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Von der systemischen Familientherapie zur systemischen Organisationsberatung

Konzeptübernahme oder Weg zur eigenständigen Theorie?

Titre: Von der systemischen Familientherapie zur systemischen Organisationsberatung

Thèse de Master , 2009 , 101 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stefanie Hagen (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Die Masterarbeit mit dem Thema und der Fragestellung „Von der systemischen Familien-therapie zur systemischen Organisationsberatung – Konzeptübernahme oder Weg zur eigenständigen Theorie?“ betrachtet und vergleicht die Entwicklung der systemischen Organisationsberatung vor dem Hintergrund der systemischen Familientherapie.
Sowohl die systemische Familientherapie als auch die systemische Organisationsberatung erhalten, als ein Ansatz aus der Psychotherapie und als ein Organisationsberatungsansatz, in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit und Popularität.
Anders als lineare Beratungsansätze fußen beide Ansätze auf der Grundlage der (sozio-logischen) Systemtheorie. Diese sollen in dieser Arbeit untersucht und analysiert werden. Organisationberater stoßen in diesem Zusammenhang auf immer größere Komplexität und Veränderungsdynamiken, an denen klassische Konzepte scheitern und sich daher immer mehr „systemische Beratungskonzepte“ implementieren.
Die Entwicklung der systemischen Organisationsberatung weist viele Parallelen zur systemischen Familientherapie auf. Diese Gleichheiten sollen betrachtet und beschrieben werden. Ebenso soll der Frage nachgegangen werden in wieweit die Konzepte und in An-sätzen auch die Methodik der Familientherapie übertragbar oder überhaupt auf organisatorische Kontexte anwendbar sind. Kann in diesem Zusammenhang von einer Therapie der Organisation gesprochen werden oder entsteht und kristallisiert sich zu-nehmend eine eigene Theorie und Profession der systemischen Organisationsberatung heraus? Die Systemtheorie im luhmannschen Sinne bietet hierfür eine Analysegrundlage bzw. ein Theoriegerüst, die es ermöglicht das System Familie und das System Organisation zu betrachten und zu vergleichen.
Der systemische Beratungsansatz als solcher existiert jedoch nicht. Vielmehr resultierte dieser aus einer Vielfalt theoretischer und praktisch unterschiedlicher Konzepte und ist daher nicht wenig kritisiert, da der Systembegriff häufig unpräzise genutzt wird. Die Arbeit soll sich jedoch primär mit dessen Theorie und nur in Ansätzen mit der Praxis der systemischen Organisationberatung auseinandersetzen und befassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund – Herkunft des systemischen Weltbildes

2.1 Grundlagen systemischen Denkens

2.2 Theorie sozialer Systeme

2.3 Der Systembegriff

2.3.1 Autopoiesis

2.3.2 System-Umwelt-Differenz

2.3.3 Operationale Geschlossenheit

2.3.4 Reflexivität, Beobachtung erster und zweiter Ordnung

2.3.5 Kommunikation

3. Systemische (Familien)Therapie

3.1 Definition und grundlegende Merkmale

3.2 Familie als System

3.3 Probleme aus systemischer Sicht

4. Systemische Organisationsberatung

4.1 System Organisation

4.2 Klientensystem

4.3 Beratersystem

4.4 Beratungssystem

4.5 Prozess und Beratung

5. Systemische Intervention

5.1 Instrumente der Verstörung und Anregung (Hilfe zur Selbsthilfe)

5.2 Intervention und Systemtheorie

6. Kritischer Vergleich: Systemische (Familien)Therapie und Organisationsberatung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das theoretische Selbstverständnis sowie die methodischen Ansätze der systemischen Familientherapie im Vergleich zur systemischen Organisationsberatung. Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit Konzepte der Familientherapie auf organisationale Kontexte übertragbar sind oder ob die systemische Organisationsberatung eine eigenständige Theorie und Profession entwickelt hat.

  • Grundlagen des systemischen Denkens und der soziologischen Systemtheorie (Niklas Luhmann).
  • Kernkonzepte: Autopoiesis, System-Umwelt-Differenz, Kommunikation und Beobachtung zweiter Ordnung.
  • Strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Familiensystemen und Organisationssystemen.
  • Rolle des Beraters, Interventionsmöglichkeiten und der Prozesscharakter der Beratung.

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Operationale Geschlossenheit

Aus den Thesen der Autopoiesis und der System-Umwelt-Differenz ergibt sich, dass alle autopoietischen Systeme operational geschlossen sind. D. h., jedes System reproduziert sich aus der eigenen Operationsweise und bezieht sich ausschließlich auf sich selbst. Dadurch, dass Systeme ihre eigenen Komponenten erzeugen, konstituieren sie auch einen Rand, der wiederum die innere Dynamik der Selbstherstellung ermöglicht.

„Freilich benötigt jedes System für die Fortführung seiner Existenz eine spezifische Umwelt. Aber nicht die Umwelt oder irgendwelche Ursachen in derselben sorgen dafür, dass ein System seine Form hält, sondern das jeweilige System selbst“ (WIMMER 1992a, 94).

Das führt dann zu operationaler Geschlossenheit – der interne Prozess und die Grenze bedingen sich gegenseitig (System-Umwelt-Differenz). Die Autopoiesis wird durch Entscheidungen fortgesetzt, die nur im System getroffen werden können. Diese Entscheidungen können als Operationen verstanden werden, die die Differenz von System und Umwelt bestimmten und den Prozess der Selbstreferenz verdeutlichen (vgl. LUHMANN 2000, 65). Der Selbsterhaltungsprozess eines sozialen Systems kommt immer auf sich selbst zurück und ist ohne die Umwelt möglich (vgl. BARTHELMESS 2005, 33). In der soziologischen Systemtheorie werden selbstreferenzielle Systeme als geschlossene Systeme, die informationsdicht und strukturdeterminiert sind, betrachtet (vgl. GAIRING 2002, 142). Das wesentliche Kriterium autopoietischer Systeme ist damit, deren operationale Geschlossenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung nach der Übertragbarkeit systemischer Konzepte von der Familientherapie auf die Organisationsberatung.

2. Theoretischer Hintergrund – Herkunft des systemischen Weltbildes: Darstellung der historischen und theoretischen Wurzeln des systemischen Denkens und der soziologischen Systemtheorie.

3. Systemische (Familien)Therapie: Definition der Merkmale der Familientherapie und Einordnung des Systems Familie.

4. Systemische Organisationsberatung: Untersuchung der Entstehung und der spezifischen Anforderungen an die systemische Beratung in Organisationen.

5. Systemische Intervention: Analyse der Interventionsmöglichkeiten und der Bedeutung systemtheoretischer Überlegungen für das beraterische Handeln.

6. Kritischer Vergleich: Systemische (Familien)Therapie und Organisationsberatung: Gegenüberstellung der beiden Beratungsfelder hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und methodischen Überschneidungen.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse zur Theorie-Praxis-Verknüpfung und Eigenständigkeit der Organisationsberatung.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Autopoiesis, Kommunikation, System-Umwelt-Differenz, Systemische Beratung, Familientherapie, Organisationsberatung, Intervention, Beobachtung zweiter Ordnung, Soziale Systeme, Reflexivität, Strukturelle Kopplung, Selbstreferenz, Komplexität, Operative Geschlossenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen systemischer Familientherapie und systemischer Organisationsberatung sowie deren theoretische Fundierung durch die soziologische Systemtheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das systemische Denken, die Theorie sozialer Systeme (insb. nach Luhmann), der Vergleich von Familiensystemen und Organisationssystemen sowie Methoden systemischer Intervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Von der systemischen Familientherapie zur systemischen Organisationsberatung – Konzeptübernahme oder Weg zur eigenständigen Theorie?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Literaturanalyse und dem kritischen Vergleich systemtheoretischer Konzepte und deren Anwendung in der Beratungspraxis basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des systemischen Weltbildes, eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Konzepten der Familientherapie und Organisationsberatung sowie einen kritischen Vergleich beider Disziplinen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemtheorie, Autopoiesis, Kommunikation, System-Umwelt-Differenz, Systemische Beratung, Familientherapie, Organisationsberatung und Intervention sind prägend für die Arbeit.

Warum wird Kommunikation als kleinste Einheit betrachtet?

Nach der soziologischen Systemtheorie (Luhmann) besteht ein soziales System nicht aus Individuen, sondern ausschließlich aus Kommunikation, da nur Kommunikation an Kommunikation anschließen kann.

Wie unterscheiden sich Familientherapie und Organisationsberatung bei der Interventionslogik?

Während Familientherapie oft stark auf die Interaktion von Personen fokussiert, muss Organisationsberatung aufgrund der höheren Komplexität und Unüberschaubarkeit oft indirektere, prozessorientierte Wege gehen, um Irritationen zu setzen.

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Résumé des informations

Titre
Von der systemischen Familientherapie zur systemischen Organisationsberatung
Sous-titre
Konzeptübernahme oder Weg zur eigenständigen Theorie?
Université
Ruhr-University of Bochum  (Sozialpsychologie und Sozialanthropologie)
Note
1,7
Auteur
Stefanie Hagen (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
101
N° de catalogue
V140608
ISBN (ebook)
9783640498048
ISBN (Livre)
9783640498277
Langue
allemand
mots-clé
Familientherapie Organisationsberatung Konzeptübernahme Theorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefanie Hagen (Auteur), 2009, Von der systemischen Familientherapie zur systemischen Organisationsberatung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140608
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