1. Vorwort
In der folgenden Arbeit möchte ich kurz einen groben Überblick über die Religionspädagogik geben. Hierzu gehe ich zuerst auf den Begriff Religionspädagogik ein und möchte erklären was Religionspädagogik überhaupt ist. Anschließend gebe ich einen kurzen Überblick über die Geschichte der Religionspädagogik vor allem im 20. Jahrhundert. Danach beschreibe ich die heutigen Gegebenheiten und Probleme die auf die Religionspädagogik einwirken bzw. auf die die Religionspädagogik hin umgestaltet worden ist oder noch werden muss. Mit dem Thema Religionspädagogik und Unterricht befasst sich dann der nächste Abschnitt in welchem ich dann noch auf die Unterthemen ästhetische Bildung und Symboldidaktik sowie Korrelation von Glaube und Leben eingehe. Zuletzt gebe ich eine kurze Stellungnahme ob die vorgestellten Konzepte für den Religionsunterricht meiner Meinung nach auch den gewünschten Erfolg zeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Was ist Religionspädagogik?
3. Zur Geschichte der Religionspädagogik
4. Probleme und Anforderungen an die Religionspädagogik
5. Religionspädagogik und Religionsunterricht
5.1. Ästhetische Bildung und Symboldidaktik
5.2. Korrelation von Glaube und Leben
6. Sind Korrelation etc. der Schlüssel zum Erfolg?
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Fachgebiet der Religionspädagogik, erläutert deren begriffliche Grundlagen sowie historische Entwicklung und untersucht aktuelle Anforderungen an die religiöse Erziehung im schulischen Kontext. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob moderne didaktische Konzepte wie die Ästhetische Bildung oder die Korrelationsdidaktik tatsächlich den gewünschten Erfolg in der religiösen Vermittlung erzielen.
- Grundbegriffe und wissenschaftliche Einordnung der Religionspädagogik
- Historische Entwicklung im 20. Jahrhundert
- Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft
- Methoden der Ästhetischen Bildung und Symboldidaktik
- Konzept der Korrelation von Glaube und Leben
Auszug aus dem Buch
5.1. Ästhetische Bildung und Symboldidaktik
Was versteht man unter ästhetischer Bildung und was hat sie mit dem Glauben zu tun? Wenn ästhetische Bildung „mit Immanuel Kant als Lehre vom sinnlichen Wahrnehmen verstanden wird, dann benennt ästhetische Bildung das Erkennen-Lernen des sinnlich Wahrnehmbaren und daraus abgeleitet die Empfehlung einer ausdrücklichen Sinnenbildung durch Sinnenschulung, die sich auf alle Bereiche des sinnlichen Wahrnehmbaren bezieht. Ästhetische Bildung versteht sich also als erkenntniskritische Bildung.“ Wenn dagegen Ästhetik begrifflich enger gefasst wird – im Gefolge von Alexander Gottlieb Baumgarten – als „Wissenschaft vom Schönen“ oder gar als „Philosophie der Kunst“, dann wird ästhetische Bildung als pädagogische Aufgabe darin erkannt: das Schöne, vor allem das Kunstschöne, als harmonisches Zusammengefügtes (Komposition!) mitten in einer zerstückelten Wirklichkeit – aufzusuchen, wahrzunehmen und verstehen zu lernen.
„Vor 250 Jahren wird Kunst zum Gegenstand philosophischer Erkenntnis und heute wird Kunst zum Gegenstand theologischer Erkenntnis.“ Das bedeutet, dass die Theologie nach dem Vaticanum II bereit ist sich im Religionsunterricht mit Kunst zu beschäftigen denn „wenn religiöses Lernen das Sehen-, Lesen und Verstehen-Lernen religiöser Zeugnisse entwickeln und einüben soll – in identitätsgewinnender Absicht-, dann gehört das ästhetische und religiöse Dechiffrieren und Alphabetisieren von Kunstwerken zu den zentralen Aufgaben religiösen Lernens – aus der zu bestätigenden Erwartung, hier auf authentische, religionshaltige Botschaften in Zeichen und Klängen und Worten stoßen zu können.“ Gerade religiöse Bildung – hier verstanden als Bildung „aus Transzendenzbezug“ – wird ästhetische Bildung als eine Dimension ihres Lernens aufnehmen in konsequenter Weiterentwicklung einer empirisch gewendeten Religionspädagogik.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Der Autor erläutert den Aufbau der Arbeit, die den Begriff der Religionspädagogik, deren Geschichte sowie aktuelle didaktische Konzepte behandelt.
2. Was ist Religionspädagogik?: Dieses Kapitel definiert die Religionspädagogik als Wissenschaftsfeld innerhalb der Praktischen Theologie, das in der Tradition der Katechese steht.
3. Zur Geschichte der Religionspädagogik: Es wird die Entwicklung vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum hermeneutischen Religionsunterricht und problemorientierten Ansätzen skizziert.
4. Probleme und Anforderungen an die Religionspädagogik: Hier werden gesellschaftliche Herausforderungen wie Pluralisierung, neue Medien und die Theodizeefrage im Kontext des religiösen Lernens diskutiert.
5. Religionspädagogik und Religionsunterricht: Das Kapitel befasst sich mit der Vermittlerrolle des Religionsunterrichts zwischen Mensch und Glauben.
5.1. Ästhetische Bildung und Symboldidaktik: Fokus auf die Bedeutung von Sinnenbildung, Kunst und der Arbeit mit Symbolen als Zugang zu religiösen Themen.
5.2. Korrelation von Glaube und Leben: Diskussion der didaktischen Herangehensweise, religiöse Inhalte mit den individuellen Lebenssituationen der Schüler zu verknüpfen.
6. Sind Korrelation etc. der Schlüssel zum Erfolg?: Eine kritische Stellungnahme des Autors zur Wirksamkeit der vorgestellten Konzepte im heutigen Schulalltag.
Schlüsselwörter
Religionspädagogik, Religionsunterricht, Ästhetische Bildung, Symboldidaktik, Korrelationsdidaktik, Praktische Theologie, Glauben-Lernen, Theodizee, Religiöse Bildung, Pluralisierung, Lebenswelt, Hermeneutik, Konstruktivismus, Identitätsfindung, Transzendenzbezug.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit gibt einen systematischen Überblick über die Disziplin der Religionspädagogik, ihre historische Einbettung und die aktuellen Herausforderungen bei der Vermittlung von Religion an Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernpunkten zählen die Definition der Religionspädagogik, die Geschichte des Fachs im 20. Jahrhundert, die Bedeutung der Symboldidaktik sowie die Verknüpfung von Glaube und Lebenswelt der Lernenden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der religionspädagogischen Konzepte und eine kritische Reflexion darüber, ob diese Modelle den Schülern einen tatsächlichen Zugang zum Glauben ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener religionspädagogischer Grundbegriffe sowie fachdidaktischer Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Auseinandersetzung mit modernen Anforderungen an den Unterricht und die Analyse spezifischer Didaktiken wie der Ästhetischen Bildung und der Korrelationsdidaktik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Religionspädagogik, Symboldidaktik, Korrelationsdidaktik, religiöse Bildung, Pluralisierung und Lebensweltorientierung.
Wie bewertet der Autor den Erfolg aktueller religionspädagogischer Konzepte?
Der Autor zeigt sich ambivalent: Einerseits begrüßt er die modernen Ansätze, äußert jedoch Enttäuschung darüber, dass diese in der eigenen Schullaufbahn und im Studium kaum vermittelt wurden, was die praktische Umsetzung erschwert.
Welche Rolle spielen Kunst und Symbole im Unterricht laut dieser Arbeit?
Kunst und Symbole dienen dazu, das religiöse Lernen sinnlich erfahrbar zu machen, Wahrnehmungsfähigkeit zu schulen und eine Brücke zwischen der christlichen Tradition und den persönlichen Fragen junger Menschen zu schlagen.
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- Tom Olivier (Author), 2007, Religionspädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140847