Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit wird sich unter dem Titel "Soziale Stadt: Integration von Migranten im Fokus?" zunächst mit dem Begriff "Integration" beschäftigt.
Es wird eine allgemeine Begriffdefinition vorgestellt und auf zentrale Dimensionen der Integration von Migraten eingegangen.
Im Anschluss wird erläutert, wo die Integration von Zuwanderern stattfindet und verdeutlicht, weshalb dem Handlungsfeld "Integration von Zuwanderern" insbesondere im Rahmen der "Sozialen Stadt" ein hoher Stellenwert zukommen sollte.
Auf diesem Hintergrund wird sich, anhand von Publikationen zur Programmumsetzung der "Sozialen Stadt", sowie der Dokumentationen zum "Preis Soziale Stadt", mit der Frage auseinandergesetzt, welches "Gewicht" das Handlungsfeld "Integration von Migranten" im Rahmen der "Sozialen Stadt" tatsächlich besitzt, und inwiefern gewürdigte Projekte geeignet sind, die Integration von Zuwanderern zu fördern.
Im Fazit wird schließlich auf die Bedeutung gesamtstädtischer Integrationskonzepte eingegangen und Voraussetzungen aufgezeigt, die diese erfüllen sollten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Die Soziale Stadt-Strategie
2. Das Problem: Was ist Integration?
3. Ort der Entscheidung: die Kommunen
4. Lösung: Die Soziale Stadt?
5. Fazit: Erfolgreiche Strategie?
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Hausarbeit untersucht die Rolle des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ im Kontext der Integration von Migranten. Ziel ist es, die Bedeutung und Umsetzung dieses Handlungsfeldes innerhalb der Programmstruktur kritisch zu analysieren und Voraussetzungen für eine effektive, gesamtstädtische Integrationsstrategie aufzuzeigen.
- Analyse der begrifflichen Dimensionen von Integration
- Bedeutung der Kommunen als Akteure der Integrationsarbeit
- Evaluierung der „Sozialen Stadt“ hinsichtlich ihrer Integrationswirkung
- Die Notwendigkeit der Förderung „Ethnischer Ökonomie“
- Anforderungen an ganzheitliche, gesamtstädtische Konzepte
Auszug aus dem Buch
3. Ort der Entscheidung: die Kommunen
Gegen Ende des Jahres 2003 lebten in Deutschland rund 7,3 Millionen registrierte Ausländer (9% der Bevölkerung), von denen wiederum rund 2 Millionen Türken sind. Zuzüglich der Gruppe der Aussiedler mit rund 3 Millionen Personen und der Eingebürgerten mit rund 2 Millionen, sowie der illegalen Zuwanderer – Schätzungen reichen von 500.000 bis über 1,5 Millionen – beträgt die Zahl der Personen mit Migrationshintergund in Deutschland heute rund 13 Millionen und damit rund 16% der Gesamtbevölkerung (Schader-Stiftung 2005: S.11), Tendenz steigend: „Es ist davon auszugehen, dass (…) weitere Zuwanderung in nicht unerheblichen Umfang erwartet werden kann“ (Vgl. Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen 2004: S.15).
Deutschland ist also längst ein Einwanderungsland geworden. Angesichts dieser Fakten von „Deutschland ist kein Einwanderungsland“(3) zu reden, zeugt meiner Ansicht nach bestenfalls von Ignoranz.
Zuwanderung vollzieht sich vor allen Dingen in westdeutschen Großstädten. Dort stellen alleine die registrierten Ausländer zwischen 6% und 15% der jeweiligen Bevölkerung dar, im Vergleich zu 2% in den neuen Bundesländern (Schader-Stiftung 2005: S.12).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Soziale Stadt-Strategie: Das Kapitel führt in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ ein und erläutert dessen Zielsetzung der Aufwertung benachteiligter Stadtquartiere durch einen integrierten, partizipativen Ansatz.
2. Das Problem: Was ist Integration?: Hier wird das „Begriffsdilemma“ der Integration diskutiert und eine allgemeingültige Definition sowie messbare Dimensionen (strukturell, kulturell, sozial, identifikativ) als Analysebasis entwickelt.
3. Ort der Entscheidung: die Kommunen: Der Abschnitt beleuchtet die demographische Realität Deutschlands als Einwanderungsland und verdeutlicht, warum Kommunen als lokale Akteure eine entscheidende Schlüsselrolle für den Erfolg der Integration spielen.
4. Lösung: Die Soziale Stadt?: Dieses Kapitel bewertet kritisch die Umsetzung des Programms „Soziale Stadt“ und stellt fest, dass nach einem anfänglichen Fokus auf bauliche Maßnahmen das Handlungsfeld „Integration von Migranten“ zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
5. Fazit: Erfolgreiche Strategie?: Das Fazit fordert den Übergang von lokalen Insellösungen hin zu ganzheitlichen, gesamtstädtischen Integrationskonzepten, um Integrationsarbeit effektiv und nachhaltig zu steuern.
Schlüsselwörter
Soziale Stadt, Integration, Migranten, Zuwanderer, Stadtteilentwicklung, Kommunen, Integrationskonzepte, Sozialraum, Partizipation, ethnische Ökonomie, strukturelle Integration, Stadtquartier, Leitbild, lokale Managementstrukturen, Integrationspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Relevanz und Umsetzung von Migrationsintegration innerhalb des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Definition von Integration, die Rolle kommunaler Akteure, die Evaluation der bisherigen Programmumsetzung sowie die Bedeutung der ethnischen Ökonomie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Programm „Soziale Stadt“ besser zur Förderung der Integration genutzt werden kann, um weg von Einzelmaßnahmen hin zu gesamtstädtischen Strategien zu gelangen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Verfasserin nutzt eine Literatur- und Dokumentationsanalyse, insbesondere unter Einbeziehung von Evaluationsberichten des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) und den Wettbewerbsbeiträgen zum „Preis Soziale Stadt“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Integrationsbegriffe, eine Analyse der kommunalen Herausforderungen bei Zuwanderung und eine kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung der „Sozialen Stadt“ hin zu einem Integrationsinstrument.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben der „Sozialen Stadt“ vor allem Integration, Stadtteilentwicklung, Migranten und die Forderung nach ganzheitlichen, sozialraumorientierten Handlungsansätzen.
Warum betont die Autorin die „Ethnische Ökonomie“ als fehlendes Element?
Sie kritisiert, dass trotz der Relevanz für den Arbeitsmarkt bisher kaum Projekte im Rahmen der „Sozialen Stadt“ existieren, die gezielt Gründer mit Migrationshintergrund unterstützen.
Welche Rolle spielt das „Controlling“ für die Schlussfolgerung?
Die Autorin schlägt vor, betriebswirtschaftliche Controlling-Methoden auf Integrationskonzepte anzuwenden, um den Erfolg oder Misserfolg von Maßnahmen transparent zu machen und Symptombekämpfung zu vermeiden.
- Citar trabajo
- Klaudia Gabriele Geisler (Autor), 2008, Die Soziale Stadt: Integration von Migranten im Fokus?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141050