Emanzipation als solche, wird oftmals als weiblich besetzt betrachtet, jedoch soll diese Arbeit eine Präpositionierung und so einen Perspektivwechsel ermöglichen.
Dies soll mittels der Experteninterviews gewährleistet werden, welche im Kontext der Diskriminierung im sozialen Bereich durchgeführt wurden. Darüber hinaus wird die Kohärenz zwischen Emanzipation und Diskriminierung aufgezeigt. Aus diesem Grund wird zunächst, auf die theoretische Fundierung eingegangen, mit welcher anschließend die Experteninterviews in den theoretischen Kontext gesetzt werden. Anschließend zu der Evaluation und Validierung in der Analyse geht es in das Fazit.
Inhaltsverzeichnis des E-Books
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1. Definitionen
2.1.1. Emanzipation
2.1.2. Sexismus
2.1.3. Diskriminierung
2.1.4. Die männliche Rolle
2.2. Hypothese
2.3. Interviewführung
2.3.1. Leitfaden-, und Experteninterviews
2.3.2. Leitfadenentwicklung
2.3.2. Experteninterviews
2.4. Methodik
2.4.1. Inhaltsanalyse nach Mayring
2.4.2. Qualitative und quantitative Analyse
2.4.3. Aufgaben der qualitativen Inhaltsanalyse
2.4.4. Güterkriterien
2.4.5. Befragungsmethodik
2.5. Grundlagen
2.5.1. Betrachtungsweise der Alltagssituation
2.5.2. Die Kritik
3. Analyse
3.1. Die Experteninterviews
3.1.1. Experte A
3.1.2. Experte B
3.1.3. Experte C
3.2. Der Literarische Blick
4. Fazit
4.1. Tendenzierung
4.2. Die sich abzeichnende Kausalität
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Emanzipation und Diskriminierung des männlichen Geschlechts im sozialen Bereich, insbesondere in der Elementarpädagogik. Das primäre Ziel ist es, den Generalverdacht und die damit verbundenen Herausforderungen für männliche Fachkräfte aufzuzeigen sowie die Kohärenz zwischen Emanzipation und Diskriminierung zu analysieren.
- Rolle des männlichen Geschlechts im sozialen Bereich
- Generalverdacht und Stigmatisierung von Männern in der Kita
- Qualitative Analyse von Experteninterviews mit Fachkräften und Gleichstellungsbeauftragten
- Einfluss von Rollenbildern auf die Berufswahl und -ausübung
- Gendersensible Berichterstattung und gesellschaftspolitische Implikationen
Auszug aus dem Buch
3.2. Der Literarische Blick
Es zeigt sich zunächst sehr deutlich, dass die Berichterstattung über „Männer in Kindertagesstätten“ seit 2010 deutlich zugenommen hat. Es ist demzufolge gelungen, das Thema „Männer in Kitas“ in der Presse zu verankern, und es gibt ein stetiges Interesse an der Situation männlicher Fachkräfte in der frühkindlichen Erziehung und Bildung. (Cremers et al., 2012, S. 255) Allerdings wird der Beruf von Jungen und Männern oftmals gar nicht wahrgenommen, weil sie sich aufgrund veralteter Rollenvorstellungen, die oftmals bei Eltern und in den Institutionen, die sie bis zur Berufswahl durchlaufen vorherrschen, vornehmlich für handwerkliche oder technische Berufe interessieren. (Cremers et al., 2012, S. 253) Projekte und Initiativen, mit denen männliche Fachkräfte für Kitas gewonnen werden sollen, müssen sich mit dem Generalverdacht und unseres Erachtens daher auch mit sexuellem Missbrauch selbst beschäftigen, um Best-Practice-Ansätze zum Umgang mit diesem Thema zu entwickeln. (Cremers et al., 2012, S. 266). Hieraus entstand ein kleiner Boom. Die Idee einer „Männerforschung“ als Parallele zur feministischen Frauenforschung begann sich zu verbreiten (Connell, 2014, S. 72)
Der Generalverdacht gegenüber Männern in Kitas bedeutet aber nichts anderes als ein unsachgemäßes (Vor-)Urteil. Männern wird dabei unterstellt, sie seien potenzielle Missbraucher von Kindern. So verwundert es auch nicht, dass der Generalverdacht bei (jungen) Männern in der Berufswahlorientierung, bei Studierenden in der Ausbildung und bei männlichen Fachkräften in der Praxis zu Verunsicherungen führen kann. (Cremers et al., 2012, S. 266) Die Männliche Figur als Identifikation, spielt hierbei eine große Rolle. Sie ist unteranderem von der Gesellschaft mitgeprägt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Untersuchung des männlichen Geschlechts im sozialen Bereich und legt den thematischen Fokus auf die Dynamik zwischen Emanzipation und Diskriminierung.
2. Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Sexismus und Diskriminierung und beleuchtet die Rolle des Mannes sowie methodische Aspekte der Interviewführung und -analyse.
3. Analyse: Die Analyse wertet Experteninterviews mit einer Kitaleitung, einer Gleichstellungsbeauftragten und einem männlichen Betroffenen aus und betrachtet zudem gesellschaftliche Repräsentationen durch einen literarischen Blick.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Hypothesen zum Teil und diskutiert die Konsequenzen des bestehenden Generalverdachts für die pädagogische Praxis und die Geschlechterrollen.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Männlichkeit, Emanzipation, Diskriminierung, Generalverdacht, Kindertagesstätte, Rollensystem, Sexismus, pädagogische Fachkräfte, Elementarpädagogik, Rollenbilder, Sozialisation, Gleichstellung, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Männern in der Sozialen Arbeit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Elementarpädagogik und den dort auftretenden Diskriminierungsformen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Generalverdacht gegenüber männlichen Erziehern, die Konstruktion von Geschlechterrollen, die gesellschaftliche Wahrnehmung dieses Berufsfeldes und die Herausforderungen bei der Emanzipation von Männern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach mehr Männern in sozialen Berufen und der gleichzeitigen Stigmatisierung dieser Gruppe durch Rollenbilder und Vorurteile aufzudecken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf Experteninterviews, um die Perspektiven verschiedener Akteure (Betroffene, Kitaleitung, Gleichstellungsbeauftragte) empirisch zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Herleitung und die praktische Analyse persönlicher Erfahrungsberichte aus der Fachpraxis sowie eine Auseinandersetzung mit der Fachliteratur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Emanzipation, Diskriminierung, Generalverdacht, Männliche Rolle, Elementarpädagogik und Rollensystem.
Welche Bedeutung hat der „Generalverdacht“ in dieser Arbeit?
Der Generalverdacht wird als Barriere identifiziert, die männliche Fachkräfte in ihrer Arbeit einschränkt und zu Schutzstrategien zwingt, weil ihnen pauschal potenzielle Übergriffigkeit unterstellt wird.
Welches Fazit zieht der Verfasser zur Rolle der Politik?
Die Politik wird als wichtiger Akteur gesehen, der zwar die Notwendigkeit männlicher Fachkräfte erkannt hat und Projekte fördert, jedoch gleichzeitig weiter an der Auflösung konservativer gesellschaftlicher Rollenbilder arbeiten muss.
- Arbeit zitieren
- Tobias Schlößer (Autor:in), 2022, Emanzipation und Diskriminierung des männlichen Geschlechts in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407758