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Sport in der Gesellschaft zwischen Wandel und Kontinuität

Analyse des Stellenwertes des (Spitzen-)Sports in der modernen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Beitrags der Massenmedien in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Sport in der Gesellschaft zwischen Wandel und Kontinuität

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marius Hummitzsch (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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„Mit den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und ihren Auswirkungen auf den Sport entwickelt sich dieser zu einem immer wichtiger und einflussreicher werdenden Kultur- und Sozialphänomen.“ Diese Aussage, die einige wesentliche Aspekte der folgenden Arbeit aufgreift, trifft Otmar Weiß in seinem Werk „Einführung in die Sportsoziologie“.

So möchte ich mich unter anderem mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedeutung dem Sport als sozialem Feld, wobei ich eine notwendige Ausdifferenzierung von Leistungs- und Breitensport vornehmen werde, in der modernen Gesellschaft, explizit in der Bundesrepublik Deutschland, zukommt und inwieweit hier eine Veränderung im 20.Jahrhundert bzw. 21.Jahrhundert stattgefunden hat. Zählt der Sport bzw. besser gesagt gehören die handelnden Akteure im Sport wirklich zu den Profiteuren aus dem Wandel hin zu einer postmodernen Werteorientierung? Verändert die Gesellschaft den Sport oder der Sport die Gesellschaft? Diese Fragen stellen ganz zentrale Elemente des ersten Teils dieser Arbeit dar.

Im weiteren Verlauf werde ich einen Schwerpunkt auf die Untersuchung des Einflusses der Medien auf die Rezeption, den Konsum und letztlich den kulturstiftenden Beitrag des Sports in der Gesellschaft legen, wobei die Betrachtungen primär für den Leistungssport Gültigkeitsanspruch besitzen werden. Welcher Wandel lässt sich durch die rasante Verbreitung der Massenmedien im Spannungsgefüge Sport-Gesellschaft-Medien beobachten?
Schließlich folgt eine Episode, in der es sich ganz speziell um die handelnden Akteure im Feld des Sports drehen wird. Hier möchte ich allerdings nur einzelne Punkte wie das Geschlechterverhältnis und die Schichtenabhängigkeit im Sport knapp beleuchten und dabei lediglich ganz wesentliche Schlüsse vorstellen. Natürlich wird der Fokus auch auf der Frage nach Veränderung oder Kontinuität liegen.

Alles in allem ist es das Ziel der Arbeit, in einer ansprechenden Art und Weise die Faktoren im sozialen Feld Sport, die einem Wandel unterworfen oder durch eine Kontinuität charakterisiert sind, zu prüfen und dabei immer wieder den wechselseitigen Einfluss von Sport, Gesellschaft und Medien aufzugreifen. Die eingangs zitierte Formulierung von Otmar Weiß, dass der Sport gerade bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel einen absoluten Bedeutungszuwachs erfährt, bildet somit eine absolute Leitthese dieser Arbeit, die zur Disposition gestellt und nur durch die Schwerpunktsetzung der Medienrelevanz erweitert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Sporttreibens in der modernen Gesellschaft

2.1. Die Kontinuität des Sports in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

2.2. Sport als Gewinner des Wertewandels?

2.3.Abgrenzung von Breiten- und Spitzensport

3. Die Wechselbeziehung von Spitzensport und Medien

3.1. Der Beitrag der Medien zum Siegeszug des Spitzensports

3.2. Problematisierung des eminenten Medieneinflusses

4. Statusanalyse der Akteure im Spitzensport

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Sport, Gesellschaft und Medien. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie der Sport von gesellschaftlichen Wertewandelsprozessen sowie dem Einfluss der Massenmedien profitiert hat und inwieweit das System Sport dabei einem stetigen Wandel oder einer Kontinuität unterliegt.

  • Bedeutung und Wandel des Sports in der modernen Gesellschaft
  • Wechselwirkung zwischen Spitzensport und Massenmedien
  • Analyse der Profiteur-Rolle des Sports im Hinblick auf postmoderne Werteorientierungen
  • Statusanalyse der Akteure (Geschlechterrollen und soziale Schichtung)
  • Abgrenzung von Breiten- und Spitzensport

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Beitrag der Medien zum Siegeszug des Spitzensports

Während der Sport für die Medienlandschaft, gerade für das Fernsehen als wichtigstem Träger, Mitte des 20.Jahrhunderts noch relativ uninteressant gewesen ist, änderte sich dies ab den 70er Jahren und vor allem mit der Etablierung der privatrechtlichen Sender ab 1984 rasant. Die wirkliche Entdeckung des Sports und dem damit verbundenden enormen Potential als Sendeplatz kam mit den Erfolgen von Boris Becker und Steffi Graf im Tennissport. Hier wurde den Sendern erstmals bewusst, wie viele Zuschauer man mit diesen Sporthelden gewinnen konnte. So folgten gerade in den Individualsportarten immer wieder Athleten, die von den Medien zu den Vertretern stilisiert wurden (beispielsweise Michael Schumacher oder Henry Maske). Während es also in den ersten Jahrzehnten nach dem 2.Weltkrieg um die bloße Berichterstattung ging, wurde das Profil des Sports in den Medien immer breiter aufgestellt. Dieses Profil zeichnet sich dadurch aus, dass mit Hilfe der Akteure im Spitzensport und deren Darstellung vor allem in der Werbung eine Hyperstilisierung eingesetzt hat, die auch mit einer gewissen Theatralisierung verbunden ist.

Nicht zuletzt sind es vor allem die ökonomischen Faktoren, die das große Interesse der Medien am Sport erklären. So zeigt Abbildung 1 (Siehe Anhang), dass die 10 meistgesehenen Fernsehsendungen zwischen 1993 und 2002 alle Sportereignisse sind und somit die unglaubliche Attraktivität des Sports im Fernsehen wiederspiegeln. Neben dem Fernsehen als wichtigstem medialen Träger haben auch das Radio, die Zeitungen und das Internet, obwohl die hier angekündigte große Umwälzung des Mediensports noch ausbleibt, den Zugang zum Sport gefunden und tragen einen wesentlichen Anteil zur stetigen Präsenz und Konsummöglichkeit bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Bedeutung dem Sport als sozialem Feld in der modernen Gesellschaft zukommt und wie er durch gesellschaftlichen Wandel und Medien geprägt wird.

2. Die Bedeutung des Sporttreibens in der modernen Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert das Wachstum des Sports durch Vereinsstrukturen und den Einfluss postmoderner Werte wie Rationalisierung und Spezialisierung.

3. Die Wechselbeziehung von Spitzensport und Medien: Hier wird der mediale Einfluss auf den Spitzensport untersucht, wobei sowohl der Siegeszug des Sports durch die Medien als auch die damit einhergehenden Risiken thematisiert werden.

4. Statusanalyse der Akteure im Spitzensport: Das Kapitel befasst sich mit der sozialen Realität im Sport, insbesondere unter dem Aspekt der Geschlechterrollen und der Chancenungleichheit durch soziale Schichtung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Wechselbeziehung zwischen Sport und Gesellschaft zusammen und unterstreicht die Rolle des Sports als Profiteur gesellschaftlicher Veränderungsprozesse.

Schlüsselwörter

Sport, Gesellschaft, Medien, Wertewandel, Spitzensport, Breitensport, Leistungsgesellschaft, Medialisierung, Soziologie, Chancengleichheit, Geschlechterverhältnis, soziale Schichtung, Identitätsstiftung, Kommerzialisierung, Sportsoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Sports als einflussreiches Sozialphänomen in der modernen Gesellschaft und dessen enge Verflechtung mit massenmedialen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Wertewandel in der Gesellschaft, die Professionalisierung des Spitzensports, der Medieneinfluss sowie soziale Selektionsmechanismen und Ungleichheiten innerhalb des Sports.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist es, den "Bedeutungszuwachs" des Sports vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels zu prüfen und die wechselseitigen Einflüsse von Sport, Gesellschaft und Medien darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen sportsoziologischen Analyserahmen, der auf theoretischen Grundlagen (u.a. nach Otmar Weiß und Guttmann) basiert und durch Fallbeispiele und Statistiken belegt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Stellenwertes des Sports, die Analyse der Wechselbeziehung zwischen Sport und Medien sowie eine kritische Statusanalyse der Akteure im Spitzensport.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medialisierung, Leistungsgesellschaft, soziale Selektion und das Spannungsfeld zwischen Wandel und Kontinuität charakterisiert.

Wie beeinflussen die Medien laut der Arbeit die Wahrnehmung des Spitzensports?

Die Medien fungieren als Verbreitungsinstanz, die durch Hyperstilisierung und Inszenierung von "Sportlegenden" erst die Grundlage für den heutigen ökonomischen Erfolg und die enorme gesellschaftliche Reichweite des Sports geschaffen haben.

Warum wird im Text zwischen Breitensport und Spitzensport unterschieden?

Eine Trennung ist notwendig, da die Mechanismen der Leistungsgesellschaft und der Einfluss ökonomischer Faktoren im Spitzensport deutlich stärker ausgeprägt sind als im Breitensport.

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Details

Title
Sport in der Gesellschaft zwischen Wandel und Kontinuität
Subtitle
Analyse des Stellenwertes des (Spitzen-)Sports in der modernen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung des Beitrags der Massenmedien in der Bundesrepublik Deutschland
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Sozialer Wandel – Zur Sozialstruktur moderner Gesellschaften
Grade
1,0
Author
Marius Hummitzsch (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V141276
ISBN (eBook)
9783640483778
ISBN (Book)
9783640484010
Language
German
Tags
Sport Gesellschaft Soziologie Wandel Sozialer Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Hummitzsch (Author), 2009, Sport in der Gesellschaft zwischen Wandel und Kontinuität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141276
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