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A. Goldmans „A Causal Theory of Knowing“

Eine Antwort auf das Gettierproblem zwischen JTB account und Externalismus

Título: A. Goldmans „A Causal Theory of Knowing“

Trabajo de Seminario , 2006 , 15 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Mathias Haller (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Alvin I. Goldmans 1967 erschienener Aufsatz "A causal theory of knowing" nimmt im erkenntnistheoretischen Diskurs des 20. Jahrhunderts eine Schwellenposition ein. Einerseits ist er eine Antwort auf die von Edmund Gettiers Artikel "Is justified true belief knowledge?" geforderte Verbesserung der traditionellen Analyse des Wissensbegriffs. Andererseits kann man die in Goldmans Ansatz enthaltene Kausalverbindung als eine Grundlage des epistemischen Externalismus ansehen. Die vorliegende Arbeit soll den Versuch darstellen, Goldmans Kausaltheorie in den Zusammenhang zwischen der traditionellen Analyse von Wissen und einer externalistischen Analyse, wie sie David M. Armstrongs Text The thermometer-model of knowledge vertritt, zu stellen. Dabei werde ich im ersten Teil die traditionelle Analyse des Wissensbegriffs erläutern. Im Anschluss daran werde ich die Konsequenzen, die aus Gettiers Kritik an der traditionellen Analyse entstanden, diskutieren, um so die Ausgangslage von Goldmans Aufsatz zu bestimmen. Im Folgenden werde ich die zentralen Aussagen von Goldmans Kausaltheorie darstellen. Dabei soll der Fokus auf die Frage gerichtet sein, welche Wahrheitsbedingungen Goldmans Analyse für den Satz „S weiss, dass p“ bestimmt, und inwiefern diese mit denjenigen der traditionellen Analyse kontrastieren. Im letzten Teil dieser Arbeit, soll Goldmans Kausaltheorie in Bezug auf die epistemische Rechtfertigung der traditionellen und der externalistischen Analyse gegenübergestellt werden.
Dabei soll gezeigt werden, dass Goldmans Theorie in Bezug auf die epistemische Rechtfertigung eine Schwellenposition zwischen traditioneller und externalistischer Analyse darstellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die traditionelle Analyse des Wissensbegriffs

3. Das "Gettierproblem" und seine Konsequenzen

4. Goldmans Forderung nach einer Kausalverbindung

4.1. nicht-inferentielles Wissen

4.2. inferentielles Wissen

5. Die Externalistische Grundidee: Eine Verbindung zwischen S’s Meinung und der Welt

6. Epistemische Rechtfertigung

7. Schluss

8. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Alvin I. Goldmans Kausaltheorie des Wissens im Kontext des erkenntnistheoretischen Diskurses des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, Goldmans Ansatz als Schwellenposition zwischen der traditionellen Analyse des Wissensbegriffs und externalistischen Ansätzen, wie sie etwa David M. Armstrong vertritt, zu verorten und dessen Stärken sowie Schwächen kritisch zu hinterfragen.

  • Die traditionelle Analyse des Wissensbegriffs (JTB-Account) und ihre Grenzen.
  • Das Gettierproblem und die Notwendigkeit einer Kausalverbindung.
  • Die Unterscheidung zwischen nicht-inferentiellem und inferentiellem Wissen bei Goldman.
  • Der Vergleich von internalistischen und externalistischen Komponenten in der Wissensanalyse.
  • Das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit einer Weltbindung und der Forderung nach epistemischer Rechtfertigung.

Auszug aus dem Buch

4.2. inferentielles Wissen

Goldman nennt um zu veranschaulichen, was er unter „auf Schlüssen basierendem Wissen“ versteht, das folgende Beispiel: S sieht (zum Zeitpunkt t1), dass es in verschiedenen Teilen seiner Umgebung verfestigte Lava gibt. Auf der Grundlage dieser Meinung sowie einiger „Hintergrunds“-Meinungen schliesst S, dass vor langer Zeit ein Vulkan in der Nähe ausgebrochen ist. Weiterhin sei angenommen, dass dies ein gut bestätigter induktiver Schluss ist. Ein Schluss, der S adäquate Evidenz für die Meinung gibt, dass der Vulkan vor vielen Jahrhunderten (zum Zeitpunkt t0) ausgebrochen ist. Weiter soll angenommen werden, dass der Vulkan tatsächlich ausgebrochen und somit S’s Meinung wahr ist. In diesem Beispiel besteht eine ununterbrochene, kausale Verbindung zwischen dem tatsächlichen Vulkanausbruch und der Meinung von S, dass der Vulkan einst ausgebrochen ist. Die drei Bedingungen (i, ii und III) sind erfüllt und man würde intuitiv zustimmen, dass S in diesem Fall weiss, dass einst der Vulkan ausgebrochen ist.

Im eben genannten Beispiel wurden allerdings implizit zwei weitere notwendige Bedingungen für das Erlangen von inferentiellem Wissen erfüllt. Goldman weist auf die Notwendigkeit der ersten dieser beiden Zusatzbedingungen anhand eines weiteren Beispieles hin. Er zeigt in diesem Beispiel, dass es Fälle gibt, in denen die Meinung von S, dass p nur zufällig wahr ist. Solche „lucky guesses“ müssen von einer zufriedenstellenden Analyse von „S weiss, dass p“ als Wissen ausgeschlossen werden. So weiss S p nur dann, wenn S die wichtigsten Glieder der kausalen Kette zwischen der Tatsache, die p wahr macht und der Meinung von S, dass p korrekt rekonstruieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Goldmans Kausaltheorie des Wissens ein und positioniert sie als Antwort auf das Gettierproblem sowie als Schwellenposition zwischen internalistischen und externalistischen Analysen.

2. Die traditionelle Analyse des Wissensbegriffs: Das Kapitel erläutert die klassische JTB-Analyse (Justified True Belief), bei der Wissen als gerechtfertigte, wahre Meinung definiert wird.

3. Das "Gettierproblem" und seine Konsequenzen: Hier wird Edmund Gettiers Kritik am JTB-Account diskutiert, die aufzeigte, dass die traditionellen Bedingungen für Wissen nicht hinreichend sind, um Zufallstreffer auszuschließen.

4. Goldmans Forderung nach einer Kausalverbindung: Dieses Kapitel stellt Goldmans Erweiterung des Wissensbegriffs um eine notwendige Kausalverbindung zwischen dem Sachverhalt und der Meinung des Subjekts vor, differenziert in nicht-inferentielles und inferentielles Wissen.

5. Die Externalistische Grundidee: Eine Verbindung zwischen S’s Meinung und der Welt: Das Kapitel vergleicht Goldmans Kausaltheorie mit dem Externalismus und dem "Thermometer-Modell" von David M. Armstrong, um die Notwendigkeit gesetzmäßiger Verbindungen zur Welt zu verdeutlichen.

6. Epistemische Rechtfertigung: Hier wird analysiert, wie Goldman die Forderung nach epistemischer Rechtfertigung in seine Theorie integriert, wobei insbesondere die internalistischen Komponenten beim inferentiellen Wissen thematisiert werden.

7. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Goldmans Theorie eine Schwellenposition einnimmt, indem sie externe Kausalverbindungen mit internen Anforderungen an die Rekonstruktion von Schlüssen verbindet.

8. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen zur erkenntnistheoretischen Debatte.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Wissen, Goldman, Kausaltheorie, Gettierproblem, JTB-Account, Externalismus, Internalismus, epistemische Rechtfertigung, Wahrheitsbedingungen, inferentielles Wissen, nicht-inferentielles Wissen, Kausalverbindung, Wissensbegriff, Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kausaltheorie des Wissens von Alvin I. Goldman und ihre Rolle bei der Definition von Wissen im 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die traditionelle JTB-Analyse von Wissen, die Herausforderungen durch das Gettierproblem sowie der Gegensatz zwischen internalistischen und externalistischen Rechtfertigungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu zeigen, dass Goldmans Kausaltheorie eine Schwellenposition zwischen traditioneller, internalistischer Wissensanalyse und modernen externalistischen Ansätzen einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der begrifflichen Analyse und den kritischen Vergleich epistemischer Theorien anhand von Gegenbeispielen und logischen Konditionalsätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Goldmans Wahrheitsbedingungen für Wissen, die Unterscheidung zwischen inferentiellem und nicht-inferentiellem Wissen sowie der Vergleich zu Armstrongs "Thermometer-Modell" detailliert ausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kausalverbindung, Externalismus, Gettierproblem, epistemische Rechtfertigung und Wissensbegriff charakterisiert.

Warum ist das Gettierproblem für Goldmans Ansatz entscheidend?

Das Gettierproblem zeigt die analytische Lücke im traditionellen JTB-Account auf, woraufhin Goldman die Kausalverbindung als notwendiges Kriterium einführt, um zufällige Meinungen als Wissen auszuschließen.

Warum führt inferentielles Wissen bei Goldman zu einem Problem?

Da inferentielles Wissen nach Goldman eine "korrekte Rekonstruktion" und Rechtfertigung erfordert, entsteht eine internalistische Komponente, die in einen infiniten Regress des Begründens führen kann.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
A. Goldmans „A Causal Theory of Knowing“
Subtítulo
Eine Antwort auf das Gettierproblem zwischen JTB account und Externalismus
Universidad
University of Zurich  (Philosophisches Seminar)
Curso
Erkenntnistheorie
Calificación
sehr gut
Autor
Mathias Haller (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V140731
ISBN (Ebook)
9783640488407
ISBN (Libro)
9783640488568
Idioma
Alemán
Etiqueta
Epistemology Epistemologie JTB Justified true belief Goldman Gettier Problem Erkenntnistheorie Erkenntnis Externalismus Philosophie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mathias Haller (Autor), 2006, A. Goldmans „A Causal Theory of Knowing“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140731
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