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Ivan IV. - Der Wandel von einem hoffnungsvollen Reformer zu einem furchtbaren Despoten

Title: Ivan IV.  - Der Wandel von einem hoffnungsvollen Reformer zu einem furchtbaren Despoten

Term Paper , 2008 , 39 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Heller (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In dieser Arbeit geht es um die Herrschaft Ivan Groznyjs als Zar von 1547 bis 1584. Das Ziel meiner Ausführungen soll ein umfassender Überblick der Regentschaft sein, die Arbeit untersucht inwieweit man von einer guten und einer schlechten Regierungsphase des Zaren sprechen kann.

Zuerst wird das Jahr 1547 mit der Krönung und der ersten Heirat des Zaren dargelegt. Im zweiten Punkt wird die Reformperiode von 1547 bis ca. 1564 herausarbeitet, mit den Reformen in Veraltung, Militär und Kirche. Des Weiteren werden die Außenpolitik und die Krankheit Ivans, also der Wendpunkt seiner Regierungszeit beschrieben. Im zweiten Hauptteil wird dann die negative Phase der Herrschaft mit dem Krieg im Westen, dem Ende des Auserwählten Rates und der Einführung der Opritschnina erläutert. Außerdem wird der Briefwechsel des Zaren mit dem Fürsten Kurbskij und dessen Bedeutung als ein wichtiges Zeugnis des Russlands des 16. Jahrhunderts ausführlich dargelegt. Es folgt eine Beschreibung der Tatarenangriffe und des Endes des Teilfürstentums. Der letzte Unterpunkt widmet sich dann dem Ende der Herrschaft mit dem Scheitern im Westen, dem tragischen Tod des Thronfolgers und des Zaren selbst. Im Schlussteil wird dann die Frage nach der Trennung der Regierungszeit in zwei Phasen sowie die Bedeutung und Bilanz der Herrschaft des Zaren dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Jahr 1547

1.1 Ivans Krönung

1.2 Erste Heirat

2 Die positive Phase: Reformperiode (1547-64)

2.1 Reformen in Verwaltung, Militär und Kirche

2.2 Außenpolitik

2.3 Ivans Krankheit - die Wende der Regierungszeit

3 Die negative Phase: Der Schreckliche

3.1 Der Vorstoß nach Westen, Anastasijas Tod und das Ende des Auserwählten Rates

3.2 Der innere Terror: Die Opritschnina

3.3 Briefwechsel mit Kurbskij

3.4 Die Tatarenattacke und das Ende der Opritschnina

3.5 Das Scheiten in Livland, Familientragödie und der Tod des Zaren

Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Herrschaft von Ivan IV. (Groznyj) zwischen 1547 und 1584. Dabei wird kritisch untersucht, ob und inwieweit eine Unterteilung der Regentschaft in eine positive Reformphase und eine negative Terrorphase historisch haltbar ist.

  • Analyse der administrativen, militärischen und kirchlichen Reformen der frühen Herrschaftsjahre.
  • Untersuchung der außenpolitischen Expansion sowie des Livländischen Krieges.
  • Beleuchtung der Opritschnina als Instrument des internen Terrors und deren sozioökonomische Folgen.
  • Auswertung der Korrespondenz zwischen Ivan IV. und Fürst Kurbskij als historisches Zeugnis.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der innere Terror: Die Opritschnina

Der Livländische Krieg erwies sich als ein Aggressionsakt mit unkalkulierbaren Folgen. Es kam auf dem Baltikum zu ersten Niederlagen, Angehörige angesehener Adelsfamilien verrieten Ivan und flüchteten auf die Seite seiner Feinde, dies und der nicht verschmerzte Tod seiner Anastasija führten beim Zar zu einer Art Lebenskrise, „die zur gänzlichen Zerrüttung seiner Persönlichkeit führte.“ Der Zar veranlasste nun drakonische Maßnahmen, er veranlasste zahlreiche Hinrichtungen. Der Auftakt der negativen Phase seiner Herrschaft war ein spektakuläres Kuriosum: 1564 verließ er überraschender Weise Moskau und reiste zur Alexandrowskaja Sloboda, einer Palastanlage 100 km nordöstlich von Moskau. Er wollte nicht länger ein Land regieren, in dem Verräter herrschten und sich auf Kosten des Staates bereicherten. Er plante von dort aus einen rigorosen Gewaltakt gegen seine Gegner, die „aristokratischen Verräter und Landesfeinde“, er appellierte in Schreiben an die Bevölkerung Moskaus, ihn zu unterstützen und ihm freie Hand im Vorgehen gegen seine Gegner zu lassen, das taten sie dann auch. Als er zurück war Reichsterritoriums, er „zerschlug sein Land mit dem Beil in zwei Hälften“. Einmal waren da die Opritschnina, die ihm selbst unterstellt war und die Semschtschina, die der Bojarenduma verblieb. Die Opritschnina war ein Art Sonderterritorium, ein Parallelstaat zum bestehenden Zartum, ein Staat über dem Staate könnte man auch sagen, die Bezeichnung Opritschnina stand ursprünglich für Witwengut, einen abgetrennten Reichsteil. Auch die Stadt Moskau wurde in zwei Teile geteilt, der Kreml etwa verblieb bei der Semschtschina. Die Grenze bildete der kleine Bach Neglinnaja. Hier ließ der Zar dann einen gewaltigen Hof bauen. Laut von Staden ruinierte dieser Palast den Staat finanziell, so dass ein jeder Bewohner der Semschtschina ihn brennen sehen wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit umreißt die Herrschaft Ivans IV. und stellt den methodischen Fokus auf die Analyse der zwei Regierungsphasen sowie die Quellenlage dar.

1 Das Jahr 1547: Beleuchtung der Zarenkrönung und der ersten Ehe, welche die Kontinuität und politische Ausrichtung der Regentschaft festigten.

2 Die positive Phase: Reformperiode (1547-64): Beschreibung der Modernisierungsversuche durch den Auserwählten Rat und Reformen in Staat und Kirche.

3 Die negative Phase: Der Schreckliche: Analyse des Umschwungs zu Terror, autokratischer Herrschaft, des Livländischen Krieges und der Opritschnina.

Schlussteil: Bilanzierung der Herrschaft und Einordnung der historischen Tragweite sowie der Folgen für die russische Geschichte.

Schlüsselwörter

Ivan IV., Zarentum, Russland, Auserwählter Rat, Opritschnina, Bojaren, Reformpolitik, Livländischer Krieg, Kurbskij, Terror, Autokratie, Semschtschina, Geschichte, 16. Jahrhundert, Nachfolgekrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die gesamte Regierungszeit von Zar Ivan IV. (der Schreckliche) von 1547 bis 1584 und analysiert deren Wandel von einer frühen Reformphase hin zu einer späteren Phase des Terrors.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Buch bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Aufbau des Zarentums, die Rolle des Auserwählten Rates, die kirchlichen und administrativen Reformen, der Livländische Krieg sowie die Einführung und Auswirkung der Opritschnina.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Überblick über die Regentschaft, insbesondere die Frage, inwieweit die Trennung in eine „gute“ und eine „schlechte“ Phase des Zaren wissenschaftlich begründbar ist.

Welche methodische Vorgehensweise wählt der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere zeitgenössische Aufzeichnungen wie die von Heinrich von Staden sowie den Briefwechsel zwischen Ivan IV. und Kurbskij.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert dargelegt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Reformperiode, den Wendepunkt durch die Erkrankung des Zaren und den anschließenden Übergang zur repressiven Politik mit der Opritschnina.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Autokratie, Opritschnina, Semschtschina, Bojaren, Reformen und das „Dritte Rom“ als ideologische Konzeption.

Warum war der Tod der Zarin Anastasija ein Wendepunkt?

Ihr Tod bedeutete den Verlust der wichtigsten Vertrauensperson des Zaren, was in Kombination mit Verratsvorwürfen den psychischen Zusammenbruch und den Beginn der Terrorherrschaft beschleunigte.

Welche Bedeutung hatte der Briefwechsel mit Fürst Kurbskij?

Er gilt als eine der bedeutendsten Quellen für das Denken der Zeit, da er die gegenseitigen Vorwürfe und die Ideologie des Zaren sowie die Kritik der Bojaren offenbart.

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Details

Title
Ivan IV. - Der Wandel von einem hoffnungsvollen Reformer zu einem furchtbaren Despoten
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Grade
2,0
Author
Thomas Heller (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V141700
ISBN (eBook)
9783640495283
ISBN (Book)
9783640495269
Language
German
Tags
Ivan IV. Zar 1547 bis 1584 Ivan IV. Reformperiode 1547 bis 1564 Opritschnina Fürst Kurbskij Metropolit Makari Anastassija Romanowna Scharjina-Jurjewa Rjurikiden Rjurikiden und Romanows Begrenzung Mestnitschestwo-System Ivan IV. Reformen Aleksej Adaschew
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Heller (Author), 2008, Ivan IV. - Der Wandel von einem hoffnungsvollen Reformer zu einem furchtbaren Despoten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141700
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