Weiterbildungsangebote sind im Rahmen der Personalentwicklung und -bindung ein wichtiger Baustein und nehmen im Zusammenhang des wachsenden Fachkräftemangels immer mehr an Bedeutung für Unternehmen zu. Diese Angebote müssen, aufgrund steigender Qualitätsanforderungen und zunehmender knapper Finanzmittel, Strukturen und Prozesse von Personalentwicklungsmaßnahmen stetig hinterfragt und optimiert werden. Die Konkurrenz von Weiterbildungsangeboten externer Anbieter, wie z.B. durch Konkurrenzunternehmen oder Weiterbildungseinrichtungen, wird immer größer. Weiterbildungsverantwortliche Personen sind in der Regel aus dem Fachgebiet und müssen ihre didaktischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse „on the job“ erwerben. Geschulte Weiterbildungsverantwortliche sind aufgrund der transdisziplinären Anforderungen nur sehr schwer zu finden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit wichtigen Determinanten für die Generierung eines gelungenen Weiterbildungsangebots in Bezug auf Personalentwicklung und -bindung des Managements. Die zentrale Fragestellung lautet hierzu: Welche betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen müssen aus Managementperspektive berücksichtigt werden, wenn ein Weiterbildungskonzept zur Steigerung der Personalentwicklung und Bindung von Mitarbeitern an das Unternehmen etabliert werden soll? Es stellt sich zudem die Frage, wie Weiterbildungsbedarf ermittelt wird, und sich arbeitsgesetzlichen Vorgaben auf das Weiterbildungsangebot auswirken können.
Inhaltsverzeichnis
- Herleitung der Thematik
- Einleitung
- Personalbildung als Aufgabe der Personalentwicklung
- Ziele der Personalentwicklung
- Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung
- Weiterbildungsmanagement nach dem St. Galler Management-Modell
- Strategische Bedarfsanalyse und Positionierung
- Bestimmung der Ausgangslage und Weiterbildungsbedarfsermittlung
- SWOT-Analyse
- Bedarfsanalyse mit dem Fokus der Mitarbeiterbedürfnisse
- Markt- und Konkurrenzanalyse
- Positionierung der Weiterbildungsorganisation
- Konzeption des Weiterbildungsangebotes
- Auswahlkriterien der Teilnehmenden
- Kompetenzentwicklung und Kompetenzmodell
- Potenzialanalyse
- Marketing in der Weiterbildung
- Finanzierung von Weiterbildungsangeboten
- Programmplanung
- Arbeitsrechtliche Vorgaben betrieblicher Weiterbildung
- Qualitätsmanagement in der Weiterbildung
- Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen
- Weiterbildungscontrolling
- Teilnehmerbewertungen und Selbstevaluation
- Kennzahlen
- Benchmarking
- QM-Ansätze bei Weiterbildungsangeboten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Generierung eines Weiterbildungsangebots aus Managementperspektive. Die Arbeit untersucht, welche Determinanten für die erfolgreiche Entwicklung und Implementierung eines solchen Angebots relevant sind.
- Strategische Bedarfsanalyse und Positionierung
- Konzeption und Gestaltung des Weiterbildungsangebotes
- Qualitätsmanagement und Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen
- Marketing und Finanzierung von Weiterbildungsangeboten
- Arbeitsrechtliche Vorgaben bei betrieblicher Weiterbildung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Herleitung der Thematik und einer Einordnung der Personalbildung in den Kontext der Personalentwicklung. Im zweiten Kapitel erfolgt eine strategische Bedarfsanalyse und Positionierung des Weiterbildungsangebotes. Hierbei werden die Ausgangslage des Unternehmens, die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die Wettbewerbslandschaft betrachtet. Kapitel 3 befasst sich mit der Konzeption des Weiterbildungsangebotes. Es werden Auswahlkriterien für die Teilnehmenden, Marketing- und Finanzierungsaspekte sowie die Programmplanung behandelt. Das vierte Kapitel widmet sich dem Qualitätsmanagement in der Weiterbildung, wobei Evaluation, Controlling und QM-Ansätze im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Personalentwicklung, Weiterbildungsmanagement, strategischer Bedarfsanalyse, Konzeption von Weiterbildungsangeboten, Qualitätsmanagement und Evaluation. Weitere wichtige Begriffe sind SWOT-Analyse, Potenzialanalyse, Marketing in der Weiterbildung, Finanzierung, Programmplanung, QM-Ansätze und Benchmarking.
Häufig gestellte Fragen
Wie ermittelt man den Weiterbildungsbedarf in Unternehmen?
Der Bedarf wird durch strategische Analysen (z.B. SWOT-Analyse), Mitarbeitergespräche und Kompetenzmodelle ermittelt, um Qualifikationslücken gezielt zu schließen.
Welche Rolle spielt das Qualitätsmanagement in der Weiterbildung?
QM-Systeme sichern durch Evaluation und Controlling, dass die Maßnahmen effizient sind und tatsächlich zur Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter beitragen.
Was sind die Ziele der strategischen Personalentwicklung?
Zentrale Ziele sind die Bindung von Fachkräften, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die Vorbereitung der Mitarbeiter auf zukünftige Anforderungen des Marktes.
Gibt es arbeitsrechtliche Vorgaben für betriebliche Weiterbildung?
Ja, arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen regeln unter anderem die Freistellung, Kostenübernahme und die Verwertbarkeit der erworbenen Qualifikationen im Arbeitsverhältnis.
Was ist das St. Galler Management-Modell im Kontext der Bildung?
Es dient als ganzheitlicher Rahmen, um Weiterbildung nicht als isolierte Maßnahme, sondern als Teil der gesamten Organisationsentwicklung und Unternehmensstrategie zu verstehen.
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- Daniel Olscha (Author), 2022, Effektive Gestaltung von Weiterbildungsangeboten. Eine ganzheitliche Betrachtung aus Managementperspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406404