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Die Inszenierung von Zeitreisen im Museum. Zwischen Realität und Imagination

Title: Die Inszenierung von Zeitreisen im Museum. Zwischen Realität und Imagination

Term Paper (Advanced seminar) , 2023 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Felix Lodermeier (Author)

Museum Studies
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Wie setzt das MdBG (Museum der Bayrischen Geschichte) in seiner aktuellen Dauerausstellung "Geschichte Blau-Weiß – von 1800 bis heute" Authentizität, historische Imagination und Handlungsorientierung ein, um Geschichte „greifbarer, erlebbarer, unmittelbarer“ zu machen und dadurch den Besucher*innen ein einzigartiges Erlebnis zu verschaffen?

Der Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit ist folgender. Das nachfolgende zweite Kapitel widmet sich der Erläuterung des Untersuchungsrahmens. Im dritten Kapitel findet die eigentliche Ausstellungsanalyse, in drei Teilschritte unterteilt, statt. Das abschließende vierte Kapitel beantwortet mithilfe der gesammelten Ergebnisse die Forschungsfrage.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie Teil / Herleitung der Analysekriterien

2.1 Authentizität

2.2 Historische Imagination

2.3 Handlungsorientierung

3. Mehrebenenanalyse

3.1 Institution

3.2 Ausstellung

3.3 Detailanalyse

3.3. 1 „Große Bilder“

3.3.2 Kulturkabinette

3.3.3 Entdeckerstationen

4. Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis

5.1Onlinequellen

5.2Primär- und Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Museum der Bayerischen Geschichte (MdBG) in seiner Dauerausstellung durch den Einsatz von Authentizität, historischer Imagination und Handlungsorientierung ein unmittelbares und erlebbares Geschichtsverständnis erzeugt und dabei das Interesse an bayerischer Geschichte und Tradition fördert.

  • Analyse der Wirkungsweise von Museumsobjekten als "Zeugen" der Vergangenheit
  • Untersuchung der Bedeutung von handlungsorientierten Mitmach-Elementen für den Wissenserwerb
  • Bewertung des institutionellen Auftrags zur Identitätsstiftung im bayerischen Kontext
  • Anwendung der Mehrebenenanalyse zur Untersuchung von Inszenierungsstrategien

Auszug aus dem Buch

3.3.1 „Große Bilder“

Mit den „großen Bildern“ oder „Bühnen“ wie sie im MdBG, in Anlehnung an die Theatertradition des Freistaates, genannt werden, findet der Hauptteil der klassischen musealen Vermittlungsarbeit statt. Es sind reichlich A-, B- und C-Texte vorhanden. Kostbare und zum Teil einzigartige Ausstellungsobjekte sind hinter Glas oder auf freier Fläche im Original oder als Replika ausgestellt. Die erste analysierte „Bühnen“ steht in ihrem Grundaufbau exemplarisch für diesen Teil der Ausstellung. Das zweite „große Bild“ wurde aufgrund seiner Abweichung davon ausgewählt.

Die offene „Amerika-Bühne“ (s. Abb.7) wurde ihrem groben Aufbau nach bereits unter 3.2 besprochen, ebenso das von ihr transportierte Hauptnarrativ. Sie liegt prominent gelegen im Zentrum der Ausstellung und kann selbst bei schnellem Durchschreiten nicht übersehen werden. Die ausgestellten Exponate weisen auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zueinander auf. Links hat man den großen Scheinwerfer, der für die technische Affinität der Bayern steht und einen Teil Technikgeschichte repräsentiert. Rechts sieht man mit Puppen eine aktive Szene aus einem traditionellen Volkstheater nachgestellt, das kultureller Bestandteil des Alltags im 19. Jahrhundert war. Umrahmt wird das Ganze von schwarz-weiß Fotos von Wolkenkratzern, bunten Pappbäumen und Parkettboden, die den Kontrast noch unterstreichen. Erst die Lektüre der B- und C-Texte, sowie die Betrachtung der kleinen Fotografien neben den C-Texten, die den Scheinwerfer im Einsatz bei der Weltausstellung und die Originalbesetzung des Bauerntheaters zeigen, offenbart, dass beide zwar nie an demselben Ort gewesen sind, aber unabhängig voneinander großen Erfolg in Amerika feierten. Die Nachstellung einer lebendigen Szene in Kombination mit der historischen Fotografie leitet den Prozess der historischen Imagination fast automatisch ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Bayerns kultureller Identität ein und definiert die Forschungsfragen rund um das Museumskonzept des MdBG.

2. Theorie Teil / Herleitung der Analysekriterien: Das Kapitel definiert die zentralen wissenschaftlichen Begriffe Authentizität, historische Imagination und Handlungsorientierung als theoretische Basis.

2.1 Authentizität: Hier wird der Wert historischer Exponate als Zeitzeugen und die Rolle der musealen Inszenierung bei der Erzeugung von "Erlebnisauthentizität" erörtert.

2.2 Historische Imagination: Erläutert wird die Fähigkeit, durch historisches Wissen und Vorstellungskraft eine persönliche Verbindung zur Vergangenheit herzustellen.

2.3 Handlungsorientierung: Dieses Kapitel beschreibt, wie aktive Einbeziehung und Mitmach-Elemente den Lernprozess im Museum unterstützen und emotionalisieren.

3. Mehrebenenanalyse: Untersuchung der methodischen Vorgehensweise zur Analyse von Institution, Ausstellung und spezifischen Exponaten.

3.1 Institution: Analyse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und politischen Hintergründe zur Gründung des MdBG.

3.2 Ausstellung: Beschreibung des inhaltlichen Konzepts und der räumlichen Gestaltung der Dauerausstellung des MdBG.

3.3 Detailanalyse: Detaillierte Untersuchung von acht ausgewählten Beispielen zur Wirkungsweise der Ausstellungselemente.

3.3. 1 „Große Bilder“: Analyse der Inszenierung von Themen durch bühnenbildartige Arrangements zur Vermittlung historischer Narrative.

3.3.2 Kulturkabinette: Untersuchung der zeitlich und thematisch fokussierten Räume, die spielerischen Zugang zu regionalen Identitätsthemen bieten.

3.3.3 Entdeckerstationen: Fokus auf interaktive Stationen, die den Besucher zur aktiven Teilhabe und haptischen Erfahrung auffordern.

4. Schlussfolgerung: Abschlussbewertung der Ergebnisse bezüglich der Zielsetzung, politische Narrative und didaktische Wirkung des Museums zu verknüpfen.

5. Literaturverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur der Arbeit.

5.1Onlinequellen: Auflistung aller herangezogenen Internetressourcen.

5.2Primär- und Sekundärliteratur: Auflistung der verwendeten Fachpublikationen und Musealtexte.

Schlüsselwörter

Museum der Bayerischen Geschichte, MdBG, Authentizität, Historische Imagination, Handlungsorientierung, Public History, Ausstellungsanalyse, Bayern, Demokratiegeschichte, Kulturkabinette, Didaktik, Identitätsstiftung, Museale Inszenierung, Zeitreise, Museumspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Dauerausstellung "Geschichte Blau-Weiß" im Museum der Bayerischen Geschichte (MdBG) hinsichtlich ihrer Strategien zur Vermittlung von Geschichte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen dem institutionellen Auftrag einerseits und der praktischen Anwendung von Authentizität, historischer Imagination und Handlungsorientierung andererseits.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie das MdBG seine Ausstellungskonzepte nutzt, um Geschichte für die Besucher erlebbarer und unmittelbarer zu machen, und inwiefern dabei Identitätsstiftung sowie politisch motivierte Leitnarrative eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die "Mehrebenenanalyse" nach Lisa Spanka, um die Institution, die Ausstellung als Ganzes und spezifische Exponatgruppen ("Displays") systematisch zu untersuchen.

Welcher Kerninhalt wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Analysebegriffe und die anschließende empirische Untersuchung der drei Säulen: "Große Bilder", Kulturkabinette und Entdeckerstationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Erlebnisauthentizität", "Involvement", "Public History" und die kritische Auseinandersetzung mit der "Demokratiegeschichte" im Museumskontext.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der "Großen Bilder"?

Die Autorin sieht darin ein zentrales theatralisches Inszenierungsmittel, das komplexe historische Zusammenhänge durch visuelle und haptische Reize greifbar machen soll, jedoch teilweise eine ungleichmäßige Gewichtung politischer Ereignisse aufweist.

Was ist das Ergebnis bezüglich der "Entdeckerstationen"?

Die Stationen werden als effektive Mittel zur Überwindung von Distanz zwischen Mensch und Ausstellungsobjekt bewertet, wobei Authentizität hier oft durch spielerische Interaktion ersetzt wird, um eine "Erlebnisauthentizität" zu erzeugen.

Wie beurteilt die Analyse die politisch motivierten Narrative des Museums?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Ausstellung stark von einer konservativen Identitätsstiftung geprägt ist, die Klischees nutzt, um Verbundenheit zum Freistaat zu erzeugen und konservative Glaubenssätze zu transportieren.

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Details

Title
Die Inszenierung von Zeitreisen im Museum. Zwischen Realität und Imagination
College
Free University of Berlin  (FMI)
Course
Historisches Lernen 2
Grade
1,3
Author
Felix Lodermeier (Author)
Publication Year
2023
Pages
30
Catalog Number
V1415518
ISBN (PDF)
9783346964700
ISBN (Book)
9783346964717
Language
German
Tags
Ausstellungsanalyse Public History Haus der Bayerischen Geschichte Regensburg Museum Zeitreisen Historische Imagination Handlungsorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Lodermeier (Author), 2023, Die Inszenierung von Zeitreisen im Museum. Zwischen Realität und Imagination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415518
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