Die folgende Hausarbeit wird mit dem Thema Donatello(?), Niccolò da Uzzano, Florenz, Museo Nazionale del Bargello beschäftigt und wird die Frage beantworten, ob die Büste der Werkstatt von Donatello oder einem anderen Künstler zugeschrieben werden soll.
Georges Didi-Huberman hat die Büste von Niccolò da Uzzano und die Büsten aus der Kaiserzeit und zeitgenössischer Büsten verglichen. Die antike Büste zeigt ähnliches Gewand mit der Büste von Niccolò da Uzzano, die Büsten von Zeitgenossen nehmen Bezug auf die Frage des Realismus. Er bemerkt einige Besonderheiten bei der Büste von Niccolò da Uzzano: dramatische Verdrehung des Kopfes und dass die Büste von Uzzano aus polychromer Terrakotta gefertigt wurde, nicht aus dem Marmor.
Diese Verdrehung bemerken auch die Autoren Artur Rosenauer und Ursula Schlegel in seinen Publikationen zum gleichen Thema.
Die Büste war nicht datiert, deswegen entstand das Problem mit der Datierung der Büste und Autorschaft.
Artur Rosenauer und Ursula Schlegel datieren die Büste gegen 1455, und tendieren dazu, dass die Büste nicht der Werkstatt von Donatello angehört.
In 80 Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte die Restaurierung, die viele Unklarheiten und Fragen erklären konnte, aber trotzdem sind viele offene Fragen noch geblieben.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Einleitung . 4
2. Wer ist der dargestellte?
3. Typ der Büste.
4. Das Gewand.
5. Der Kopf.
6. Die Zusammenfassung.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die berühmte Büste von Niccolò da Uzzano im Museo Nazionale del Bargello und analysiert kritisch die Autorschaft des Werkes, wobei insbesondere die Frage beleuchtet wird, ob die Büste Donatello oder dem Künstler Desiderio da Settignano zugeschrieben werden sollte.
- Analyse der historischen Identität des Dargestellten
- Stilistische Untersuchung der Büste und des antikisierenden Gewandes
- Vergleichende physiognomische Analyse der Gesichtszüge
- Untersuchung der technischen Herstellungsweise und Restaurierungsgeschichte
- Diskussion der kunsthistorischen Einordnung und Zuschreibungsproblematik
Auszug aus dem Buch
3. Typ der Büste
Bis 1881 befand sich die Büste in Palazzo Capponi in der Via dei Bardi, gelangte ins Museo Nazionale. 1745 Carlieri identifiziert das Werk mit dem Donatello zum ersten Mal. Zweifel an der Zuschreibung ist zum ersten Mal an der Milanesi im Jahr 1887 ausgesprochen worden.5 Die Büste sei dialektisch zusammengesetzt, in unterem Teil, sei es eine Person, die nach antiker Art mit einer purpurfarbenen Toga paludamentum bekleidet sei, präsentierte sich das überaus einzigartig geprägte Gesicht bis hin zur Warze auf der Wange fast abgewandt.6
So beschreibt Ursula Schlegel die Büste: „Weder die verklärten noch in die Starre verzierten Züge eines Toten mit einfallenden Linien, sondern die aufs äußerste gespannten Züge mit hochgezogenen Brauen, bewusst ein gestecktes Ziel anstrebenden Augen, der kühn geschwungene Nase, einem energischen Mund und entschieden vorgestrecktem Kinn-dazu die Haltung des Kopfes, weder müde zurückgelehnt noch überlegen zurückgeworfen, sondern aufrecht hochgereckt, sodass Kinn hervorsteht, sind in der Büste Uzzano wesentlich. Das ist kein Bildnis eines Toten, aber auch nicht das eines Propheten wie das des Jeremias. Hier wird der Ausdruck beherrscht vom Kalkül, von der Einschätzung der Situation, des Gegenüber, dem man mit Überlegenheit, Optimismus und auch abwehrender Ironie begegnet.“7
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Identität und Autorschaft der Büste von Niccolò da Uzzano ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Zuschreibung.
2. Wer ist der dargestellte?: Dieses Kapitel untersucht verschiedene historische Thesen zur Identität des Porträtierten, etwa ob es sich um ein Mitglied der Familie Capponi oder andere zeitgenössische Persönlichkeiten handelt.
3. Typ der Büste: Der Abschnitt analysiert die gattungsgeschichtliche Einordnung und die stilistische Beschaffenheit der Büste, insbesondere das Zusammenspiel zwischen antikem Stil und lebendigem Ausdruck.
4. Das Gewand: Hier wird die Drapierung des Gewandes analysiert und mit Werken von Desiderio da Settignano sowie Donatello verglichen, um stilistische Analogien zu prüfen.
5. Der Kopf: Das Kapitel widmet sich detailliert der physiognomischen Analyse der Kopfform und Gesichtsdetails sowie den Erkenntnissen aus der restauratorischen Untersuchung zur Montage der Büste.
6. Die Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die die Büste als bedeutendes, dialektisch gefertigtes Zeugnis kunsthistorischer Porträtkunst einordnet.
Schlüsselwörter
Donatello, Niccolò da Uzzano, Renaissance, Florenz, Bargello, Porträtbüste, Desiderio da Settignano, Terrakotta, Physiognomie, Kunstgeschichte, Zuschreibung, Restaurierung, Paludamentum, Skulptur, Naturabguss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der berühmten Porträtbüste von Niccolò da Uzzano und der kunsthistorischen Debatte über deren Schöpfer.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Identität des Dargestellten, die stilistische Formensprache, die technische Fertigung und die Frage der Autorschaft zwischen Donatello und Desiderio.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Hauptaufgabe besteht darin, die Frage zu beantworten, ob die Büste der Werkstatt Donatellos oder einem anderen Künstler (insbesondere Desiderio da Settignano) zugeschrieben werden sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt einen komparativen kunsthistorischen Ansatz, indem sie/er die Büste mit bekannten Werken der Epoche stilistisch vergleicht und restauratorische Untersuchungsergebnisse auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen eine Identitätssuche des Dargestellten, eine detaillierte Analyse der Kopfbewaffnung und der Gewanddrapierung sowie ein Abgleich mit anderen plastischen Werken der Renaissance.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Renaissance, Porträtbüste, Zuschreibungskritik, plastische Gestaltung und kunstgeschichtliche Vergleichsanalyse.
Warum ist die Autorschaft der Büste so umstritten?
Die Autorschaft wird diskutiert, da stilistische Merkmale sowohl auf Donatello hindeuten könnten, aber auch signifikante Ähnlichkeiten mit dem Œuvre von Desiderio da Settignano aufweisen.
Welche Rolle spielen die Restaurierungsergebnisse?
Die restauratorische Untersuchung lieferte wichtige Fakten über die Materialität der Büste und die Entstehung aus zwei Teilen, was half, die Theorie der Totenmaske zu widerlegen.
Was unterscheidet diesen Porträttyp von früheren Werken?
Die Arbeit hebt hervor, dass die Büste den Übergang zur Porträtbüste markiert und durch ihre psychologische Grundhaltung sowie die antikisierende Art hervorsticht.
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- Natalia Beletskaya (Autor), 2023, Geheimnisvolle Büste von Niccolò da Uzzano. Donatello, Niccolò da Uzzano, Florenz, Museo Nazionale del Bargello, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407806