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Gründe für die Vereinigung der SPD und KPD zur SED

Title: Gründe für die Vereinigung der SPD und KPD zur SED

Term Paper , 2020 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kevin Markus Oelsner (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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In der Arbeit soll folgende Leitfrage beschrieben werden: War die Vereinigung zwischen der SPD und KPD eine ideologische Notwendigkeit, welche von der Basis beider Parteien gewünscht/gefordert wurde oder eine Zwangsvereinigung auf Initiative der sowjetischen Besatzungsmacht und der Spitze der KPD?
Diese Frage wird umfangreich erörtert. Die Argumente sind dabei sowohl ideologisch als auch historisch geprägt und mit Beispielen und Zitaten aus den Originalwerken untermauert.

Es ergibt sich folgender Aufbau der Arbeit: Innerhalb des ersten theoretischen Punktes werden die verschiedenen Basen des Marxismus, Leninismus und Stalinismus betrachtet - die ideologischen Wurzeln für oder gegen die Vereinigung. Eine strakte Selektion muss erfolgen, weil es nicht möglich ist, die drei Richtungen der sozialistischen Ideen in der Gänze auszuwerten. Die vorrangigen Themen sind die Stellung der Partei, welchen Aufgabenbereich sie in der Revolution und innerhalb einer sozialistischen Gesellschaft innehat.
Darauf folgen die Parteigeschichten der SPD und KPD von der jeweiligen Gründung bis hin zur Machtergreifung Adolf Hitlers. Im Besonderen sollen hier die Unterschiede zur Haltung zu einer Revolution, zu Moskau und zum Sozialismus das hauptsächliche Thema sein und nicht die komplette Geschichte beider Parteien. Die beiden abschließenden Teile bilden den Kern der Arbeit. Die Geschichten der Arbeiterparteien von 1945 bis Anfang 1946 sollen mit dem Hintergrund betrachtet werden, welche Situationen/Aktionen förderlich oder hinderlich für eine Vereinigung von SPD und KPD waren.

Die vorliegende Arbeit ist geprägt von einem Liedtitel aus dem Jahr 1891. Das Arbeiterlied beschreibt in seinem Text die notwendige Vereinigung aller Sozialisten. Nur dadurch sei es möglich, „die Arbeit zu befreien“, dem Volke Glück, Licht und „des Wissens Macht“ zu geben. Die Sozialisten müssten geschlossen handeln, um gemeinsam „der Arbeit heil´gen Krieg“ zu führen und abschließend stünde das Paradies auf Erden.
Dieses große Ziel wurde in den 1930er Jahren von der SPD und KPD besungen. Doch trotz des gemeinsamen Liedgutes trennte sie scheinbar mehr als sie vereinte. Der später benannte „Bruderkampf“ teilte die beiden Parteien und war vermeintlich einer der Wegbereiter für die Machtergreifung Hitlers. 334 Tage nach der deutschen Kapitulation erfolgte die „notwendige“ Konsequenz nach 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur: die Vereinigung zwischen SPD und KPD.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur ideologischen Voraussetzung

2.1. Marxismus als Basis

2.2. Leninismus und die „Partei des Neuen Typus“

2.3. Stalinismus und der verschärfte Parteiaufbau

3. Zur Parteigeschichte vor 1933

3.1. SPD 1863 bis 1933

3.2. KPD 1919 bis 1933

4. Exil, Haft und KZ – Die Zeit zwischen 1933 bis 1945

5. Parteigeschichten Frühling bis Herbst 1945

6. Vereinigung zur SED

6.1. Die Spaltung der SPD und der Fall Österreich

6.2. Die Sechziger-Konferenz und die Urabstimmung

6.3. Der I. Parteitag der SED

6.4. Folgen und beginnende Stalinisierung

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Prozess der Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED im Jahr 1946. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, ob es sich bei diesem Zusammenschluss um eine ideologische Notwendigkeit, getragen von der Basis, oder um eine von der sowjetischen Besatzungsmacht und der KPD-Spitze forcierte Zwangsvereinigung handelte.

  • Ideologische Grundlagen des Marxismus, Leninismus und Stalinismus
  • Parteigeschichtliche Entwicklung von SPD und KPD bis 1933
  • Die Situation der Arbeiterparteien während der NS-Diktatur
  • Der Einigungsprozess 1945/46 unter dem Einfluss der SMAD
  • Die beginnende Stalinisierung und politische Säuberungen nach 1946

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit ist geprägt von einem Liedtitel aus dem Jahr 1891. Das Arbeiterlied beschreibt in seinem Text die notwendige Vereinigung aller Sozialisten. Nur dadurch sei es möglich, „die Arbeit zu befreien“, dem Volke Glück, Licht und „des Wissens Macht“ zu geben. Die Sozialisten müssten geschlossen handeln, um gemeinsam „der Arbeit heil´gen Krieg“ zu führen und abschließend stünde das Paradies auf Erden.

Dieses große Ziel wurde in den 1930er Jahren von der SPD und KPD besungen. Doch trotz des gemeinsamen Liedgutes trennte sie mehr als sie vereinte. Der später benannte „Bruderkampf“ teilte die beiden Parteien und war vermeintlich einer der Wegbereiter für die Machtergreifung Hitlers. 334 Tage nach der deutschen Kapitulation erfolgte die „notwendige“ Konsequenz nach 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur: die Vereinigung zwischen SPD und KPD.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Leitfrage und des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Zur ideologischen Voraussetzung: Analyse der theoretischen Wurzeln von Marxismus, Leninismus und Stalinismus als Basis für die Parteientwicklung.

3. Zur Parteigeschichte vor 1933: Betrachtung der historischen Entwicklung von SPD und KPD bis zum Ende der Weimarer Republik.

4. Exil, Haft und KZ – Die Zeit zwischen 1933 bis 1945: Darstellung der Verfolgung und Situation der Arbeiterparteien während der Zeit des Nationalsozialismus.

5. Parteigeschichten Frühling bis Herbst 1945: Untersuchung der Neukonstituierung der Parteien und erster Ansätze zur Einigung nach Kriegsende.

6. Vereinigung zur SED: Detaillierte Analyse des Einigungsprozesses, der politischen Druckmittel und des I. Parteitags der SED.

7. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Abwägung ideologischer Notwendigkeiten und politischer Zwangsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

SPD, KPD, SED, Zwangsvereinigung, Sowjetische Besatzungszone, SMAD, Stalinismus, Arbeiterbewegung, Sozialfaschismusthese, Marxismus, Leninismus, Einigungsprozess, Parteigeschichte, politische Säuberungen, Nachkriegsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Weg, der im Jahr 1946 zur Vereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in der sowjetisch besetzten Zone führte.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den ideologischen Unterschieden der Parteien, den Erfahrungen der Weimarer Republik, dem Druck während der Besatzungszeit und der anschließenden Stalinisierung der neuen Partei.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Parteienvereinigung als freiwilliger Zusammenschluss aus ideologischer Notwendigkeit oder als ein von der Besatzungsmacht erzwungener Prozess einzustufen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Forschungsliteratur, insbesondere von Experten wie Andreas Malycha und Zeitzeugen wie Wolfgang Leonhard.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ideologischen Grundlagen, die Geschichte der Parteien vor und während der Nazi-Diktatur sowie die konkreten Schritte und Konflikte auf dem Weg zur SED-Gründung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie SED-Vereinigung, Stalinisierung, SMAD, Arbeiterbewegung und den Bruderkampf zwischen KPD und SPD geprägt.

Welche Rolle spielte die "Sozialfaschismusthese" bei der Spaltung?

Diese These führte dazu, dass die KPD die SPD als reaktionär und als "Sozialfaschisten" diffamierte, was den sogenannten "Bruderkampf" der 20er Jahre befeuerte und eine Zusammenarbeit massiv verhinderte.

Was bedeutete das "Österreich-Syndrom" für die KPD?

Nachdem die Kommunisten bei den Wahlen in Österreich 1945 eine schwere Niederlage erlitten, entstand in der KPD die Angst, bei freien Wahlen in Deutschland ebenfalls an Bedeutung zu verlieren, was den Druck zur Einigung mit der SPD verstärkte.

Wie reagierte die SPD auf den Einigungsdruck?

Es gab erhebliche Widerstände, insbesondere in den Westzonen durch Kurt Schumacher. Die Urabstimmung in Berlin zeigte deutlich, dass eine Mehrheit der Mitglieder eine schnelle Zwangsvereinigung ablehnte.

Wie wurde die Stalinisierung der SED konkret umgesetzt?

Die Stalinisierung erfolgte unter anderem durch die Etablierung des Systems der "Partei des Neuen Typus", politische Säuberungen ehemaliger Sozialdemokraten und eine massive Propagandaoffensive der SMAD ab 1947.

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Details

Title
Gründe für die Vereinigung der SPD und KPD zur SED
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Politik und Gesellschaft in der Sowjetischen Besatzungszone (1945-1949)
Grade
1,3
Author
Kevin Markus Oelsner (Author)
Publication Year
2020
Pages
30
Catalog Number
V1414556
ISBN (PDF)
9783346962775
ISBN (Book)
9783346962782
Language
German
Tags
Sowjetische Besatzungszone KPD Kommunismus Vereinigung SPD SED SBZ DDR Sozialismus Zwangsvereinigung Walter Ulbricht Otto Grotewohl Kurt Schumacher Stalin Arbeiterbewegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Markus Oelsner (Author), 2020, Gründe für die Vereinigung der SPD und KPD zur SED, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1414556
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