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Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians - Deutung und Umgang

Título: Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians - Deutung und Umgang

Trabajo Escrito , 2007 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Michael Gamperl (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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„Dies alles widerfuhr den Menschen, nachdem der Dämon Menschengestalt angenommen hatte, und er selber gab als Kaiser Veranlassung hierzu; (…) was er mit heimlicher Macht und infolge seiner dämonischen Natur der Menschheit Leiden zufügte. Während seiner Regierung ereigneten sich viele nie gekannte Katastrophen, (…).“ Bei der vorstehenden, in der Forschung oft zitierten Beschreibung handelt es sich um eine Aussage des Hofschreibers Prokopios von Kaisarea aus dem 6. Jahrhundert n. Chr., der über den römischen Kaiser Iustinian den Ersten schreibt. Ohne eine Epochenbetrachtung vorwegzunehmen und völlig unabhängig von dem Verhältnis zwischen Verfasser und der beschriebenen Person, lässt sich zu dem oben stehenden Zitat folgende Aussage treffen: Der Schreiber Prokop muss, aufgrund der geschehenen „Katastrophen“ und den „Leiden“, die seiner Meinung nach von seinem Kaiser Iustinian, direkt oder indirekt verursacht wurden, eine besonders schlimme Aneinanderreihung von Katastrophen erlebt haben.
In Übereinstimmung dazu, lassen sich in den so genannten Novellen des Kaisers Iustinian Äußerungen finden, in welchen er die schlechte Moral und Disziplin der Bevölkerung als Ursache für die schlimmen Hungersnöte und Erdbeben sieht. Beide Aussagen stimmen in dem Punkt überein, dass die Ursachen dieser Katastrophen in menschlichem Fehlverhalten gesucht werden. Auch die Wahrnehmung der Katastrophen als eine Strafe Gottes lässt sich in den Quellen wieder finden.
Weil Naturkatastrophen in der antiken Geschichtsschreibung nicht erstmals im 6. Jahrhundert Beachtung finden, sondern bereits das erste Geschichtswerk der Antike, die Ilias des Homer, zu Anfang von einer Pest berichtet, muss der Unterschied zwischen der Wahrnehmung von Naturkatastrophen in der Antike allgemein und der des iustinianischen Zeitalters von besonderer Bedeutung für die Alte Geschichte sein.
In der vorliegenden Arbeit soll folgende zentrale Fragestellung untersucht werden: Warum gilt die Epoche Iustinians und die Deutung der stattgefunden Naturkatastrophen als besonders wichtig für die Antike und welche Deutungsmuster lassen sich in der Epoche Iustinians feststellen. Weiterhin geht es um die Frage, wie die Menschen mit Naturkatastrophen umgegangen sind und welche Konsequenzen die Katastrophen gesamtgesellschaftlich hatten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung in das Thema und Fragestellung

1.2 Forschungsstand und Vorgehensweise

1.3 Relevante Informationen zu Iustinian dem Ersten

2 Naturkatastrophen und die historische Bedeutung für die Antike

2.1 Naturkatastrophen

2.2 Mediterraneum

3 Wahrnehmung von Naturkatastrophen

3.1 Wahrnehmung von Naturkatastrophen im Altertum

3.2 Wahrnehmung von Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians

3.2.1 Die chronologischen Modelle

3.2.2 Der Kaiser Anastasios

3.2.3 Die Serie der Naturkatastrophen

4 Versuch einer Chronologie der Naturkatastrophen im 6. Jahrhundert

5 Naturkatastrophen in Antiocheia

5.1 Bedeutung der Stadt Antichoeia in der Epoche Iustinians

5.2 Katastrophen in Antiocheia

6 Bewältigung von Naturkatastrophen in der Antike

7 Schlussbetrachtung

8 Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, warum die Epoche Iustinians für die Alte Geschichte hinsichtlich der Wahrnehmung und Deutung von Naturkatastrophen eine besondere Relevanz besitzt, welche spezifischen Deutungsmuster (insbesondere religiöser und eschatologischer Art) dominierten und wie die Bevölkerung und der Kaiser mit diesen Ereignissen umgingen.

  • Analyse der Wahrnehmung von Naturkatastrophen im Wandel vom Altertum zur Epoche Iustinians.
  • Untersuchung der Rolle von eschatologischen Modellen und Weltuntergangserwartungen im 6. Jahrhundert.
  • Chronologische Betrachtung der Katastrophenereignisse im iustinianischen Zeitalter.
  • Fallstudie der Stadt Antiocheia als Beispiel für eine durch Katastrophen stark betroffene Metropole.
  • Vergleich und Bewertung antiker Bewältigungsstrategien in der Epoche Iustinians.

Auszug aus dem Buch

3.2 Wahrnehmung von Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians

In der Wahrnehmung von Naturkatastrophen treten in der Epoche Iustinians die Deutungsmuster der Antike nicht sofort in den Hintergrund, sie werden vielmehr von einer anderen Deutungsweise überlagert. Es sind dies die Weltunterganserwartungen, welche zwar bisher noch in jedem Jahrhundert mehr oder weniger bedeutsam waren, die nun jedoch aus dreierlei Gründen im Zeitalter Iustinians eine herausragende Bedeutung im Umgang mit Naturkatastrophen erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung und den Forschungsstand sowie Vorstellung des Kaisers Iustinian.

2 Naturkatastrophen und die historische Bedeutung für die Antike: Definition des Begriffs Naturkatastrophe und Erörterung der geografischen Besonderheiten des Mittelmeerraums.

3 Wahrnehmung von Naturkatastrophen: Analyse des Wandels von antiken Deutungsmustern hin zu eschatologischen Erwartungen unter Iustinian.

4 Versuch einer Chronologie der Naturkatastrophen im 6. Jahrhundert: Darstellung spezifischer Ereignisse wie Kometenerscheinungen, Erdbeben und Flutwellen.

5 Naturkatastrophen in Antiocheia: Untersuchung der Stadt Antiocheia als Beispiel für eine durch Katastrophen schwer getroffene Metropole im oströmischen Reich.

6 Bewältigung von Naturkatastrophen in der Antike: Vergleich allgemeiner antiker Bewältigungsstrategien mit den spezifischen Ansätzen der Iustinian-Epoche.

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der religiösen Überprägung bei der Katastrophenbewältigung im 6. Jahrhundert.

8 Anhang: Quellen- und Literaturverzeichnis der Arbeit.

Schlüsselwörter

Iustinian, Naturkatastrophen, Erdbeben, Antike, Antiocheia, Wahrnehmung, Weltuntergang, Eschatologie, Prokopios, Johannes Malalas, Bewältigungsstrategien, Religion, Ostrom, Geschichte, Katastrophenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Wahrnehmung, Deutung und den gesellschaftlichen Umgang mit Naturkatastrophen während der Regierungszeit des Kaisers Iustinian im 6. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die religiöse Interpretation von Katastrophen, die eschatologische Weltuntergangshysterie der Zeit und die Rolle von Kaiser Iustinian als Herrscher im Kontext dieser Ereignisse.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu verstehen, warum die Epoche Iustinians bei der Deutung von Naturkatastrophen einen besonderen Stellenwert in der Alten Geschichte einnimmt und welche spezifischen Deutungsmuster dabei zum Tragen kamen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse zeitgenössischer Geschichtsschreiber wie Prokopios von Kaisarea und Johannes Malalas unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die chronologische Einordnung von Katastrophen, eine detaillierte Fallstudie zu Antiocheia sowie einen systematischen Vergleich antiker Bewältigungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Iustinian, Naturkatastrophen, Eschatologie, Antiocheia, antike Geschichtsschreibung und Bewältigungsstrategien.

Warum spielt die Stadt Antiocheia eine so große Rolle in der Untersuchung?

Antiocheia wird als repräsentative Metropole des Reiches angeführt, die in der Epoche Iustinians überdurchschnittlich oft von verheerenden Erdbeben betroffen war, was sie zum idealen Fallbeispiel für die Katastrophenpolitik des Kaisers macht.

Welche Rolle spielte das "Angst-Motiv" im 6. Jahrhundert?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Ära Iustinians durch ein weit verbreitetes Gefühl der Angst geprägt war, das durch die Häufung von Naturereignissen und eschatologische Erwartungen massiv verstärkt wurde.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians - Deutung und Umgang
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Die Epoche Iustinians
Calificación
1,3
Autor
Michael Gamperl (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
26
No. de catálogo
V141100
ISBN (Ebook)
9783640486076
ISBN (Libro)
9783640486298
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ostrom Byzanz Kaiser Iustinian Erdbeben
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Gamperl (Autor), 2007, Naturkatastrophen in der Epoche Iustinians - Deutung und Umgang, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141100
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