Unterrichtsskizze: Schweinegrippe in den Medien


Unterrichtsentwurf, 2009

7 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Thema: „Die Schweinegrippe in den Medien“ (Mario Kulbach 794316)

1) Warum ist mein Thema mathematisch interessant?

Zunächst einmal habe ich mir überlegt, welches Thema überhaupt interessant sein könnte. Ich wollte ein Thema behandeln, das aktuell ist und die Lebenswelt der SuS (Schülerinnen und Schüler) auch außerhalb des MU erreicht. Zuerst hatte ich mir überlegt das Thema „Haushaltspolitik 2010 des Landes NRW“ zu behandeln, kam aber zu dem Schluss, dass ich dies nur machen wollte, da ich für dieses Thema Material gefunden hatte. Doch dieses Thema hätte dadurch zwanghaft, und daher nicht sinnvoll gewirkt. Auch aus der Sicht der SuS wäre dieses Thema kaum zu rechtfertigen gewesen.

Durch die enorme Medienpräsenz kam ich auf das Thema „Schweinegrippe“ und hatte auch keine sonderliche Mühe entsprechende Grafiken dazu zu finden. An diesem Thema finde ich interessant zu untersuchen, ob die Tabellen, Grafiken usw., die in diversen Zeitungen publiziert werden, das allgemeine Angstgefühl, das in den Medien geschürt wird, unterstützen oder nicht. Ist die Ansteckungsgefahr wirklich so enorm und die Krankheit so überaus gefährlich? Ziel meines Unterrichts, der dieses Thema behandelt, soll keineswegs die Verharmlosung dieser Krankheit sein, vielmehr möchte ich SuS dafür sensibilisieren, dass Medien mit der Angst von Menschen vor etwas Fremdem spielen können, um Verkaufszahlen zu erhöhen. Klar ist, dass diese Krankheit schlimm ist, aber nicht in diesem Maß bedrohlich, wie andere Krankheiten wie z.B. AIDS. SuS sollen sich ein kritisches Urteil bilden und nicht blind einer allgemeinen Panikmache hinterherlaufen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An dieser Grafik und dieser Tabelle finde ich interessant zu sehen, wie SuS sich einer solchen Darstellung nähern. Zu erkennen, was eine Grafik/Tabelle aussagt, ist eine wesentliche Kompetenz des MU. Nicht umsonst ist diese Kompetenz in den Kernlehrplänen der Sek. I (Gym.) in den Kompetenzerwartungen bis zum Ende der Jahrgangsstufe 8 unter dem Punkt „Argumentieren / Kommunizieren“ verankert. Sinngemäß heißt es dort, dass SuS Informationen aus mathematikhaltigen Darstellungen (Text, Bild, Tabelle, Graf) ziehen, sie strukturieren und bewerten.

Inhaltlich bietet sich das Thema „Prozentrechnung“ an. Hier kann gezielt auf den Unterschied zwischen absoluten Zahlen (Prozentwert) und relativen Zahlen (Prozentsatz) eingegangen werden. Auch die Idee des „Dreisatzes“ und der damit verbundenen Idee der „Proportionalität“ zur Berechnung des Punktes A (s. AB Aufg. 1 b) kann aufgegriffen werden. Der Vergleich zwischen relativen und absoluten Zahlen und den damit verbundenen Interpretationsmöglichkeiten für die Realität, stellt aber den Mittelpunkt dieses Themas dar (Vergleich NRW – Bremen: Absolut ein Unterschied von knapp 6.800 Erkrankten; relativ beide um die 0,04% Erkrankte).
Diese Kompetenzen sollen im Übrigen ebenfalls bis zur Klasse 8 erlernt worden sein. Zu finden in den Kernlehrplänen der Sek. I (Gym.) unter der Rubrik „Funktionen“. Somit bietet sich das Thema für eine 8.Klasse an.

2) Wie würde ich es im Unterricht einsetzen?

Ich gehe von einer Doppelstunde Mathematik aus. Sonst passt das Konzept zeitlich nicht.

Für den Unterricht habe ich ein AB entwickelt (s. Anhang). Dieses verteile ich den SuS und bitte sie sich in 6 Gruppen aufzuteilen. Wie viele SuS jeweils in einer Gruppe sind, hängt von der Gesamtanzahl der Klasse ab. Im Idealfall sind 4 SuS in einer Gruppe.

Gruppe 1 – 3 soll sich mit Aufgabe 1 beschäftigen, wohingegen Gruppe 4 – 6 sich mit Aufgabe 2 befassen soll. Die Gruppen haben insg. 25 Minuten Zeit ihre Aufgabe zu bearbeiten.

Nach dieser Zeit wird den Gruppen mitgeteilt, dass Gruppe 1 sich überlegen soll, wie man Aufg. 1a) am besten vor der Klasse präsentiert. Gruppe 2 soll das gleiche für Aufg. 1b) machen, Gruppe 3 für 1c) usw., bis alle Gruppen etwas zu präsentieren haben. Für die Präsentation könnte man Pappkartons und Filzstifte bereit halten. Aber diese Art der Präsentation sollte man keinesfalls aufzwingen. Die SuS sollen sich eine Möglichkeit ausdenken. Für die Umsetzung in eine Präsentation werden weitere 20 Minuten veranschlagt.

Für die Präsentation der Ergebnisse und die anschließenden Diskussion über die Ausgangsfrage, ob die Zahlen gravierend bzw. alarmierend seien, kann man die zweiten 45 Minuten ganz nutzen.

Um die SuS in der Diskussion noch einmal zu motivieren, könnte man den folgenden Aufmacher präsentieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Grafik 3)

Hat dieser Aufmacher Recht? Darüber können die SuS anhand der Daten der Aufgaben noch diskutieren. Evtl. kann auch eine Diskussion darüber entstehen, aus welcher Zeitung dieser Aufmacher stammt. Gibt es Unterschiede zu anderen Zeitungen?

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsskizze: Schweinegrippe in den Medien
Hochschule
Universität Siegen  (Fachbereich 6 - Mathematik)
Veranstaltung
Didaktik des Mathematikunterrichts in den Sekundarstufen
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
7
Katalognummer
V141133
ISBN (eBook)
9783640482115
Dateigröße
649 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsskizze, Schweinegrippe, Medien
Arbeit zitieren
Mario Kulbach (Autor), 2009, Unterrichtsskizze: Schweinegrippe in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141133

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