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Amerika und Großbritannien: Diplomatie der Suezkrise

Title: Amerika und Großbritannien: Diplomatie der Suezkrise

Seminar Paper , 2007 , 24 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Christoph Haeberlein (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

„The United States would be left dominating the world stage, having taken a stand against its friends on grounds of principle“ - Großbritannien scheiterte als ehemalige Weltmacht, unabhängig von den Vereinigten Staaten ihre weltpolitischen Interessen durchzusetzen und die USA manifestierten sich auf Kosten ihrer Verbündeten endgültig als die neue Großmacht. Die Suezkrise stellte einen Wendepunkt in der Weltpolitik dar. Großbritannien wurde die Kluft zwischen internationalem Anspruch und nationaler Stärke deutlich vor Augen geführt. Weder Wirtschaft noch Militär waren den Verhältnissen einer Großmacht angemessen, für London galt in Zukunft, dass „ohne eine zumindest stillschweigende Tolerierung durch die USA ein Rückgriff auf gewaltsame Mittel außerhalb des britischen Territoriums nicht mehr möglich [war].“

Für die Briten war der Schuldige an der Misere schnell gefunden.
John Foster Dulles habe die englische Politik in die Irre geführt und die englisch-amerikanischen Beziehungen vergiftet. Doch warum hatte sich der englische Premierminister auf die „einzigartige Verschwörung zum Krieg“ zusammen mit Frankreich und Israel überhaupt eingelassen? Und wie konnte es überhaupt zu einem solchen Missverständnis zwischen Eden auf der einen und Eisenhower sowie Dulles auf der anderen Seite kommen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. “Suez had many loosers…” - Die Bedeutung der Suezkrise.

I.I Hintergrund der Suezkrise: „[…] to bring Nasser to his senses.“

II.II „There is a need for clarification between us.”

II.III Anthony Edens Dilemma.

III. Resümee: Suez had many losers…

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit analysiert die diplomatischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien während der Suezkrise 1956. Ziel der Untersuchung ist es, die unterschiedlichen Interessen und Kommunikationsprobleme der beteiligten Akteure sowie die Auswirkungen der Krise auf die globale Machtkonstellation und das Ende der eurozentrischen Weltpolitik zu beleuchten.

  • Diplomatische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Großbritannien und Frankreich
  • Die Rolle von John Foster Dulles und Präsident Dwight D. Eisenhower
  • Die Auswirkungen der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch Gamal Abdel Nasser
  • Die Bedeutung von Geheimdiplomatie und dem Protokoll von Sèvres
  • Die Verschiebung globaler Machtverhältnisse zugunsten der USA und Sowjetunion

Auszug aus dem Buch

II.II „There is a need for clarification between us.”

Bereits wenige Stunden nach der Verstaatlichung des Suezkanals lies Eisenhower seinen britischen Verbündeten Anthony Eden also wissen, dass man zunächst friedliche Lösungsansätze ausschöpfen müsse, um weder die Weltöffentlichkeit gegen sich aufzubringen noch die Ölversorgung für den Westen zu gefährden. Wie ist unter diesem Aspekt der weitere Verlauf der Geschichte zu erklären? Warum kam es trotzdem zu einer israelisch-britisch-französischen Militäraktion, die wie bereits herausgestellt in einem solchen diplomatischen Fiasko der europäischen Westmächte enden sollte? Wurden die Amerikaner in den folgenden Monaten etwa unpräziser in ihren Formulierungen und vernachlässigten sie es, ihren Standpunkt zu untermauern? Oder sahen sah sich Großbritannien und Frankreich gegenüber mehr und mehr unter Zugzwang, je weiter die Zeit verstrich?

Die Forschung ist in dieser Frage bei weitem nicht einer Meinung. Herman Finer vertritt zum Beispiel die Auffassung, John Foster Dulles habe den Standpunkt seines Präsidenten, Waffengewalt zu vermeiden, rhetorisch abgeschwächt. Somit habe er ihnen immer wieder Hoffnung gemacht, die Amerikaner würden im Falle einer Militäraktion letztendlich doch mitziehen oder diese zumindest billigen, wollten jedoch vor den Wahlen ungern den Anschein erwecken, andere Lösungsansätze zu erwägen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. “Suez had many loosers…” - Die Bedeutung der Suezkrise.: Das Einleitungskapitel erläutert die Krise als diplomatischen Wendepunkt, der das Ende der eurozentrischen Weltpolitik markierte und das zerrüttete Verhältnis zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten aufzeigte.

I.I Hintergrund der Suezkrise: „[…] to bring Nasser to his senses.“: Dieses Kapitel analysiert die Reaktionen auf Nassers Verstaatlichung des Kanals und zeigt den Kurswechsel der USA sowie die erste harte diplomatische Kommunikation zwischen Eisenhower und Eden.

II.II „There is a need for clarification between us.”: Hier werden die Kommunikationsschwierigkeiten und die unterschiedlichen Zielsetzungen zwischen den USA und den europäischen Alliierten im Herbst 1956 kritisch untersucht.

II.III Anthony Edens Dilemma: Dieser Abschnitt thematisiert das strategische Dilemma Großbritanniens, das zwischen dem Wunsch nach Nassers Sturz und dem Erhalt des internationalen Ansehens gegenüber den USA hin- und hergerissen war.

III. Resümee: Suez had many losers…: Das Fazit fasst zusammen, dass die Suezkrise die USA und Nasser als Sieger hervorgehen ließ, während Großbritannien und Frankreich eine schwere diplomatische Demütigung erfuhren.

Schlüsselwörter

Suezkrise, Diplomatie, USA, Großbritannien, Frankreich, Gamal Abdel Nasser, Dwight D. Eisenhower, John Foster Dulles, Dekolonisierung, Kalter Krieg, Suezkanal, Außenpolitik, internationale Beziehungen, Nahost, Machtverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die diplomatischen Spannungen und den Vertrauensverlust zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten Großbritannien und Frankreich während der Suezkrise 1956.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Verstaatlichung des Suez-Kanals, die unterschiedlichen Interessen der westlichen Mächte im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die globale Rolle der Kolonialmächte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse der diplomatischen Prozesse, um zu verstehen, wie es trotz gegenteiliger amerikanischer Forderungen zur militärischen Eskalation durch die Alliierten kommen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenbasierte historische Analyse, primär gestützt auf Dokumentenbände wie die "Foreign Relations of the United States" und Memoiren wie Eisenhowers "Waging Peace".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Hintergrund der Krise, die Kommunikationsprobleme zwischen den Regierungen, das diplomatische Dilemma von Anthony Eden und die Folgen für die Weltordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Suezkrise, Diplomatie, antikoloniale Tradition, Machtverschiebungen, internationale Beziehungen und die Rolle von John Foster Dulles.

Welche Rolle spielte das Protokoll von Sèvres für die Diplomatie?

Das Protokoll von Sèvres dokumentierte die geheime Absprache zwischen Frankreich, Großbritannien und Israel, die zum Angriff auf Ägypten führte und den Vertrauensbruch gegenüber den USA besiegelte.

Warum wird die Suezkrise als das Ende des 19. Jahrhunderts bezeichnet?

Der Ausgang der Krise markierte endgültig den Verlust des Status Großbritanniens und Frankreichs als globale Großmächte und symbolisiert den Übergang zu einer neuen Weltordnung, in der die USA und die Sowjetunion dominierten.

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Details

Title
Amerika und Großbritannien: Diplomatie der Suezkrise
College
University of Cologne
Grade
2.0
Author
Christoph Haeberlein (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V140805
ISBN (eBook)
9783640513178
ISBN (Book)
9783640511259
Language
German
Tags
Amerika Großbritannien Diplomatie Suezkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Haeberlein (Author), 2007, Amerika und Großbritannien: Diplomatie der Suezkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140805
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