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Dialogische Dichtung bei Paul Celan

Titel: Dialogische Dichtung bei Paul Celan

Hausarbeit , 2023 , 15 Seiten

Autor:in: Ranjan Dutta-Roy (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, mit Bezug und Zuhilfenahme bestehender Forschungspositionen zur dialogischen, relationalen Natur der Dichtung Celans Möglichkeiten und Probleme einer Identifikation ihrer Subjekte bzw. Personalpronomina zu thematisieren. Auf die Gefahr der Fragmentierung hin, jedoch mit dem hoffentlich erkennbaren Ziel der Annäherung an generelle Tendenzen, werden zu diesem Zwecke ausgewählte Gedichte herangezogen.

Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf gewisse romantische (d.h. auch eskapistisch-, sehnsüchtige) Motive und Haltungen, bzw. ihre Veräußerung durch die Subjekte und teilweise immanente Negation, gelegt werden. In diesem Kontext interessieren auch der Ort, bzw. die Ortslosigkeit der Dichtung Celans als „Treffpunkt“ von lyrischem Du & Ich sowie das Verhältnis des Autors zu eskapistischen und surrealistischen Motiven.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Tendenzen der dialogischen Partner

1.1 Das Geisterhafte

1.2 Die Du-Suche als Glaubensfrage

1.3 Das lyrische Ich und seine Nähe zum Autor

2. Ort- und Ortslosigkeit als Sehnsuchtsmotiv

3. Flucht und Skepsis

3.1 Celan und der Surrealismus

4. Dialogische Theorie

4.1 Celans Verhältnis zu Buber

4.2 Celans Verhältnis zu Lévinas

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die dialogische Dichtung bei Paul Celan unter besonderer Berücksichtigung der Spannung zwischen Hoffnung und Aporie. Ziel ist es, die spezifische Natur der "Du-Ich"-Beziehung in Celans Lyrik zu ergründen und die Rolle der Sehnsucht angesichts einer als entfremdet wahrgenommenen Welt zu analysieren.

  • Analyse der dialogischen Struktur von Celans Dichtung
  • Untersuchung von Sehnsuchtsmotiven und ihrer (Un-)Erfüllbarkeit
  • Auseinandersetzung mit den philosophischen Bezügen zu Buber und Lévinas
  • Reflektion über die Rolle des Autors im lyrischen Ich

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Geisterhafte

Wie schon beschrieben wurde, sind Du und Ich konstant im Werk Celans anzutreffen, bis sie im Spätwerk, welches Gilda Encarnação in ihrer für diese Arbeit aufschlussreichen Studie „Fremde Nähe – Das Dialogische als poetisches und poetologisches Prinzip bei Paul Celan“ als einer „Landschaft ohne Menschen und Menschlichkeit“ gleichend beschreibt, zunehmend fehlen, bzw. der völligen Obskurität entsprechen.

Diese Hoffnung auf ein Neues, „Offenes“, „Besetzbares“ gilt als Gegenwort zur Verzweiflung, Halt- und Orientierungslosigkeit, die viele Gedichte färbt und reflektiert sich allgemein in ihrer dialogischen Natur. Übertragen auf die Personalpronomina in den Gedichten heißt das: Das Du gibt dem (ansonsten vollkommen desorientierten) Ich eine Richtung. „Zu mir“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Tendenzen der dialogischen Partner: Dieses Kapitel untersucht das "Du" und das "Ich" in Celans Lyrik, wobei die Tendenz zur Entfremdung und die Suche nach Halt im Vordergrund stehen.

2. Ort- und Ortslosigkeit als Sehnsuchtsmotiv: Hier wird die Problematik der Verortung des "Du" und die damit verbundene Heimatlosigkeit im poetischen Raum analysiert.

3. Flucht und Skepsis: Dieses Kapitel behandelt die realistische, wenn auch skeptische Haltung Celans sowie seine Abkehr von surrealistischen Ausdrucksformen.

4. Dialogische Theorie: Hier werden die philosophischen Grundlagen der "Du-Ich"-Beziehung anhand der Theorien von Martin Buber und Emmanuel Lévinas beleuchtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Pendelbewegung zwischen Hoffnung und Aporie sowie die Bedeutung der Sehnsucht als konstitutives Element in Celans Werk zusammen.

Schlüsselwörter

Paul Celan, Dialog, Du-Ich-Beziehung, Hoffnung, Aporie, Sehnsucht, Hermetik, Entfremdung, Martin Buber, Emmanuel Lévinas, Surrealismus, Subjektkonstellation, Sprache, Identität, Lyrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das dialogische Prinzip in der Lyrik von Paul Celan und untersucht, wie das Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Aporie in seinen Gedichten gestaltet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die "Du-Ich"-Beziehung, das Motiv der Sehnsucht, die Problematik der Identitätsfindung und das Verhältnis zwischen Sprache und Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse bestehender Forschungspositionen und ausgewählter Gedichte das dialogische Gefüge in Celans Werk und dessen philosophische Dimensionen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen literaturwissenschaftlichen, philosophisch-theoretischen Ansatz, indem sie Celans Lyrik mit den Dialogphilosophien von Buber und Lévinas in einen interpretativen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung dialogischer Tendenzen, die Rolle der Ortslosigkeit, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Surrealismus sowie eine theoretische Einordnung in die Dialogphilosophie.

Wodurch lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Charakteristika sind die intertextuelle Analyse, die Verbindung von literarischen Werken mit philosophischen Diskursen sowie der Fokus auf die "Du-Ich"-Beziehung.

Welche Rolle spielt die "Flaschenpost" in Celans poetischem Ziel?

Die Metapher der "Flaschenpost" verdeutlicht Celans Bestreben, eine ansprechbare Wirklichkeit zu erreichen, auch wenn das Gedicht eine wechselhafte Natur aufweist.

Inwiefern beeinflusst die Erfahrung des Holocaust Celans Sprache?

Die Arbeit stellt heraus, dass Celans Sprache durch das Trauma des Holocaust gezeichnet ist, was zu einer poetischen Form führt, die zwischen Dunkelheit und der Suche nach einem Gegenwort zur Verzweiflung schwankt.

Wie unterscheidet Celan sein Verständnis von dem Bubers?

Während Buber an eine authentische Begegnung glaubt, sieht Celan die Begegnung eher als unmöglich oder prekär an, was sich in der Asymmetrie und der Skepsis seiner Dichtung widerspiegelt.

Wie ist das Ende des Werkes aus biographischer Sicht zu deuten?

Die Arbeit deutet die existenzielle Dringlichkeit und das Schwanken in der Dichtung als ein fast morbides Omen, welches Celans Suizid aus einer tragischen Perspektive beleuchtet.

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Details

Titel
Dialogische Dichtung bei Paul Celan
Autor
Ranjan Dutta-Roy (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
15
Katalognummer
V1408156
ISBN (PDF)
9783346960108
ISBN (Buch)
9783346960115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
#PaulCelan #Aporie #Gedicht #lyrischesIch #Lyrik #Adorno #Dialogizität #Celan # Hoffnung # MartinBuber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ranjan Dutta-Roy (Autor:in), 2023, Dialogische Dichtung bei Paul Celan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1408156
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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