Das Assignment ist in vier Kapitel gegliedert. Auf die Einführung in die Fragestellung folgt der Hauptteil. Kapitel 2 bietet eine Definition des Begriffes Controlling, gibt eine Übersicht über dessen Kernaufgaben im Unternehmen und beschreibt Aufgaben sowie Kompetenzprofil des Controllers in diesem Kontext als Grundlage für die weitere Bearbeitung der zentralen Fragestellung. In Kapitel 3 wird der Begriff der Digitalisierung konkretisiert und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Unternehmen im Allgemeinen und das Controlling im Speziellen aufgezeigt. Aufbauend auf diesen neuen Anforderungen an den Wesenskern des Controllings wird die nötige Weiterentwicklung des Controllers in Hinblick auf Tätigkeiten und Kompetenzen beleuchtet. Die Arbeit endet mit einem Fazit in Kapitel 4, in dem die Ergebnisse zusammengefasst und mögliche, zukünftige Entwicklungen im Ansatz beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Wesenskern des Controllings
2.1. Definition
2.2. Aufgaben des Controllings
2.3. Der Controller
3. Controlling im Zeitalter der Digitalisierung
3.1. Definition Digitalisierung
3.2. Zielbild des Digital Controlling
3.2.1.Controlling der Digitalisierung
3.2.2.Digitalisierung des Controllings
3.3. Kompetenzen und Aufgaben des modernen Controllers
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das vorliegende Assignment hat zum Ziel, die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung auf die Steuerungsfunktion des Controllings zu erörtern und aufzuzeigen, wie sich das Kompetenzprofil des Controllers verändern muss, um den neuen, volatilen Anforderungen einer digitalen Geschäftswelt gerecht zu werden.
- Digitalisierung als transformativer Einflussfaktor auf Unternehmensprozesse
- Anpassung von Geschäftsmodellen und Controlling-Instrumenten
- Herausforderungen durch Big Data, KI und Industrie 4.0
- Wandel des Controller-Berufsbildes zum Business-Partner
- Entwicklung eines agilen Mindsets in der Finanzabteilung
Auszug aus dem Buch
3.1. Definition Digitalisierung
Hess definiert „Digitalisierung“ als „die Einführung neuer, auf digitalen Technologien basierender Lösungen“ (2022, S. 20). Dabei ist die ursprüngliche, technische Bedeutung – Überführung analoger in digitale Daten – weitestgehend in den Hintergrund gerückt (ebd.). Gleichzeitig wird Digitalisierung meist unscharf als Oberbegriff oder auch Synonym für verwandte Themen wie „Digitale Transformation“ und „Industrie 4.0“ verwendet (vgl. Langes und Boes o. J.). Zwar herrschen zwischen den Begriffen Überschneidungen, die „digitale Transformation“ ist jedoch von der Digitalisierung abzugrenzen: während die Digitalisierung lediglich die Einführung neuer Technologien bezeichnet, versteht man unter digitaler Transformation den durch Digitalisierung hervorgerufenen Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft. Im Unternehmenskontext wird hier insbesondere der Wandel von Prozessen, Produkten, Geschäftsmodellen und unternehmerischen Konzepten bezeichnet. Die Digitalisierung ist folglich als Voraussetzung für die digitale Transformation anzusehen.
Industrie 4.0 kann wiederum als spezifische Ausprägung der digitalen Transformation und der Digitalisierung verstanden werden: man bezeichnet damit die zunehmende Vernetzung von Unternehmen (beispielsweise die Integration von Kunden und Lieferanten in eigene Unternehmensprozesse) sowie von Produktionsmitteln wie Maschinen und Robotern als auch technischer Endgeräte wie Tablets, Smartphones und Smartwatches untereinander und dem Internet (vgl. Hess 2022, S. 23-24; Bendel o. J.). Tragende Säulen dieses Konzepts sind „cyberphysical systems (CPS), Internet of Things (IoT), Internet of Services (IoS), system integration and big data analysis (Big Data)“ (Zahoran und Zizlavsky 2021, S. 124-125).
Wo der Kontext es zulässt, wird der Oberbegriff „Digitalisierung“ im weiteren Verlauf der Arbeit verwendet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf den Innovationsdruck durch Digitalisierung und definiert die Zielsetzung sowie den formalen Aufbau der Untersuchung.
2. Wesenskern des Controllings: Dieses Kapitel erläutert die klassischen Grundlagen wie Planung, Kontrolle und Steuerung sowie das herkömmliche Rollenbild des Controllers als Datenlieferanten.
3. Controlling im Zeitalter der Digitalisierung: Der Hauptteil analysiert die Definition von Digitalisierung und deren transformative Auswirkungen auf die Methoden des Target-Controllings sowie die notwendige Weiterentwicklung zum modernen Business-Partner.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt die Notwendigkeit eines agilen Digital Mindsets heraus und wirft die Frage nach einer möglichen zukünftigen Fusion von Controlling und Data Science auf.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Controlling, Digital Controlling, Industrie 4.0, Big Data, Business Partnering, VUCA-Umwelt, Geschäftsmodellinnovation, Self-Controlling, Digitale Transformation, Kompetenzprofil, Agilität, Datenmanagement, Prozessinnovation, Künstliche Intelligenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit analysiert, wie die Digitalisierung die klassischen Ziele und Funktionen des Controllings beeinflusst und welche Anforderungen dies an das Berufsbild des Controllers stellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition der Digitalisierung im Unternehmenskontext, das Controlling der Digitalisierung sowie die Digitalisierung des Controllings selbst (Self-Controlling, agile Prozesse).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Controlling-Prozesse und Kompetenzprofile verändern müssen, um in einem durch Volatilität und Unsicherheit geprägten Marktumfeld (VUCA) bestehen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die sich auf aktuelle betriebswirtschaftliche Standards, Fachdiskussionen und Studien stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Controllings, die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Steuerungsmechanismen und die Transformation des Controllers hin zum strategischen Business-Partner.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Digitale Transformation, Controlling, Business Partnery, Agilität, Datenmanagement und Kompetenzentwicklung.
Was bedeutet das im Text erwähnte "Self-Controlling"?
Damit ist eine Entwicklung gemeint, bei der das Management durch entsprechende Self-Service-Tools (Dashboards, Apps) befähigt wird, relevante Steuerungsdaten in Echtzeit eigenständig abzurufen, wodurch das Controlling vom Datenlieferanten zum Treiber einer analytischen Unternehmenskultur wird.
Welche Rolle spielt die "VUCA-Welt" für das Controlling?
Die VUCA-Umwelt (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) erzwingt den Abschied von starren Reporting-Strukturen hin zu agilen, proaktiven Forecast-Methoden, um auf schnelle Marktänderungen reagieren zu können.
- Quote paper
- Julian Sternitzke (Author), 2023, Digital Management. Eine Analyse der neuen Ziele und Funktionen des Controllings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1413756