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Caesars Rechtfertigung der Eröffnung des Gallischen Krieges im bellum Gallicum

Título: Caesars Rechtfertigung der Eröffnung des Gallischen Krieges im bellum Gallicum

Trabajo de Seminario , 1997 , 25 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Miriam Riekenberg (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Einleitung

Kriege hatten zur Zeit der römischen Revolution eine besondere Bedeutung; sie wurden auch zur Mehrung des innenpolitischen Prestiges bzw. der dignitas eines erfolgreichen Feldherrn
mißbraucht. In diesem Zusammenhang waren Kriege auch für den cursus honorum von großer Wichtigkeit. So scheint es kaum verwunderlich, daß sich die Konsuln oftmals um eine ehrenhafte prokonsularische Tätigkeit im Anschluß an ihr Konsulat bemühten.
Im Jahre 59 v.Chr. gelang es C. Caesar(1), daß er als Prokonsul für die gallischen Provinzen bestimmt wurde, die ihm gute Möglichkeiten zu großen Triumphen und zum Erlangen von Reichtum boten. Ursprünglich hätte er als Prokonsul im Jahre 58 die Aufsicht
über Wiesen und Wälder in Italien führen sollen(2). Durch die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Triumvirn(3) und durch deren Hilfe erreichte Caesar letztendlich aber die Übertragung
der Provinzen Gallia citerior mit Illyricum und Gallia Narbonensis an ihn.
[...]
_____
1 Im folgenden nur noch Caesar genannt.
2 Suet. Iul. 19
3 Im Jahre 60/ 59 v.Chr. kam es unter Caesar, Pompeius und Crassus zu einem politischen Bündnis, dem sog. 1. Triumvirat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Darstellung der gallisch-römischen Beziehungen

2.1 Die innenpolitische Lage Galliens zum Ende der 60er Jahre v.Chr.

2.2 Die Position der römischen Regierung

3. Die Vorbereitungen für das gallische Kommando und die Ereignisse des Jahres 58 v.Chr. nach dem 1. Buch des Bellum Gallicum

3.1 Die Provinzübertragung an Caesar

3.2 Die militärischen Operationen Caesars im Jahre 58 v.Chr.

3.2.1 Der Helvetierkrieg

3.2.2 Der Krieg gegen Ariovist

4. Caesars Rechtfertigungsaussagen für den gallischen Krieg im 1. Buch des Bellum Gallicum

4.1 Das Motiv der Hilfeverpflichtung gegenüber Bundesgenossen

4.2 Der Sicherungsgedanke

4.3 Die germanische Bedrohung

5. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit Caesars

5.1 Gab es sachliche Begründungen für den gallischen Krieg?

5.2 Die Frage nach der Rechtmäßigkeit bei Caesars Vorgehen

5.3 Die möglichen Absichten Caesars

5.3.1 Caesars Absichten bezüglich seines cursus honorum

5.3.2 Die Intention Caesars bezüglich des Verfassens des Bellum Gallicum

6. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Glaubwürdigkeit von Caesars Rechtfertigungsstrategien für den Beginn des Gallischen Krieges, wie sie in seinem Werk "Bellum Gallicum" dargelegt werden.

  • Politische Situation Galliens und Roms in den 60er Jahren v. Chr.
  • Analyse der Provinzübertragung und militärischen Operationen von 58 v. Chr.
  • Kritische Überprüfung von Caesars Rechtfertigungsmotiven (z.B. Hilfeverpflichtung, Sicherheit).
  • Bewertung der Glaubwürdigkeit Caesars und seiner persönlichen machtpolitischen Ambitionen.
  • Rechtmäßigkeit des römischen Vorgehens unter Berücksichtigung damaliger Normen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Der Helvetierkrieg

Im Jahre 58 wurde Caesar Statthalter der gallischen Provinzen; am 20. März traf er in Genf ein. Etwa zum selben Zeitpunkt realisierten die Helvetier ihren Auswanderungsplan, der seit ca. zwei Jahren beschlossen war; sie schienen keinerlei negative Absichten bei ihrem Siedlungswechsel in das Gebiet der Santonen zu haben, die Helvetier gehörten laut W. Will von Natur aus zu den "...vagae gentes, den nicht seßhaften Völkern."

Caesar war zuvor nach Gallien geeilt und hatte unterwegs Truppen ausheben lassen, obwohl im Frühjahr 58 im Bereich der Nord- und Ostgrenzen Galliens keine außenpolitische Gefahr drohte. Was das Vorhaben der Helvetier betrifft, war die Situation die gleiche wie im März 60, der Unterschied lag lediglich darin, daß diesmal Caesar anstelle des Senats reagierte. Der Prokonsul Caesar ließ nun die Brücke, die den Übergang über die Rhone möglich machte, abbrechen und provozierte so eine gewaltsame Durchquerung der Helvetier durch die römische Provinz. Die "...kriegsunwilligen.." Helvetier gingen jedoch nicht auf Caesars Taktik ein, sondern schickten vorab Gesandte zu Caesar, um eine Erlaubnis einzuholen, durch römisches Gebiet ziehen zu dürfen. Da dem Feldherrn jedoch noch zu wenig Truppen zur Verfügung standen, vertröstete er die Gesandtschaft auf zwei Wochen (13. 4. 58), lehnte ihre Bitte letztendlich aber ab. Die Helvetier, die sich dadurch von ihrem Vorhaben nicht abbringen ließen, wählten einfach einen anderen Weg, nämlich den durch das Gebiet der Sequaner, um an ihr Ziel zu gelangen. Diese Route wies zwar erhebliche topographische Schwierigkeiten auf, doch man umging so einen Kampf mit Caesar. Für den Prokonsul, der um seiner politischen Karriere willen, einen Krieg mit allen Mitteln wollte, bedeutete dieser Zug der Helvetier, daß er nach anderen Gründen suchen mußte, um eine Schlacht zu beginnen. Schließlich rechtfertigte er einen Angriff vor dem Senat damit, daß zwar nicht mehr die Reiseroute des Stammes bedrohlich sei, sondern vielmehr das angestrebte Ziel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Bedeutung von Kriegen für das politische Prestige in der späten Republik und Einordnung der Fragestellung zur Glaubwürdigkeit Caesars.

2. Die Darstellung der gallisch-römischen Beziehungen: Analyse der politischen Verhältnisse in Gallien und der defensiven Haltung der römischen Regierung vor Caesars Kommando.

3. Die Vorbereitungen für das gallische Kommando und die Ereignisse des Jahres 58 v.Chr. nach dem 1. Buch des Bellum Gallicum: Untersuchung der unkonventionellen Provinzübertragung und der ersten militärischen Konflikte Caesars gegen die Helvetier und Ariovist.

4. Caesars Rechtfertigungsaussagen für den gallischen Krieg im 1. Buch des Bellum Gallicum: Aufarbeitung der zentralen von Caesar angeführten Motive wie Hilfeverpflichtung, Sicherung und Abwehr der germanischen Bedrohung.

5. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit Caesars: Kritische Analyse der Diskrepanz zwischen Caesars Bericht und den historisch rekonstruierbaren Fakten bezüglich Motivation und Rechtmäßigkeit.

6. Nachwort: Fazit zur beabsichtigten, machtorientierten Kriegführung Caesars und Einordnung seiner Leistung als Feldherr trotz der völkerrechtlichen Bedenken.

Schlüsselwörter

Julius Caesar, Bellum Gallicum, Gallischer Krieg, Helvetier, Ariovist, Rechtfertigung, Senat, Römische Republik, Prokonsul, Glaubwürdigkeit, Machtpolitik, cursus honorum, Expansion, Germanen, Haeduer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie Julius Caesar den Beginn seines Gallischen Krieges im 1. Buch seines Berichts "Bellum Gallicum" legitimiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politischen Beziehungen zwischen Gallien und Rom, Caesars militärische Strategien 58 v. Chr. sowie die propagandistische Darstellung seiner Handlungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Ereignisse historisch korrekt darzustellen und zu prüfen, ob Caesars Rechtfertigungsgründe einer kritischen wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Primärtextes (Bellum Gallicum) unter Einbeziehung und kritischer Würdigung moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Ausgangslage, die konkreten militärischen Operationen gegen Helvetier und Germanen sowie die detaillierte Analyse von Caesars Selbst-Rechtfertigung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Legitimation, Glaubwürdigkeit, Machtkalkül, römische Außenpolitik und das Selbstbild Caesars als Feldherr.

Wie bewertet die Arbeit Caesars Vorgehensweise gegenüber den Helvetiern?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Caesar den Helvetierkrieg durch bewusstes Handeln (z.B. Brückenabbruch) provozierte, um einen Anlass für ein militärisches Eingreifen zu schaffen, obwohl die Helvetier selbst eher defensiv agierten.

Welche Rolle spielte der "Sicherungsgedanke" in Caesars Argumentation?

Caesar behauptete, er müsse die Sicherheit der römischen Provinz und deren Gleichgewicht schützen, wobei er jedoch die Gefahr durch die Helvetier und Germanen nach Ansicht der Autorin stark übertrieb, um seine eigenmächtige Kriegführung zu rechtfertigen.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Caesars Rechtfertigung der Eröffnung des Gallischen Krieges im bellum Gallicum
Universidad
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Curso
Proseminar
Calificación
1
Autor
Miriam Riekenberg (Autor)
Año de publicación
1997
Páginas
25
No. de catálogo
V1408
ISBN (Ebook)
9783638108751
Idioma
Alemán
Etiqueta
bellum Gallicum Caesar Römische Republik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miriam Riekenberg (Autor), 1997, Caesars Rechtfertigung der Eröffnung des Gallischen Krieges im bellum Gallicum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1408
Leer eBook
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Extracto de  25  Páginas
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