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Die Auswirkungen von negativen, demoralisierenden Social-Media-Inhalten auf das eigene seelische Wohlbefinden

Title: Die Auswirkungen von negativen, demoralisierenden Social-Media-Inhalten auf das eigene seelische Wohlbefinden

Project Report , 2023 , 47 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Media Psychology
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Summary Excerpt Details

Betrachtet man das letzte Jahrzehnt im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, stellt sich schnell ein spezifisches Themengebiet als wegweisend heraus: Social Media. Die sozialen Medien sind in kürzester Zeit zu einem integralen Bestandteil der modernen Gesellschaft geworden und revolutionierten die Art der menschlichen Kommunikation und Informationsbeschaffung. Neben den vielen positiven Einflüssen und Möglichkeiten globaler Interaktionen haben soziale Netzwerke wie Instagram und TikTok auch neue Herausforderungen in Bezug auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Nutzer:innen mit sich gebracht.

Die hier vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit den Auswirkungen demoralisierender Social-Media-Inhalte auf die eigene psychische Gesundheit und das Wohlbefinden und untersucht die verschiedenen Möglichkeiten, wie sie Einstellungen, Emotionen und Verhalten im digitalen Zeitalter beeinflussen können. Ziel dabei ist es, festzustellen, ob der wiederholte Konsum von entsprechend negativen Kurzvideos, wie sie auf Instagram zu finden sind, einen verstärkenden Effekt auf das Empfinden depressiver Symptome hat. Dafür wird ein Experiment in Form einer Online-Befragung durchgeführt, welches vorerst jedoch theoretisch aufbereitet werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Anlagenverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Eine Beschreibung des depressiven Störungsbildes
    • 2.1 Klassifikation und Symptomatik
    • 2.2 Prävalenz und Verlauf
    • 2.3 Begriffliche Differenzierung: Emotion, Stimmung, Affekt, Depression
  • 3 Soziale Medien: Ihr Einfluss auf die Psyche
    • 3.1 Theoretische Zusammenhänge und empirische Befunde
    • 3.2 Mediennutzung im Kontext von Depression: Wahrnehmung und Rezeption
  • 4 Theoretische Zusammenfassung
  • 5 Ein Experiment zur Untersuchung der Forschungsfrage
    • 5.1 Operationalisierung und Spezifikation
      • 5.1.1 Generierung und Grobklassifizierung potenzieller Messindikatoren
      • 5.1.2 Spezifikation des Messmodells
      • 5.1.3 Konstruktion der Messvorschrift
    • 5.2 Experimentelles Design
      • 5.2.1 Beschreibung und Auswahl der Stichprobe
      • 5.2.2 Störvariablen und ihre Kontrolle
      • 5.2.3 Versuchsplan
    • 5.3 Das Messinstrument: Beck-Depressions-Inventar-II
    • 5.4 Methodische Zusammenfassung
  • 6 Auswertung der Ergebnisse
    • 6.1 Datenaufbereitung
    • 6.2 Deskriptive Statistik
    • 6.3 Hypothesentest
  • 7 Diskussion
  • 8 Fazit
  • Anlagen
  • Literaturverzeichnis
  • Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende experimentalpsychologische Arbeit untersucht den Einfluss von negativen und demoralisierenden Social-Media-Inhalten auf das seelische Wohlbefinden. Das primäre Ziel ist es, mithilfe eines Experiments festzustellen, ob der wiederholte Konsum solcher Kurzvideos einen verstärkenden Effekt auf das Empfinden depressiver Symptome hat.

  • Analyse des depressiven Störungsbildes, inklusive Klassifikation, Symptomatik und Prävalenz.
  • Beleuchtung der theoretischen Zusammenhänge und empirischen Befunde zum Einfluss von Social Media auf die Psyche.
  • Entwicklung und Durchführung eines Experiments zur Untersuchung der Forschungsfrage, einschließlich Operationalisierung und Messmodell.
  • Einsatz des Beck-Depressions-Inventar-II (BDI-II) zur Erfassung depressiver Symptome.
  • Untersuchung der Wahrnehmung und Rezeption von Medieninhalten im Kontext von Depressionen.
  • Diskussion von Störvariablen und deren Kontrolle in Online-Befragungen.

Auszug aus dem Buch

Mediennutzung im Kontext von Depression: Wahrnehmung und Rezeption

Einer dieser unkontrollierbaren Störfaktoren, die ein reliables Ergebnis erschweren, ist die Wahr- nehmung von Medieninhalten bei Menschen, die bereits unter Symptomen einer Depression lei- den sowie die Motive, welche dazu beitragen, dass spezifische Inhalte in gewissen Situationen präferiert werden. Depressionen können nämlich eine selektive Wahrnehmung von negativen Merkmalen herbeiführen, welche auf die Gesamtwahrnehmung einwirken22. Die besondere Prob- lematik hinter einer depressiven Episode liegt in der Verarbeitung der negativen Gedanken, die abhängig von der Schwere der Störung in einem scheinbar unendlichen Grübeln münden kann. Dabei etabliert sich auf der Grundlage starker Emotionen eine Spirale der Negativität, die nur mit größter kognitiver Anstrengung unterbrochen werden kann. Die Fixierung auf die eigene Person und den ursächlichen Faktor, der zur Auslösung der depressiven Episode geführt hat, unterbindet eine rationale und objektive Sichtweise auf die Gesamtproblematik.

Das Erleben depressiver Gedanken stellt sich oftmals plötzlich und automatisch ein, sodass auch der Versuch, diesen Gedankenfluss zu unterdrücken, scheitert und zu einer Kette von negativen Assoziationen führt. In einem Experiment von Wenzlaff (1993), bei dem Testpersonen mit einer Depression negative und positive durcheinandergeworfene Sätze entziffern sollten, wurde her- ausgestellt, dass die Proband:innen die deprimierenden Sätze deutlich einfacher verstanden haben als die Sätze mit optimistischem Inhalt. Wenzlaff zufolge müssen sich depressive Personen näm- lich darum bemühen, ihre Aufmerksamkeit gezielt auf etwas Optimistisches zu lenken.23

Doch genau an dieser Herausforderung scheitern viele depressiv verstimmte Social-Media-Nut- zer:innen, da das Erleben negativer Inhalte auch durch die Programmierung der App-Algorithmen oftmals unausweichlich ist. Die Präferenzen und Gewohnheiten werden in Echtzeit analysiert und ausgewertet, wodurch Konsument:innen ein individuelles Angebot an Inhalten vorgeschlagen be- kommen, das ihrem aktuellen Suchverhalten entspricht. Aufgrund der depressionsbedingten, ver- zerrten Wahrnehmung werden selbst grundsätzlich neutrale Inhalte als negativ aufgefasst24. Sind die Betroffenen zusätzlich über einen längeren Zeitraum im sozialen Netzwerk unterwegs, adjus- tiert der Algorithmus die Medienauswahl und wechselt von neutralen Inhalten auf entmutigende, traurige Inhalte. Depressive Menschen wenden sich nämlich eher der Aufnahme und Verarbei- tung von stimmungskongruenten Informationen zu und geben damit ein entsprechendes Konsum- verhalten an die Programmierungssoftware weiter25. Es gibt außerdem Hinweise dafür, dass sich die Aufmerksamkeit bei Depressionen generell stärker auf die eigene Person richtet und mit den als negativ wahrgenommenen Umweltreizen in Verbindung gebracht wird26. In einer Studie von Swann und Kolleg:innen (1992) konnte nachgewiesen werden, dass die leicht depressiven Ver- suchsteilnehmer:innen kongruent-negative Informationen über die eigene Person bevorzugten und inkongruent-positive Informationen eher ignorierten, um dadurch ein vermeintlich ehrliche- res Bild über sich selbst sowie Informationen zur Überwindung ihrer Depression zu erhalten.27

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Bedeutung von Social Media ein, beleuchtet deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss negativer Inhalte auf depressive Symptome vor.

Kapitel 2 Eine Beschreibung des depressiven Störungsbildes: Hier werden Depressionen definiert, ihre Klassifikation und Symptomatik erläutert, die Prävalenz und der Verlauf der Störung behandelt sowie Emotionen, Stimmungen, Affekte und Depression begrifflich differenziert.

Kapitel 3 Soziale Medien: Ihr Einfluss auf die Psyche: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Zusammenhängen und empirischen Befunden zum Einfluss von Social Media auf die Psyche, insbesondere der Wahrnehmung und Rezeption medialer Inhalte im Kontext von Depression.

Kapitel 4 Theoretische Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die bisherigen theoretischen Erkenntnisse zu Depressionen und dem Einfluss von negativen Social-Media-Inhalten auf das seelische Wohlbefinden zusammen.

Kapitel 5 Ein Experiment zur Untersuchung der Forschungsfrage: In diesem Abschnitt wird die methodische Planung des Experiments vorgestellt, einschließlich der Operationalisierung des Konstrukts "Empfinden depressiver Symptome", des experimentellen Designs und der Auswahl des Messinstruments (BDI-II).

Kapitel 6 Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel behandelt die Datenaufbereitung, die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die Durchführung und die Ergebnisse des Hypothesentests.

Kapitel 7 Diskussion: Die Diskussion analysiert die Ergebnisse des Experiments kritisch, erörtert mögliche Limitationen der Studie bezüglich der Reliabilität und reflektiert die Implikationen für weitere Forschung.

Kapitel 8 Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die gesamte Arbeit, bewertet den wissenschaftlichen Beitrag und schlägt Anreize für zukünftige Forschungsarbeiten unter verbesserten Bedingungen vor.

Schlüsselwörter

Depression, Social Media, psychische Gesundheit, experimentelle Psychologie, Beck-Depressions-Inventar (BDI-II), psychische Störungen, Online-Befragung, Algorithmus, negative Inhalte, seelisches Wohlbefinden, Stimmung, Affekt, Medienrezeption, Symptomatik, Forschungsdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern der wiederholte Konsum von negativen und demoralisierenden Social-Media-Inhalten das Empfinden depressiver Symptome beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind depressive Störungsbilder, der Einfluss von Social Media auf die psychische Gesundheit, experimentalpsychologische Forschungsmethoden und die Messung depressiver Symptome.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, durch ein Experiment zu klären, ob der wiederholte Konsum von negativen Kurzvideos in sozialen Medien einen verstärkenden Effekt auf depressive Symptome hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet ein experimentalpsychologisches Design, genauer gesagt einen einfachen experimentellen Zweigruppenversuchsplan mit randomisierter Gruppenbildung, ergänzt durch eine Online-Befragung und statistische Analyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Beschreibung des depressiven Störungsbildes, den theoretischen Einfluss sozialer Medien auf die Psyche, die methodische Planung des Experiments inklusive Operationalisierung und Messinstrument (BDI-II) sowie die Auswertung der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Depression, Social Media, psychische Gesundheit, BDI-II, Algorithmus, negative Inhalte und experimentelle Psychologie charakterisiert.

Welche Rolle spielt das "Beck-Depressions-Inventar-II" in der Studie?

Das "Beck-Depressions-Inventar-II" (BDI-II) dient als zentrales Selbstbeurteilungsinstrument zur akkuraten Erfassung des Schweregrads depressiver Symptome bei den Testpersonen.

Wie wirken sich Social-Media-Algorithmen auf depressive Nutzer aus?

Social-Media-Algorithmen können bei depressiv verstimmten Nutzern durch Echtzeitanalyse der Präferenzen und Gewohnheiten dazu führen, dass ihnen stimmungskongruente, oft entmutigende oder traurige Inhalte vorgeschlagen werden, was die negative Wahrnehmung verstärken kann.

Was war das zentrale Ergebnis des Hypothesentests?

Der Hypothesentest ergab, dass kein signifikanter Unterschied in den BDI-II-Ergebnissen zwischen der Kontroll- und Versuchsgruppe festzustellen war, was bedeutet, dass die wiederholte Aufnahme entmutigender Social-Media-Inhalte keinen verstärkenden Einfluss auf das Empfinden depressiver Symptome hatte.

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Details

Title
Die Auswirkungen von negativen, demoralisierenden Social-Media-Inhalten auf das eigene seelische Wohlbefinden
College
SRH - Mobile University  (Psychologie)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
47
Catalog Number
V1406726
ISBN (PDF)
9783346958167
ISBN (Book)
9783346958174
Language
German
Tags
Psychologie Sozialpsychologie Experiment Studie Social Media Instagram TikTok Depression Soziale Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Die Auswirkungen von negativen, demoralisierenden Social-Media-Inhalten auf das eigene seelische Wohlbefinden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406726
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