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Charaktereinführung und Zuschauerbindung am Beispiel der TV-Serie "Dexter"

Title: Charaktereinführung und Zuschauerbindung am Beispiel der TV-Serie "Dexter"

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andy Kujath (Author)

Communications - Movies and Television
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Serienfiguren geben einem oft den Anlass, über sie im alltäglichen Leben zu sprechen. Die Lebenswelten in denen die Hauptfiguren leben, sind einerseits weit entfernt von der eigenen Lebenserfahrung, jedoch scheinen sie oft so nah zu sein, dass man ihnen jedes Mal aufs Neue zuschauen möchte. Die Zuschauer sind sozusagen gefangen in dieser Kunstwelt und lassen sich Folge für Folge wieder neu darauf ein.
„Allen serialen und seriell angebotenen Produkten ist das stilistische Merkmal der Wiederholung gemeinsam.“ (Prisca Prugger, 1994, S.92) Denn gerade das Element der Wiederholung bietet dem Zuseher wohl Identifikation und teilweise Orientierung. Sie werden abgelenkt und fliehen so auch aus der Alltäglichkeit, indem sie einen parasozialen Kontakt mit den Fernsehfiguren aufbauen (vgl. Nils Borstnar, Eckhardt Pabst, Hans Jürgen Wulff, 2008, S.33).
Wie die emotionale Bindung zu den Serienfiguren hergestellt wird und wie die Charaktere zu Beginn einer Serie von Fernsehmachern gezeichnet werden, soll hier geklärt werden. Am Beispiel der TV-Serie Dexter lässt sich gut nachvollziehen, inwiefern es wichtig ist, eine Charakterbindung in den ersten Folgen einer Serie oder Reihe herzustellen. Es ist eine Herausforderung für die Autoren, denn es sollte so geschickt und unauffällig wie möglich geschehen. Denn wie schon Billy Wilder sagte, sind achtzig Prozent eines Films das Schreiben und die restlichen zwanzig Prozent die Ausführung.
Die Geschichten werden so geschrieben, dass eine größtmögliche Abwechslung innerhalb einer Serie möglich ist und trotzdem eine Art Identifikation...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Hintergründe zu Dexter

2.1 Story

2.2 Ästhetische Merkmale

2.3 Ausstrahlung und Flow

3. Serielle Struktur (Bezugnahme auf die Episoden 1, 2 und 3)

3.1 Charaktereinführung

3.2 Zuschauerbindung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzählerischen und ästhetischen Strategien, mit denen Fernsehserien ihre Zuschauer binden, wobei der Fokus insbesondere auf der Charaktereinführung und den Bindungsmechanismen am Beispiel der Serie "Dexter" in den ersten drei Episoden liegt.

  • Analyse der Charaktereinführung bei Serienmördern
  • Die Rolle ästhetischer Merkmale für die Zuschauerbindung
  • Bedeutung von "Flow" und Programmgestaltung im Fernsehen
  • Strukturelle Analyse der erzählerischen Dispersed Exposition
  • Einsatz von Cliffhangern und fortlaufenden Handlungssträngen

Auszug aus dem Buch

3.1 Charaktereinführung

Die erste Folge der Serie Dexter trägt in Deutschland den Namen „Der Tod kommt in kleinen Stücken“ („Dexter“). Hier wird der Zuschauer schon thematisch im Titel auf den Inhalt der Folge vorbereitet.

Die Episode hat einen unmittelbaren Beginn: Man sieht Dexter Morgan, der durch die Straßen von Miami fährt. Ein Off-Kommentar von ihm soll dem Zuschauer die Situation, in der er sich befindet näher bringen. Die ganze Szene hat einen rötlichen und irgendwie bedrohlichen Schimmer, während Dexter dem Zuschauer erklärt: „Heute Abend ist es soweit. Es wird wieder geschehen...“ Ohne das man die Situation wirklich verstehen konnte, gelingt ein Schnitt auf Dexters „ersten Fall“ in der Serie: Mike Donovan. Der Zuschauer erfährt, dass es sich bei ihm um einen Kinderschänder handelt und die Intention von Dexters Handeln wird langsam deutlich, als er auch sagt „Ich habe Grundsätze“ und darauf verweist, dass er niemals Kindern etwas antun würde. „Spannung bezieht sich nicht mehr nur auf Ereignisse, auf Konflikte, Normverletzungen und ihre Lösung, sondern auch auf den Reiz der Bilder, des Arrangements.“ (Irmela Schneider, 1995, S. 50) Mit diesem Prinzip soll der Zuschauer hier am Anfang der Serie gefesselt werden. Die Macht der Bilder soll beeindrucken, gerade wenn man noch nicht viel über die Hintergründe weiß.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die parasoziale Beziehung zwischen Zuschauern und Serienfiguren und führt in die Herausforderung ein, Identifikation mit einer moralisch ambivalenten Hauptfigur wie einem Serienmörder zu erzeugen.

2. Allgemeine Hintergründe zu Dexter: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Serie, die Charakteristika von Dexter Morgan als Blutspritzanalytiker und Serienmörder sowie die ästhetischen Mittel wie Farbfilter und Voice-Over.

3. Serielle Struktur (Bezugnahme auf die Episoden 1, 2 und 3): Es wird analysiert, wie die Serie durch die "Dispersed Exposition" und den gezielten Einsatz von Rückblenden und Nebencharakteren sukzessive Bindung zum Zuschauer aufbaut.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung der hohen qualitativen Dichte der Figurenführung und des Zusammenspiels von Einzel- und Serienhandlung für den Erfolg der Zuschauerbindung.

Schlüsselwörter

Dexter, Zuschauerbindung, Charaktereinführung, Fernsehanalyse, Serielle Struktur, Identifikation, Flow, Voice-Over, Cliffhanger, Dispersed Exposition, Medienwissenschaft, Serienmörder, Erzählmuster, Fernsehserie, Spannungsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie eine Fernsehserie durch narrative Mittel und ästhetische Gestaltung eine emotionale Bindung zwischen einem Serienmörder als Hauptfigur und dem Publikum herstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Charaktereinführung, die ästhetische Inszenierung, die serielle Zeitstruktur (Flow) und die psychologische Zuschauerbindung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie die Serie "Dexter" trotz eines moralisch ablehnenden Hauptcharakters eine erfolgreiche emotionale Bindung des Zuschauers in den ersten drei Folgen etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, die Theorien zur Seriellität und Zuschauerpsychologie auf das konkrete Beispiel der Serie "Dexter" anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche und ästhetische Analyse der Serie sowie eine detaillierte Betrachtung der seriellen Struktur, inklusive der Erzählweisen von Rückblenden und Spannungsaufbau.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Dispersed Exposition, parasoziale Interaktion, Cliffhanger, Spannungs-Struktur und serielle Identifikation.

Warum ist die Wahl von Miami als Handlungsort ästhetisch relevant?

Miami dient laut Analyse dazu, durch eine helle, sonnige Farbfilterung einen Kontrast zu den düsteren Handlungen der Hauptfigur zu schaffen, was die doppelte Identität von Dexter Morgan unterstreicht.

Wie trägt der "Flow"-Begriff zur Zuschauerbindung bei?

Der Begriff beschreibt, wie die äußere Programmgebundenheit (feste Sendezeiten, Blockbildung mit anderen Serien) den Zuschauer dazu veranlasst, die Serie in seinen festen Lebensalltag zu integrieren.

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Details

Title
Charaktereinführung und Zuschauerbindung am Beispiel der TV-Serie "Dexter"
College
University of Marburg  (Institut für Medienwissenschaft)
Course
Einführung in die Film- und Fernsehanalyse
Grade
1,7
Author
Andy Kujath (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V141401
ISBN (eBook)
9783640493371
ISBN (Book)
9783640493104
Language
German
Tags
Serie TV-Serie Fernsehserie Dexter Showtime Einschaltquoten Charaktere Fernsehen Qualitätsfernsehen Quality Television Pay TV Serienanalyse Episode
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andy Kujath (Author), 2009, Charaktereinführung und Zuschauerbindung am Beispiel der TV-Serie "Dexter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141401
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