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Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

Title: Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

Presentation (Elaboration) , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Weiß (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Bilanzanalyse dient der Informationsgewinnung für diese Interessentengruppen (interne und externe Bilanzanalyse) in Bezug auf die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Es wird zwischen der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse und der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse unterschieden. Die Erfolgsanalyse verfolgt dabei verschiedene Ziele. Eines ist die der Ertragskraft eines Unternehmens zu ermitteln und versucht diese in die Zukunft zu prognostizieren. Unter der Ertragskraft versteht man die Fähigkeit eines Unternehmens gegenwärtig und auch zukünftig Gewinne zu erzielen. Besonderen Interesse liegt dabei auf der nachhaltigen (=auf Dauer) Ertragskraft des Unternehmens. Sie ist besonders für die Anteilseigner des Unternehmens und die Investoren und Geber langfristigen Fremdkapitals interessant. Die Anteilseigner sind an der Ertragskraft interessiert, da sich diese auf die Gewinnausschüttung und bei börsennotierten Aktiengesellschaften auch auf die Kursentwicklung niederschlägt. Für die Investoren und Fremdkapitalgeber stellt die Ertragskraft die Fähigkeit eines Unternehmens dar, pünktlich und sicher Zins- und Tilgungszahlungen zu leisten und die Sicherheit des Kreditengagements.

Eine weitere Aufgabe der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse ist die Feststellung Gewinns der im betriebswirtschaftlichen Sinn erzielt wurde. „Der Gewinnbegriff im betriebswirtschaftlichen Sinn wird bestimmt durch den Geldbetrag, der einem Unternehmen in einem Geschäftsjahr bei Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Sicherung des künftigen (gleich bleibenden) Einkommens maximal entzogen werden kann“. Bei der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse dient die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) als Grundlage. Der ausgewiesene Erfolg im Jahresabschluss spiegelt aber nicht den Gewinn im betriebswirtschaftlichen Sinn, sondern den Erfolg, der der durch vorgegebenen bilanzpolitischen Wahlrechte und Spielräume aufgrund von Gesetzen (insbesondere durch das Handelsgesetzbuch (HGB)) und durch die Grundlagen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) ermittelt wurde. Der ausge-wiesene Erfolg in der GuV und der tatsächlichen Erfolg im betriebswirtschaftlichen Sinn fallen hier auseinander. Die Erfolgsanalyse verfolgt das Ziel das tatsächliche Ergebnis eines Unternehmens zu ermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ziele und Aufgaben der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

2. Die Ergebnisanalyse

2.1 Betragsmäßige Ergebnisanalyse

2.1.1 Ergebnis nach DVFA

2.1.2 Der Cash Flow

2.1.3 Ein Vergleich von Börsenwert und Bilanzwert

2.2 Die Erfolgsquellenanalyse

2.2.1 Der ordentliche Betriebserfolg

2.2.2 Der Finanz- und Verbunderfolg (betriebsfremdes Ergebnis)

2.2.3 Das außerordentliche Ergebnis

2.2.4 Der Bewertungserfolg

2.2.5 Analyse und Interpretation der Ergebnisquellenanalyse

3. Die Rentabilitätsanalyse

3.1 Die Eigenkapitalrentabilität

3.2 Die Gesamtkapitalrentabilität

3.3 Die Betriebsrentabilität

3.4 Die Umsatzrentabilität bzw. Umsatzrendite

3.5 Der Return on Investment (ROI)

3.6 Der Gewinn pro Aktie und das Kurs-Gewinn-Verhältnis

4. Die Wertschöpfungsanalyse

5. Die Break-even-Analyse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse als Instrument zur Ermittlung der Ertragskraft und des tatsächlich erzielten Unternehmenserfolgs. Ziel ist es, verschiedene Analyseinstrumente aufzuzeigen, die über das rein gesetzlich ausgewiesene Jahresergebnis hinausgehen, um eine fundierte Prognose der zukünftigen Unternehmensentwicklung zu ermöglichen.

  • Methoden der betragsmäßigen Ergebnisanalyse zur Bereinigung des Jahresabschlusses.
  • Differenzierung von Erfolgsquellen zur Identifikation nachhaltiger Ertragskraft.
  • Einsatz von Rentabilitätskennzahlen zur Beurteilung der Kapitaleffizienz.
  • Analyse der Wertschöpfung und Break-even-Punkte zur tiefergehenden Unternehmensbeurteilung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der ordentliche Betriebserfolg

Der ordentliche Betriebserfolg „umfasst die regelmäßig anfallenden Aufwendungen und Erträge aus der Erzeugung und dem Vertrieb der vom Unternehmen im Rahmen ihres jeweiligen Geschäftszweiges erzeugten und gelieferten Produkte“. In der GuV wurden zahlreiche betriebsfremde und außerordentliche sowie bilanz- und steuerpolitische Vorgänge erfasst. Bei der Ermittlung des ordentlichen Betriebserfolgs werden diese Vorgänge und Buchungen herausgenommen. Nach dem Gesamtkostenverfahren wird nachfolgendes Schema angewandt. Die Bestimmung des Betriebserfolgs nach dem Umsatzkostenverfahren erfolgt nach einem veränderten Schema, das hier nicht explizit dargestellt wird.

Die Zuordnung der Posten und Vorgänge in die entsprechenden Erfolgsquellen ist äußerst wichtig, um eine möglichst eindeutige Erfolgsquellenanalyse und Erfolgsspaltung zu ermöglichen. Vor allem die genaue Zuordnung der Vorgänge der Positionen „sonstige betriebliche Erträge“ und „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ist äußerst wichtig, da es sich bei diesen Positionen um Sammelposten handelt. Eine Untersuchung zeigt die Bedeutung die der Analyse der dieser Positionen zukommt. Diese Untersuchung besagt, dass bei 73,5 % von 200 Konzernen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 1996 bzw. 1995/1996 größer als der Jahresabschluss/Jahresfehlbetrag des Konzerns war. Aber auch die Vorgänge weiterer Posten wie die Steuern oder Abschreibungen, hier sind es insbesondere die außerplanmäßigen Abschreibungen, müssen genau analysiert und den entsprechenden Erfolgsquellen zugeordnet werden. Je klarer die Abgrenzung erfolgt, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis der Erfolgsquellenanalyse. Dies ist aber auch nur möglich, wenn dem externen Bilanzanalysten die Zusammensetzung dieser GuV-Positionen offen gelegt wird, da dies weitestgehend keine Verpflichtung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ziele und Aufgaben der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse: Einführung in die Bilanzanalyse mit Fokus auf die Ertragskraftermittlung und Prognose der Zukunftsfähigkeit.

2. Die Ergebnisanalyse: Überblick über Instrumente zur Ermittlung des tatsächlich erwirtschafteten Gewinns durch betragsmäßige Analyse und Erfolgsquellenrechnung.

3. Die Rentabilitätsanalyse: Untersuchung der Kapitaleffizienz und Verzinsung durch Kennzahlen wie Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität sowie ROI.

4. Die Wertschöpfungsanalyse: Betrachtung der betrieblichen Wertschöpfung nach ihrer Entstehung und Verteilung zur Beurteilung der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital.

5. Die Break-even-Analyse: Anwendung der Gewinnschwellenanalyse zur Bestimmung kritischer Umsatzgrößen im Rahmen der Bilanzanalyse.

Schlüsselwörter

Bilanzanalyse, Ertragskraft, Jahresabschluss, Erfolgsquellenanalyse, Rentabilitätskennzahlen, DVFA-Ergebnis, Cash Flow, Eigenkapitalrentabilität, Return on Investment, Wertschöpfungsrechnung, Break-even-Analyse, Unternehmenserfolg, Kapitalstruktur, GuV, Bilanzgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse als wesentliches Instrument zur fundierten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens über den bloßen Jahresabschluss hinaus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ergebnisanalyse, der differenzierten Erfolgsquellenrechnung, der Rentabilitätsprüfung sowie der Wertschöpfungs- und Break-even-Analyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die tatsächliche, nachhaltige Ertragskraft eines Unternehmens zu ermitteln und von bilanzpolitischen Verzerrungen im Jahresabschluss zu bereinigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptiv-analytische Methode eingesetzt, die auf Fachliteratur zur Bilanzanalyse basiert und die gängigen betriebswirtschaftlichen Kennzahlensysteme strukturiert darstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und rechnerische Herleitung verschiedener Kennzahlen zur Ergebnisanalyse, Rentabilität und Wertschöpfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bilanzanalyse, Ertragskraft, Erfolgsquellen, Rentabilität, ROI, DVFA-Ergebnis und Wertschöpfung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem ordentlichen Betriebserfolg und anderen Erfolgsquellen wichtig?

Dies ist entscheidend, um den nachhaltigen Erfolg von einmaligen oder rein bilanzpolitisch motivierten Effekten zu trennen und so die Qualität der Zukunftsprognose zu erhöhen.

Welche Rolle spielen die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" bei der Analyse?

Diese fungieren oft als Sammelposten, die aufgrund ihrer potenziellen Größe und Intransparenz für den Bilanzanalysten eine genaue Untersuchung erfordern, um Manipulationen oder Fehlentwicklungen aufzudecken.

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Details

Title
Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse
College
University of Applied Sciences Ingolstadt  (Fachbereich Wirtschafts- und Allgemeinwissenschaften)
Course
Bilanzgestaltung und Informationsmanagement
Grade
1,0
Author
Andreas Weiß (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V14100
ISBN (eBook)
9783638195942
Language
German
Tags
Aufgaben Instrumente Bilanzanalyse Bilanzgestaltung Informationsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Weiß (Author), 2003, Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14100
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