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Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Spiritualität

Title: Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Spiritualität

Thesis (M.A.) , 2009 , 107 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Gesine Hansen (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Bearbeitung erfolgt vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes von Spiritualität und Gesundheit, welcher hauptsächlich die Zusammenhänge zwischen Glauben und Gesundheit thematisiert und in dieser Verbindung auch gesundheits-psychologische Themen wie das der subjektiven Gesundheitsvorstellungen streift.
Der Fragestellung wird in Form einer qualitativen Erhebung nachgegangen, in deren Rahmen fünf problemzentrierte Interviews ausgewertet und interpretiert werden. Die Interviewpartner sind ausschließlich Frauen mittleren Alters, deren Leben sowohl auf privater, als auch auf beruflicher Ebene eine Affinität zu spirituellen Inhalten und alternativen Heilmethoden aufweisen. Es wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die subjektiven Vorstellungen von Gesundheit und Spiritualität Einfluss auf die Lebensweise der Frauen nehmen und wie sie sich konkret auf ihr Alltagshandeln auswirken.

Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass unter Einbezug spiritueller Sichtweisen Gesundheit als ein Individuationsprozess verstanden werden kann, in den Krankheit als mögliches Entwicklungspotential eingebunden ist. Das rückt den subjektiven Aspekt von Gesundheit in den Mittelpunkt und kann als Beitrag zur Individualisierung des Gesundheitsbegriffes verstanden werden.
Das bewusste Beschreiten dieses persönlichen Entwicklungsweges erfordert die Fähigkeit der Selbstreflexion und kennzeichnendes Merkmal ist die Kommunikation mit einer 'Inneren, wissenden Instanz', der eine transzendente (göttliche) Dimension zugesprochen werden kann.
Die These, die ich daraus ableite, ist, dass es in jedem Menschen einen maßgeblichen individuellen Entwurf eigener Gesundheit (gesunden Kern) gibt. Vor diesem Hintergrund stellt es sich als eine Teilaufgabe von Gesundheitsförderung dar, den Menschen in der Entwicklung eines Bewusstseins für seine innere 'Kerngesundheit' zu unterstützen und ihm eine autarke Kommunikation mit diesem inneren Wissen zu ermöglichen.

Die zentralen Thesen fassen sich wie folgt zusammen:
· Gesundheit ist ein Individuationsprozess, der unter Einbezug einer 'Inneren, wissenden Instanz' stattfindet.
· Krankheit ist ein Teil von Gesundheit und stellt ein Entwicklungspotential dar.
· Bewusst-Sein fördert Gesundheit: eine Aufgabe der Gesundheitsförderung ist es, den Menschen im Zugang zu seiner 'Inneren, wissenden Instanz' zu unterstützen und ihn so dazu zu befähigen, sein größtmögliches Gesundheitspotential zu verwirklichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Gesundheit

2.1 Das Gesundheitsverständnis im historischen Wandel

2.2 Gesundheit im salutogenetischen Bezugsrahmen

2.3 Subjektive Gesundheitsvorstellungen

3. Spiritualität

3.1 Spiritualität und Wissenschaft

3.2 Verbundenheit und Suchen als Aspekte von Spiritualität

3.3 Spiritualität im Gesundheits(und Krankheits-)bezug

4. Forschungsteil

4.1 Theoretische Verortung und Grundannahmen

4.1.1. Angewandte Methode: Das problemzentrierte Interview

4.1.2. Auswahl der Probandinnen

4.1.3. Interviewleitfaden, Schlüsselbegriffe und Datenauswertung

4.2 Interviews

4.2.1. Hilke - Beziehungen

4.2.2. Brigitta - Natur und Entsprechungen

4.2.3. Claudia - Balance und Liebe zu sich selbst

4.2.4. Svea - 'Aha- Effekte' und Innere Instanz

4.2.5. R-Geschwister - Biografie und Stigmatisierung

5. Querschnittsanalyse, Erkenntnisse und Diskussion

5.1 Spiritualität

5.2 Gesundheit und Spiritualität

5.3 Konsequenzen für den Gesundheitsbegriff

5.3.1. Gesundheit als Individuationsprozess

5.3.2. Identität und Kohärenzgefühl im Individuationsprozess

5.4 Ganzheitliche Gesundheitsförderung auf personaler Ebene

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit Spiritualität und Gesundheit in subjektiven Gesundheitsvorstellungen miteinander verwoben sind und wie sich diese spirituellen Aspekte im Alltagshandeln von Frauen niederschlagen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob und wie spirituelle Dimensionen als Ressourcen für die persönliche Lebensführung und die Bewältigung von Krankheit genutzt werden.

  • Historische Entwicklung des Gesundheitsbegriffs und salutogenetischer Bezugsrahmen
  • Das multidimensionale Konstrukt der Spiritualität zwischen persönlicher Erfahrung und Religion
  • Qualitative Erhebung subjektiver Vorstellungen mittels problemzentrierter Interviews
  • Analyse der Bedeutung von Verbundenheit und Sinnstiftung für den Individuationsprozess

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Angewandte Methode: das problemzentrierte Interview

Das problemzentrierte Interview wird als eine Methodenkombination bzw. -integration beschrieben, die qualitative Interviews, Fallanalysen, biografische Methoden, Gruppendiskussion sowie auch Inhaltsanalyse umfassen kann (Mayring, 2002). Der Begriff wurde von Witzel Anfang der 1980er Jahren geprägt und ist eine Befragungsform, bei der die Probanden möglichst frei zu Wort kommen. Es wird eine bestimmte Problemstellung fokussiert, die vom Forschenden im Vorfeld analysiert wurde, d.h. bestimmte Aspekte wurden erarbeitet und in einem Interviewleitfaden zusammengestellt. Der Grundgedanke dieses Vorgehens ist von Mayring (2002) in drei vorrangige Prinzipien zusammengefasst worden:

Problemzentrierung: Es wird an einer gesellschaftsrelevanten Problemstellung angesetzt. Aufgabe des Forschers ist es, sich die wesentlichen objektiven Aspekte dieser Problemstellung vor der Interviewphase zu erarbeiten.

Gegenstandsorientierung: Die konkrete Gestaltung des Leitfadens muss auf einen spezifischen Gegenstand bezogen sein und darf nicht aus der Übernahme von fertigen Instrumenten bestehen.

Prozessorientierung: Es geht um die flexible Analyse des Problemfeldes und eine schrittweise Gewinnung und Prüfung von Daten. Beschaffenheit und Zusammenhang der einzelnen Elemente schälen sich langsam und im ständigen reflexiven Bezug auf die dabei verwanden Methoden heraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Vorstellung des Forschungsinteresses an der spirituellen Dimension in modernen Gesundheitskonzepten.

2. Gesundheit: Historische Herleitung des Gesundheitsverständnisses und Einordnung in salutogenetische Modelle.

3. Spiritualität: Theoretische Auseinandersetzung mit Spiritualität als Ressource und deren Verhältnis zur Wissenschaft.

4. Forschungsteil: Detaillierte Darstellung der angewandten qualitativen Methoden und Dokumentation der geführten Interviews.

5. Querschnittsanalyse, Erkenntnisse und Diskussion: Synthese der Forschungsergebnisse im Hinblick auf Gesundheit, Identität und Individuation.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit und Perspektiven für zukünftige Gesundheitsförderung.

Schlüsselwörter

Spiritualität, Gesundheit, Salutogenese, Krankheitsbewältigung, Individuation, Kohärenzgefühl, problemzentriertes Interview, Verbundenheit, Selbstverwirklichung, Lebenssinn, Gesundheitsbildung, psychosomatische Zusammenhänge, Identitätsentwicklung, Achtsamkeit, Herzensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Spiritualität und Gesundheit aus der Perspektive subjektiver Vorstellungen und analysiert, wie Menschen spirituelle Aspekte in ihren Alltag integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte des Gesundheitsbegriffs, das salutogenetische Modell nach Antonovsky sowie die Rolle von Spiritualität als Ressource für Lebenssinn und Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu eruieren, ob spirituelle Aspekte mit der persönlichen Gesundheit verbunden werden und in welcher Form sie sich im konkreten Alltagshandeln der Probandinnen ausdrücken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, basierend auf problemzentrierten Interviews, die anschließend inhaltlich ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, den Forschungsteil mit fünf Fallbeispielen bzw. Interviews sowie eine umfassende Querschnittsanalyse der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Spiritualität, Individuation, Kohärenzgefühl, Sinnstiftung, Gesundheitshandeln und ganzheitliche Gesundheitsförderung.

Welche Rolle spielt die 'Innere Instanz' in den Ergebnissen?

Sie dient als wegweisendes, inneres Wissen, das dem Menschen hilft, den Sinn von Krankheit zu erschließen und als Indikator für den individuellen Entwicklungsbedarf fungiert.

Wie bewerten die Probandinnen den Begriff 'Spiritualität'?

Der Begriff wird oft als ambivalent oder negativ besetzt empfunden; die Probandinnen nutzen stattdessen lieber Begriffe wie Verbundenheit, Liebe, innere Weisheit oder universelles Vertrauen.

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Details

Title
Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Spiritualität
College
University of Flensburg  (Institut für Psychologie- Abteilung Gesundheitspsychologie und Gesundheitsbildung)
Grade
2,0
Author
Gesine Hansen (Author)
Publication Year
2009
Pages
107
Catalog Number
V141414
ISBN (eBook)
9783640506491
ISBN (Book)
9783640506705
Language
German
Tags
Gesundheit Spiritualität Gesundheitsförderung Religion Identität Salutogenese Qualitative Sozialforschung Gesundheitsbildung Gesundheitspädagogik Krankheit Entwicklung Interview Frauen alternative Heilmethoden Ganzheitliche Gesundheitsberatung Kerngesund Ressource Gott Subjektive Gesundheitsvorstellungen Laiengesundheit Gesundheitspsychologie Achtsamkeitsmeditation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gesine Hansen (Author), 2009, Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Spiritualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141414
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