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Netzwerkmanagement, Möglichkeiten und Anforderungen für die psycho-soziale Versorgung

Title: Netzwerkmanagement, Möglichkeiten und Anforderungen für die psycho-soziale Versorgung

Term Paper , 2009 , 27 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Jörg Rummelspacher (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Der Begriff «Vernetzung» wird im Bereich sozialer Arbeit heute fast inflationär verwendet. Er wird sehr unterschiedlich definiert: Einerseits als professionelle Strategie zur Qualitätssteigerung der Arbeit, andererseits –etwas abfällig- als ein gemeinsames Kaffeetrinken unter Fachleuten.
Was verbirgt sich hinter den Begriffen Netz, Netzwerk, Vernetzung,
Netzwerkmanagement, etc.? Anliegen dieser Arbeit ist es, die babylonische Begriffsvielfalt zu strukturieren und wissenschaftlich zu definieren. Hierbei werden die
Begriffe Netz, Netzwerk und Vernetzung, etc. synonym verwandt. Auch dem Case- Management als Methodik der direkt klientenbezogenen Sozialarbeit kommt eine sinnverwandte Bedeutung zu.
In ihren Anfängen waren Vernetzungen –insbesondere mit den Kostenträgern- stark auf die Leistungsmessung fokussiert. Im Zuge einer stärkeren Sozialraumorientierung und gesetzlicher Veränderungen in den letzten Jahren haben sich zunehmend neue Fragen aufgetan. Durch das Fallmanagement der Kostenträger steigt der Bedarf an interdisziplinärer und ressortübergreifender Kooperation mit wechselseitigem
Wissenstransfer. Gegenseitiges Misstrauen und Konkurrenzdenken ist hierbei leider noch Alltag und muss zukünftig durch vertrauensvolle Zusammenschlüsse kompensiert
werden.
Dennoch haben sich in den letzten Jahren in Teilbereichen interessante Zusammenarbeitsformen entwickelt.
Eine These ist, dass deren kontinuierliche Weiterentwicklung einen Zugewinn für die Nutzer und ihren Sozialraum bezüglich einer spezifischen Angebotsstruktur bedeuten.
Ferner wäre ein Beitrag zur sozialen Stadtentwicklung, wenn die Leistungsorientierung zu Gunsten einer stärkeren Wirkungsorientierung im Sozialraum vermindert würde.
Außerdem müssen die Anbieter von sozialen Leistungen stärker animiert werden, vernetzt zu arbeiten, was sich m. E. bezüglich einer adäquaten Angebotspluralität positiv auswirken würde.
Die Arbeit wird der Frage nachgehen, mit welchen Instrumenten die genannten Ziele erreicht werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Methodisches Vorgehen

2. Netzwerk und Netzwerkmanagement

2.1. Definitionen

2.1.1. Netzwerke

2.1.2. tertiäre Netzwerke

2.1.3. Netzwerkmanagement

2.2. Bedeutung für das Sozialmanagement

2.3. Vorteile für den Kostenträger

2.4. Vorteile für den Leistungserbringer

2.5. Vorteile für den Nutzer

2.6. Zusammenfassung

3. Beispiel eines Trägers im gemeindepsychiatrischen Verbund

3.1. Selbstverständnis und Angebotsspektrum des Trägers

3.1.1. Eigene Vernetzungsambitionen

3.2. Ist-Zustand der Vernetzung im Verbund/GPV

3.3. Optimierungs- und Ausbaupotentiale des Netzwerkmanagements

3.4. Zusammenfassung

4. Schlussbetrachtung/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Strukturierung und wissenschaftliche Definition der vielfältigen Begrifflichkeiten rund um Vernetzung im sozialen Bereich. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein professionelles Netzwerkmanagement als wirkungsvolles Instrument den Wandel hin zu klientenzentrierten Angeboten unterstützen kann und welchen Beitrag diese Zusammenarbeit zur sozialen Stadtentwicklung leistet.

  • Strukturierung der Begriffsvielfalt (Netz, Netzwerk, Vernetzung, Netzwerkmanagement)
  • Analyse der Vorteile von Netzwerkstrukturen für Kostenträger, Leistungserbringer und Nutzer
  • Untersuchung von Praxisbeispielen eines gemeindepsychiatrischen Verbundes
  • Diskussion von Optimierungspotenzialen und Steuerungsformen im Nonprofit-Sektor

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Netzwerke

Umgangssprachlich ist der Begriff Netz aus der Fischerei oder als Fanginstrument der Spinne am bekanntesten. Genuin aus dem Altdeutschen bzw. Lateinischen ist es ein wichtiges Werkzeug und beschert seinem Besitzer meist eine reichhaltige Ausbeute. In der Regel geflochten, besteht es aus Knoten und Fäden und bedeckt oft mehrere Quadratmeter.

Übertragen auf den sozialen Bereich sind soziale Netzwerke Beziehungsgeflechte, die Menschen mit anderen Menschen und Institutionen mit anderen Institutionen verbinden. Die Knoten bilden die Akteure, die Bänder stehen für deren Verbindungen untereinander. Beschreibungskategorien sind Umfang und Dichte, Ziele und Funktionen der Akteure im Netzkontext sowie die Qualität (Beschaffenheit) der Verbindungen untereinander. Oft lässt schon die Dichte des sozialen Netzes einen ersten Schluss auf die Beziehungen der Beteiligten untereinander zu. Soziale Netze unterstützen uns vielfältig: sie geben Informationen, sie bieten emotionalen Rückhalt, sie fördern den Gemeinsinn, schaffen Identität und Solidarität, bringen neue Lösungen und Ressourcen hervor.

Vernetzen heißt: „Knotenpunkte“ miteinander verbinden und das Netz stärken. Schubert definiert Vernetzung folgendermaßen: Mit dem Begriff Vernetzung wird die aktive Verbindung der Knoten eines Netzwerks über Beziehungen umschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die begriffliche Komplexität der Vernetzung im sozialen Bereich ein und definiert die methodische Zielsetzung der Arbeit.

2. Netzwerk und Netzwerkmanagement: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, differenziert zwischen verschiedenen Netzwerkarten und beschreibt die Bedeutung und Instrumente des professionellen Netzwerkmanagements.

3. Beispiel eines Trägers im gemeindepsychiatrischen Verbund: Hier wird der theoretische Rahmen anhand des Praxisbeispiels des Gemeindepsychiatrischen Verbundes in Berlin-Lichtenberg sowie eines Vergleichsbeispiels konkretisiert.

4. Schlussbetrachtung/Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer zunehmenden Netzwerkbildung zusammen und plädiert für die konsequente Umsetzung dieser Ansätze in der sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Netzwerkmanagement, Soziale Arbeit, Gemeinwesenarbeit, Sozialraumorientierung, Klientenzentrierung, Gemeindepsychiatrischer Verbund, Nonprofit-Sektor, Vernetzung, Case Management, Leistungserbringer, Kostenträger, Qualitätsmanagement, Sozialmanagement, Kooperation, Organisationsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die Bedeutung und praktische Anwendung von Netzwerkmanagement im Bereich der sozialen Arbeit, insbesondere um eine strukturierte Herangehensweise an die vielschichtigen Anforderungen der Vernetzung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition sozialer Netzwerke, die Vorteile von Netzwerkstrukturen für verschiedene Akteure sowie die Analyse der Prozesse innerhalb gemeindepsychiatrischer Verbünde.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist die wissenschaftliche Strukturierung der Begriffe rund um "Vernetzung" und die Darlegung, wie diese als Instrument zur Qualitätssteigerung und klientenzentrierten Versorgungsgestaltung genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen zur Netzwerkarbeit in gemeindepsychiatrischen Versorgungsstrukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Netzwerken und deren Management sowie eine praktische Untersuchung anhand des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Lichtenberg.

Welche Schlagworte kennzeichnen die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sozialmanagement, Netzwerkarchitektur, Zielorientierung und gemeindepsychiatrische Versorgungsplanung geprägt.

Welche Rolle spielt das Case Management im Kontext der Netzwerkarbeit?

Case Management wird als eine Methode der klientenzentrierten Sozialarbeit betrachtet, die eng mit den Zielsetzungen und Steuerungsinstrumenten des Netzwerkmanagements verknüpft ist.

Warum ist die Konkurrenz unter Leistungsträgern in Netzwerken problematisch?

Die Arbeit führt aus, dass Konkurrenzdenken ("Koopkurrenz") und Misstrauen den Vertrauensaufbau behindern und die effiziente, gemeinsame Versorgungsgestaltung in einem Netzwerk gefährden können.

Welchen Stellenwert nimmt die "wohnortnahe Versorgung" ein?

Sie gilt als zentrales Prinzip des SGB XII und wird durch Netzwerkstrukturen unterstützt, da diese eine bedarfsgerechte und integrierte Angebotsstruktur im direkten Lebensumfeld der Klienten fördern.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der Zukunft der Vernetzung?

Das Fazit betont die Unabdingbarkeit einer professionellen Vernetzung und fordert die Abkehr von antiquiertem Territorialdenken zugunsten einer kooperativen, qualitätsorientierten Sozialwirtschaft.

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Details

Title
Netzwerkmanagement, Möglichkeiten und Anforderungen für die psycho-soziale Versorgung
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
Organisation und Management
Grade
sehr gut
Author
Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Jörg Rummelspacher (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V140657
ISBN (eBook)
9783640488339
ISBN (Book)
9783640488490
Language
German
Tags
Netzwerkmanagement Möglichkeiten Anforderungen Versorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge Jörg Rummelspacher (Author), 2009, Netzwerkmanagement, Möglichkeiten und Anforderungen für die psycho-soziale Versorgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140657
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