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Kinder psychisch robust machen - Zur Förderung der Resilienz durch Soziale Arbeit

Titre: Kinder psychisch robust machen - Zur Förderung der Resilienz durch Soziale Arbeit

Dossier / Travail , 2009 , 17 Pages , Note: gut (2.0)

Autor:in: Felix Carl (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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In Anlehnung an Hans Thiersch (Professor für Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik) erfährt jedes Individuum im Leben eine von einer oder mehreren Krisen geprägte Zeit. Sogenannte Life Events sind besondere Situationen innerhalb der Normalität der Biographie, Übergänge zwischen Lebensphasen und – feldern, z.B.: bei der Geburt eines Kindes, beim Übergang des Kindes aus der Familie in den Kindergarten und auch unvorhergesehene Veränderungen im Lebensfeld z.B.: Arbeitslosigkeit, Scheidung, Überschuldung (vgl. Thiersch 1990, S. 85). Belastend für Kinder, kann nach Achterhold (vgl. 2006, S.1) das Aufwachsen in einem risikobelasteten sozialen Umfeld, das durch Armut, Drogenkonsum und Gewalt gekennzeichnet ist, sein. Dieser Stress kann dazu führen, dass sich einige Kinder nur mühsam „berappeln“, andere Kinder jedoch wahre „Stehaufmännchen“ Qualitäten zeigen und sich dennoch zu erfolgreich sozialisierten Erwachsenen entwickeln (ebd.). Krisen können also stark machen – aber wie?
Die vorliegende Arbeit knüpft an diesen Gedanken an und fragt, wie die Profession der sozialen Arbeit mit psychosozial belasteten Familien gestaltet sein muss, um Kindern trotz ihrer schwierigen Lebenslagen und Lebenswelten eine hoffnungsvolle Zukunftsperspektive zu ermöglichen (vgl. Ramthun 2009, S.6). Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, die praktische und handlungsleitende Bedeutung der Resilienzforschung im Bezug auf Kinder vorzustellen. Die Betrachtung erfolgt dabei auf der Grundlage von einschlägiger Literatur und wird durch Praxis- und Forschungsbeispiele ergänzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1 Entwicklung und Charakteristika der Resilienzforschung

2.2 das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsky

3. Positive Peer Culture (PPC)

4. Risiko- und Schutzfaktoren als zentrale Erklärungsansätze

4.1 Vulnerabilitäts- und Risikofaktoren

4.2 Schutzfaktoren (protektiv)

5. Förderung der Resilienz durch die Soziale Arbeit

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Resilienzforschung für die Soziale Arbeit und geht der Frage nach, wie Fachkräfte in der Arbeit mit psychosozial belasteten Familien die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern stärken können, um ihnen trotz schwieriger Lebensbedingungen positive Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Resilienz und Salutogenese
  • Positive Peer Culture (PPC) als pädagogischer Ansatz
  • Systematisierung von Risiko- und Schutzfaktoren
  • Praktische Implementierung von Resilienzförderung (STEEP-Programm)
  • Herausforderungen der Sozialen Arbeit im modernen Sozialstaat

Auszug aus dem Buch

2. Begriffsbestimmung

Unter Resilienz versteht man die psychische, also seelische Widerstandsfähigkeit eines Menschen. Zunächst kommt der Begriff aus dem Englischen und wurde ursprünglich in Naturwissenschaften genutzt und bedeutet Elastizität, Schwung oder auch Unverwüstlichkeit. (vgl. Achterhold 2006, S.1)

Um sich begrifflich weiter anzunähern, lässt sich durch die Fachliteratur, eine sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen, von einer „gesunden Entwicklung“ (Zander 2007, S.4) oder auch „guten Anpassungsfähigkeit“ (ebd.) an widrige Lebensumstände, sprich biologische, psychologische oder auch soziale Entwicklungsrisiken, erfolgreich geprägte Bewältigung resümieren. Fooken sagt dazu (2009, S.1):

Je früher ein Kind die Erfahrung macht, mit schwierigen Situationen fertig zu werden, desto größer ist seine Chance, auch später heikle Situationen unbeschadet zu überstehen. (…) Psychisch robuste Menschen haben gelernt, sich zu vernetzen; sie halten Krisen für überwindbar und sie akzeptieren Veränderungen als elementaren Teil ihres Lebens.

In Relation zur Werkstoffkunde spricht man davon, dass resiliente Individuen sich verformen lassen und dennoch wieder in Ihre ursprüngliche Form zurückfinden (vgl. Ramthun, S. 9). Der Begriff Resilienz hielt erst in den siebziger Jahren Einzug in den psychologischen und pädagogischen Sprachgebrauch, wurde jedoch durch die Psychologin Hildegard Hetzer bereits 1929 in Ihrer Studie „Kindheit und Armut“ auf den menschlichen Bereich übertragen. Sie stellte fest und machte darauf aufmerksam, dass sich manche Kinder in großer Armut, relativ gesehen, gut entwickeln und plädierte damit für die präventive Bekämpfung von Armut. (vgl. Zander 2008, S. 97)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik lebensweltorientierter Krisen ein und stellt die zentrale Frage nach der Förderung psychischer Robustheit bei Kindern durch die Soziale Arbeit.

2. Begriffsbestimmung: Hier wird Resilienz definiert und der theoretische Hintergrund durch die Salutogenese nach Antonovsky sowie die Resilienzforschung dargelegt.

3. Positive Peer Culture (PPC): Dieses Kapitel erläutert das Konzept der positiven Peerkultur als Methode, um bei Kindern Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

4. Risiko- und Schutzfaktoren als zentrale Erklärungsansätze: Es erfolgt eine detaillierte Systematisierung von Belastungsfaktoren und schützenden Mechanismen, die die kindliche Entwicklung beeinflussen.

5. Förderung der Resilienz durch die Soziale Arbeit: Das Kapitel verknüpft Theorie mit Praxis und stellt Präventionsprogramme wie STEEP als Instrumente der Sozialen Arbeit vor.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst den Paradigmenwechsel von der Defizitorientierung hin zur Gesundheitsförderung in der professionellen Sozialen Arbeit zusammen.

Schlüsselwörter

Resilienz, Salutogenese, Soziale Arbeit, Kohärenzgefühl, Selbstwirksamkeit, Positive Peer Culture, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Kindheit, Prävention, Lebensweltorientierung, STEEP, Bewältigungsstrategie, psychische Widerstandsfähigkeit, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Kindern und untersucht, wie die Soziale Arbeit dazu beitragen kann, diese durch gezielte Förderung zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Resilienzforschung, das Modell der Salutogenese, die Bedeutung von Schutz- und Risikofaktoren sowie praktische Präventionsansätze für psychosozial belastete Familien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die praktische und handlungsleitende Bedeutung der Resilienzforschung für die Soziale Arbeit darzustellen und Wege aufzuzeigen, wie Kindern trotz schwieriger Lebensbedingungen eine positive Zukunftsgestaltung ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse einschlägiger Fachliteratur und wird durch die Einbeziehung von Praxis- und Forschungsbeispielen ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, die Vorstellung des PPC-Konzepts, die Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren und die Darstellung konkreter Förderansätze wie das STEEP-Programm.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Salutogenese, Selbstwirksamkeit, Schutzfaktoren und Lebensweltorientierung charakterisiert.

Was bedeutet der Begriff "Kohärenzgefühl" in diesem Kontext?

Das Kohärenzgefühl nach Antonovsky beschreibt eine kognitiv-emotionale Grundhaltung, die darauf beruht, dass ein Individuum Anforderungen als verstehbar, handhabbar und bedeutsam erlebt.

Wie unterscheidet sich die "Positive Peer Culture" von anderen Gruppenkonzepten?

Im Gegensatz zu Peer-Groups, die oft als negativer Einfluss gesehen werden, dient die PPC als moderiertes Forum, in dem Kinder emotionale Unterstützung erfahren und soziale Kompetenzen aufbauen.

Welche Rolle spielt das Programm STEEP bei der Resilienzförderung?

STEEP dient der frühen Bindungsförderung bei hochbelasteten Familien und unterstützt Mütter dabei, die Entwicklungsschritte ihrer Kinder besser zu verstehen und zu begleiten.

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Résumé des informations

Titre
Kinder psychisch robust machen - Zur Förderung der Resilienz durch Soziale Arbeit
Université
Kiel University of Applied Sciences  (Soziale Arbeit & Gesundheit)
Cours
Gender- und interkulturelle Aspekte der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit
Note
gut (2.0)
Auteur
Felix Carl (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
17
N° de catalogue
V141386
ISBN (ebook)
9783640507191
ISBN (Livre)
9783640507061
Langue
allemand
mots-clé
Kinder Psyche Psychisch Robust Resilienz Soziale Arbeit Förderung Stark Erziehung Ressourcen
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Citation du texte
Felix Carl (Auteur), 2009, Kinder psychisch robust machen - Zur Förderung der Resilienz durch Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141386
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