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Das Museum als Medium. Multimediaeinsatz in Museen

Neue Wege und Aufgaben der Museumspädagogik im Dialog mit den Besuchern

Title: Das Museum als Medium. Multimediaeinsatz in Museen

Thesis (M.A.) , 2007 , 108 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marta Cornelia Broll (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Museen sind Orte, die heute neben den klassischen Funktionen des Sammelns, Bewahrens, Erforschens, die zentrale Aufgabe der Bildung besitzen. Wenn vom
Bildungsauftrag der Museen die Rede ist, wird die Vorbemerkung nötig, dass Bildung begrifflich außerordentlich eng mit Lernen verbunden ist; es gibt keine Bildung, ohne dass gelernt wird. Und Lernen ist – ein wenig anders als "Bildung" – sehr stark mit
negativen Assoziationen, Vorurteilen und emotionsgeladenen Bewertungen besetzt.

Deshalb vorweg noch eine Prämisse: Lernen ist nicht das Gleiche wie Arbeit, aber auch nicht das Gleiche wie Spaß. Lernen wird oft mit Arbeit assoziiert, weil schulische Erfahrungen mit Lernen oft bedrückende, anstrengende, aber auch entfremdete Elemente aufweisen. Lernen muss jedoch nicht zwangsläufig in diesem Sinne verstanden werden: Lernen kann Freude machen, lebendig sein, phantasievoll und kreativ eigene Interessen verwirklichen. Aber wiederum ist Lernen auch etwas anderes als Freude, Spaß, Erlebnis oder Unterhaltung. Lernen setzt eine zielgerichtete
Auseinandersetzung mit einem Gegenstand voraus; und Lernen steht in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung menschlicher Identität. Lernen ist etwas, was in der Person und mit der Person geschieht und das während und durch eine Interaktion erfolgt.

Vor diesem Hintergrund wird untersucht, was das Museum als einen Ort der Vermittlung ausmacht, denn das Museum der Gegenwart ist nicht mehr nur
Ausstellungsort, sondern vor allem auch Lernort. Schon für Alfred Lichtwark, der ab 1886 die Hamburger Kunsthalle leitete, hatte das Museum einen öffentlichen Bildungsauftrag wahrzunehmen und deshalb entschieden kunstpädagogisch vorzugehen.

Mit seinem berühmt gewordenen Satz: „Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das thätig in die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift.", war nicht nur der pädagogische, sondern auch der künstlerische Aspekt gemeint: die Mitwirkung am zeitgenössischen Bild von
Kunstgeschichte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Museum als Medium

2.1. Begriff und Geschichte – Entwicklung des Museums

2.2. Das Phänomen Musealisierung – Die Musealisierung der Gegenwart

2.3. Museum und Repräsentation

2.3.1. Faktoren der Repräsentation

2.3.1.1. Das Objekt

2.3.1.2. Die Kontextualisierung

2.3.1.3. Die kommunikativen Strategien

2.3.1.4. Der Rezipient und die Rezipientenaktivität

2.4. Die Konstruktion von Bedeutung

2.5. Das Museum als Ort der Vermittlung - "Lernort Museum"

2.5.1. Museumspädagogik – Versuch einer Verortung

2.5.2. Von der Museumspädagogik zur Museumsdidaktik

2.5.3. Museumsdidaktik

2.6. Das Museum als kommunikativer Ort mit Freizeitqualitäten

2.6.1. Das Museum in Konkurrenz mit anderen Medienformen

2.7. Zusammenfassung: Das Museum als Medium

III. Multimedia – Neue Medien – Hypermedien

3.1. Das Museum entdeckt Multimedia

3.2. Neue Medien und das Museum

3.3. Hypermedien

3.4. Traumgebilde: Universalmedium

3.4.1. Eine Maschine, der nichts unmöglich

3.4.2. Echt oder Unecht? – Das tatsächliche Bild

3.4.3. Die Perspektive des Rezipienten im hypermedialen Raum

3.5. Zusammenfassung: Multimedia – Neue Medien – Hypermedien

IV. Multimedia in Museen

4.1. Medien im Museum und Museumskommunikation

4.2. Der gegenwärtige Einsatz der Multimedia-Technologien im Museum

4.2.1. Das Haus der Geschichte der BRD als Fallbeispiel

4.2.1.1. Einsatz audiovisueller Medien im Haus der Geschichte

4.2.1.2. Medienkonzeption der Dauerausstellung

4.2.1.3. Erfahrungen und Ausblick

4.2.2. Hamburger Kunsthalle – Galerie der Gegenwart als Fallbeispiel

4.2.2.1. Das Medienkonzept

4.2.2.2. Medienziele

4.2.3. Resümee aus der Besucherforschung

4.3. Bildungspark oder Erlebnisstätte – Versuch einer Bilanz

4.4. Museum und Multimedia – Entwicklungstendenzen

4.4.1. Mobile Computing im Museum

4.4.2. Die CD-ROM

4.4.3. Museum und Internet

4.4.3.1. Das Projekt LEMO: Lebendiges virtuelles Museum Online

4.4.4. Vernetzung von Museen

4.5. Zusammenfassung: Multimedia im Museum

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Museums als modernes Medium und Lernort unter dem Einfluss neuer Informationstechnologien. Im Zentrum steht die Frage, wie multimediale Anwendungen in die museumspädagogische Praxis integriert werden können, um den Vermittlungsauftrag in einer durch rasanten Wandel geprägten Informationsgesellschaft zu erfüllen, ohne dabei das authentische Erleben des Originals zu untergraben.

  • Die Transformation des Museums vom reinen Ausstellungsort zum aktiven Lernort.
  • Die Analyse der kommunikativen Situation im Museum und der Rolle des Rezipienten.
  • Der Einfluss von Multimedia, Hypermedien und Internet auf die Museumskommunikation.
  • Fallbeispiele für den Medieneinsatz (Haus der Geschichte, Hamburger Kunsthalle).
  • Die Reflexion über Spannungsfelder wie "Bildung vs. Unterhaltung" (Edutainment) und die "Aura des Originals".

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1. Das Objekt

„Die Historizität von musealen Objekten verbietet den Schluß, daß Anschaulichkeit auch ›Bedeutung‹ erschließt.“ (WESCHENFELDER; ZACHARIAS 1992)

Von vornherein stimmt die Annahme, dass es ohne Objekt kein Museum gibt nicht ausschließlich, soll jedoch für die folgende Betrachtung als Hypothese gelten. Wie die Auseinandersetzung um das Phänomen Musealisierung gezeigt hat, kann schlicht alles zum Museumsobjekt werden. Im Folgenden soll als "Objekt" ein herkömmliches und klassisches, wie in seiner Größe eingeschränktes, materielles Museumsobjekt verstanden werden, um eine theoretisch fundierte Erörterung zu ermöglichen, wie beispielsweise ein Bild, eine Skulptur, ein ausgestopfter Säbelzahntiger oder eine Vase, eine Maschine. Eine Klassifizierung von Museumsobjekten findet meist in der museumstheoretischen Literatur statt, um die Genese der Bedeutung bzw. des Bedeutungswandels differenzierter charakterisieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz moderner Informationstechniken für Museen ein und betont den Wandel vom reinen Thesaurierungsort zum aktiven Lernort.

II. Das Museum als Medium: Dieses Kapitel analysiert die Geschichte und Entwicklung des Museums, das Phänomen der Musealisierung sowie die komplexen Faktoren der Bedeutungskonstruktion und Vermittlung.

III. Multimedia – Neue Medien – Hypermedien: Hier werden die theoretischen Grundlagen neuer Medien, deren Möglichkeiten der Vernetzung, Integration und Interaktivität sowie die spezifische Rolle des Computers als Metamedium erörtert.

IV. Multimedia in Museen: Dieses Hauptkapitel untersucht anhand konkreter Fallbeispiele (Haus der Geschichte, Hamburger Kunsthalle) den praktischen Medieneinsatz und diskutiert Tendenzen wie Mobile Computing und Internetnutzung.

V. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass multimediale Anwendungen kein Ersatz für die museale Arbeit sind, sondern als integraler Bestandteil bei professioneller Integration neue, individualisierte Zugänge zu Objekten ermöglichen.

Schlüsselwörter

Museumspädagogik, Museumsdidaktik, Multimedia, Neue Medien, Hypermedien, Musealisierung, Museumskommunikation, Wissensvermittlung, Rezipient, Besucherforschung, Ausstellungsdidaktik, Digitale Medien, Lernort Museum, Authentizität, Edutainment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Museum als Medium und Lernort im Zeitalter der Informationsgesellschaft und untersucht, wie moderne Medientechnologien die klassische Museumsarbeit ergänzen oder transformieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Museumspädagogik, die Medientheorie, die Besucherforschung sowie die praktische Anwendung von Multimedia und Internet in Museen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, wie Museen den Spagat zwischen ihrem traditionellen Bildungsauftrag und den neuen, interaktiven Vermittlungsmöglichkeiten schaffen können, um den Erwartungen moderner Besucher gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nähert sich dem Thema deduktiv und stützt sich auf eine interdisziplinäre Auswertung von Fachliteratur aus den Bereichen Pädagogik, Kunstgeschichte, Museologie sowie Medien- und Informationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen des Museums als kommunikatives Medium, definiert Begriffe wie Museumspädagogik und -didaktik und analysiert anschließend den Einsatz multimedialer Anwendungen anhand von Fallbeispielen und technologischen Trends.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Museumspädagogik, Multimediale Anwendungen, Wissensvermittlung, Besucherorientierung, Musealisierung und die Rolle des Rezipienten.

Welche Rolle spielt die "Besucherorientierung" im Kontext von Multimedia?

Besucherorientierung bedeutet laut Arbeit, die Bedürfnisse der Zielgruppen in den Mittelpunkt zu stellen. Multimediale Systeme werden hierbei als Werkzeuge verstanden, die es dem Besucher ermöglichen, sich Inhalte individuell und nach eigenem Interesse zu erschließen.

Warum wird das Haus der Geschichte der BRD als Fallbeispiel angeführt?

Es dient als Fallbeispiel für eine besonders erfolgreiche und zielgruppenorientierte Umsetzung eines multimedialen Konzeptes in einem historischen Kontext, wobei 98 Medienstationen eine anschauliche Wissensvermittlung ermöglichen.

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Details

Title
Das Museum als Medium. Multimediaeinsatz in Museen
Subtitle
Neue Wege und Aufgaben der Museumspädagogik im Dialog mit den Besuchern
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Marta Cornelia Broll (Author)
Publication Year
2007
Pages
108
Catalog Number
V140661
ISBN (eBook)
9783640498109
ISBN (Book)
9783640498345
Language
German
Tags
Museum Medium Multimedia Museen Neue Wege Aufgaben Museumspädagogik Dialog Besuchern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marta Cornelia Broll (Author), 2007, Das Museum als Medium. Multimediaeinsatz in Museen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140661
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