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Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation in der Neurologischen Rehabilitation

Ergänzende und ersetzende Hilfen für Menschen mit erworbener geistiger Behinderung

Title: Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation in der Neurologischen Rehabilitation

Diploma Thesis , 2007 , 101 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sylvia Neumann (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Die Unterstützung der Kommunikation ist in der Neurologischen Rehabilitation vor allem ein Thema der Sprachtherapie. Hierzu finden sich vielfältige funktionstherapeutische Ansätze. Im Gegensatz dazu werden die unterstützenden und ergänzenden Methoden für den klinischen Bereich in der Literatur nur selten beachtet und für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ergeben sich nahezu keine Hinweise. Mit dieser Arbeit soll deshalb geklärt werden, inwieweit unterstützende und ergänzende Kommunikationssysteme aus der Heilpädagogik auch auf Menschen mit ‚erworbenen geistigen Behinderungen’ in der Neurologischen Rehabilitation übertragen werden können.
Es zeigt sich, dass Kommunikationsförderung gerade bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen keinesfalls vernachlässigt werden darf. Für jeden, auch für Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen, kann durch die vielfältigen Methoden der AAC ein individuelles Kommunikationssystem entwickelt werden. Durch eine symptomorientierte Herangehensweise und Meinungen aus der Praxis wurde deutlich, dass dem Gesprächspartner hierbei eine herausragende Rolle zukommt. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Kooperation mit Angehörigen und eine kommunikationsfördernde Gestaltung der Umgebung sind weitere wichtige Aspekte. Sinnvoll könnte es ebenfalls sein, vor allem statische Zeichen und Symbole sowie Gebärden einzusetzen, welche einer langsameren Informationsverarbeitung bei geistiger Behinderung entgegenkommen. Die Ergebnisse können jedoch nie pauschal auf alle Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen angewandt werden, da die Störungsbilder sehr komplex und individuell sind. Sie können nur Anstöße geben für eine kommunikative Begegnung mit dem Anderen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemlage, Fragestellung und Aufbau der Arbeit

1.2 Vorgehensweise und Methode

2 Zur Bedeutung der Kommunikation

2.1 Begriffsklärung und Theorien der Kommunikation

2.2 Zur Bedeutung der Kommunikation für den Menschen

3 Menschen mit erworbener geistiger Behinderung in der Neurologischen Rehabilitation

3.1 Neurologische Rehabilitation

3.2 Erworbene geistige Behinderung

3.3 Erworbene geistige Behinderung in Abgrenzung zur angeborenen geistigen Behinderung

3.4 Besondere Problemstellungen dieser Personengruppe

3.4.1 Kognitive Defizite

3.4.1.1 Gedächtnisstörungen

3.4.1.2 Störungen der Aufmerksamkeit

3.4.1.3 Wahrnehmungsstörungen

3.4.1.4 Störungen der Exekutivfunktionen

3.4.1.5 Weitere Störungen kognitiver Funktionen

3.4.1.6 Denken

3.4.2 Sprach- und Sprechstörungen

3.4.2.1 Aphasien

3.4.2.2 Dysarthrie/Dysarthrophonie

3.4.2.3 Sprechapraxie

3.4.3 Körperliche Beeinträchtigungen

3.4.4 Psychische Beeinträchtigungen

3.5 Zusammenfassende Betrachtung

4 Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation

4.1 Augmentative and Alternative Communication (AAC)

4.1.1 Ziel und Zielgruppe

4.1.2 Multimodales Kommunikationssystem

4.1.3 Besonderheiten der Gesprächssituation

4.2 Methoden der AAC

4.2.1 Zeichen und Symbolsysteme

4.2.2 Kommunikationsformen

4.2.2.1 Körpereigene Kommunikationsformen

4.2.2.2 Externe Kommunikationshilfen

4.2.3 Techniken

4.2.4 Kommunikationsstrategien

4.3 Derzeitige Rolle der AAC in der neurologischen Rehabilitation

5 AAC bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen

5.1 Allgemeine Aspekte des AAC-Einsatzes bei Menschen mit erworbenen Beeinträchtigungen in der neurologischen Rehabilitation

5.1.1 Umgang mit dem Betroffenen

5.1.2 Hilfsmittel

5.1.3 Weiteres Umfeld

5.2 Schlussfolgerungen zum AAC-Einsatz bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen

5.2.1 AAC bei Gedächtnisstörungen

5.2.2 AAC bei Störungen der Aufmerksamkeit

5.2.3 AAC bei Wahrnehmungsstörungen

5.2.4 AAC bei Störungen der Exekutivfunktionen

5.2.5 AAC bei weitere kognitive Störungsbildern

5.3 Zusammenfassende Betrachtung

6 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob heilpädagogische Methoden der Unterstützten Kommunikation (AAC) erfolgreich auf Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen in der neurologischen Rehabilitation angewendet werden können, um deren soziale Teilhabe trotz kognitiver Einschränkungen zu verbessern.

  • Bedeutung der Kommunikation für das Menschsein
  • Charakterisierung der Zielgruppe mit erworbenen Hirnschädigungen
  • Methoden und Strategien der Unterstützten Kommunikation (AAC)
  • Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen von AAC in der Rehabilitation
  • Rolle des Umfelds und des Gesprächspartners bei der Kommunikationsförderung

Auszug aus dem Buch

Besondere Problemstellungen dieser Personengruppe

Das Gehirn ist ein äußerst komplexes Organ, das eine Vielzahl von Funktionen - oft gleichzeitig - erfüllen muss. Kommt es zu Funktionsausfällen, tauchen fast immer mehrere Störungen nebeneinander auf (vgl. MASUR 2004, 32).

Die körperlichen, kognitiven bzw. psychischen Fähigkeiten eines Menschen können in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein, wodurch es oft gleichzeitig zu Einschränkungen der Mobilität, der Sensibilität, der Vitalfunktionen, der Koordination der Sprache oder zu Störungen des Bewusstseins kommen kann - nur um einige zu nennen. MASUR (2004) bemerkt dazu:

„Anders als in anderen Fächern ist beim neurologischen Patienten häufig also nicht nur eine Funktion - z.B. die Mobilität - beeinträchtigt, sondern es sind häufig mehrere Funktionen in verschiedenen Dimensionen betroffen, mithin also der ganze Mensch“ (32).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Kommunikation als Lebensgrundlage und identifiziert die Forschungslücke bezüglich AAC bei erworbenen Hirnschädigungen.

2 Zur Bedeutung der Kommunikation: Dieses Kapitel definiert Kommunikation als komplexes System und grenzt den Begriff zur Begründung pädagogischer Förderansätze ein.

3 Menschen mit erworbener geistiger Behinderung in der Neurologischen Rehabilitation: Es werden die medizinischen Grundlagen, verschiedene Störungsbilder (kognitiv, sprachlich, psychisch) und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt der Betroffenen detailliert analysiert.

4 Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Einblick in das Fachgebiet der AAC, ihre Methoden, Techniken und Strategien.

5 AAC bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen: Hier werden auf Basis der vorangegangenen Analysen Thesen und konkrete Schlussfolgerungen für den Einsatz von AAC in der Praxis abgeleitet.

6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Relevanz der heilpädagogischen Perspektive und betont die Bedeutung individueller, prozessorientierter Ansätze.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Unterstützte Kommunikation, AAC, Neurologische Rehabilitation, Erworbene geistige Behinderung, Kommunikation, Kognitive Beeinträchtigung, Aphasie, Gedächtnisstörungen, Inklusion, Partizipation, Rehabilitationspädagogik, Multimodales Kommunikationssystem, Sprachtherapie, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendung heilpädagogischer Methoden, insbesondere der Unterstützten Kommunikation (AAC), bei Menschen, die nach einer Hirnschädigung eine erworbene geistige Behinderung aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse der Neurologie mit der Heilpädagogik, wobei insbesondere kognitive Defizite, Sprachstörungen und Kommunikationsförderung in der Rehabilitation im Vordergrund stehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob es sinnvoll und möglich ist, Strategien der Unterstützten Kommunikation aus der Heilpädagogik auf Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen in der neurologischen Rehabilitation zu übertragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer hermeneutischen Methode, die durch die Sichtung fachspezifischer Literatur und die Reflexion von Ansätzen aus der Praxis gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bedeutung von Kommunikation, arbeitet die spezifischen Problemstellungen von Menschen mit Hirnschädigungen heraus und stellt Methoden der AAC vor, um daraus Thesen für den therapeutischen Einsatz zu entwickeln.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Heilpädagogik, Unterstützte Kommunikation (AAC), Neurologische Rehabilitation, erworbene geistige Behinderung und die Bedeutung des interdisziplinären Umfelds.

Welche Rolle spielt der Gesprächspartner bei der Anwendung von AAC?

Dem Gesprächspartner kommt eine entscheidende Rolle zu, da er bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen oft die Verantwortung für die Gesprächsführung übernehmen und durch Geduld und gezielte Strategien eine Kommunikation überhaupt erst ermöglichen muss.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen angeborener und erworbener Behinderung so wichtig?

Da Menschen mit einer erworbenen Behinderung auf ein "Altwissen" und Vorerfahrungen aus ihrem Leben vor der Hirnschädigung zurückgreifen können, unterscheiden sich die therapeutischen Ansätze signifikant von denen für Menschen mit angeborenen Behinderungen.

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Details

Title
Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation in der Neurologischen Rehabilitation
Subtitle
Ergänzende und ersetzende Hilfen für Menschen mit erworbener geistiger Behinderung
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Sylvia Neumann (Author)
Publication Year
2007
Pages
101
Catalog Number
V141523
ISBN (eBook)
9783640546893
ISBN (Book)
9783640550050
Language
German
Tags
Heilpädagogische Unterstützung Kommunikation Neurologischen Rehabilitation Ergänzende Hilfen Menschen Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Neumann (Author), 2007, Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation in der Neurologischen Rehabilitation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141523
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