Durch die enorme Medienpräsenz kam ich auf das Thema „Schweinegrippe“ und hatte auch keine sonderliche Mühe entsprechende Grafiken dazu zu finden. An diesem Thema finde ich interessant zu untersuchen, ob die Tabellen, Grafiken usw., die in diversen Zeitungen publiziert werden, das allgemeine Angstgefühl, das in den Medien geschürt wird, unterstützen oder nicht. Ist die Ansteckungsgefahr wirklich so enorm und die Krankheit so überaus gefährlich? Ziel meines Unterrichts, der dieses Thema behandelt, soll keineswegs die Verharmlosung dieser Krankheit sein, vielmehr möchte ich SuS dafür sensibilisieren, dass Medien mit der Angst von Menschen vor etwas Fremdem spielen können, um Verkaufszahlen zu erhöhen. Klar ist, dass diese Krankheit schlimm ist, aber nicht in diesem Maß bedrohlich, wie andere Krankheiten wie z.B. AIDS. SuS sollen sich ein kritisches Urteil bilden und nicht blind einer allgemeinen Panikmache hinterherlaufen.
Inhaltsverzeichnis
1) Warum ist mein Thema mathematisch interessant?
2) Wie würde ich es im Unterricht einsetzen?
3) Welche Gründe sprechen dafür, Zeitungsmaterial im MU einzusetzen?
4) Welche Probleme gibt es beim Einsatz von Zeitungsmaterial im MU?
5) Anhang
a. AB zum Thema „Schweinegrippe“
b. Lösungsideen zum AB
c. Bildquellen
Zielsetzung und Themenfelder
Die Arbeit verfolgt das Ziel, mathematische Kompetenzen im Bereich der Prozentrechnung anhand eines aktuellen, medienkritischen Themas zu vermitteln. Die Forschungsfrage untersucht, wie Schülerinnen und Schüler durch die Analyse von statistischen Darstellungen in Zeitungen befähigt werden können, Informationen kritisch zu hinterfragen und den Unterschied zwischen absoluten und relativen Werten in einem realitätsnahen Kontext zu verstehen.
- Analyse und Interpretation von statistischen Grafiken und Tabellen
- Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der Prozentrechnung und Proportionalität
- Förderung der Medienkompetenz und kritischen Urteilsbildung
- Einsatz von authentischen Zeitungsmaterialien im Mathematikunterricht
- Mathematische Modellierung von Infektionsrisiken am Beispiel der Schweinegrippe
Auszug aus dem Buch
Warum ist mein Thema mathematisch interessant?
Zunächst einmal habe ich mir überlegt, welches Thema überhaupt interessant sein könnte. Ich wollte ein Thema behandeln, das aktuell ist und die Lebenswelt der SuS (Schülerinnen und Schüler) auch außerhalb des MU erreicht. Zuerst hatte ich mir überlegt das Thema „Haushaltspolitik 2010 des Landes NRW“ zu behandeln, kam aber zu dem Schluss, dass ich dies nur machen wollte, da ich für dieses Thema Material gefunden hatte. Doch dieses Thema hätte dadurch zwanghaft, und daher nicht sinnvoll gewirkt. Auch aus der Sicht der SuS wäre dieses Thema kaum zu rechtfertigen gewesen.
Durch die enorme Medienpräsenz kam ich auf das Thema „Schweinegrippe“ und hatte auch keine sonderliche Mühe entsprechende Grafiken dazu zu finden. An diesem Thema finde ich interessant zu untersuchen, ob die Tabellen, Grafiken usw., die in diversen Zeitungen publiziert werden, das allgemeine Angstgefühl, das in den Medien geschürt wird, unterstützen oder nicht. Ist die Ansteckungsgefahr wirklich so enorm und die Krankheit so überaus gefährlich? Ziel meines Unterrichts, der dieses Thema behandelt, soll keineswegs die Verharmlosung dieser Krankheit sein, vielmehr möchte ich SuS dafür sensibilisieren, dass Medien mit der Angst von Menschen vor etwas Fremdem spielen können, um Verkaufszahlen zu erhöhen. Klar ist, dass diese Krankheit schlimm ist, aber nicht in diesem Maß bedrohlich, wie andere Krankheiten wie z.B. AIDS. SuS sollen sich ein kritisches Urteil bilden und nicht blind einer allgemeinen Panikmache hinterherlaufen.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Warum ist mein Thema mathematisch interessant?: Der Autor erläutert die Motivation für die Themenwahl „Schweinegrippe“ und betont die Relevanz einer kritischen Auseinandersetzung mit medialen Statistiken im Mathematikunterricht.
2) Wie würde ich es im Unterricht einsetzen?: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen in einer Doppelstunde, bei dem Schüler in Gruppenarbeit reale Daten analysieren und präsentieren.
3) Welche Gründe sprechen dafür, Zeitungsmaterial im MU einzusetzen?: Hier werden pädagogische Vorteile hervorgehoben, insbesondere die Förderung der Medienkompetenz und der Lebensweltbezug des Unterrichts.
4) Welche Probleme gibt es beim Einsatz von Zeitungsmaterial im MU?: Der Autor reflektiert über den hohen Zeitaufwand bei der Suche nach geeigneten Materialien und der Erstellung passgenauer Aufgabenstellungen.
5) Anhang: Dieser Teil enthält die Arbeitsblätter, die zugehörigen Lösungsideen sowie die Quellenangaben der verwendeten Grafiken.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Schweinegrippe, Medienkompetenz, Prozentrechnung, Proportionalität, Datenanalyse, Statistik, kritisches Denken, Lebensweltbezug, Schülerinnen und Schüler, Infektionszahlen, absolute Werte, relative Werte, Unterrichtsgestaltung, Kernlehrplan
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Es geht um den Einsatz von aktuellen, medienbasierten Statistiken im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I, um Schülern ein Verständnis für die Interpretation von Daten zu vermitteln.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Prozentrechnung, den Unterschied zwischen absoluten und relativen Häufigkeiten sowie die kritische Reflexion medialer Berichterstattung.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsvorhabens?
Das Ziel ist, dass Schüler Informationen aus mathematikhaltigen Darstellungen ziehen, diese strukturieren, bewerten und nicht blind medialer Panikmache folgen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem didaktischen Entwurf, der durch statistische Analysen der Schweinegrippe-Daten und deren Aufbereitung für den Unterricht untermauert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Unterrichtsplanung, der Einsatz von Arbeitsblättern zur Datenanalyse sowie die pädagogischen Vor- und Nachteile der Einbindung von Zeitungsmedien diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Medienkompetenz, Prozentrechnung, Dateninterpretation, Infektionsstatistik und schülerorientierter Mathematikunterricht.
Warum ist die Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Werten so wichtig?
Wie am Beispiel von NRW und Bremen gezeigt wird, können absolute Zahlen täuschen, wenn die unterschiedliche Größe der Grundgesamtheit nicht durch relative Werte (Prozentrechnung) ins Verhältnis gesetzt wird.
Welche Herausforderung sieht der Autor beim Einsatz von Zeitungsmaterial?
Die größte Hürde ist der enorme Zeitaufwand, um Zeitungsartikel zu finden, die mathematisch sinnvoll mit den Inhalten des Kernlehrplans verknüpft werden können.
- Quote paper
- Mario Kulbach (Author), 2009, Unterrichtsskizze: Schweinegrippe in den Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141133