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Abstimmung von Ausbildungsverordnungen und Rahmenlehrplänen

Title: Abstimmung von Ausbildungsverordnungen und Rahmenlehrplänen

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mario Hartmann (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Die Debatte um die Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung der europäischen Bildungssysteme trägt zu einer intensiven Überprüfung der einzelnen Bildungssysteme in den EU-Staaten bei. Das deutsche Ausbildungssystem hat sich über Jahre bewährt. Dennoch ist die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden in der BRD in diesem Jahr erheblich angestiegen. Um für Ausbildungsplätze zu werben, müssen Politiker bei den Unternehmen hausieren gehen. Das duale Ausbildungssystem hat gerade in diesem Jahr gezeigt, dass es in konjunkturell schwachen Jahren, in Bezug auf die Zahl der Ausbildungsplatzangebote, sehr anfällig sein kann.
Wird das duale System in 10 Jahren noch existieren? Falls ja, so wie bisher oder sind tiefgreifende Veränderungen notwendig? Falls nein, wie sehen die Alternativen aus? Das duale System der Berufsausbildung ist Gegenstand einer kontroversen Auseinandersetzung geworden. Ob es in den nächsten Jahren, so wie es gegenwärtig strukturiert ist, noch Bestand haben wird, kann in dieser Hausarbeit sicherlich nicht geklärt werden. Dennoch möchte ich einen kleinen Einblick über den Status quo und das Szenarium der Abstimmung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen innerhalb des Systems wiederspiegeln.
Hat ein bedeutender Wandel der Rahmenlehrpläne und bei deren Umsetzung in vergangenen Jahren stattgefunden? Gehören Frontalunterricht, streng abgegrenzte Unterrichtsfächer und stupides Fachwissen der Vergangenheit an? Inwieweit die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) Einklang und Akzeptanz bei der Umsetzung in den Schulen gefunden haben, ist zu hinterfragen. Durch die Umstrukturierung der Rahmenlehrpläne ist es dennoch aus meiner Sicht mehr denn je notwendig, die Lerninhalte mit denen der Ausbildungsverordnungen abzustimmen und eventuell zu korrigieren. Welche gesetzliche Grundlage beruht auf dieser Abstimmung? Welche Institutionen sind an ihr beteiligt?
Die Wirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel. „Während gestern die Computerbranche boomte, kann es heute schon der Dienstleistungssektor sein“. Der Arbeitsmarkt muss mit seiner Bildungsstruktur relativ schnell auf diesen Wandel reagieren können. Die Ansprüche an das Humanvermögen steigen stetig. Flexibilität und Mobilität sind mehr gefragt denn je. Kann ein solches ordnungspolitisches Konstrukt von
Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen so schnell auf diesen Wandel reagieren? Ist es in dieser Form sinnvoll?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

Struktur der Rahmenlehrpläne

- Das Lernfeldkonzept

- Handlungskonzept / Handlungsorientierung

Struktur der Ausbildungsordnungen

Verfahren zur Erarbeitung von Ausbildungsordnungen und ihrer Abstimmung mit den Rahmenlehrplänen

- Die Forschungs- und Entwicklungsphase

- Vorverfahren

- Erarbeitungs- und Abstimmungsphase

- Erlass

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ordnungspolitische Verfahren zur Abstimmung von Ausbildungsordnungen des Bundes und Rahmenlehrplänen der Länder im dualen System. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der didaktischen Strukturreformen durch Lernfeldkonzepte und Handlungsorientierung sowie auf dem Prozess der Koordination zwischen den beteiligten Institutionen.

  • Strukturelle Analyse der Rahmenlehrpläne und des Lernfeldkonzepts
  • Methodische Grundlagen der Handlungsorientierung in der Berufsbildung
  • Rechtliche und organisatorische Struktur der Ausbildungsordnungen
  • Prozessschritte der Abstimmung zwischen schulischer und betrieblicher Ausbildung
  • Herausforderungen der Lernortkooperation

Auszug aus dem Buch

Das Lernfeldkonzept

„Lernfelder sind durch Zielformulierungen beschriebene thematische Einheiten. Sie sollen sich an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientieren. Sie sollen handlungs- und prozessorientiertes Unterrichten und Prüfen begünstigen. Indem die Berufsschule solche beruflichen Handlungsabläufe didaktisch aufbereitet, werden auch fachwissenschaftliche Anteile in den Erklärungszusammenhang des Lernfeldes mit einbezogen (...) Die Strukturierung des Rahmenlehrplans nach Lernfeldern soll nicht nur ganzheitliches Lernen anregen, sondern auch ganzheitliche handlungsorientierte Prüfungen“.

Bisher wurden Rahmenlehrpläne als bundesweite Vorgaben für die Landeslehrpläne vorrangig nach fachsystematischen Gesichtspunkten in so genannten Lernbereichen organisiert. Aktuelle Rahmenlehrpläne orientieren sich hingegen vor allem an betrieblichen Handlungsabläufen und zielen auf die Ganzheitlichkeit der Lernprozesse ab. Diese Veränderung führte zu einer neuen Strukturierung der Rahmenlehrpläne in Lernfelder.

Das Lernfeldkonzept gibt eine didaktische Struktur von Lernzielen und Inhalten vor, die das Ziel einer ganzheitlichen und handlungsorientierten Ausbildung im Berufsschulunterricht fördern soll. Die unterrichtliche Planung geht hierbei nicht von fachsystematischen Inhaltskatalogen aus, sondern verfolgt das gemeinsame Ziel beider Lernorte, dass Jugendliche am Ende eines Ausbildungsabschnitts berufliche Handlungsabläufe beherrschen. Für die unterrichtliche Umsetzung wurden die Handlungsabläufe didaktisch reflektiert und entsprechende Lernfelder gebildet. Mit dieser konzeptionellen Aufbereitung wird der Berufsschulunterricht stärker an die Erfahrungswelt der Auszubildenden angelehnt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um das duale Ausbildungssystem und stellt die Notwendigkeit einer Abstimmung zwischen Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Wandels dar.

II. Hauptteil: Dieser Teil detailliert die Strukturen von Rahmenlehrplänen und Ausbildungsordnungen, erklärt das Lernfeldkonzept sowie die Prinzipien der Handlungsorientierung und beschreibt ausführlich den vierstufigen Abstimmungsprozess zwischen Bund und Ländern.

III. Schluss: Der Schluss reflektiert die Notwendigkeit der neuen Unterrichtsformen, adressiert Akzeptanzprobleme an den Schulen und betont die Bedeutung einer konsequenten Lernortkooperation für das Funktionieren des dualen Systems.

Schlüsselwörter

Duales System, Berufsausbildung, Rahmenlehrpläne, Ausbildungsordnungen, Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Lernortkooperation, Kultusministerkonferenz, BIBB, Handlungskompetenz, Berufsbildungsgesetz, Bildungsstruktur, Fachkompetenz, Abstimmungsverfahren, Berufsqualifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ordnungspolitische Abstimmung zwischen der betrieblichen Ausbildung (geregelt durch den Bund) und der schulischen Ausbildung (geregelt durch die Länder) innerhalb des dualen Systems in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Umstrukturierung der Rahmenlehrpläne nach dem Lernfeldkonzept, die Definition und Bedeutung von Handlungsorientierung sowie der formale Abstimmungsprozess bei der Neuordnung von Ausbildungsberufen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Einblicke in den aktuellen Status quo der Abstimmung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen zu geben und die Zusammenhänge sowie Herausforderungen in diesem komplexen Konstrukt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung bestehender Verordnungen, Protokolle und fachpädagogischer Konzepte, um den Abstimmungsprozess ordnungspolitisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Strukturierung von Lehrplänen und Ausbildungsordnungen, die pädagogische Begründung durch das Lernfeld- und Handlungskonzept sowie die detaillierte Darstellung des vierstufigen Verfahrens von der Forschung bis zum Erlass.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere das Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, duales System, Lernortkooperation und der formale Abstimmungsmechanismus zwischen Bund und Ländern.

Warum hält der Autor eine Mischung aus handlungsorientiertem und fachsystematischem Unterricht für sinnvoll?

Der Autor argumentiert, dass ein rein handlungsorientierter Unterricht bei einer großen Klassenstärke und ohne fachsystematische Grundstruktur zu Orientierungslosigkeit bei den Schülern führen kann.

Welche Rolle spielt das BIBB im Abstimmungsprozess?

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist maßgeblich an der Erarbeitung der Entwürfe für Ausbildungsordnungen beteiligt und fungiert als Bindeglied zwischen den Anforderungen aus der Praxis und den ordnungspolitischen Entscheidungen.

Wie lange darf das gesamte Abstimmungsverfahren laut Vorgabe maximal dauern?

Das gesamte Verfahren von der Forschungs- und Entwicklungsphase bis zur Erlassphase sollte einen Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten.

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Details

Title
Abstimmung von Ausbildungsverordnungen und Rahmenlehrplänen
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
Mario Hartmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V141535
ISBN (eBook)
9783640509959
ISBN (Book)
9783640510191
Language
German
Tags
Hausarbeit Ausbildungsverordnung Rahmenlehrplan Rahmenlehrpläne Abstimmung Kultusministerkonferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario Hartmann (Author), 2008, Abstimmung von Ausbildungsverordnungen und Rahmenlehrplänen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141535
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