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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Bodenklassifikationen und ihre Systematisierungskriterien

Wie kommt der Boden zu seiner Bezeichnung?

Titel: Bodenklassifikationen und ihre Systematisierungskriterien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jana Kirchhübel (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es darum, die unterschiedlichen bodenkundlichen Systematiken der Welt vorzustellen, wobei deren Arbeitsweisen und Systematisierungskriterien jeweils von besonderer Bedeutung sind. Zu Beginn werden notwendige, einzelne nationale und auch die wesentlichsten internationalen Systematiken in kurzer Form zu charakterisiert. Schlussendlich galt es, Prinzipien herauszuarbeiten, die allen Klassifikationen zugrunde liegen und die Basis für eine Vergleichbarkeit bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nationale Klassifikationssysteme

2.1 Die deutsche Systematik

2.2 Die U.S.-amerikanische Systematik

2.3 Probleme nationaler Klassifikationen

3 Internationale Klassifikationssysteme

3.1 Die Weltbodenkarte der FAO

3.2 World Reference Base for Soil Resources

4 Systematisierungskriterien für Bodenklassifikationen

5 Zusammenfassung

Anhang: Bodenklassifikationssystem Japans

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Ansätze zur Klassifizierung von Böden weltweit. Ziel ist es, die methodischen Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Systematiken aufzuzeigen, die Kriterien für ihre Systematisierung zu analysieren und die Notwendigkeit einer international vergleichbaren Bodenklassifikation kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleich nationaler Bodenklassifikationssysteme (Deutschland, USA)
  • Analyse internationaler Ansätze wie der Weltbodenkarte der FAO
  • Untersuchung der World Reference Base for Soil Resources (WRB)
  • Erarbeitung von Kriterien für eine effiziente Bodenklassifikation
  • Diskussion über die Vergleichbarkeit von Bodensystematiken

Auszug aus dem Buch

1 EINLEITUNG

Bei der Betrachtung des abgebildeten Bodenprofils (Abb.1) kommen den Bodenkundlern dieser Erde verschiedene Begrifflichkeiten in den Sinn: So handelt es sich für einen Amerikaner um einen Humod aus der Ordnung der Spodosols (SCHACHTSCHABEL ET AL. 2002:483); für einen Deutschen um einen Humus-PP (PP = Podsol) aus der Abteilung der Terrestrischen Böden (EBD.:481) und ein japanischer Forscher würde wahrscheinlich die Bezeichnung 湿性腐植型ポドソル wählen (森林総合研究所 2006). Neben den genannten nationalen Bodenbezeichnungen existieren noch viele weitere: eine Russische, Niederländische, Französische oder Kanadische – um nur einige wenige Beispielstaaten zu nennen (BAKKER DE 1970; HILLEL ET AL. 2005:211ff.). Zudem wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jh. mit der Erstellung Weltbodenkarte auch zunehmend internationale Begriffe eingeführt. Daher wäre es ebenso möglich, den dargestellten Boden als einen Humic P (P= Podzol) zu bestimmen (SCHACHTSCHABEL ET AL. 2002:485).

Hinter den vielseitigen Bezeichnungen sind komplexe Systematiken über Einteilung und Entstehung von Böden verborgen, die sich von Nation zu Nation unterscheiden. Diese sogenannten Bodenklassifikationssysteme verstehen sich – im Sinne der Definition von Klassifikationen – als „organized bod[ies] of knowledge about something of interest.“ (HILLEL ET AL 2005:204).

In der folgenden Arbeit soll es nun darum gehen, die unterschiedlichen Systematiken vorzustellen, wobei deren Arbeitsweisen und Systematisierungskriterien jeweils von besonderer Bedeutung sind. Allgemein gilt es, Prinzipien herauszuarbeiten, die allen Klassifikationen zugrunde liegen und die Basis für eine Vergleichbarkeit bilden. Zu Beginn ist es jedoch notwendig, einzelne nationale und auch die wesentlichsten internationalen Systematiken in kurzer Form zu charakterisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Problematik unterschiedlicher Bodenbezeichnungen und führt in die Notwendigkeit sowie die Definition von Bodenklassifikationssystemen ein.

2 Nationale Klassifikationssysteme: Dieses Kapitel erläutert die Ansätze der deutschen sowie der U.S.-amerikanischen Systematik und diskutiert die generellen Schwierigkeiten, die bei national begrenzten Klassifikationen auftreten.

3 Internationale Klassifikationssysteme: Hier werden die Entstehung und Bedeutung der FAO-Weltbodenkarte sowie das Referenzsystem der World Reference Base for Soil Resources (WRB) als Lösungsansätze für internationale Vergleichbarkeit vorgestellt.

4 Systematisierungskriterien für Bodenklassifikationen: Es werden die theoretischen Grundlagen und Kriterien, insbesondere nach Arnold (2005), analysiert, die einer sinnvollen Einordnung und Strukturierung von Böden zugrunde liegen sollten.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert den Konflikt zwischen nationalen Systemen und der Notwendigkeit internationaler Harmonisierung und schließt mit einem Ausblick auf die Weiterentwicklung der Klassifikationsmethoden.

Schlüsselwörter

Bodenklassifikation, Pedosphäre, Bodenhorizont, Bodenprofil, FAO, World Reference Base, WRB, Bodensystematik, Soil Taxonomy, Humuspodsol, Bodenbildung, Geofaktoren, Klassifizierung, Bodentypen, Bodenkunde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Vielfalt und Komplexität der Bodenklassifikationssysteme und untersucht, warum unterschiedliche Länder und internationale Organisationen verschiedene Ansätze zur Bezeichnung und Einordnung von Böden wählen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind nationale Klassifizierungstraditionen, die Entwicklung internationaler Referenzsysteme wie die der FAO oder WRB sowie die wissenschaftstheoretischen Kriterien, die eine systematische Bodenordnung definieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die methodischen Unterschiede der Systeme zu verstehen und herauszuarbeiten, nach welchen Prinzipien Böden wissenschaftlich korrekt und international vergleichbar klassifiziert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich existierender Klassifikationssysteme sowie deren Entstehungsgeschichte, gestützt durch bodenkundliche Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung nationaler Systeme (Deutschland, USA), die Diskussion ihrer Probleme, die Betrachtung internationaler Lösungen (FAO, WRB) und eine theoretische Reflexion über die Kriterien der Bodenklassifizierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bodenklassifikation, Soil Taxonomy, FAO, WRB, Bodensystematik, Bodenbildung und internationale Vergleichbarkeit.

Inwiefern unterscheidet sich die deutsche Systematik von der U.S. Soil Taxonomy?

Während die deutsche Systematik stark auf die Horizontfolge und Bodengenese fokussiert, nutzt die U.S. Soil Taxonomy quantitative, diagnostische Horizonte und Eigenschaften, um eine objektivere und einfachere Zuordnung neuer Bodentypen zu ermöglichen.

Warum wird im Anhang das japanische Bodenklassifikationssystem aufgeführt?

Der Anhang dient als konkretes Beispiel für ein nationales Klassifikationssystem, das die in der Einleitung thematisierte Vielfalt der weltweiten Bodenbezeichnungen veranschaulicht.

Welche Rolle spielt die WRB für die internationale Bodenkunde?

Die World Reference Base for Soil Resources (WRB) dient als abstraktes Referenzsystem, das eine Kommunikation über Bodentypen über nationale Grenzen hinweg ermöglicht, indem es Definitionen und Klassifikationsmöglichkeiten angleicht.

Was bedeutet das "Principle of Purpose" in der Bodenklassifikation?

Es besagt, dass jede Klassifikation einen definierten Zweck erfüllen muss, etwa der Ordnung der Natur oder der effizienten Nutzung von Bodenressourcen, um für die jeweiligen Anwendergruppen nützlich zu sein.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bodenklassifikationen und ihre Systematisierungskriterien
Untertitel
Wie kommt der Boden zu seiner Bezeichnung?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Die Ökozonen der Erde
Note
1,0
Autor
Jana Kirchhübel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V141337
ISBN (eBook)
9783640492824
ISBN (Buch)
9783640493029
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bodenkunde Klassifikationen Soil Taxonomy FAO World Reference Base for Soil Resources Weltbodenkarte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Kirchhübel (Autor:in), 2008, Bodenklassifikationen und ihre Systematisierungskriterien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141337
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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