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Die geringfügige gesellschaftliche Wertschätzung weiblicher Kunst. Eine Analyse am Beispiel von Margaret Keane und dem Film "Big Eyes"

Titel: Die geringfügige gesellschaftliche Wertschätzung weiblicher Kunst. Eine Analyse am Beispiel von Margaret Keane und dem Film "Big Eyes"

Hausarbeit , 2023 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jana Degener (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beleuchtet die marginalisierte Rolle weiblicher Künstlerinnen in der Kunstgeschichte, die auf geschlechtsspezifische Rollenverteilung und eingeschränkte Ausbildungsmöglichkeiten zurückzuführen ist. Die Unkenntnis über Künstlerinnen wird durch eine männlich geprägte Kunstgeschichtsschreibung verstärkt. Die Untersuchung zeigt, dass bis ins 20. Jahrhundert Frauen der Zugang zu Kunstakademien verwehrt blieb, was die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Kunst beeinträchtigte. Dieser Missstand wirkt bis heute nach, wie die ungleichen Verkaufspreise männlicher und weiblicher Künstler belegen. Das Beispiel von Margaret Keane, die ihre Kunst über ihren Mann verkaufte, verdeutlicht diese Ungleichheit. Der Film "Big Eyes" von Tim Burton aus dem Jahr 2014 dient als Fallstudie, um die Herausforderungen weiblicher Künstlerinnen zu ergründen. Die Arbeit bietet eine theoretische Grundlage zur Rolle der Frau in der Kunst des 20. Jahrhunderts und analysiert anschließend detailliert die Inszenierung von Margaret Keane in "Big Eyes", insbesondere durch die Darstellung von Amy Adams.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Rolle der Frau im 20. Jahrhundert

2.1 Die Position der Frau in der Gesellschaft

2.1.1 Die Stellung in der Familie

2.1.2 Bildung und Berufswelt

2.2 Die gesellschaftliche Anerkennung weiblicher Kunst

3 Das künstlerische Schaffen im Film „Big Eyes“

3.1 Hintergründe und Inhalt

3.2 Die Keanes als Künstlerehepaar im 20. Jahrhundert

3.3 Die Inszenierung von Margaret Keane

Fazit

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Benachteiligung und die fehlende Anerkennung von Künstlerinnen im 20. Jahrhundert am Beispiel des Biopics „Big Eyes“. Ziel ist es, anhand der Filmbiografie von Margaret Keane die strukturellen Hürden des Kunstmarktes und die geschlechtsspezifische Rollenverteilung in der damaligen Zeit kritisch zu beleuchten.

  • Rolle der Frau im Familien- und Berufsleben des 20. Jahrhunderts
  • Strukturelle Hürden für Frauen in der Kunstgeschichte
  • Analyse des Werdegangs von Margaret Keane innerhalb der Ehe
  • Auditive und visuelle Inszenierung von Identität und Leid im Film
  • Konflikt zwischen männlichem Marketing und weiblicher Autorenschaft

Auszug aus dem Buch

Die gesellschaftliche Anerkennung weiblicher Kunst

Warum hat es bis zum 20. Jahrhundert keine bedeutenden Künstlerinnen gegeben? Würde man heutzutage hinter dieser Frage direkt eine anti-feministische Position vermuten, so war die Aussage dahinter bis vor wenigen Jahren ganz normal. Die meisten Werke, die wir kennen, wurden von Künstlern erschaffen. Doch gab es wirklich keine Künstlerinnen, die sich in derselben künstlerischen Größe wie Picasso oder Michelangelo bewegten? Zwar gab es sie, jedoch bewegten sich diese im 20. Jahrhundert in ihren Einzelpositionen als Ausnahmeerscheinung (vgl. Nochlin 1971, S. 30).

Nochlin (1971, S. 30) sieht diese Problematik jedoch nicht in dem mangelnden Talent der Frauen oder im weiblichen Geschlecht begründet, sondern in den Rahmenbedingungen dieser Zeit selbst. Das bereits beschriebene Rollenverständnis degradierte die Frauen rein auf die Funktion der Hausfrau und Mutter, welche keinen Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten oder zur höheren Bildung besaßen. Zwar gab es erste Tendenzen von feministischen Ansätzen im 18. Jahrhundert, doch die Anerkennung und Etablierung von Künstlerinnen als selbstverständlicher und gleichwertiger Bestandteil der Kunstszene, gelang erst im späten 20. Jahrhundert (vgl. Nochlin 1971, S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Benachteiligung von Künstlerinnen und das Thema der Arbeit ein, wobei das Biopic „Big Eyes“ und die Forschungsfrage skizziert werden.

2 Die Rolle der Frau im 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel analysiert die patriarchalen Strukturen, die Stellung der Frau als Hausfrau und Mutter sowie die stark eingeschränkten Bildungs- und Berufschancen für Frauen im 20. Jahrhundert.

2.1 Die Position der Frau in der Gesellschaft: Der Fokus liegt auf der Verankerung des traditionellen Rollenbildes und der gesellschaftlichen Erwartungshaltung gegenüber Frauen.

2.1.1 Die Stellung in der Familie: Es wird erläutert, wie häusliche Strukturen Frauen in die Rolle der Unterordnung und Abhängigkeit zwangen.

2.1.2 Bildung und Berufswelt: Hier werden die Hürden für Frauen im Zugang zu akademischer Ausbildung und dem Kunstmarkt aufgezeigt.

2.2 Die gesellschaftliche Anerkennung weiblicher Kunst: Das Kapitel beleuchtet, warum weibliche Errungenschaften in der Kunstgeschichte selten gewürdigt wurden und welche systemischen Gründe dahinterstanden.

3 Das künstlerische Schaffen im Film „Big Eyes“: Dieser Teil widmet sich der direkten Filmanalyse und der Frage, wie weibliche Kunst unter dem Schatten männlicher Inszenierung litt.

3.1 Hintergründe und Inhalt: Eine Einordnung des Films als Biopic und die Vorstellung der zentralen Handlung.

3.2 Die Keanes als Künstlerehepaar im 20. Jahrhundert: Analyse des speziellen Falls von Margaret Keane, deren Werk von ihrem Ehemann als eigenes ausgegeben wurde.

3.3 Die Inszenierung von Margaret Keane: Untersuchung der filmischen Mittel wie Kameraführung und Musik, die den psychologischen Prozess von Margaret Keane begleiten.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert die Bedeutung des Films als Spiegel historischer Ungerechtigkeiten.

Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Margaret Keane, Big Eyes, Frauenrolle, 20. Jahrhundert, Kunstgeschichte, Patriarchat, Gender Studies, Biopic, Feminismus, Bildende Kunst, Rollenbild, gesellschaftliche Diskriminierung, Filmanalyse, Autorenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Anerkennung weiblicher Kunst im 20. Jahrhundert anhand des Films „Big Eyes“, wobei die Rolle der Künstlerin Margaret Keane als Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind das historische Rollenverständnis der Frau, die systemische Benachteiligung von Künstlerinnen und die filmische Darstellung der Identitätsentfremdung und Emanzipation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie geschlechtsspezifische Strukturen in der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts dazu führten, dass künstlerische Leistungen von Frauen unterdrückt oder männlichen Urhebern zugeschrieben wurden.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Kombination aus Literaturrecherche zu historischen Rollenbildern und einer filmwissenschaftlichen Analyse unter Berücksichtigung auditiver und visueller Aspekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des sozialen Kontextes des 20. Jahrhunderts und eine detaillierte Filmanalyse, welche die Psychologie der Hauptfigur Margaret Keane durch ihre Inszenierung beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind das patriarchale Rollenbild, die historische Benachteiligung von Künstlerinnen und die mediale Inszenierung von Identität im biographischen Spielfilm.

Wie geht der Film „Big Eyes“ konkret mit dem Thema der Urheberschaft um?

Der Film verdeutlicht, wie durch das Marketing von Walter Keane das Werk seiner Frau Margaret als männliche Produktion legitimiert wurde, da weibliche Kunst zu dieser Zeit weniger wertgeschätzt wurde.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der heutigen Situation im Kunstmarkt?

Das Fazit stellt fest, dass, obwohl sich der Status der Frau verbessert hat, die Schatten der Geschichte im Kunstmarkt weiterhin spürbar sind und Werke von Männern oft noch immer höhere Preise erzielen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die geringfügige gesellschaftliche Wertschätzung weiblicher Kunst. Eine Analyse am Beispiel von Margaret Keane und dem Film "Big Eyes"
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Jana Degener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
18
Katalognummer
V1417017
ISBN (PDF)
9783346968289
ISBN (Buch)
9783346968296
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tim Burton Big Eyes Mediävistik weibliche Kunst Germanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Degener (Autor:in), 2023, Die geringfügige gesellschaftliche Wertschätzung weiblicher Kunst. Eine Analyse am Beispiel von Margaret Keane und dem Film "Big Eyes", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417017
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Leseprobe aus  18  Seiten
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