einem Fazit und einer kritischen Würdigung.
Spätestens die im Jahr 2020 aufkommende Corona-Pandemie macht die Digitalisierung in vielen Firmen notwendig. Denn insbesondere zu Zeiten der Lockdowns war der Dialog mit Kunden nur noch online möglich. Daraus resultiert bis heute in ein enormer Bedarf an Neuentwicklung von Differenzierungskompetenzen am Digitalmarkt. Cloud-Lösungen gewinnen aufgrund deren vereinfachten Nutzung und Installation an Bedeutung.
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand sowie Trends betrieblicher Anwendungssysteme darzustellen. Dabei wird diskutiert, ob die starke Entwicklung branchenspezifischer Strukturen zur Überwindung der „Softwarekrise“ beiträgt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Grundlagen betrieblicher Anwendungssysteme
- 2.1 Definition
- 2.2 Softwarekrise
- 3 Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme
- 3.1 Monolithische Anwendungssysteme
- 3.2 Client-Server-Architektur, SOA und EΑΙ
- 3.3 Cloud Computing
- 3.4 Microservicearchitekturen
- 4 Praxisbeispiel: Implementierung eines CRM-Systems
- 4.1 Warum Customer-Relationship-Management
- 4.2 Voraussetzungen und Anforderungen
- 4.3 Begründung der Wahl und Implementierung
- 5 Zusammenfassung und kritische Würdigung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Stand und die Trends betrieblicher Anwendungssysteme zu analysieren und darzustellen. Darüber hinaus wird untersucht, inwieweit die Entwicklung branchenspezifischer Strukturen zur Überwindung der „Softwarekrise“ beiträgt, und dies am Beispiel der Implementierung einer CRM-Cloudlösung von Salesforce in einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen überprüft.
- Analyse aktueller betrieblicher Anwendungssysteme und ihrer Entwicklung.
- Diskussion der „Softwarekrise“ und mögliche Lösungsansätze durch branchenspezifische Strukturen.
- Vorstellung von Architekturtrends wie Client-Server, SOA, EAI, Cloud Computing und Microservices.
- Praxisbeispiel der Implementierung eines Customer-Relationship-Management (CRM)-Systems.
- Fokus auf Kundendialog, Interaktion und Differenzierungskompetenzen im B2B-Bereich.
Auszug aus dem Buch
3.2 Client-Server-Architektur, SOA und EAI
Die Client-Server-Architektur beschreibt ein Architekturprinzip, bei dem einer oder mehrere zentrale Rechner (oder Server) mehreren Clients zur Verfügung stehen. Dabei werden Programme auf den Clients installiert, die bestimmte Dienste bei den Rechnern erfragen und darauf eine Antwort erhalten (siehe: Abbildung 4, S. 7). Ein Client-Rechner ist auch alleinstehend arbeitsfähig. Der Leitgedanke von Client-Server-Architekturen besteht unter anderem darin, einerseits mehrfach verwendbare Dienste zu identifizieren, andererseits diese im Netz mit Hilfe von Application Programming Interfaces (API) für die User zur Verfügung zu stellen.13
Serviceorientierte Architektur (SOA) ist ein Architekturmuster, mithilfe dessen man eine Anwendungslandschaft baut. Diese Landschaft besteht aus einzelnen Bausteinen, die jeweils für eine Aufgabe zuständig sind. Die Komponenten sind lose miteinander gekoppelt. Der Primäraustausch erfolgt darin, dass sie sich gegenseitig ihre Funktionalitäten in Form von Services anbieten. 15 Der Einsatz von SOA ermöglicht die Wiederverwendung von Applikationen innerhalb eines Unternehmens. Dies spart Zeit und gleichzeitig Geld, da die ansonsten teure Implementierung nur einmalig gemacht werden muss und der Administrativaufwand für die Anwendungslandschaft sehr gering ist. Oft deckt eine Landschaft mehrere Kernanwendungen ab und stellt diese den Clients im gesamten Unternehmen zur Verfügung. Ohne SOA würde an dieser Stelle eine einzelne Applikation stehen, die auf jedem Client extra installiert werden soll. (siehe: Abbildung 5, S. 8).16 Integrierte ERP-Systeme wie SAP basieren auf SOA-Architekturen.17
Enterprise Application Integration (EAI) hat Ähnlichkeiten mit SOA insofern, dass EAI auch Applikationen auf Enterprise-Niveau zur Verfügung stellt. Der Unterschied liegt darin, dass die einzelnen Services nicht lose gekoppelt sind, sondern deren Abhängigkeiten zueinander aufgenommen und implementiert werden. So kann man z.B. mithilfe einer bereits etablierten EAI einen Artikel aus einer Datenbank einmalig löschen und danach erwarten, dass die damit verbundene Internetseite diesen Artikel nicht mehr anzeigt.19
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Stellt die Notwendigkeit der Digitalisierung durch die Corona-Pandemie dar und formuliert das Ziel der Arbeit, den aktuellen Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme zu analysieren sowie deren Rolle bei der Überwindung der „Softwarekrise“ zu diskutieren, exemplarisch am CRM-System von Salesforce.
Kapitel 2: Grundlagen betrieblicher Anwendungssysteme: Definiert betriebliche Anwendungssysteme und erklärt deren Zusammenhang mit der „Softwarekrise“ unter Verwendung von Modellen wie der Informationspyramide und dem ARIS-Haus.
Kapitel 3: Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme: Beschreibt verschiedene Architekturtrends moderner Anwendungssysteme, darunter monolithische Systeme, Client-Server-Architektur, SOA, EAI, Cloud Computing und Microservicearchitekturen.
Kapitel 4: Praxisbeispiel: Implementierung eines CRM-Systems: Erläutert die notwendigen Schritte zur Implementierung eines CRM-Systems in einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen und begründet die Wahl der Salesforce Sales Cloud.
Kapitel 5: Zusammenfassung und kritische Würdigung: Fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen, betont die Rolle der Standardsoftware bei der Bewältigung der Softwarekrise und kritisiert die Informationslage des Praxisbeispiels aufgrund extern erbrachter Leistung.
Schlüsselwörter
Betriebliche Anwendungssysteme, Softwarekrise, Digitalisierung, Cloud Computing, Microservices, Client-Server-Architektur, SOA (Serviceorientierte Architektur), EAI (Enterprise Application Integration), CRM-Systeme, Salesforce, Kundendialog, Prozessmanagement, Informationssysteme, ARIS-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Stand und den Trends betrieblicher Anwendungssysteme sowie der Frage, wie branchenspezifische Strukturen zur Überwindung der „Softwarekrise“ beitragen können, illustriert durch ein Praxisbeispiel eines CRM-Systems.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Digitalisierung, die Softwarekrise, verschiedene Architekturen betrieblicher Anwendungssysteme (z.B. Cloud Computing, Microservices) und die Implementierung von CRM-Systemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Stand und die Trends betrieblicher Anwendungssysteme darzustellen und zu diskutieren, ob die Entwicklung branchenspezifischer Strukturen zur Überwindung der „Softwarekrise“ beiträgt, insbesondere durch die erfolgreiche Anwendung von Trends im B2B-Bereich zur Weiterentwicklung der Differenzierungskompetenzen von Dienstleistungsunternehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturanalyse zur Definition von Grundbegriffen und Darstellung von Trends sowie eine Fallstudie (Praxisbeispiel) zur Überprüfung der Umsetzung von Trends in der Realität.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen betrieblicher Anwendungssysteme, den Stand und die Trends in diesem Bereich (wie monolithische Systeme, Client-Server-Architektur, Cloud Computing, Microservices) und ein Praxisbeispiel zur Implementierung eines CRM-Systems.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Betriebliche Anwendungssysteme, Softwarekrise, Digitalisierung, Cloud Computing, Microservices, Client-Server-Architektur, SOA, EAI, CRM-Systeme, Salesforce, Kundendialog, Prozessmanagement, Informationssysteme, ARIS-Modell.
Wie trägt die Entwicklung branchenspezifischer Strukturen zur Überwindung der Softwarekrise bei?
Die Arbeit diskutiert, dass die Einführung professioneller Softwareentwicklung und die Etablierung von Standardsoftware wie ERP- oder CRM-Systemen, die oft branchenspezifische Strukturen aufweisen, wichtige Schritte zur Bewältigung der Softwarekrise darstellen.
Warum wurde Salesforce Sales Cloud im Praxisbeispiel ausgewählt und welche Funktionen bietet es?
Salesforce Sales Cloud wurde aufgrund seiner Marktführerschaft in Deutschland und der damit verbundenen Erfahrung vieler Vertriebsmitarbeitender gewählt. Es bietet Funktionen wie Kontaktmanagement, Opportunity-Management, Lead-Management und Marketingautomatisierung zur Optimierung von Vertriebsprozessen.
Welche Rolle spielen Cloud-Lösungen bei der Digitalisierung von Unternehmen?
Cloud-Lösungen gewinnen durch ihre vereinfachte Nutzung und Installation an Bedeutung und tragen wesentlich zur Digitalisierung bei, indem sie Unternehmen ermöglichen, Differenzierungskompetenzen am Digitalmarkt zu entwickeln und online mit Kunden zu interagieren.
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- Anonym (Author), 2022, Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1405091