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Non-Performing Loans aus Investorensicht

Titre: Non-Performing Loans aus Investorensicht

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 63 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Markus Keller (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Kreditinstitute stehen aktuell vor einem gravierenden Strukturwandel. Dieser resultiert insbesondere aus den veränderten Eigenkapitalanforderungen aus den Basel II-Richtlinien, dem Wegfall der Gewährsträgerhaftung, dem Abschwung des Immobilienmarktes in Ostdeutschland sowie der steigenden Anzahl von Unternehmensinsolvenzen, welcher aus einem konjunkturellen Abschwung resultiert. In Folge dessen befinden sich die Unternehmensinsolvenzen weiterhin auf einem hohen Niveau von etwa 30.000 jährlich (Stand 2007/2008). Im Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise kann davon ausgegangen werden, dass diese eine erhöhte Anzahl von Insolvenzen mit sich bringen wird. Die daraus folgende erschwerte Kreditrückführung von Seiten der betroffenen Unternehmen führt zu einem höheren Ausfall von Krediten, dem sich die Banken stellen müssen. Der steigende Wettbewerbsdruck in Folge der Globalisierung in Verbindung mit einer geringen Eigenkapitalrendite zwingt deutsche Banken dazu, ihre Rentabilität auf ein vergleichbares Niveau zu steigern und ihre operativen Risiken zu minimieren. Im Vergleich zu europäischen Banken mit durchschnittlich 15 Prozent Eigenkapitalrendite, erreichen deutsche Banken lediglich 9 Prozent. Zur Lösung dieser Herausforderung stehen den Kreditinstituten bestimmte Handlungsalternativen zur Verfügung, wie die eigene Betreuung des Kreditengagements – dies eventuell in Verbindung mit einem externen Dienstleister – oder der Verkauf des Kredites an spezielle Investoren. Für einen Verkauf der Forderung sprechen die Eigenkapitalentlastung, der Liquiditätszufluss, eventuell geringere Refinanzierungskosten auf dem Kapitalmarkt sowie ein geringerer Personalaufwand für das Fachpersonal (Sanierungsabteilung, Analysten, Abwicklungsspezialisten). Eine wichtige Rolle bei der Veräußerung dieser Engagements übernehmen dabei die Investoren, welche sich auf die Betreuung und aktive Restrukturierung von Not leidenden Krediten spezialisiert haben. Die einzelnen Käufer verfolgen dabei unterschiedliche Strategien, wobei die Gesundung des Unternehmens und damit eine Wertsteigerung des Fremdkapitals im Vordergrund stehen. Hemmnisse bei der Veräußerung der Forderungen bestehen in Bank- bzw. Amtsgeheimnis und im Datenschutzgesetz. So dürfen Kreditinstitute keine Informationen über Kreditverhältnisse offenlegen, soweit keine Zustimmung des Schuldners vorliegt. Die Verschwiegenheitspflicht der Bank gegenüber ihrem Kunden steht somit der Auskunftspflicht dem Käufer gegenüber entgegen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Motivation und Zielsetzung

2 Grundlagen und Charakteristika von Problemkrediten

2.1 Definition Kredite

2.2 Problemkredite / Notleidender Kredit

2.2.1 Distressed Debts

2.2.2 Sub- und Non-Performing Loans

2.3 Rahmenbedingungen und Markt für Non-Performing Loans

2.3.1 Historische Entwicklung

2.3.2 Rahmenbedingungen

2.3.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.3.2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.3.2.2.1 Forderungsabtretung

2.3.2.2.2 Banklizenz

2.3.2.2.3 Bankgeheimnis

2.3.2.2.4 Datenschutz

2.3.2.2.5 Amtsgeheimnis

3 Akteure und ihre Motivationen

3.1 Motivationsgründe der Transaktionspartner

3.1.1 Verkaufsanreize und Handlungsalternativen der Banken

3.1.2 Investoren und Erwerbsmotive

3.2 Investitionsstrategien von NPL Investoren

3.2.1 Passives Investment

3.2.1.1 Trading

3.2.1.2 Buy-and-Hold-Investoren

3.2.2 Aktives Investment

3.2.2.1 Control-Oriented Strategie

3.2.2.2 Non-Control-Oriented Strategie

3.2.3 Exit-Strategien

3.3 Investitionsmöglichkeiten der NPL Investoren

3.3.1 Single Name Transaktionen

3.3.2 Basket- und Portfoliotransaktionen

4 Repräsentative Struktur einer NPL Transaktionen

4.1 Typische Ausgangssituationen

4.2 Vorüberlegungen einer NPL Transaktion für Investoren

4.3 Informationsbedarf der Investoren / Due Diligence

4.4 Bewertung und Preisfindung aus Sicht der Investoren

4.4.1 Grundsätzliche Rendite- und Preisfindungsüberlegungen zu NPL

4.4.2 Discounted Cash Flow Methode

4.4.3 Marktorientierte Methode

4.4.4 Liquidationswertverfahren

5 Fazit

5.1 Zielerreichung

5.2 Perspektiven und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Finanzinvestoren beim Handel mit notleidenden Krediten (Non-Performing Loans, NPL) in Deutschland zu analysieren und das oft einseitige Bild von sogenannten „Heuschrecken“ zu hinterfragen. Dabei wird untersucht, wie die Expertise und Kapitalstärke dieser Investoren zur Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Krisensituationen beitragen können, anstatt lediglich deren Liquidation voranzutreiben.

  • Charakteristika und Definitionen von Problemkrediten (Distressed Debts, NPL)
  • Marktentwicklung und Rahmenbedingungen für den NPL-Handel in Deutschland
  • Unterschiedliche Investitionsstrategien (aktive vs. passive Strategien)
  • Verfahren zur Bewertung und Preisfindung von notleidenden Forderungen
  • Die Bedeutung von Bankgeheimnis und Datenschutz als Hemmnisse für den Markt

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Historische Entwicklung

„Auffällig ist bei einem internationalen Vergleich, dass der Hintergrund von schnell wachsenden NPL-Märkten regelmäßig die Verbindung einer Immobilienkrise („Blase“) mit gesamtwirtschaftlichen Problemen (…) ist.“ Im folgenden Teil wird herausgestellt und an Hand von historischen Ereignissen begründet, in wie fern das oben aufgeführte Zitat die Hintergründe zur Entstehung eines Marktes für Non Performing Loans weltweit treffend wieder gibt und beschäftigt sich im weiteren Verlauf intensiver mit der Entwicklung der Märkte der USA und Deutschlands.

Der Beginn des „Distressed Corporate Debt Investing“ in den USA, geht auf das Jahr 1929 zurück, in welchem die große Depression Ihren Ursprung hat. Eine aus der Krise heraus entstehende immer größer werdende Zahl an Insolvenzen weckte zunehmend das Interesse von Investoren, die z.B. schon damals anfingen in Verbindlichkeiten von Eisenbahnunternehmen (70er Jahre), Immobilienfonds (Mitte der 70er und 80er Jahre), Energie-und Stahlunternehmen (80er und 90er Jahre) sowie seit der Jahrtausendwende in die Verbindlichkeiten von Telekommunikationsunternehmen zu investieren. Im Jahr 1987 konnte durch die Überarbeitung des US Bankruptcy Code eine Vereinfachung der Unternehmensreorganisationsverfahren geschaffen werden, welche Anreize zur Unternehmensfortführung boten. Eine weitere Rolle für die zunehmende Entwicklung des Distressed Debt Investing in den USA spielten Mitte der 80er-Jahre die große Anzahl von Unternehmen, welche durch einen Leverage Buyout übernommen wurden. Als Finanzierungsinstrument wurden so genannte „Junk Bonds“, was als Schrottanleihen übersetzt werden kann, herausgegeben. Hierbei handelt es sich um Bonds, die bereits zum Zeitpunkt der Emission über ein geringes Rating und eine hohe Verzinsung verfügen. Zu Schwierigkeiten führte dies als es im Jahr 1987 zu einem Kursverfall an den Börsen mit einer einhergehenden Rezession kam und es somit vielen Unternehmen, ungewöhnlicher weise trotz der Erwirtschaftung positiver Cash-Flows, unmöglich war die Junk-Bonds ordentlich zu bedienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den strukturellen Wandel im Bankwesen und die Zunahme von Problemkrediten durch wirtschaftliche Krisen und regulatorische Anforderungen wie Basel II.

2 Grundlagen und Charakteristika von Problemkrediten: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert Problemkredite sowie notleidende Kredite und erörtert die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des NPL-Marktes.

3 Akteure und ihre Motivationen: Hier werden die Verkaufsanreize für Banken sowie die Strategien und Motive der verschiedenen Investorentypen bei NPL-Transaktionen detailliert beschrieben.

4 Repräsentative Struktur einer NPL Transaktionen: Das vierte Kapitel widmet sich dem Prozess einer Transaktion, angefangen bei der Analyse über Due Diligence bis hin zu spezifischen Bewertungs- und Exit-Methoden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass ein geregelter NPL-Markt zur Stabilisierung des Finanzsektors beitragen kann und spricht Handlungsempfehlungen für die Zukunft aus.

Schlüsselwörter

Non-Performing Loans, NPL, Problemkredite, Finanzinvestoren, Sanierung, Restrukturierung, Bankgeheimnis, Due Diligence, Distressed Debt, Eigenkapital, Basel II, Forderungsverkauf, Asset Backed Securitisation, Unternehmenskrise, Investmentstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Thematik des Handels mit notleidenden Krediten (Non-Performing Loans, NPL) aus Sicht der Investoren, insbesondere unter Berücksichtigung des deutschen Marktes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Strukturierung von Problemkrediten, die rechtlichen Rahmenbedingungen für deren Handel, die Motivationen von Banken und Investoren sowie verschiedene Strategien und Bewertungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert von Finanzinvestoren bei der Sanierung von krisenbehafteten Unternehmen aufzuzeigen und ein differenzierteres Bild abseits des Klischees der „Heuschrecken“ zu zeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender regulatorischer Anforderungen, Marktdaten sowie theoretischer Bewertungsmodelle im Kontext der Finanzierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Grundlagen auch detaillierte Investitionsstrategien (aktiv vs. passiv), rechtliche Hemmnisse wie das Bankgeheimnis und konkrete Verfahren zur Wertermittlung (z.B. Discounted Cash Flow) erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Non-Performing Loans, Restrukturierung, Finanzinvestoren, Sanierung, Due Diligence und regulatorische Vorgaben wie Basel II.

Warum ist das Bankgeheimnis ein Hemmnis für den NPL-Handel?

Das Bankgeheimnis untersagt Kreditinstituten grundsätzlich die Weitergabe kundenbezogener Daten an Dritte, was den Verkauf von Forderungen an Investoren erschwert, sofern keine explizite Zustimmung des Schuldners vorliegt oder eine gesetzliche Interessenabwägung zugunsten der Bank ausfällt.

Welche Rolle spielt die „Due Diligence“ für Investoren?

Sie dient der sorgfältigen Prüfung des Investitionsobjekts, um Informationsasymmetrien abzubauen und eine belastbare Entscheidungsgrundlage für das Kaufpreisangebot zu schaffen.

Wie unterscheiden sich aktive und passive Investitionsstrategien?

Passive Investoren konzentrieren sich auf den reinen Handel (Trading) und die Ausnutzung von Markteffizienzen ohne operative Einflussnahme, während aktive Investoren in die Sanierung oder Unternehmensführung eingreifen, um den Wert der Forderung zu steigern.

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Résumé des informations

Titre
Non-Performing Loans aus Investorensicht
Université
University of applied sciences, Düsseldorf
Cours
Finanzierung
Note
2.0
Auteur
Markus Keller (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
63
N° de catalogue
V141423
ISBN (ebook)
9783640513611
ISBN (Livre)
9783640512072
Langue
allemand
mots-clé
Ausgefallene Kredite Insolvenz Investition Basel II Basel 2 Sub Performing Non-Performing Risiko
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Keller (Auteur), 2009, Non-Performing Loans aus Investorensicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141423
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