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Erfüllung des Kinderwunsches durch Leihmutterschaft. Eine kritisch ethische Auseinandersetzung

Title: Erfüllung des Kinderwunsches durch Leihmutterschaft. Eine kritisch ethische Auseinandersetzung

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: K. Klimm (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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In dieser Hausarbeit wird sich allgemein mit der Leihmutterschaft befasst. Dabei wird sich auf folgende Frage fokussiert: "Inwiefern ist es ethisch vertretbar, Paaren den unerfüllten Kinderwunsch durch die Methode der Leihmutterschaft zu erfüllen?" Es wird die Leihmutterschaft kritisch aus ethischer Sicht betrachtet und versucht, eine Antwort auf diese Fragestellung in der Literatur zu finden.

Das erste Kapitel befasst sich mit allgemeinen Informationen zum Thema Leihmutterschaft. Es wird darauf eingegangen, dass eine Leihmutter eine Frau ist, die ein Kind für die Wunscheltern austrägt, dabei werden unterschiedliche Formen sowie Motivationen unterschieden. Des Weiteren wird auf das Verbot in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz aufmerksam gemacht und in den internationalen Vergleich mit der rechtlichen Lage anderer Länder gestellt.

Im zweiten Kapitel wird die Leihmutterschaft durch die zwei ethischen Themen Autonomie und Zwang analysiert. Es wird deutlich gemacht, dass in vielen Ländern diese Art der Reproduktion viele negative Aspekte im Zusammenhang mit diesen ethisch diskutierten Themen hervorbringt, die teilweise jedoch aus einem anderen Kontext heraus entkräftet werden können.

Im dritten und abschließenden Kapitel wird darauf eingegangen, welche Motivatoren die Eltern besitzen und was Indikationen für sie sind, diese reproduktive Methode auszuüben trotz der Tatsache, dass die reproduktive Methode der Leihmutterschaft wie vorangegangen deutlich gemacht wurde ethisch und moralisch sehr umstritten ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Leihmutterschaft

1.1 Definition

1.2 Die Rechtslage

1.2.1 Die Rechtslage im Ausland

2 Eine Ethische Analyse

2.1 Autonomie

2.1.1 Autonomie der Leihmütter

2.1.2 Autonomie der Wunscheltern

2.2 Zwang

2.2.1 Ausbeutung und Instrumentalisierung

2.2.2 Mögliche Instrumentalisierung der Kinder

3 Beweggründe zur Leihmutterschaft

3.1 Indikationen

3.2 Ausmaß des Reproduktionstourismus

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der ethischen Vertretbarkeit der Leihmutterschaft auseinander. Dabei wird untersucht, ob Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch die Inanspruchnahme dieser Methode aus moralischer Sicht gestattet werden kann und welche gesellschaftlichen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen diesbezüglich existieren.

  • Ethische Bewertung der Leihmutterschaft (Autonomie vs. Zwang)
  • Die rechtliche Situation in Deutschland im Vergleich zum Ausland
  • Motive von Paaren für eine Leihmutterschaft
  • Diskussion über die Instrumentalisierung von Frauen und Kindern
  • Die Problematik des Reproduktionstourismus

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition

Eine Leihmutter erfüllt einem auftraggebenden Paar, dessen Kinderwunsch unerfüllt bleibt, durch das Austragen und gebären des Kindes deren Kinderwunsch. Dabei können 2 Formen der Leihmutterschaft differenziert werden.

1. Die vollumfängliche Leihmutterschaft („full oder gestational surrogacy“), dabei besteht bei Leihmutter und Kind keine genetische Verwandtschaft, da die Schwangerschaft durch einen Embryonentransfer erfolgt. Die Gameten entstammen dabei entweder von beiden auftraggebenden Elternteilen, einem oder keinem.

2. Teilweise Leihmutterschaft („partial“ oder „genetic surrogacy“), hierbei besteht eine genetische Verwandtschaft zwischen Leihmutter und Kind, da die Schwangerschaft durch eine Insemination erzeugt wird (Tschudin & Griesinger 2012).

Zudem lässt sich die Motivation zur Leihmutterschaft in altruistisch und kommerziell unterscheiden. Besteht keine finanzielle Entschädigung, sind die am Reproduktionsprozess Beteiligten altruistisch motiviert. Hierbei liegt kein Vertrag, welcher bspw. die finanzielle Vergütung regelt vor. Diese Form der Leihmutterschaft tritt häufig bei bestehenden Verwandtschaftsverhältnissen in Erscheinung. Häufiger kommt es weltweit jedoch zur kommerziellen Leihmutterschaft, bei der es vertragliche Regelungen gibt. Dabei werden die meist miteinander fremden durch Agenturen vermittelt. Das Resultat des Verbots in Deutschland ist ein Tourismus der beinhaltet, dass heterosexuelle und auch homosexuelle Paare im Ausland eine Leihmutterschaft in Anspruch nehmen (Diedrich, Ludwig & Griesinger, 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über die ethisch umstrittene Praxis der Leihmutterschaft und Hinführung zur zentralen Untersuchungsfrage.

1 Die Leihmutterschaft: Definition der Leihmutterschaftsformen sowie Aufarbeitung der rechtlichen Situation in Deutschland und international.

2 Eine Ethische Analyse: Ethische Auseinandersetzung anhand der Aspekte Autonomie und Zwang unter Berücksichtigung von Ausbeutungsrisiken.

3 Beweggründe zur Leihmutterschaft: Analyse der medizinischen Indikationen und des Ausmaßes des Reproduktionstourismus.

4 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der ethischen Kontroversen und Fazit zur individuellen Entscheidungsfindung.

Schlüsselwörter

Leihmutterschaft, Reproduktionstourismus, Ethik, Autonomie, Wunscheltern, Embryonentransfer, Reproduktionsmedizin, Kinderwunsch, Instrumentalisierung, Abtreibung, Fremdbestimmung, Rechtliche Lage, Embryonenschutzgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethischen, moralischen und rechtlichen Aspekte der Leihmutterschaft als Methode zur Erfüllung eines Kinderwunsches.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Der Fokus liegt auf der Unterscheidung von Leihmutterschaftsformen, der Rechtslage, ethischen Spannungsfeldern wie Autonomie und Zwang sowie den Beweggründen betroffener Paare.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die wissenschaftliche und ethische Debatte darüber aufzuarbeiten, inwieweit die Leihmutterschaft als ethisch vertretbare Option für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch angesehen werden kann.

Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine ethische Analyse, die bereits vorhandene wissenschaftliche Literatur und rechtliche Rahmenbedingungen auswertet.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Leihmutterschaft, eine ethische Analyse der Autonomie und Ausbeutung sowie eine Untersuchung der Indikationen für Paare.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Reproduktionstourismus, Leihmutterschaft, Autonomie der Wunscheltern und Leihmütter sowie die ethische Instrumentalisierung.

Inwiefern beeinflusst das Embryonenschutzgesetz die Thematik in Deutschland?

Das Gesetz verbietet die Leihmutterschaft strikt, was dazu führt, dass Paare für diese Methode häufig ins Ausland reisen, wo andere rechtliche Bedingungen herrschen.

Welche ethischen Kontraargumente werden gegen die Leihmutterschaft angeführt?

Kritiker führen insbesondere die Gefahr der Ausbeutung von wirtschaftlich schwachen Frauen sowie eine mögliche Instrumentalisierung der Kinder als Ware an.

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Details

Title
Erfüllung des Kinderwunsches durch Leihmutterschaft. Eine kritisch ethische Auseinandersetzung
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
K. Klimm (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1414382
ISBN (PDF)
9783346963178
ISBN (Book)
9783346963185
Language
German
Tags
Leihmutterschaft Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
K. Klimm (Author), 2022, Erfüllung des Kinderwunsches durch Leihmutterschaft. Eine kritisch ethische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1414382
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