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Deutsche Naturlyrik der Nachkriegszeit. Der Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume in Erich Frieds "Neue Naturdichtung"

Título: Deutsche Naturlyrik der Nachkriegszeit. Der Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume in Erich Frieds "Neue Naturdichtung"

Trabajo Escrito , 2023 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jasper Langner (Autor)

Literatura - General
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Die vorliegende Arbeit „Deutsche Naturlyrik der Nachkriegszeit: Der Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume in Erich Frieds neue Naturdichtung“ befasst sich mit der deutschen Naturlyrik der Nachkriegszeit. Insbesondere wird der Wandel der naturmagischen Dichtung hin zu einer ökokritischen Lyrik analysiert. Als Ausgangs- und Orientierungspunkt dienen Brechts Verse über das Gespräch über Bäume, die als Initialpunkt für einen lyrischen Dialog über die nachfolgenden Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg gesehen werden können. Die Arbeit fokussiert die Frage, welchen Entwicklungspunkt Frieds Gedicht „neue Naturdichtung“ im Diskurs über das Gespräch über Bäume markiert und welche Wirkkraft es für die Naturlyrik bis heute entfaltet.

Zunächst werden in Kapitel 1.1 grundlegende definitorische Begriffsbestimmungen von Naturlyrik umrissen. Es wird aufgezeigt, warum sich Brecht und Fried nicht geradlinig in das Kompositum ‚Naturlyrik‘ einordnen lassen.
In Kapitel 1.2 wird der Wandel der Naturlyrik nach dem 2.Weltkrieg skizziert. Hierbei wird auf die Ablösung des naturmagischen Gedichts referenziert und der Wandel des Brecht’schen Diktums genauer ausgeleuchtet. Es wird thematisiert, warum die Naturlyrik nach dem 2.Weltkrieg in Verdacht geraten ist und inwiefern Brecht dabei eine entscheidende Rolle einnimmt. Anschließend werden die Versuche der lyrischen Bearbeitung von Naturmotiven seit den 1970er Jahren analysiert.
Kapitel 2 fokussiert die Sprache und Wirkkraft Erich Frieds. Dieses Kapitel gibt Aufschluss über die politisierenden Motive des in Kapitel 3 untersuchten Gedichts „neue Naturdichtung“.

Im dritten Kapitel werden interpretatorische Ansätze des Gedichts „neue Naturdichtung“ erläutert. In Kapitel 3.1 werden die poetologisch reflexiven Motive des Gedichts analysiert. Kapitel 3.2 nimmt Bezug auf den selbsterlebten Eindruck und eruiert, inwiefern dieser als zentraler Bezugspunkt für eine neue ökolyrische Bearbeitung in der Lyrik darstellt.
Im vierten Kapitel 4 werden die interpretatorischen Ansätze reflektiert und im Gespräch über Bäume eingeordnet. Anschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1

1.1 „Die Naturlyrik“ – Eine Begriffsbestimmung

1.2 Deutsche Naturlyrik im Wandel nach 1945

1.2.1 Die Ablösung des naturmagischen Gedichts

1.2.2 Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume

Kapitel 2

Erich Frieds Sprache und Wirkung im biographischen Bezug

Kapitel 3

3.1 Poetologische Reflexion über das Dichten in „Neue Naturdichtung“

3.2 Der neue selbsterlebte Eindruck in „Neue Naturdichtung“

Kapitel 4

4.1 Reflexion über die Bedeutung des selbsterlebten Eindrucks

4.2 Einordnung im Diskurs über das Gespräch über Bäume

Resümee

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der deutschen Naturlyrik der Nachkriegszeit von der naturmagischen Dichtung hin zu einer ökokritischen Lyrik. Im Zentrum steht die Analyse von Erich Frieds Gedicht „neue Naturdichtung“ im Kontext des Brecht’schen Diktums über das „Gespräch über Bäume“, um dessen fortbestehende Wirkkraft und Relevanz für eine moderne, umweltbewusste Lyrik zu eruieren.

  • Entwicklung und Transformation der deutschen Naturlyrik seit 1945.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem naturmagischen Gedicht und dessen Überwindung.
  • Erich Fried als politischer Lyriker und seine poetologische Antwort auf gesellschaftliche Krisen.
  • Rezeption und Umdeutung des „Gesprächs über Bäume“ im Kontext ökologischer Zerstörung.
  • Bedeutung der „neuen Naturdichtung“ als aufrüttelnde Zeitdiagnose für das 21. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

1.2 Deutsche Naturlyrik im Wandel nach 1945

Die deutsche Naturlyrik vollzog nach dem zweiten Weltkrieg einen tiefgreifenden literaturhistorischen Wandel. Heutzutage wird Naturlyrik oft als eine Art reine, zeitlose Poesie betrachtet, die sich von gesellschaftlichen Themen distanziert. Wenn in der Schule über Naturlyrik gesprochen wird, wird oftmals ein Naturlyrikbegriff angenommen, der an der Erlebnis- und Stimmungsdichtung von Goethe, Eichendorff und den Romantikern orientiert ist. Diese Assoziation und schematische Betrachtung von Naturlyrik wurde nach 1945, insbesondere von den Nachkriegslyrikern der 1960er Jahre nicht nur infrage gestellt, sondern vollständig verworfen, sodass „kaum ein Thema (...) so sehr zum Kitsch geworden [ist] wie das der Natur“.

Die Naturlyrik nach dem zweiten Weltkrieg, auch als ‚Trümmerlyrik‘ bezeichnet, hatte grundsätzlich zwei Ausrichtungen. Es gab diejenigen, die eine Rückkehr zu traditionellen Formen der Naturdichtung anstrebten und diejenigen, die alles Vorherige für ungültig erklärten und die Wahrheit auf Kosten der Poesie anstrebten. Tatsächlich wurde die deutschsprachige Naturlyrik in den 1950er Jahren von den Dichtern der naturmagischen Schule dominiert. Später traten Autoren hervor, die sich an Brecht orientierten. Die Natur wurde mit kritischer Intention mit gesellschaftlichen und historischen Realitäten konfrontiert, anstatt einer verborgenen mystischen Sprache nachzuspüren. Im Zuge der gesellschaftskritischen Protestbewegung der 1960er und 1970er Jahre wurde die Naturlyrik immer mehr zu einem Symptom politischer Desorientierung. Die FZ schreibt 1980:

„Die Verbitterung der Gegner des Naturbildes, des Naturgedichts (...) erklärt sich daraus, daß alles was harmonisch ist und Einverständnis bedeutet, als verdächtig galt, den revolutionären Elan zu schwächen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Schwierigkeiten bei der Definition von „Naturlyrik“ und analysiert den historischen Wandel der Gattung nach 1945 hin zu einer stärkeren politischen und gesellschaftskritischen Ausrichtung.

Kapitel 2: Hier wird die Biografie von Erich Fried beleuchtet, um ein tieferes Verständnis für die politisierenden Motive in seinen Werken und seine Rolle als engagierter Dichter zu schaffen.

Kapitel 3: Die Analyse konzentriert sich auf Frieds Gedicht „neue Naturdichtung“ und arbeitet dessen ironische poetologische Selbstreflexion sowie die dystopische Naturbeschreibung präzise heraus.

Kapitel 4: Das Abschlusskapitel reflektiert die Ergebnisse über den „selbsterlebten Eindruck“ und ordnet Frieds Ansatz diskursiv in die Debatte um Brechts Diktum zum „Gespräch über Bäume“ ein.

Schlüsselwörter

Naturlyrik, Erich Fried, Bertolt Brecht, Nachkriegsliteratur, Ökolyrik, Naturdichtung, Politische Lyrik, Gespräch über Bäume, Umweltbewegung, Zeitdiagnose, Naturzerstörung, Poetologie, Lyriktheorie, Gesellschaftskritik, Neue Naturdichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Naturlyrik in Deutschland nach 1945 und analysiert, wie Erich Fried mit seinem Gedicht „neue Naturdichtung“ die Gattung transformierte.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Naturlyrik, politischem Engagement, ökologischer Krise und der literarischen Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Entwicklungspunkt Frieds Gedicht im Diskurs über das „Gespräch über Bäume“ markiert und warum es eine zentrale Rolle für die moderne, kritische Naturlyrik einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation von Gedichten unter Einbeziehung zeitgenössischer Sekundärliteratur und poetologischer Diskurse.

Welcher Inhalt steht im Hauptteil im Vordergrund?

Im Hauptteil werden neben biographischen Hintergründen vor allem die poetologischen Reflexionen in Erich Frieds Werk und die Analyse seiner Naturbilder im Kontext der gesellschaftlichen Realitäten behandelt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Naturlyrik, Ökolyrik, Erich Fried, das „Gespräch über Bäume“, Gesellschaftskritik und Poetologie.

Inwiefern spielt der „selbsterlebte Eindruck“ für die Argumentation des Autors eine Rolle?

Dieser Begriff markiert bei Fried den Übergang von einer naiv-romantischen Naturbetrachtung hin zu einer politisch Verantwortungsbewussten, die die Natur als vom Menschen bedrohten Raum begreift.

Warum wird Brechts berühmtes Zitat in dieser Arbeit einer Neuinterpretation unterzogen?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Wandel der ökologischen Bedingungen eine Umdeutung erfordert: Während das Gespräch über Bäume früher als Ausweichen vor politischen Untaten galt, ist es heute ein notwendiger Akt der Anklage gegen Naturzerstörung.

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Detalles

Título
Deutsche Naturlyrik der Nachkriegszeit. Der Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume in Erich Frieds "Neue Naturdichtung"
Universidad
University of Cologne
Curso
Lyrik
Calificación
1,3
Autor
Jasper Langner (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
22
No. de catálogo
V1416874
ISBN (PDF)
9783346968890
ISBN (Libro)
9783346968906
Idioma
Alemán
Etiqueta
Naturlyrik Lyrik Erich Fried Bertolt Brecht Gespräch über Bäume Gedicht Gedichtanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jasper Langner (Autor), 2023, Deutsche Naturlyrik der Nachkriegszeit. Der Wandel eines Diktums im Gespräch über Bäume in Erich Frieds "Neue Naturdichtung", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1416874
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