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Abenteuer Exotismus

Zum Sujet im Abenteuer am Beispiel „Tarzan The Tiger“ (1929)

Título: Abenteuer Exotismus

Trabajo Escrito , 2009 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Mathias Seeling (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Nach Joseph Conrad ist ein Abenteuer ein Erlebnis außerhalb des realen menschlichen Lebens – fiktiv und überaus erlebnisreich. Auch wenn er dies nun sarkastisch reflektiert und sein tatsächliches Leben im Rückblick eher als übermäßig ereignisreich hält, differenziert er mit seiner Aussage zwischen realen Ereignissen und dem Genre Abenteuer. Wenn man an Abenteuer denkt, fällt nicht zuletzt der Name 'Tarzan', der neben Romanen, Geschichten und Comics auch auf der Leinwand von Beginn an eine gern gesehene Figur war und noch immer ist. Von Edgar Rice Burroughs erfunden, wurde er vor allem durch die Verfilmungen Henry MacRaes weltweit bekannt. Aufgrund dessen soll die Serienverfilmung „Tarzan the Tiger“ von 1929 Mittelpunkt dieser Arbeit sein. Vor allem der serielle Aufbau mit den insgesamt 15 Kapiteln soll anhand der Sujets nachvollzogen werden, in wieweit dies die Abenteuer-Erzählungen unterstützt. Da die Figur 'Tarzan' einen hellhäutigen Menschen darstellt, der adlige, europäische Wurzeln besitzt, ist es interessant, diese Hintergründe zu erfassen, wobei auch auf den rassistischen Kontext der Zeit zurückgegriffen werden sollte. Was fasziniert den Zuschauer der 1920er und 30er Jahre an den Abenteuern des Tarzan? Könnte er auch eine andere Hautfarbe besitzen ohne dass das Stereotyp des Abenteurers in der Wildnis gleich völlig umgedeutet wird? Des Weiteren spielt offenbar die Ferne zur Zivilisation eine große Rolle – einerseits tatsächlich gesellschaftlich, andererseits natürlich auch geographisch. Was macht das Abenteuer in der Fremde so reizvoll und was fasziniert an der Exotik? Scheinbar ist auch die Mystik ein wichtiges Moment in der Exotik. Die Rolle Las zwischen Tarzan und Jane wird deswegen in die Überlegung mit einfließen, wobei das Element der Liebesbeziehungen zwischen den Figuren betrachtet werden soll. Hierbei scheint auch die Amnesie Tarzans von Bedeutung zu sein, wodurch versucht werden soll, die Funktion dieses Gedächtnisverlustes für den Handlungsablauf herauszuarbeiten.
Explizit soll an dieser Stelle vorgreifend erwähnt werden, dass Begriffe, wie 'fremd', 'exotisch' oder Ähnliches immer relativ betrachtet werden sollen, da dies eine Frage der Perspektive ist und niemals meine subjektive Einstellung dazu darstellen soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Fortsetzung folgt – episodische Narration und ihre Bedeutung

1.1 Grundgedanken des seriellen Aufbaus

1.2 Das Motiv Amnesie und dessen Bedeutung für den seriellen Aufbau

2 Abenteuer Dschungel – Exotismus und das Fernweh

2.1 Tarzan der weiße Affe

2.2 Von fernen Orten und ihrer Notwendigkeit

3 Ich Tarzan – koloniale Darstellung einer fernen Welt

- Über die Rechte eines Weißen oder: Tarzan darf alles -

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den seriellen Aufbau und die narrative Struktur des Abenteuerfilms „Tarzan the Tiger“ (1929) unter besonderer Berücksichtigung kolonialer Diskurse und exotistischer Darstellungsformen jener Zeit.

  • Analyse des episodischen Erzählens in seriellen Filmproduktionen.
  • Untersuchung der psychologischen Funktion des Amnesie-Motivs für den Spannungsaufbau.
  • Erforschung der filmischen Konstruktion von Exotismus und dem „Fremden“.
  • Dekonstruktion kolonialer Identitätsbilder und ihrer Darstellung im westlichen Filmkontext.

Auszug aus dem Buch

1.1 Grundgedanken des seriellen Aufbaus

Mit dem Film bekam die Literatur ungeahnte Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln, obgleich diese Entwicklung von nicht wenigen Seiten heftig kritisiert wurden. Viele jedoch versuchten sich am neuen Medium – experimentell mit dem Material Film an sich oder mit Literaturverfilmungen. Edgar Rice Burroughs' „Tarzan“ erlangte schnell eine große Beliebtheit bei seinen Lesern. Allein dadurch war es ein Anreiz, die Leserschaft auch mit bewegten Bildern an die Abenteuer des weißen Mannes im Dschungel zu fesseln.

Interessant ist, dass MacRaes Film „Tarzan the Tiger“ von 1929 in insgesamt 15 Kapitel eingeteilt ist, die zu Anfang immer wieder die Figuren vorstellen, den Verlauf bis zu dem jeweiligen Kapitel rekonstruieren und das Ende des vorhergehenden Kapitels noch einmal zeigen. Dies lässt darauf schließen, dass die einzelnen Kapitel zur Zeit der Filmpremiere nicht aufeinander folgend, sondern als einzelne Vorführungen gezeigt wurden. Tarzan und dessen serielle Abenteuer sind ganz bewusst in Reihe gesetzt. Die Handlung ist klar gegliedert, wer 'gut' und wer 'böse' ist, ist für den Rezipienten leicht zu unterscheiden. Die gesamte Figurenkonstellation bleibt überschaubar, der Held stirbt nie und die erzählte Geschichte kommt stets zu einem 'happy End'. Das heißt, der großartige Held löst seine alltagsfernen, waghalsigen und aufregenden Abenteuer 'ohne Kratzer'.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Rezeptionsgeschichte der Figur Tarzan ein und umreißt die Fragestellung zur Verbindung von serieller Narration und kolonialem Kontext.

1 Fortsetzung folgt – episodische Narration und ihre Bedeutung: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von seriellen Filmformaten und analysiert, wie narrative Lücken und wiederkehrende Strukturen den Zuschauer binden.

1.1 Grundgedanken des seriellen Aufbaus: Hier wird die spezifische Segmentierung in 15 Kapitel untersucht, die zur Spannungserzeugung und zur leichten Identifikation der Guten und Bösen beiträgt.

1.2 Das Motiv Amnesie und dessen Bedeutung für den seriellen Aufbau: Dieses Kapitel analysiert das Amnesie-Motiv als zentrales Instrument, um die Handlung über die gesamte Serie hinweg kontinuierlich spannend zu halten.

2 Abenteuer Dschungel – Exotismus und das Fernweh: Hier wird der theoretische Rahmen für die Faszination am Fremden und die Flucht aus der westlichen Alltagswelt im frühen 20. Jahrhundert gelegt.

2.1 Tarzan der weiße Affe: Dieses Kapitel betrachtet Tarzan als Projektionsfläche für westliche Sehnsüchte und den kolonialen Blick auf die afrikanische Natur.

2.2 Von fernen Orten und ihrer Notwendigkeit: Untersucht wird die filmische Konstruktion von Authentizität und wie exotische Schauplätze zur Identitätsbestätigung des westlichen Publikums beitragen.

3 Ich Tarzan – koloniale Darstellung einer fernen Welt: Dieses Kapitel beleuchtet den Rassismus der 1920er Jahre und die Verknüpfung von ökonomischen Interessen (Plantagen, Gold) mit einer kolonialen Überlegenheit.

- Über die Rechte eines Weißen oder: Tarzan darf alles -: Analyse der moralischen Legitimation von Gewalt und Aneignung durch den Protagonisten in einer als „wild“ deklarierten Umwelt.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Tarzan als Stereotyp des weißen Mannes fungiert und der Film klassische Abenteuerstrukturen mit den Ideologien der Kolonialzeit verschmilzt.

Schlüsselwörter

Tarzan, Abenteuerfilm, serielle Narration, Amnesie, Exotismus, Kolonialismus, Filmgeschichte, Stummfilm, Edgar Rice Burroughs, Identität, Rassismus, 1929, Unterhaltungsmedium, Konstruktion des Fremden, Zuschauerbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Abenteuerfilm „Tarzan the Tiger“ (1929) hinsichtlich seines seriellen Aufbaus und seiner kulturellen Einbettung in den Kolonialismus des frühen 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der episodischen Erzählstruktur, der Bedeutung von Gedächtnisverlust als narrativem Mittel sowie der Analyse kolonialer Stereotype und dem Exotismusbegriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie serielle Erzählmechanismen und koloniale Ideologien zusammenspielen, um die Figur des „weißen Helden“ im Dschungel zu etablieren und zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Analyse, die Filmsequenzen, narrative Strukturen und den zeitgenössischen Kontext der 1920er Jahre miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den seriellen Aufbau (Kapitel 1), die Faszination am Exotischen (Kapitel 2) und die koloniale Darstellungswelt sowie die damit verbundenen Machtansprüche der Figur Tarzan (Kapitel 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Tarzan, serielle Narration, Abenteuerfilm, Kolonialismus, Amnesie, Exotismus und die Konstruktion des Fremden.

Welche besondere Bedeutung hat das Motiv der Amnesie für die Filmserie?

Die Amnesie dient als konstantes Spannungselement über alle 15 Kapitel hinweg, das den Helden Tarzan emotional verletzlich macht und den Zuschauer in eine Wissens-Überlegenheit versetzt.

Warum wird im Dokument explizit auf die Vertonung des Films eingegangen?

Die Einführung der Tontechnik gegen Ende der 1920er Jahre und der damit verbundene „Tarzan-Schrei“ werden als Mittel zur Steigerung der filmischen Authentizität und zur Kommunikation des Helden mit der „Wildnis“ analysiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Nationalstolzes in Verbindung mit Tarzan?

Der Autor stellt fest, dass Tarzans Motivation, sein Gold und seine Plantage zu retten, eng mit dem westlichen Besitzanspruch und der kolonialen Legitimation von Raub und Entdeckung verbunden ist.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Abenteuer Exotismus
Subtítulo
Zum Sujet im Abenteuer am Beispiel „Tarzan The Tiger“ (1929)
Universidad
University of Erfurt
Curso
Abenteuer. Eine narrative Figur in Literatur und Film
Calificación
1,7
Autor
Mathias Seeling (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
18
No. de catálogo
V141727
ISBN (Ebook)
9783640506576
ISBN (Libro)
9783640506767
Idioma
Alemán
Etiqueta
Abenteuer Tarzan Serie Sujet Exotismus Rasse Held frühes Kino Film Literatur Narration Dschungel Burroughs und Jane Opar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mathias Seeling (Autor), 2009, Abenteuer Exotismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141727
Leer eBook
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