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Computereinsatz in Schulen für geistig Behinderte

Title: Computereinsatz in Schulen für geistig Behinderte

Examination Thesis , 2002 , 124 Pages , Grade: 1

Autor:in: Oliver Saur (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Ich beschäftige mich im privaten Bereich schon seit einiger Zeit mit dem Computer und habe im Lauf der Zeit einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Computertechnologie bekommen. Die Computertechnik und die dazugehörigen Hard- und Softwareinnovationen, die in einer ständigen Weiterentwicklung stehen, faszinieren mich.
Erst sehr spät im Studium erkannte ich, dass es auch im Sonderschulbereich Möglichkeiten gibt, den Computer als Medium gezielt zur Förderung der Schüler in den Unterricht zu integrieren. Während meiner Studienzeit stieß ich im Rahmen diverser Praktika häufig auf Schulen mit Computerausstattung. In einem 5-wöchigen-Blockpraktikum in einer Praktisch Bildbaren Schule in Hofgeismar konnte ich erstmals ein mit Computern ausgestattetes Klassenzimmer besichtigen und die Schüler bei der Arbeit mit den Rechnern beobachten. Die Schüler hatten offensichtlich großen Spaß bei der Arbeit mit dem Computer und waren in ihren Ausübungen höchst motiviert. Da die mir zugeteilte Klasse eine solche Computerausstattung nicht besaß, blieb es vorerst bei diesem einmaligen Eindruck, der jedoch mein Interesse zusätzlich intensivierte.
In einem weiteren Sprachförderpraktikum wurde ich erstmals mit dem Computereinsatz in einer Sonderschule aktiv konfrontiert. Dort führte ich Sprachübungen mit einem Testschüler am Computer durch. Dazu verwendeten wir ein schuleigenes Programm, welches auf verschiedenen Sprachschwierigkeiten editiert werden kann. Die Arbeit mit dem Computer bereitete nicht nur dem Schüler sondern auch mir große Freude. Darüber hinaus empfand ich das Arbeiten mit dem Programm nicht nur in Bezug auf die motivierende Wirkung des Computers auf den Schüler, als sehr effektiv. Zudem denke ich, dass die multimediale Präsentation der Lerninhalte eine sehr positive Förderungskomponente darstellt, die das Lernen über mehrere Sinneskanäle ermöglicht.
Allerdings war dieser Eindruck vorerst rein subjektiver und praktischer Art, wodurch mein Interesse anstieg, mich auf theoretischer Ebene mit diesem Thema zu befassen, um objektive wissenschaftliche Erkenntnisse zu erhalten. Im Rahmen dieses Interesses zum Computereinsatz in Sonderschulen habe ich mich entschieden eben diese wissenschaftliche Hausarbeit zum Thema zu verfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

1.1 Begründung zur Themenwahl

1.2 Methodisches Vorgehen

2. Einführung

2.1 Entwicklungen des sonderpädagogischen Computereinsatzes

2.2 Kritiken zum Computereinsatz

2.2.1 Befürworter des Computereinsatzes

2.2.2 Argumentationen gegen einen Computereinsatz

2.4 Veränderte Lehrerrolle

3. Dimensionen des Computereinsatz in der Sonderschule

3.1 Computer als Gegenstand des Unterrichts

3.2 Computer als didaktisches Medium

3.2.1 Arbeiten mit dem Computer

3.2.1.1.1 Textverarbeitungsprogramme

3.2.1.1.2 Datenbanken

3.2.1.1.3 Tabellenkalkulation

3.2.1.1.4 Konstruktionsprogramme

3.2.1.1.5 Malprogramme

3.2.1.1.6 Musikprogramme

3.2.1.1.7 Steuer- und Regelprogramme

3.2.2 Lernen am Computer

3.2.2.1.1 Drill & Practice Programme

3.2.2.1.2 Tutorials

3.2.2.1.3 Simulationen

3.2.3 Lehren mit dem Computer

3.2.3.1.1 Simulationen

3.2.3.1.2 Präsentationen

3.2.3.1.3 Steuerung anderer Medien

3.2.3.1.4 Gestaltung von Arbeitsmaterialien für den Unterricht

3.2.4 Spiel und Freizeit mit und an dem Computer

3.2.4.1.1 Positive Aspekte von Computerspielen

3.2.4.1.2 Negative Aspekte von Computerspielen

3.2.4.1.3 Computerspielarten

3.2.4.1.4 Edutainment

3.2.4.1.5 Entertainment

3.2.5 Internet und Informations- sowie Kommunikationsdienste

3.2.5.1.1 Aufbau des Internet

3.2.5.1.2 Internetdienste

3.2.5.1.3 Kommunikationsdienste E-Mail, Newsgroups, IRC

3.2.5.1.4 Informationsdienste WWW

3.3 Spezielle Einsatzgebiete in der Heil- und Sonderpädagogik

3.3.1 Computer als prothetisches Hilfsmittel

3.3.1.1 Kommunikationshilfen

3.3.1.2 Spezielle Eingabemedien als Hilfsmittel zur Computersteuerung

3.3.1.3 Umfeldkontrollen

3.3.1.4. Hörhilfen

3.3.1.5 Unterstützungen bei Sehschwäche und Blindheit

4. Grundlegende Computerunterstützte Förderbereiche für geistig behinderte Schüler

4.1 Computerunterstützte Förderdiagnostiken

4.2 Basale Funtionstrainings

4.3 Schreib- und Leseförderung

4.3.1 Schreibförderung

4.3.2 Leseförderung

4.4 Sprachförderung

4.5 Mathematische Förderung

4.5.1 Vorstufe mathematischer Fähigkeiten

4.5.2 Mengen, Zahlen und Rechenoperationen

5. Softwarebeurteilung

5.1 Kommerzielle Bewertungssysteme: Die SODIS-Datenbank

5.2 Private Bewertungssysteme: Kriterienanalyse

5.2.1 Kriterienkatalog

5.2.2 Beobachtungsbogen

6. Schlussbetrachtung

7. Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die konkreten Einsatzmöglichkeiten von Computern an Schulen für geistig behinderte Kinder. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen verschiedener Softwareanwendungen, Hardwarekonzepte und prothetischer Hilfsmittel für diese differenzierte Schülerschaft wissenschaftlich zu erörtern und aufzuzeigen, wie neue Technologien zur individuellen Förderung sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe beitragen können.

  • Historische und theoretische Grundlagen des Computereinsatzes in der Sonderpädagogik
  • Dimensionen der Computernutzung (als Gegenstand, Medium und prothetisches Hilfsmittel)
  • Spezifische Förderbereiche (Schreiben, Lesen, Sprache und Mathematik)
  • Softwarebeurteilung und didaktische Kriterien für den Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Arbeiten mit dem Computer

Der Computer wird bei jener Verwendungskategorie als Werkzeug benutzt, wobei das eigentliche Werkzeug spezielle Programme sind, die dem Benutzer als Hilfsmittel zur Verfügung stehen, um bestimmte Tätigkeiten erleichtert durchführen zu können. „Werkzeuge können (...) als verlängerte Organe des Menschen betrachtet werden, mit denen er den Wirkungskreis seiner Arbeit erweitert“ (Resch/Volpert, 1999, 93) „Mit solchen Programmen kann flexibel konstruiert, entworfen, dokumentiert werden. Solche Werkzeuge lassen unterschiedliche Wege zu, sie erlauben das Rückgängigmachen (reversieren) und bieten die Möglichkeit, Produkte herzustellen“ (MESCHENMOSER, 1997, 109).

Die Computerfachsprache bezeichnet Programme mit Werkzeugcharakter als „Anwendungsprogramme“. BONFRANCHI beschreibt diese Anwendungsprogramme als „(...) standardisierter – in der Hauptsache für die Industrie und Verwaltung hergestellter – Software (...)“ (1994, 31). Bei diesen Programmen, die auch in der Schule Verwendung finden, handelt es sich in der Regel um Textverarbeitungsprogramme, Datenbanken und Konstruktionsprogramme. Im kreativ gestalterischen Bereich gibt es Mal- und Musikprogramme.

Das Arbeiten mit Anwendungsprogrammen ist je nach Zielsetzung zum einen Bestandteil der informationstechnischen Grundbildung (ITG) und zum anderen bedeutsam als Unterrichtsmedium, um bestimmte Inhalte zu vermitteln. Anwendungsprogramme haben daher bei beiden Einsatzkategorien „Computer als Unterrichtsgegenstand“ und „Computer als Unterrichtsmedium“ Relevanz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für das Thema und das methodische Vorgehen bei der Analyse des Computereinsatzes in der Sonderschule.

2. Einführung: Es wird die historische Entwicklung der Computernutzung im Sonderschulbereich dargestellt, kritische Perspektiven werden diskutiert und die Rolle der Lehrkraft beleuchtet.

3. Dimensionen des Computereinsatz in der Sonderschule: Dieses Kapitel klassifiziert den Computer als Unterrichtsgegenstand, als didaktisches Medium (Arbeiten, Lernen, Lehren) sowie als prothetisches Hilfsmittel.

4. Grundlegende Computerunterstützte Förderbereiche für geistig behinderte Schüler: Es werden konkrete Möglichkeiten zur Förderung in den Bereichen Diagnose, basales Funktionstraining, Schreiben, Lesen, Sprache und Mathematik aufgezeigt.

5. Softwarebeurteilung: Das Kapitel führt Bewertungskriterien für Unterrichtssoftware ein, inklusive der Vorstellung des SODIS-Systems und privater Kriterienkataloge.

6. Schlussbetrachtung: Ein Resümee über die Notwendigkeit einer didaktisch fundierten Reflexion bei der Integration moderner Technik in den Sonderschulunterricht.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogik, geistige Behinderung, Computereinsatz, Unterrichtsmedium, Anwendungsprogramme, Förderdiagnostik, Lernsoftware, prothetische Hilfsmittel, Informationsgesellschaft, Medienverbund, didaktische Analyse, Kommunikation, Wahrnehmungstraining, Softwarebeurteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Computern an Schulen für geistig behinderte Schüler und analysiert, inwieweit moderne Technologie als Medium zur Förderung und gesellschaftlichen Teilhabe dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die didaktische Einordnung des Computers, die Vorstellung spezifischer Förderprogramme (z.B. für Sprache oder Mathematik) sowie die Bewertung von Software und Hardware für Menschen mit Behinderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein wissenschaftliches Fundament für den pädagogisch sinnvollen Einsatz von Computern in der Sonderschule zu schaffen und Kriterien für die Auswahl geeigneter Programme zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Erfahrungsberichten und bestehenden Konzepten der Sonderpädagogik, um den aktuellen Stand der Technik und deren Anwendungsmöglichkeiten zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Dimensionen des Computereinsatzes, wie die Arbeit mit Anwendungsprogrammen, das Lernen am Computer sowie der Einsatz als Hilfsmittel bei motorischen oder sensorischen Einschränkungen, detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sonderpädagogik, Computerunterstützte Förderung, prothetische Hilfsmittel und didaktische Softwareanalyse geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Lernen am Computer“ und „Arbeiten mit dem Computer“ wichtig?

Die Unterscheidung hilft Pädagogen, zwischen der Nutzung des PCs als Werkzeug für Alltagskompetenzen (Arbeiten) und der Nutzung als Lernmedium zur Wissensvermittlung (Lernen) zu differenzieren, um das richtige didaktische Setting zu wählen.

Welche Bedeutung hat das Internet für geistig behinderte Menschen laut dem Autor?

Das Internet fungiert als Plattform zur Kommunikation und Informationsbeschaffung; bei entsprechender didaktischer Anpassung bietet es neue Wege für die Teilhabe und den sozialen Austausch außerhalb des direkten Umfeldes.

Excerpt out of 124 pages  - scroll top

Details

Title
Computereinsatz in Schulen für geistig Behinderte
College
University of Marburg  (Heil- und Sonderpädagogik Marburg)
Grade
1
Author
Oliver Saur (Author)
Publication Year
2002
Pages
124
Catalog Number
V14108
ISBN (eBook)
9783638195997
Language
German
Tags
Computereinsatz Schulen Behinderte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Saur (Author), 2002, Computereinsatz in Schulen für geistig Behinderte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14108
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