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Dummheit als literarisches Motiv in Grimmelshausens "Der abenteuerliche Simpicissimus Teutsch"

Título: Dummheit als literarisches Motiv in Grimmelshausens "Der abenteuerliche Simpicissimus Teutsch"

Trabajo Escrito , 2009 , 16 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Lucie Holtmann (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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Ein deutsches Sprichwort lautet.„Stell dich doof, dann geht’s dir gut“ , oder vielleicht eher „Stell dich dumm, dann geht’s dir gut.“. - In diesem Fall trifft es, etwas abgewandelt den Kern des Romans "Der abenteuerliche Simpicissimus Teutsch" von Grimmelshausen. Simplicius Simplicissimus, oder auch Simplicissimus Teutsch ist der Protagonist des Entwicklungsromans und schlägt sich sein ganzes Leben hindurch mit dem Ruf des Dummen herum.

Im Roman kommen eine Reihe von verschiedenen Typen von Dummheit vor, das Phänomen Dummheit wird so zum literarischen Motiv, dessen Funktionsweise ich in dieser Arbeit auf die Spur kommen will. Die Rolle des Dummen ist in der Literaturgeschichte immer wieder zur Waffe gegen die gesellschaftlichen Missstände und als Instrument zur Gesellschaftskritik verwendet worden. In diesem Zusammenhang lassen sich beispielsweise die kritischen Äußerungen des Erasmus von Rotterdam in seinem Lob der Torheit anführen, welche in erster Linie durch die Personifizierung der Torheit funktionieren. Auch Cervantes' Don Quichote lässt sich in seinem unerbittlichen Kampf gegen die Riesen, die nur er sieht, und die alle Anderen, den Leser eingeschlossen, für Windmühlen halten, als Held deuten, welcher nur seinem eigenen Urteil und seiner individuellen, unkonventionellen Moralvorstellung zufolge handelt.

Wie in Grimmelshausens Roman die Dummheit eingesetzt wird, und ob damit letzten Endes die feudale Gesellschaft vorgeführt wird, soll ein weiterer Untersuchungsgegenstand in dieser Arbeit sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Sprache im Roman

3. Dummheit als sozialgeschichtliches Kriterium

4. Aspekte von Dummheit

5. Instrumentalisierte Dummheit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Dummheit als zentrales literarisches Motiv in Hans Jakob Christoph von Grimmelshausens Roman "Der abenteuerliche Simplicissimus". Dabei wird analysiert, inwieweit die Darstellung von Dummheit Rückschlüsse auf die sozialgeschichtliche Bedeutung des Begriffs zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges zulässt und als Instrument der Gesellschaftskritik dient.

  • Die Funktion der Dummheit als literarisches Motiv und Maske des Protagonisten.
  • Das Spannungsfeld zwischen naiver Unwissenheit und scharfer gesellschaftskritischer Beobachtung.
  • Die Instrumentalisierung von Dummheit innerhalb der feudalen Ständegesellschaft.
  • Der Zusammenhang zwischen Bildung, Frömmigkeit und der Überwindung von Dummheit.
  • Die Rolle des Autors, der über die Erzählfigur eine subtile Gesellschaftskritik äußert.

Auszug aus dem Buch

Die Sprache im Roman

Diese sprachliche Vielfältigkeit ergibt sich, auf epischer Ebene, aus der bewegten Geschichte des Protagonisten, die mit der Begegnung mit vielen verschiedenen Figuren aus den unterschiedlichsten Regionen und sozialen Schichten einhergeht.

Auf philologischer Ebene lässt sich darüber hinaus anbringen, dass der Autor über einen feinen Sinn, für die Wirkung von Sprache und über eine umfassende Kenntnis der deutschen Dialekte, verfügt, die er sich zunutze macht, um bei der Figurenrede, die regionale und gesellschaftlichen Herkunft der handelnden Figuren zu verdeutlichen.

Zudem gewährleistet Grimmelshausens verwendete Darstellungsweise und Personenkonstellation, dass ein Spannungsfeld aufgetan wird zwischen der Rolle, die er dem Protagonisten Simplicius zuteilt, indem er ihn am Rande der Gesellschaft positioniert, und der daraus erwachsenden Beobachtungsgabe, welche Simplicius, aufgrund seiner Position, als außenstehender Betrachter, zuteil wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Es wird die Ambivalenz zwischen dem einfachen Protagonisten und der hochtrabenden Erzählsprache beleuchtet sowie die Forschungsfrage zur Dummheit als Motiv eingeleitet.

2. Die Sprache im Roman: Dieser Abschnitt analysiert die sprachliche Vielfalt und die Funktion der Sprache zur Charakterisierung der Figuren und ihrer Herkunft.

3. Dummheit als sozialgeschichtliches Kriterium: Das Kapitel untersucht, wie Dummheit nicht nur als Mangel an Intelligenz, sondern als Resultat gesellschaftlicher Wahrnehmung und Projektion verstanden wird.

4. Aspekte von Dummheit: Hier werden die verschiedenen Typen und Facetten der Dummheit im Roman systematisiert und deren dramaturgische Einbindung diskutiert.

5. Instrumentalisierte Dummheit: Es wird dargelegt, wie die Figur Simplicius die Dummheit bewusst als Maske (Narrentum) einsetzt, um die Gesellschaft zu beobachten und zu kritisieren.

6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und der Weg von der Unwissenheit zur Erkenntnis durch Bildung und Frömmigkeit als Kernbotschaft des Werkes herausgearbeitet.

Schlüsselwörter

Dummheit, Simplicissimus, Grimmelshausen, Literaturwissenschaft, Gesellschaftskritik, Narrentum, Dreißigjähriger Krieg, Entwicklungsroman, Sozialgeschichte, Wissensvermittlung, Identitätsfindung, Maskerade, Epik, Barockliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Roman "Der abenteuerliche Simplicissimus" von Grimmelshausen unter dem Fokus der Dummheit als zentrales literarisches Motiv und Instrument der Gesellschaftskritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Protagonisten als "Einfältiger", die Funktion von Sprache und Dialekt, die Maskierung durch Narrentum sowie das Spannungsfeld zwischen naiver Weltsicht und scharfer Kritik an der feudalen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie Grimmelshausen die Dummheit als Motiv einsetzt, um die zeitgenössische Ständegesellschaft zu reflektieren und subtile Gesellschaftskritik zu üben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die Textstellen des Romans mit literaturtheoretischen Ansätzen (u.a. Avital Ronell) verknüpft, um das Motiv der Dummheit zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Sprachstile, die Definition der Dummheit als soziales Kriterium, die Differenzierung ihrer verschiedenen Aspekte sowie die Analyse ihrer bewussten Instrumentalisierung durch den Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Dummheit, Gesellschaftskritik, Narrentum und barocke Epik definieren.

Warum wird Simplicius im Roman zum "Narren" gemacht?

Simplicius wird durch den Gouverneur und dessen Umfeld zum Narren gemacht, um als Unterhaltungsobjekt für die feudale Gesellschaft zu dienen und so seine aufrichtige Sichtweise zu entkräften oder für den Spott zu nutzen.

Wie überwindet der Protagonist laut der Autorin die Dummheit?

Laut der Arbeit wird der Weg aus der Dummheit durch eine Kombination aus christlicher Frömmigkeit und humanistischer Bildung (Belesenheit), wie sie Simplicius durch den Einsiedler vermittelt bekommt, geebnet.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Dummheit als literarisches Motiv in Grimmelshausens "Der abenteuerliche Simpicissimus Teutsch"
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Curso
Dummheit in der Literatur
Calificación
2,3
Autor
Lucie Holtmann (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
16
No. de catálogo
V141417
ISBN (Ebook)
9783668168640
ISBN (Libro)
9783668168657
Idioma
Alemán
Etiqueta
Literaturgeschichte Dummheit als literarisches Motiv
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lucie Holtmann (Autor), 2009, Dummheit als literarisches Motiv in Grimmelshausens "Der abenteuerliche Simpicissimus Teutsch", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141417
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