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MTV-Stilelemente in den Filmen von Tony Scott

Title: MTV-Stilelemente in den Filmen von Tony Scott

Term Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dustin Schmidt (Author)

Film Science
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„Video killed the Radiostar. Pictures came and broke your heart“ (The Bugles, 1981). Als dieser Song 1981 zum ersten Mal mit einem dazu passenden Video über den neugegründeten Sender MTV ausgestrahlt wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Ausmaße das sogenannte „Musikfernsehen“ einmal auf die moderne Kultur haben würde. Mittlerweile ist es eines der erfolgreichsten Fernsehformate weltweit und erreicht nach eigenen Angaben 508 Millionen Haushalte in 179 Ländern.
Dabei beschränkt sich „Music Television“, oder kurz MTV heute nicht mehr auf das ursprüngliche Konzept ausschließlich Videoclips zu präsentieren, sondern besteht zu einem Großteil aus diversen Lifestyle- und Unterhaltungsformaten. Seit den 90ern setzt der Sender auf Authentizität und Jugendlichkeit, dies wird nicht nur in den Inhalten, sondern auch in der Machart von Clips und Sendungen deutlich. Dieser sogenannte „MTV-Style“ prägt durch die große Popularität des Senders sowohl das Medienkonsumverhalten der Rezipienten, als auch die Medienlandschaft allgemein.
Er zeichnet sich besonders durch Geschwindigkeit in der Montage und Improvisation beziehungsweise Spontanität aus (Relinger S.8 f).
Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie die besonderen Stilelemente von MTV auch im Hollywoodkino zum Einsatz kommen. Dabei konzentriert sie sich auf den Regisseur Tony Scott und seine Filme seit „Top Gun“ (1986). Durch Beispiel aus dem Film „Man on Fire“ (2004), werden die verschiedenen Videoclip-Elemente in Scotts Werken herausgearbeitet. Zum Vergleich werden einzelne Stilelemente anhand einiger Clipbeispiele verdeutlicht, die besondere Machart der heutigen Musikfernsehformate vorgestellt und diese dann mit dem postklassischen Hollywoodkino und besonders den Werken Scotts verglichen. Dabei wird auch auf die besondere Funktion der Eigenwerbung, besonders im Falle der Videoclips und des postklassischen Hollywoodkinos, eingegangen und unter diesem Aspekt Scotts Motivation, einen eigenen Stil zu kreieren, genauer erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ästhetik

2.1 Videoclikästhetik

2.2 Ästhetik von Hollywoodfilm und Musikfernsehfomaten

3. Die Blockbusterästhetik des postklassischen Hollywood

4. Die Stilelemente des Tony Scott

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Musikvideo-Ästhetik auf das moderne Hollywoodkino, mit einem besonderen Fokus auf die Regiearbeit von Tony Scott. Dabei wird analysiert, wie stiltypische Merkmale des Musikfernsehens, wie hohe Schnittfrequenzen und spezielle visuelle Effekte, in Spielfilme integriert werden und welche Rolle diese als werbewirksame Elemente spielen.

  • Ästhetische Merkmale und Produktionsweisen von Musikvideos
  • Entwicklung und Merkmale des postklassischen Hollywoodkinos
  • Analyse der spezifischen Stilelemente in den Filmen von Tony Scott
  • Vergleich zwischen MTV-Sendeformaten und filmischer Inszenierung
  • Die Funktion der Eigenwerbung im Kontext von Musikclips und Spielfilmen

Auszug aus dem Buch

Die Stilelemente des Tony Scott

Neben diesen vor allem wirtschaftlich orientierten Gemeinsamkeiten, zeigt sich seit den 80ern auch in der technischen Machart von Kinofilmen eine Annäherung an das Medium Videoclip. Dass sich Filmemacher daran orientieren, was das Fernsehen zeigt, liegt vor allem daran, dass Fernsehen anders als Kinofilme zum Alltag der meisten Menschen gehört. Dadurch entstehen bei ihnen bestimmte Sehgewohnheiten, die immer wieder dem Wandel des Fernsehprogramms unterliegen. „Dieser Wandel ist nicht nur durch eine Vielzahl Bildmanipulationsmöglichkeiten bestimmt, er hat auch unseren Glauben an das bewegte Bild zerstört […] Waren Bildverfremdungen oder Bilddigitalisierungen vor zehn Jahren im Fernsehprogramm noch undenkbar, so gehören sie mittlerweile zum täglichen, visuellen Einheitsbrei, der uns über alle Kanäle anflimmert. Die vom Künstler unternommenen Anstrengungen und Experimente […] sind von kommerziellen Anwendern und insbesondere der Clip-Industrie aufgegriffen und weitgehend ins Gegenteil verkehrt worden.“ (Vgl. Hausheer / Schönholzer, S. 43).

Wenn man den Zuschauern im Kino also ein Seherlebnis bieten will, dass sie aus dem heimischen Wohnzimmer kennen, liegt es nahe sich am Fernsehprogramm zu orientieren. Da sich viele dieser Programme durch den Stil von MTV inspirieren lassen und auch MTV selbst durch seine enorme Verbreitung das Medienkonsumverhalten vieler Menschen prägt, nutzen Hollywoodregisseure wie Michael Bay, Jerry Bruckheimer und Tony Scott in ihren Filmen immer wieder stilistische Mittel des Musikfernsehens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung von MTV und die Entwicklung des „MTV-Style“ ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss dieser Ästhetik auf die Werke von Tony Scott zu untersuchen.

2. Ästhetik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Videoclipästhetik und untersucht, wie diese visuellen Konzepte auf das Hollywoodkino und Reality-TV-Formate übertragen werden.

2.1 Videoclikästhetik: Hier werden die Kernelemente von Musikvideos analysiert, wie hohe Schnittfrequenzen, Eyecatcher und die rhythmische Anpassung des Bildes an den Ton.

2.2 Ästhetik von Hollywoodfilm und Musikfernsehfomaten: Dieses Kapitel beleuchtet den Übergang von Regisseuren aus der Musikvideobranche zum Kino und die Ähnlichkeiten in der Machart von Musiksendungen und Spielfilmen.

3. Die Blockbusterästhetik des postklassischen Hollywood: Die Analyse konzentriert sich auf die kommerzielle Ausrichtung des modernen Blockbusterkinos und dessen Tendenz, narrative Tiefe zugunsten von Spezialeffekten und Marketing zu opfern.

4. Die Stilelemente des Tony Scott: Dieses Kapitel arbeitet die spezifischen filmischen Techniken von Tony Scott heraus, insbesondere den Einsatz von schnellen Schnitten, improvisiert wirkender Kameraführung und gezielten Farbeffekten.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Scott erfolgreich verschiedene Medien-Stile vereint und trotz der Kritik an seiner kommerziellen Ausrichtung anspruchsvolle Erzählungen mit innovativer Ästhetik verbindet.

Schlüsselwörter

MTV-Style, Musikvideo, Hollywoodkino, Videoclipästhetik, Tony Scott, Postklassisches Hollywood, Montage, Schnittfrequenz, Musikfernsehen, Reality-TV, Bildmanipulation, Werbewirksamkeit, Man on Fire, Filmstile, Medienkonsum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Transfer von ästhetischen Mitteln aus dem Musikfernsehen (MTV) in die Kinoproduktionen des postklassischen Hollywood, illustriert am Beispiel des Regisseurs Tony Scott.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Videoclipästhetik, die Kommerzialisierung und Blockbuster-Ästhetik des modernen Kinos sowie die spezifischen Inszenierungstechniken im modernen Musikfernsehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musikclip-Elemente in Scotts Spielfilmen wie „Man on Fire“ genutzt werden, um Intensität und Authentizität zu erzeugen und wie diese Stilistik den modernen Film beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, die theoretische Definitionen (u.a. von Hausheer, Schönholzer, Blanchet) mit der praktischen Filmanalyse konkreter Werke kombiniert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ästhetischen Gemeinsamkeiten zwischen Musikclips und Spielfilmen, die Struktur der Blockbuster-Industrie und die detaillierte Anwendung von Kamera- und Montagetechniken durch Tony Scott.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie MTV-Style, Schnittrhythmus, visuelle Attraktionen, Filmästhetik und transmediale Einflüsse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Kameraarbeit in Scotts „Man on Fire“ von traditionellen Filmstandards?

Scott nutzt unkonventionelle, wackelige Kameraführung und extreme Schnittgeschwindigkeiten, um bewusst einen „amateurhaften“ oder dokumentarischen Look zu erzeugen, der den Zuschauer direkt in das Geschehen hineinzieht.

Warum spielt die Eigenwerbung eine wichtige Rolle im Kontext der Arbeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass der moderne Blockbuster und der Musikclip zunehmend als Werbemedien für Produkte oder Merchandising fungieren, wodurch die visuelle Form oft wichtiger wird als die erzählerische Logik.

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Details

Title
MTV-Stilelemente in den Filmen von Tony Scott
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Dustin Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V140638
ISBN (eBook)
9783640488001
ISBN (Book)
9783640488179
Language
German
Tags
Tony Scott Musikvideo Videoclip Top Gun Man on Fire Filmanalyse MTV Postklassisches Hollywood Blockbuster Werbung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dustin Schmidt (Author), 2009, MTV-Stilelemente in den Filmen von Tony Scott, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140638
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